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Anna Kipke

Anna Kipke
21335 Lüneburg, Universitätsallee 1, C40.410
Fon +49.4131.677-1990 (Sekr.), anna.kipke@leuphana.de
Wiss. Mitarbeiter*in, Professur für Kunstgeschichte

Werdegang

Anna Kipke ist wissenschaftliche Mitarbeiterin (Praedoc) im Sonderforschungsbereich 1512 Intervenierende Künste an der Leuphana Universität Lüneburg. Sie hat mit Arbeiten über Form und Denken von Abstraktion bei Hilma af Klint, Gilles Deleuze und Félix Guattari (BA) und über Politiken der Innerlichkeit bei Emma Kunz (1892-1963) (MA) ihr Bachelor- und Masterstudium der Kunst- und Kulturwissenschaften in Lüneburg abgeschlossen. 

Ihre Forschungsinteressen umfassen Geschichte und Theorie der modernen und abstrakten Kunst, Historiographie von künstlerischen Praktiken, sowie Trauma und Heilung als Themen in der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. 

In ihrem Dissertationsprojekt "Emma Kunz. Therapeutische Linien" untersucht sie therapeutische Praktiken als künstlerische Verfahren der Intervention zwischen 1930-1960. Im Zentrum der Arbeit steht die historische Rekonstruktion der Praxis des Zeichnens und Heilens der Schweizer Künstlerin Emma Kunz (1892-1963) anhand von Zeitzeug*innenberichten ehemaliger Patient*innen. In der Konstellation mit künstlerischen Positionen von Eva Aeppli (1925-2015) und Agnes Denes (*1931) analysiert sie künstlerische Formen des Persönlichen (Autobiographie / Zeitzeug*innenschaft), um therapeutische Praktiken als Material in der Kunst in individuellen und gesellschaftlichen Krisenmomenten zu greifen. 

Forschungsgebiete 

– Geschichte und Theorie der modernen Kunst und Abstraktion 
– Materielle Kultur von spirituellen Praktiken
– Historiographie künstlerischer Praktiken
– Trauma und Heilung in der Kunst des 20.-21. Jahrhunderts

 

Projekte

  1. DFG-Sonderforschungsbereich 1512: Intervenierende Künste - Teilprojekt A06: Künstlerische Lebenspraxis als Intervention
    Beate Söntgen (Wissenschaftliche Projektleiter*in) , Mimmi Woisnitza (Projektmitarbeiter*in) , Anna Kipke (Projektmitarbeiter*in)

    Projekt: Forschung

Publikationen

Bücher und Anthologien

  1. Das inszenierte Selbst: Autofiktion in der Gegenwartskunst
    Anna Kipke (Herausgeber*in) , Rosa Windt (Herausgeber*in) , 2026 Köln , 123 S.

    Publikation: Bücher und AnthologienZeitschriftenhefteTransfer

  2. Drafts in Action: Concepts and Practices of Artistic Intervention
    Anna Kipke (Herausgeber*in) , Mimmi Woisnitza (Herausgeber*in) , Iryna Kovalenko (Herausgeber*in) , Laura Rogalski (Herausgeber*in) , Simon Teune (Herausgeber*in) , 2025 1. Aufl. Zurich , 268 S.

    Publikation: Bücher und AnthologienSammelwerke und AnthologienForschung

  3. Ins Bild kommen: Spielräume der Kunstkritik
    Anita Hosseini (Herausgeber*in) , Anna Kipke (Herausgeber*in) , Holger Kuhn (Herausgeber*in) , Mimmi Woisnitza (Herausgeber*in) , 2023 Paderborn , 234 S.

