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Prof. Dr. Claudia Albes

21335 Lüneburg, Universitätsallee 1, C1.110
Fon +49.4131.677-2620, claudia.albes@leuphana.de

Werdegang

seit dem 1. Oktober 2016 Professorin für Literaturwissenschaft und Literaturdidaktik am Institut für deutsche Sprache und Literatur und ihre Didaktik der Leuphana Universität Lüneburg

2011: Habilitation (Leuphana Universität Lüneburg); Venia legendi: Neuere deutsche Literaturwissenschaft und ihre Didaktik 

10/2009 - 3/2011: Verwaltung einer Professur für Deutsche Literaturwissenschaft am Institut für deutsche Sprache und Literatur und ihre Didaktik der Leuphana Universität Lüneburg

2008-2016: Lehrkraft für besondere Aufgaben im Fach Neuere deutsche Literaturwissenschaft am Institut für Germanistik der Universität Trier

2003-2008: wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für deutsche Sprache und Literatur und ihre Didaktik der Leuphana Universität Lüneburg

10/2000-9/2002: Postdoktorandin im DFG-Graduiertenkolleg "Klassizismus & Romantik im europäischen Kontext" der Universität Gießen

4/1999-5/1999: Kurzzeitdozentin für Germanistik an der Universität Torun (Polen)

1998: Promotion zum Dr. phil. (Universität Frankfurt am Main)

1991-1998: Promotionsstudium in Göttingen und Frankfurt am Main, Tätigkeiten als Bibliotheksangestellte und Lehrkraft für Deutsch als Fremdsprache an der Universität Göttingen 

1991: 2. Staatsexamen

4/1989-3/1991: Vorbereitungsdienst am Staatlichen Studienseminar in Osnabrück

1988: 1. Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien in den Fächern Deutsch und Philosophie

10/1982-3/1989: Studium der Germanistik und Philosophie, zeitweise auch der ev. Theologie, Romanistik und Politikwissenschaft in Konstanz, Tübingen, Montpellier und Freiburg i. Br.

 

Publikationen

Bücher und Anthologien

  1. Metaphysische Spannung / Gestörter Suspense: Adalbert Stifter, Theodor Storm, Conrad Ferdinand Meyer und das 19. Jahrhundert
    Claudia Albes (Herausgeber*in) , 2025 Berlin/Boston , 261 S.

    Publikation: Bücher und AnthologienSammelwerke und AnthologienForschung

  2. Erzählen - Argumentieren - Beschreiben: zur Theorie und Interpretation moderner Prosatexte am Beispiel von Peter Handkes 'Lehre der Sainte-Victoire'
    Claudia Albes (Autor*in) , 2013 Trier , 490 S.

    Publikation: Bücher und AnthologienMonografienForschung

  3. Vom Sinn des Erzählens: Geschichte, Theorie und Didaktik
    Claudia Albes (Herausgeber*in) , Anja Saupe (Herausgeber*in) , 2010 Frankfurt am Main , 227 S.

    Publikation: Bücher und AnthologienSammelwerke und AnthologienForschung

  4. Darstellbarkeit: zu einem ästhetisch-philosophischen Problem um 1800
    Claudia Albes (Herausgeber*in) , Christine Frey (Herausgeber*in) , 2003 Würzburg , 319 S.

    Publikation: Bücher und AnthologienKonferenzbände und -dokumentationenForschung

  5. Der Spaziergang als Erzählmodell: Studien zu Jean-Jacques Rousseau, Adalbert Stifter, Robert Walser und Thomas Bernhard
    Claudia Albes (Autor*in) , 1999 Tübingen , 332 S.

    Publikation: Bücher und AnthologienMonografienForschung

Beiträge in Zeitschriften

  1. Ungewissheit.: Die Dekonstruktion des Indizienparadigmas in Hartmut Langes Novellen "Das Streichquartett" und "Der Wanderer"
    Claudia Albes (Autor*in) , 01.01.2026 , in: Wirkendes Wort, 76, Heft 1 , S. 119-133 , 15 S.

    Publikation: Beiträge in ZeitschriftenZeitschriftenaufsätzeForschungbegutachtet

  2. Robert Walser / W. G. Sebald.: Dichterporträts
    Claudia Albes (Autor*in) , 01.01.2025 , in: Vorträge der Robert Walser-Gesellschaft, 22 , S. 3-27 , 25 S.

