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Prof. Dr. Susanne Leeb

21335 Lüneburg, Universitätsallee 1, C5.410
Fon +49.4131.677-2761, susanne.leeb@leuphana.de

Werdegang

Susanne Leeb hat Kunstgeschichte, Philosophie und Neuere Deutsche Literaturwissenschaft an der Universität zu Köln studiert. Nach dem Studium hatte sie diverse Projektassistenzen am Wallraf-Richartz-Museum in Köln inne und war von 1999-2001 Redakteurin der Zeitschrift Texte zur Kunst. Sie wurde im Rahmen des Graduiertenkollegs "Repräsentation-Rhetorik-Wissen" an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder mit einer Doktorarbeit zu "Die Kunst der Anderen. Weltkunst und die anthropologische Konfiguration der Moderne" promoviert. Seit 2007 hat sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am SFB "Ästhetische Erfahrung im Zeichen der Entgrenzung der Künste" an der Freien Universität gearbeitet und wurde nach einer Vertretungsprofessur an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg auf die Laurenz-Assistenzprofessur am Kunsthistorischen Seminar der Universität Basel berufen. Seit 2014 ist sie Professorin für Zeitgenössische Kunst an der Leuphana Universität Lüneburg. Dort leitet sie neben ihrer Professur zusammen mit Erich Hörl das Leuphana Institute of Advanced Studies in Culture and Society. Sie leitet zusammen mit Ulf Wuggenig den Kunstraum der Leuphana Universität Lüneburg.

Sie unterrichtet im BA vor allem in der Vertiefung "Kunst und visuelle Kultur", im MA in "Kritik der Gegenwart: Künste - Theorie - Geschichte" sowie im Komplementärstudium. Ihre Seminare befassen sich vornehmlich mit Fragen der transkulturellen Kunstwissenschaft z.B. "Transkulturelle Kunstgeschichte und Kosmpolitische Moderne", "Besitz und Eingentum in Kunst und Kulturtheorie", "Subjektkritik in der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts", "Documenta 15 - Künstler*innenkollektive", "Kunst und Technologie(Kritik)", "Tribunale in der zeitgenössischen Kunst" oder "Black Aesthetics von der Harlem Renaissance bis zu #blacklivesmatter".

Projekte

  1. Wendländisches Leinen und Koloniales Erbe. Spurensuche einer transkulturellen Verflechtung im 18. und 19. Jahrhundert
    Beate Söntgen (Partner*in) , Susanne Leeb (Partner*in) , Sarah Kreiseler (Wissenschaftliche Projektleiter*in) , Ruth Stamm (Projektmitarbeiter*in)

    Projekt: Forschung

  2. Leuphana Institute for Advanced Studies in Culture and Society
    Susanne Leeb (Wissenschaftliche Projektleiter*in)

    Projekt: Forschung

  3. Jameson 2.0-Cognitive mapping in der zeitgenössischen Kunst
    Susanne Leeb (Wissenschaftliche Projektleiter*in) , Jenny Nachtigall (Projektmitarbeiter*in)

    Projekt: Forschung

  4. Promovieren im Museum
    Beate Söntgen (Wissenschaftliche Projektleiter*in) , Susanne Leeb (Wissenschaftliche Projektleiter*in) , Ira Klinkenbusch (Projektmitarbeiter*in)

    Projekt: Forschung

Publikationen

Bücher und Anthologien

  1. Museums, Transculturality and the Nation-State: Case Studies from a Global Context
    Susanne Leeb (Herausgeber*in) , Nina Samuel (Herausgeber*in) , 2022 Bielefeld , 248 S.

    Publikation: Bücher und AnthologienSammelwerke und AnthologienForschung

Beiträge in Zeitschriften

  1. "Der Tyrann braucht zerbrochene Seelen": Susanne Leeb über Rajkamal Kahlon
    Susanne Leeb (Autor*in) , 01.09.2021 , in: Lerchenfeld, 58 , S. 25-28 , 4 S.

    Publikation: Beiträge in ZeitschriftenZeitschriftenaufsätzeForschung

  2. Property/Eigentum. Vorwort
    Susanne Leeb (Autor*in) , Nadja Abt (Autor*in) , Kerstin Stakemeier (Autor*in) , Isabelle Graw (Autor*in) , 01.03.2020 , in: Texte zur Kunst, 30, 117 , S. 6-7 , 2 S.

    Publikation: Beiträge in ZeitschriftenAndere (Vorworte. Editoral u.ä.)Forschung

  3. Idiome: Die kleinen ks der Kunst
    Susanne Leeb (Autor*in) , 01.03.2017 , in: Texte zur Kunst, 108 , S. 33-56 , 24 S.