    Publikation: Bücher und AnthologienSammelwerke und AnthologienForschung

Beiträge in Zeitschriften

  1. Rezension von: Angela Matyssek / Franciska Nowel Camino (Hgg.): Wann fängt Kunst an? Das variable Frühwerk in der Gegenwartskunst, München: edition metzel 2025
    Anna Kipke (Autor*in) , 01.07.2026 , in: sehepunkte - Rezensionsjournal für die Geschichtswissenschaften, 26 (2026), Nr. 7/8 [15.07.2026]

    Publikation: Beiträge in ZeitschriftenRezensionenForschung

  2. Bury or Recover the Self?: Über Cathie Pilkington im Freud Museum London und Ways of Seeing im Muzeum Sztuki, Łódź
    Anna Kipke (Autor*in) , 19.03.2026 , in: Kunstforum international, 309 , S. 60–71 , 11 S.

    Publikation: Beiträge in ZeitschriftenZeitschriftenaufsätzeTransfer

  3. Farbschluchten: Anna Kipke über Katharina Grosse in den Deichtorhallen, Hamburg
    Anna Kipke (Autor*in) , 01.12.2025 , in: Texte zur Kunst, 35, 140 , S. 199–202 , 4 S.

    Publikation: Beiträge in ZeitschriftenRezensionenTransfer

  4. Haunted Memories. Landscapes of the Mind: Parallele Bildverfahren im Werk von Erna Rosenstein und Aubrey Williams
    Anna Kipke (Autor*in) , 01.09.2023 , in: Kunstforum international, 291 , S. 78-85 , 8 S.

    Publikation: Beiträge in ZeitschriftenZeitschriftenaufsätzeTransfer

  5. Meme Therapy: Auf der Suche nach Heilung in Geisterzeichnungen, Therapie-Notizbüchern und Trauma-Tagebüchern
    Anna Kipke (Autor*in) , 01.01.2022 , in: Kunstforum international, 279 , S. 104-111 , 8 S.

    Publikation: Beiträge in ZeitschriftenZeitschriftenaufsätzeTransfer

Beiträge in Sammelwerken

  1. Weiche Avantgarden: Das Therapeutische in künstlerisch-intervenierenden Verfahren
    Anna Kipke (Autor*in) , Beate Söntgen (Autor*in) , Mimmi Woisnitza (Autor*in) , 19.03.2026 1. Aufl. Zürich , S. 377–403 , 26 S.

    Publikation: Beiträge in SammelwerkenAufsätze in SammelwerkenForschung

  2. On Puppets, Dolls, and Harlequins: Textile Constellations between Emma Kunz and Eva Aeppli
    Anna Kipke (Autor*in) , 01.01.2025 1. Aufl. Zurich , S. 235–246 , 12 S.

    Publikation: Beiträge in SammelwerkenAufsätze in SammelwerkenForschung

  3. Manifestation, Collectiveness, Documentation: Thinking About Intervening Arts in Terms of Concept and Practice
    Anna Kipke (Autor*in) , Mimmi Woisnitza (Autor*in) , 01.01.2025 1. Aufl. Zurich , S. 9–33 , 25 S.

    Publikation: Beiträge in SammelwerkenAufsätze in SammelwerkenForschung

  4. Ins Bild kommen: Spielräume der Kunstkritik
    Anita Hosseini (Autor*in) , Anna Kipke (Autor*in) , Holger Kuhn (Autor*in) , Mimmi Woisnitza (Autor*in) , 01.01.2023 Paderborn , S. xv-xxi , 7 S.

    Publikation: Beiträge in SammelwerkenAndere (Vor- und Nachworte ...)Forschung

  5. Culture and Capital: Claire Bishop: Place in Plunderland: Claire Bishop on the Shed
    Anna Kipke (Autor*in) , 01.01.2022 1. Auflage. Aufl. Berlin , S. 428-437 , 10 S.