    Publikation: Beiträge in ZeitschriftenKonferenzaufsätze in FachzeitschriftenForschungbegutachtet

  3. Der Dichter und sein Kritiker: Über Adalbert Stifter und Sigmund Engländer
    Claudia Albes (Autor*in) , 01.01.2021 , in: Hebbel-Jahrbuch, 76 , S. 65-92 , 28 S.

    Publikation: Beiträge in ZeitschriftenZeitschriftenaufsätzeForschungbegutachtet

  4. "... ein ungeheuerliches Ding mit plumpen, ungeschickten Gliedern": Überlegungen zu Stifters angeblich missglückter Erzählung 'Prokopus'
    Claudia Albes (Autor*in) , 01.01.2019 , in: Wirkendes Wort, 69, 1 , S. 41-56 , 16 S.

    Publikation: Beiträge in ZeitschriftenZeitschriftenaufsätzeForschungbegutachtet

  5. Alexander Honold: Der Erd-Erzähler. Peter Handkes Prosa der Orte, Räume und Landschaften, J. B. Metzler Verlag, Stuttgart 2017, 566 S., mit 13 Abbildungen
    Claudia Albes (Autor*in) , 01.01.2019 , in: Zeitschrift für Germanistik, 29, 2 , S. 456-458 , 3 S.

    Publikation: Beiträge in ZeitschriftenRezensionenForschung

Beiträge in Sammelwerken

  1. Ungewissheit.: Die Dekonstruktion des Indizienparadigmas in Hartmut Langes Novellen "Das Streichquartett" und "Der Wanderer"
    Claudia Albes (Autor*in) , 01.01.2026 Berlin/Heidelberg , S. 193-209 , 17 S.

    Publikation: Beiträge in SammelwerkenAufsätze in SammelwerkenForschungbegutachtet

  2. Gestörter Suspense und metaphysische Spannung in Stifters "Prokopus"
    Claudia Albes (Autor*in) , 01.01.2025 Berlin/Boston , S. 39-67 , 29 S.

    Publikation: Beiträge in SammelwerkenAufsätze in SammelwerkenForschungbegutachtet

  3. Einleitung
    Claudia Albes (Autor*in) , 01.01.2025 Berlin/Boston , S. 1-13 , 13 S.

    Publikation: Beiträge in SammelwerkenAndere (Vor- und Nachworte ...)Forschung

  4. Anleitung zur Lektüre im Himmelsbuch: Johann Peter Hebels "Betrachtungen über das Weltgebäude" zwischen Astronomie und Theologie
    Claudia Albes (Autor*in) , 01.01.2023 Berlin , S. 29-42 , 14 S.

    Publikation: Beiträge in SammelwerkenAufsätze in SammelwerkenForschungbegutachtet

  5. Von Boccaccio zu Hartmut Lange: Gattungstheoretische und gattungsgeschichtliche Überlegungen zu der Novelle "Die Bildungsreise"
    Claudia Albes (Autor*in) , 01.01.2021 Hannover , S. 33-52 , 20 S.

    Publikation: Beiträge in SammelwerkenAufsätze in SammelwerkenForschungbegutachtet

Aktivitäten

  1. Einführung in den Film „Mädchen in Uniform“ (1931) im Scala Kino Lüneburg mit anschließender Publikumsdiskussion
    Claudia Albes (Sprecher*in)