    Publikation: Beiträge in ZeitschriftenZeitschriftenaufsätzeForschungbegutachtet

Beiträge in Sammelwerken

  1. Achtundsechzig antikolonial: Szenen militanter Kunst- und Filmproduktion und Implikationen für eine (Kunst)Geschichtsschreibung
    Susanne Leeb (Autor*in) , 05.03.2022 Bielefeld , S. 27-61 , 35 S.

    Publikation: Beiträge in SammelwerkenKapitelForschungbegutachtet

Aktivitäten

  1. Undoing Ethnographic and Archaological Objects
    Susanne Leeb (Sprecher*in)

    Aktivität: Gastvorträge und -vorlesungenForschung

  2. Das Unding. Colonial Gothic in Contemporary Art
    Susanne Leeb (Gastredner*in)

    Aktivität: Gastvorträge und -vorlesungenForschung

  3. Colonial Archaeology
    Susanne Leeb (Sprecher*in)

    Aktivität: Gastvorträge und -vorlesungenLehre

  4. Négritude: Hausenstein and Senghor
    Susanne Leeb (Sprecher*in)

    Aktivität: KonferenzvorträgeForschung

Lehrveranstaltungen

Gerichtet gegen eine nationale Kunstgeschichtsschreibung geht eine transkulturelle Kunstgeschichte von transformativen Begegnungen unterschiedlicher kultureller Kontexte aus. Gleichzeitig berücksichtigt eine solche transkulturelle Kunstgeschichte auch die Unterschiede, Ungleichheiten, und Gewaltförmigkeiten, die vor allem in kolonialen Verhältnissen liegen. Im Seminar lesen wir die wichtigsten Texte, die dieses transkulturelle Verhältnis theoretisch fundieren, und analysieren künstlerische Arbeiten, die auf materieller, semantischer, formaler, subjekt-theoretischer Ebene, die Möglichkeiten transkultureller Kunst ausgestalten, thematisieren, oder kritisieren.
Nächster Termin:
Dienstag, 13.10.2026 um 16:15 Uhr
Das Seminar widmet sich künstlerischen Arbeiten und Ausstgellungen, die auf unterschiedliche Weise den Zusammenhang von Kapitalismus, Kolonialität und Globalisierung thematisieren. Ausgehend von Diskussionen um Globale Kunst vs. Transkulturalität stehen vor allem anti- und dekoloniale Praktiken und Verfahren im Vordergrund. Die Frage wird dabei sein, wie genau, mit welchen Materialien und welchen künstlerischen Verfahrensweisen jeweils gearbeitet wird, und was Kunst in diesem Zusammenhang leisten kann. Wie kann Kunst gegen eine Weltverarmung anarbeiten und an welche auch widerständigen Praktiken knüpfen Künstler*innen an? Das Seminar wird dabei auch auf einen breiteren historischen Zusammenhang ausgreifen, der von der Weltausstellung in London im Jahr 1852 ausgeht und von dort aus fragt, wie sich durch diesen Komplex, Kapitalismus, Kolonialität, Globalisierung auch ästhetische Konzepte verändert haben. Gleichzeitig geht das Seminar einem Wandel in der Richtung der Kämpfe nach. Waren die 1930er Jahre vom antikolonialen Widerstand geprägt (vgl. der Seminarkomplex zu Aimé Césaire), galt die Aufmerksamkeit in den 1950er Jahren den Transformationsprozessen im Zuge der Dekolonisierung (vgl. Seminarsitzung zu Tshibumba Kanda Matulu), um sich in der Gegenwart stärker neukolonialen Formen der Landnahme und der Extraktion zuzuwenden (vgl. Sitzung zu Karrabing Film Collective).
Nächster Termin:
Dienstag, 13.10.2026 um 14:15 Uhr
Im Masterforum präsentieren die Studierende Ideen, Konzepte, Entwürfe ihrer Masterarbeiten. In der Regel gibt es eine ca. 15-minütige Präsentation und eine gemeinsame Diskussion. Empfohlen wird das Masterforum mit einer schon ausgereiften Idee, sowie mit einem ersten Gliederungsentwurf (oder sogar einem bereits vorhandenem Kapitel) zu belegen.
Nächster Termin:
Mittwoch, 21.10.2026 um 10:15 Uhr
Susanne Leeb, Beate Söntgen, Jordan Troeller
Das Colloquium dient der fachlichen und interdisziplinären Diskussion und Reflexion von Promotionsexposés, einzelnen Kapiteln oder Forschungsfragen. Kapitel werden drei Wochen vorab an alle verschickt und kurz vorgestellt, entweder durch die Verfasser*innen selbst oder durch eine*n Response-Partner*in.
Nächster Termin:
Freitag, 04.12.2026 um 09:00 Uhr
Raum: extern