    Publikation: Beiträge in SammelwerkenAufsätze in SammelwerkenForschung

Lehrveranstaltungen

Das Seminar untersucht Aneignung als ästhetische Praktik und als Verfahren in den Künsten. Überblicksartig sollen u.a. folgende Themenkomplexe aufgegriffen werden: Collage und Montage als Verfahren der historischen Avantgarden, Mosaik und Scrapbooks als Vorläufer, Appropriation Art / Pictures Generation, Aneignungskritik: Cultural Appropriation, Sammelpraxis und Selbstentwurf (u.. a. Sophie Calle, Annette Messager), „Moderne Aneignung“: Zur Kritik der Moderne in der Gegenwartskunst (siehe Vera Lauf) und Memes.
Nächster Termin:
Dienstag, 13.10.2026 um 10:15 Uhr
Das Seminar bietet eine Einführung in ausgewählte methodische Ansätze der Kunstwissenschaft. Die unterschiedlichen Zugänge werden praxisnah anhand künstlerischer Arbeiten erarbeitet und gemeinsam diskutiert. Wir verbinden dabei die Lektüre von Grundlagentexten mit der Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten, indem wir Themen wie Bildbeschreibung, den Umgang mit Literatur und die Erstellung einer Bibliografie aktiv aufgreifen.
Nächster Termin:
Donnerstag, 03.12.2026 um 10:15 Uhr
Textil als Material in der Gegenwartskunst hat Konjunktur.
Das Seminar bietet eine Einführung in diese gegenwärtigen Konjunkturen und fragt nach deren Geschichte. Im Zentrum steht die Frage nach den institutionellen Rahmenbedingungen des Textils während des Kalten Krieges bis in die Gegenwart.

Das Seminar teilt sich in drei Schwerpunkte: erstens, Textil in der Gegenwartskunst, zweitens, Textil in der Kunst der 1960er/70er Jahre und drittens, Biennalen der Textilkunst (Lausanne/São Paulo). Ausgewählte künstlerische Arbeiten von u. a. Sheila Hicks, Faith Ringgold, Eva Hesse und Magdalena Abakanowicz werden diskutiert.

"Wie lässt sich die Materialität von Textil beschreiben?" Praxisnahe Übungen und eigene Werkbeschreibungen werden im Verlauf des Seminars angefertigt, die als Vorarbeit für Ihre Hausarbeit dienen können. Die Texte werden in Kleingruppen und im Plenum diskutiert. Eine Sitzung wird in Kooperation mit der Schreibwerkstatt (Thema: Wissenschaftliches Schreiben) stattfinden.

Ziel ist es, den wissenschaftlichen Umgang mit historischen Archivmaterialien in der Kunstwissenschaft zu erproben. „Wie lassen sich Kunstkritiken kontextualisieren?“ Wie Ausstellungsansichten beschreiben?“„Welche Funktion hat eine Werkbeschreibung in meiner Argumentation?“

Historische Einordnung: Im Jahr 1965 erhält die polnische Künstlerin Magdalena Abakanowicz (1930–2017) für ihre großformatigen Textilskulpturen den Grand Prix der Biennale in São Paulo. Kurz zuvor, 1962, findet die 1. Internationale Biennale der Tapisserie in Lausanne (1962–1995) statt, bei der die textilen Arbeiten von Abakanowicz und fünf weiteren polnischen Künstler*innen für Aufruhr sorgen werden. Organisiert vom Centre international de la tapisserie ancienne et moderne (CITAM), wird Lausanne zum Zentrum der Textilkunst. Ein enges Netzwerk aus Sammler*innen, Kurator*innen und Künstler*innen unternimmt den Versuch, ein nach dem Zweiten Weltkrieg in Vergessenheit geratenes Material wiederzubeleben. Wie hängen diese Ereignisse zusammen? Diesen Fragen wird das Seminar nachgehen. Als Fallbeispiele dienen neben der São Paulo Biennale, die Biennale Internationale de la Tapisserie in Lausanne (1962–1965) und die Internationale Triennale des Textils im Zentralen Textilmuseum in Łódź (Centralne Muzeum Włókiennictwa).
Nächster Termin:
Dienstag, 13.10.2026 um 14:15 Uhr