    Aktivität: Präsentationen (Poster ua.)Transfer

  2. Was ist Realismus?
    Claudia Albes (Sprecher*in)

    Aktivität: KonferenzvorträgeForschung

  3. Robert Walser / W. G. Sebald. Dichterporträts
    Claudia Albes (Sprecher*in)

    Aktivität: KonferenzvorträgeForschung

  4. Stifters Erzählung "Prokopus": Novelle oder 'Anti-Novelle'?
    Claudia Albes (Sprecher*in)

    Aktivität: KonferenzvorträgeForschung

  5. Einführung
    Claudia Albes (Sprecher*in) , Thomas Gann (Sprecher*in)

    Aktivität: KonferenzvorträgeForschung

Lehrveranstaltungen

Der im 19. Jahrhundert entstandene Detektivroman ist eine moderne Literaturgattung, die gemeinhin der Unterhaltungsliteratur zugerechnet wird. Das ist insofern ein wenig ungerecht, als der Detektivroman eigentlich eminent ‚philosophische‘ Qualitäten besitzt, hat er es doch grundsätzlich mit zeichen- und erkenntnistheoretischen Problemen zu tun. So lässt sich die fiktive Welt im Detektivroman als ein mehr oder minder komplexes Gebilde aus Zeichen betrachten, deren richtige Deutung die Voraussetzung für die erfolgreiche Lösung des zu Beginn gestellten Mordrätsels ist. Von zentraler Bedeutung sind in diesem Zusammenhang die Spuren und Indizien, anhand derer der Detektiv das jeweilige Verbrechens rekonstruiert. Wie das funktioniert, weiß jeder Leser und jede Leserin von Conan Doyles gegen Ende des 19. Jahrhunderts erschienenen Sherlock-Holmes-Stories. Neuere, nach 1950 entstandene Detektivromane fordern dieses Muster heraus, indem sie zunehmend von unkonventionellen Methoden der Verbrechensaufklärung, wenn nicht sogar von nicht gelingenden Aufklärungsversuchen erzählen. Damit stellen sie die Durchschaubarkeit der modernen Welt mit den Mitteln der Ratio in Frage.

Anhand ausgewählter Detektiverzählungen von Arthur Conan Doyle bis Wolf Haas wird das Projektband im ersten Teil der Veranstaltung der skizzierten Problematik genauer nachgehen. Im zweiten Teil entwickeln die Teilnehmer*innen dann eigene kleine Forschungsprojekte zum Thema, deren Präsentation und Diskussion für den Abschluss der Veranstaltung vorgesehen sind.

Zur Einstimmung auf das Seminarthema eignet sich die Lektüre des folgenden Aufsatzes:
Richard Alewyn: „Anatomie des Detektivromans“. In: Der Kriminalroman. Poetik, Theorie, Geschichte. Hrsg. v. Jochen Vogt. München 1998, S. 52–72 (s. My Study, Reiter „Material“)

Prüfungselemente:
Forschungsbericht (50%)
Wissenschaftlicher Vortrag (50%)

