Professur für Provenienzstudien

Die Forschung und Lehre an der Professur für Provenienzstudien widmet sich den Themenbereichen Provenienz, Restitution und kritische Museums- und Kunstmarktforschung. Neben der Auseinandersetzung mit der Geschichte, Gegenwart und Zukunft von Provenienzen und deren Produktion, stellt die Professur vor allem die institutionellen Rahmen des Handelns mit und des Sammelns und Ausstellens von Kunst in den Vordergrund. Hier gilt ihr Interesse besonders der Rolle von Museen in der Aneignung, Archivierung, Zurschaustellung und Zirkulation von Objekten. Um diese Fragen zu beantworten, werden auch computergestütze Methoden verwendet und auf ihre Nützlichkeit für die Provenienzforschung und Kunstgeschichte erprobt.   

Das thematische Spannungsfeld um die Zirkulation von Kunstwerken wird durch die interdisziplinäre Beobachtung und Einordnung zeitgenössischer Debatten beleuchtet, wobei kunst- und kulturhistorische Expertise auch mit rechtlichen, ökonomischen und soziologischen Perspektiven verknüpft wird. Hierbei liegt ein spezielles Augenmerk auf der Erforschung von Unrechtskontexten (Nationalsozialismus, Kolonialismus). Kritisch beleuchtet werden auch Kunstmarktthemen wie Fälschungen, Korruption und Diskriminierung.  

Ein wesentlicher Bestandteil des Studiums ist die Einbeziehung konkreter Projekte, etwa des Provenance Lab und seiner experimentellen Forschung. Gleichzeitig zeichnet sich die Lehre der Professur durch Praxisbezüge im Rahmen von Exkursionen zu Museen und Ausstellungen und den Austausch mit Kurator*innen, Provenienzforscher*innen und Kunstmarktakteuren aus.

Team

Leitung

  • Prof. Dr. Lynn Rother

Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen

  • Dr. Max Koss
  • Fabio Mariani

Wissenschaftliche Hilfskräfte

Liza Weber M.A.

Sekretariat für allgemeine Anfragen

  • Astrid Oden

Finanzadministration

  • Stephanie Braune