Wie internationale Studierende die deutsche Wirtschaft stärken

28.08.2025 Die so genannten Internationals leisten einen erheblichen wirtschaftlichen Beitrag für Deutschland. Laut einer IW-Studie im Auftrag des DAAD generiert jeder Jahrgang langfristig rund acht Mal mehr Einnahmen für die öffentlichen Haushalte, als der Staat investiert. Viele sind bereits in ihrem Studium berufstätig. Zwei von ihnen heißen Vignesh Mallya und Raj Chaudhari.

©Dr. Marietta Hülsmann
„Die Leuphana bietet für Internationals sehr viel: gemeinsame Aktivitäten, Deutschkurse und Unterstützung beim Ankommen in Deutschland“, sagt Raj Chaudhari.
©Dr. Marietta Hülsmann
„In einer Großstadt sind die Jobchancen höher“, sagt Vignesh Mallya.

Vignesh Mallya pendelte zwischen seinem Job in Hamburg und den Hörsälen in Lüneburg: Er ist Datenanalyst bei einem französischen Flugzeugbauer: „Die Analysen helfen etwa dem Management bei Entscheidungen“, erklärt der Masterkandidat.  Er studierte in Indien Information Science and Engineering und kam vor einem Jahr nach Deutschland. Von der Universität Lüneburg erfuhr er online: „Ich habe mir Bewertungen von anderen Studierenden angesehen. Die Leuphana stand sehr weit vorn: ein diverses Curriculum, gutes Betreuungsverhältnis in der Lehre und wir können auf Englisch studieren“, ordnet er ein. Das Masterprogramm Management und Data Science gehört mit mehr als 500 Bewerbungen auf 30 Studienplätze zu den beliebtesten Studiengängen an der Leuphana. Studierende beschäftigen sich darin unter anderem mit Intelligenter Datenanalyse, Künstlicher Intelligenz, Maschinellem Lernen, Umgang mit Big Data, formalen Grundlagen und Theorien. Darüber hinaus haben alle Managementprogramme, die LSMT über die Graduate School anbietet, die renommierte AACSB-Akkreditierung erhalten.

Sein Kommilitone Raj Chaudhari studierte Computer Science arbeitete in Indien bereits als Quality Assurance Engineer. Heute berät er Promotionsstudierende in den Ingenieurwissenschaften und erklärt ihnen, wie sie ihre Daten am effektivsten auswerten können.  Für beide war bereits vor ihrem Umzug nach Europa klar: „Wir möchten in Deutschland arbeiten.“ Deswegen überzeugte Lüneburg auch mit seiner Nähe zu Hamburg: „In einer Großstadt sind die Jobchancen höher“, sagt Vignesh Mallya.

Raj Chaudhari profitiert von seiner Arbeit auf dem Campus und den Möglichkeiten sich zu vernetzen: „Die Leuphana bietet für Internationals sehr viel: gemeinsame Aktivitäten, Deutschkurse und Unterstützung beim Ankommen in Deutschland“, sagt er. 

Beide möchten auch nach ihrem Abschluss in Deutschland bleiben: „Wir mögen das Land und lernen seine Sprache. Die Arbeitsbedingungen hier sind sehr gut und die Region für uns attraktiv“, sagen beide. 

Ihr Eindruck deckt sich mit den Ergebnissen der IW-Studie: Deutschland zählt weltweit zu den attraktivsten Studienländern mit hoher Bleibequote, heißt es darin. In die Bildung ausländischer Studierender zu investieren, zahlt sich für die Bundesrepublik aus, wie die Studie belegt: Allein die rund 80.000 Studienanfänger von 2022 tragen über ihr Leben hinweg rund 15,5 Milliarden Euro netto bei, so die Ergebnisse. Bleiben 40 % der Absolventen im Land, amortisierten sich die Ausbildungskosten bereits drei Jahre nach Studien-Ende.