Termine:
Prüfungstermin: Freitag, 2. Juli 2027

Wiederholungstermin: Zu dieser Prüfung wird kein Wiederholungstermin angeboten, da sie didaktisch untrennbar mit einer der zugeordneten Lehrveranstaltungen verbunden ist. Die Wiederholung der Prüfungsleistung ist somit erst bei erneutem Modulangebot möglich.
Nächster Termin:
Montag, 12.10.2026 um 14:15 Uhr
"In der Erzählkunst des Realismus", schrieb der Germanist Richard Brinkmann in seiner Studie "Wirklichkeit und Illusion. Studien über Gehalt und Grenzen des Begriffs 'Realismus' für die erzählende Dichtung des neunzehnten Jahrhunderts" (2. Aufl. 1966), sei "die Wirklichkeit erst recht eigentlich problematisch geworden".
Was für die Literatur im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts gilt, trifft in veränderter Weise auch auf die Gegenwart zu. So ist die Frage nach der Erkennbarkeit und Erzählbarkeit von 'Wirklichkeit' heute erneut virulent, wie die Herausforderung unseres Wirklichkeitsverständnisses durch Phänomene wie Fake News oder Deepfakes, aber auch die Leugnung wissenschaftlich anerkannter Tatsachen im Namen 'alternativer Fakten' zeigt.
Um dieser Herausforderung zu begegnen, lohnt es sich, das eigene Verständnis von 'Wirklichkeit' einmal genauer zu untersuchen und in diesem Zusammenhang die Literatur des Realismus daraufhin zu befragen, wie sie mit den "Wirklichkeitskrisen" (Geppert 1994) ihrer Zeit umgegangen ist.
Drei Novellen aus der Epoche des "poetischen Realismus" (ca. 1850-1890) sollen im Seminar diskutiert werden. Sie kommen darin überein, dass sie 'Wirklichkeit' in unterschiedlicher Weise problematisieren: Während die Novelle "Das Amulett" (1873) von Conrad Ferdinand Meyer, perspektivisch gebrochen, von den Vorgängen der Bartholomäusnacht in Paris erzählt und damit nach der authentischen Darstellbarkeit historischer Wirklichkeit fragt, befasst sich die Kriminalerzählung "Unterm Birnbaum" (1885) von Theodor Fontane mit der Aufklärung bzw. Nicht-Aufklärbarkeit eines Verbrechens mittels Deutung von Indizien. Die Novelle "Der Schimmelreiter" (1888) von Theodor Storm schließlich führt der Leserschaft die Schwierigkeit einer Grenzziehung zwischen aufgeklärter Vernunft und Gespensterglauben vor Augen und stellt dadurch die Frage nach der Beschaffenheit und Erkennbarkeit von 'Wirklichkeit' zur Disposition.
Es empfiehlt sich, die drei genannten Texte seminarvorbereitend zu lesen; nähere Angaben zu den Textausgaben sowie Angaben zu geeigneter Forschungsliteratur finden Sie unter dem Reiter "Literatur".
Nächster Termin:
Montag, 12.10.2026 um 10:15 Uhr
Die Vorlesung stellt die Arbeits- und Forschungsfelder von Literaturwissenschaft und Literaturdidaktik vor. Sie führt in die Lesesozialisationsforschung ein und macht mit der wissenschaftlichen Analyse und Interpretation epischer, lyrischer und dramatischer Texte bekannt. Darüber hinaus geht sie auf grundlegende Verfahren literaturwissenschaftlichen Arbeitens, insbesondere das Bibliographieren und Zitieren, ein.
Nächster Termin:
Dienstag, 13.10.2026 um 16:15 Uhr
Raum: C HS 3
Michael Ahlers, Claudia Albes, Monika Schoop, Ulrike Steierwald
Im Kolloquium haben Promovierende des Kollegs die Möglichkeit, Auszüge aus den Promotionsprojekten zu präsentieren und in kollegialem Rahmen zu diskutieren. Darüber hinaus tragen Gastbeiträge zur inhaltlichen und methodischen Weiterqualifikation bei.
Nächster Termin:
Lehrveranstaltungen für dieses Semester beendet.
Die meisten Lieder und Balladen der Klassik und Romantik sind sehr bekannt. Sie zählen zu den Klassikern der deutschsprachigen Literatur. Viele von ihnen sind durch Komponisten wie Schubert, Schumann, Mendelssohn u.a. vertont worden. In poetischer Sprache erzählen die Texte von den unterschiedlichsten Themen: von heidnischer Sinnenlust und christlichem Liebesverbot, von der erschütternden Wirkung des antiken Theaters, von Kapitalverbrechen und ihrer Aufdeckung, von hoffnungsvollen Neuanfängen und verfehlten Lebenswegen, von Sehnsucht und von Liebesleid, von mythischen Figuren wie der Hexe Loreley, dem bucklichten Männlein oder dem Feuerreiter.
Im Zentrum des Seminars, das sich mit Verfahren der Vermittlung von Literatur in schulischen und außerschulischen Kontexten befasst, steht die Frage, wie die ausgewählten Texte, die uns auch heute noch viel zu sagen haben und zu denken geben, für Leserinnen und Leser innerhalb und außerhalb der Schule (wieder) zugänglich gemacht werden können. Dafür sollen verschiedene Vermittlungswege erörtert und an den Texten erprobt werden.
Die Veranstaltung setzt Kenntnisse, wie sie im Bachelorseminar „Grundlagen der Literaturdidaktik“ erworben worden sind, voraus und fordert, da sie Werkstattcharakter haben wird, viel Eigeninitiative von den Teilnehmer*innen, sowie die Bereitschaft, sich selbstständig und gründlich mit den sprachlich und inhaltlich nicht immer sofort zugänglichen Texten auseinanderzusetzen.

Zur Einstimmung auf das Seminar empfiehlt sich die vorbereitende Lektüre der von mir für die Arbeit im Seminar ausgewählten und in einem Reader zusammengestellten Lieder und Balladen (s. My Study, Reiter „Material“).

Hinweise zu literaturwissenschaftlicher und -didaktischer Forschungsliteratur finden Sie unter dem Reiter "Literatur" (My Study).
Nächster Termin:
Dienstag, 13.10.2026 um 12:15 Uhr
Im Mittelpunkt dieses Seminars für Masterstudierende der berufsschulischen Lehrämter stehen ausgewählte Kurzprosatexte des 19. bis 21. Jahrhunderts, die um unterschiedliche Themen gesellschaftlicher und individueller Natur (Gerechtigkeit, Krieg und Frieden, Identität, Arbeit, Wertschätzung versus Abwertung u.a.) kreisen. Thematisch, gattungspoetisch und ästhetisch vielfältig, stellen die Texte lohnende Gegenstände für den Deutschunterricht mit Jugendlichen in der Adoleszenz dar, die sich am Übergang ins Berufsleben befinden. Gefragt werden soll nach dem Sinn literarischen Lernens an berufsbildenden Schulen sowie nach den Zielen und unterrichtlichten Möglichkeiten der Arbeit mit den ausgewählten Texten.
Zur Einstimmung auf das Seminar empfiehlt sich die vorbereitende Lektüre der im Seminarreader versammelten Kurzprosatexte (s. My Study, Reiter "Material").
Nächster Termin:
Montag, 12.10.2026 um 08:15 Uhr