Dr. Svenja Frank

Portrait
21335 Lüneburg, Universitätsallee 1 C1.109
Fon +49.4131.677-1215, svenja.frank@leuphana.de

Inhaltsverzeichnis dieser Seite

Publikationen

Bücher und Anthologien

  1. Metaphilologisches Erzählen: Der Text und seine Interpretation im Roman der Gegenwart
    Svenja Frank (Autor*in) , 2023 Paderborn , 350 S.

    Publikation: Bücher und AnthologienMonografienForschung

  2. 9/11 in European literature: Negotiating identities against the attacks and what followed
    Svenja Frank (Herausgeber*in) , 2017 Cham , 386 S.

    Publikation: Bücher und AnthologienSammelwerke und AnthologienForschung

  3. Ehrliche Erfindungen: Felicitas Hoppe als Erzählerin zwischen Tradition und Transmoderne
    Svenja Frank (Herausgeber*in) , Julia Ilgner (Herausgeber*in) , 2016 Bielefeld , 443 S.

    Publikation: Bücher und AnthologienKonferenzbände und -dokumentationenForschung

Beiträge in Zeitschriften

  1. Geliebtes Geheimnis, das bin ja ich selbst: Die initiationsgeschichte in Felicitas Hoppes Johanna (2006) als transmoderne wiedergeburt des autors
    Svenja Frank (Autor*in) , 01.01.2014 , in: Euphorion - Zeitschrift fur Literaturgeschichte, 108, 1 , S. 57-83 , 27 S.

    Publikation: Beiträge in ZeitschriftenZeitschriftenaufsätzeForschungbegutachtet

Beiträge in Sammelwerken

  1. The mimicry of dialogue: Thomas Lehr’s september. Fata Morgana (2010)
    Svenja Frank (Autor*in) , 01.01.2017 Cham , S. 253-282 , 30 S.

    Publikation: Beiträge in SammelwerkenAufsätze in SammelwerkenForschung

  2. Introduction: 9/11 in European literature
    Svenja Frank (Autor*in) , 01.01.2017 Cham , S. 1-34 , 34 S.

    Publikation: Beiträge in SammelwerkenKapitelForschungbegutachtet

  3. Ikonisches Erzählen als Einheit von Realität und Imagination: Zum Verhältnis von ästhetischer Reflexion und narrativer Realisation im Werk von Felicitas Hoppe
    Svenja Frank (Autor*in) , 30.11.2016 Bielefeld , S. 207-236 , 30 S.

    Publikation: Beiträge in SammelwerkenAufsätze in KonferenzbändenForschung

  4. Inzest und Autor-Imago im Marionettentheater. Zum Identitätskonzept in Felicitas Hoppes Paradiese, Übersee.
    Svenja Frank (Autor*in) , 01.01.2015 Berlin , S. 49-68 , 20 S.

    Publikation: Beiträge in SammelwerkenAufsätze in SammelwerkenForschung

  5. ‚Weder beabsichtigt noch zufällig, sondern unvermeidlich’“ Intermediale Bezüge zwischen Günter Grass’ Im Krebsgang und James Camerons Titanic
    Svenja Frank (Autor*in) , 01.01.2014 , S. 45-64 , 20 S.

    Publikation: Beiträge in SammelwerkenAufsätze in KonferenzbändenForschungbegutachtet

Lehrveranstaltungen

Was bedeutet es für die Arbeit von Literaturwissenschaftler:innen, wenn sie sich mit Autor:innen der Gegenwart beschäftigen? Was heißt eigentlich Gegenwart? Bezeichnet der Terminus Gegenwartsliteratur eine Epoche oder Texte mit ästhetisch-thematischen Eigenschaften, die besonders ‚gegenwärtig‘ sind? Wie kann die Gegenwartsliteraturforschung, als zentrale Kanonisierungsinstanz, literarische Qualität beurteilen?

Das Projektband lädt ein, sich auf systematischer Ebene mit Begriff und Phänomen der Gegenwartsliteratur sowie auf historisch-exemplarischer Ebene mit ausgewählten Texten der zeitgenössischen deutschsprachigen Literatur auseinanderzusetzen. Dazu gehört auch, Literatur in the making zu beobachten – und zwar im doppelten Sinne: wie Autor:innen selbst den Entstehungsprozess ihrer Texte beschreiben und wie institutionalisierte Rahmenbedingungen (Lesungen, Preisvergaben, Literaturkritik u.v.m.) Texte zu Ereignissen und zu Hochliteratur machen. Gemeinsam werden wir anhand von Felicitas Hoppes Johanna (2006), Thomas Lehrs September. Fata Morgana (2011), Fatma Aydemir Dschinns (2022) und Maren Kames Hasenprosa (2024) sowie einer Neuerscheinung aus dem Jahr 2025 Ästhetiken der Gegenwart untersuchen.
Von postmigrantischen Narrativen (Shida Bazyar, Ronya Othmann) über Neuentdeckungen bis hin zu festen Größen des Kanons der Gegenwartsliteratur (Christian Kracht, Clemens Meyer) bietet die vielfach noch nicht in Rezeptionstraditionen eingebettete zeitgenössische Literatur reiche Möglichkeiten, über die drei Semester eigenständige Zugänge zu Werken zu entwickeln. Neben dem Schwerpunkt auf der deutschsprachigen Erzählliteratur sind je nach individuellen Interessen literatur- kunst- und kulturwissenschaftliche Auseinandersetzungen mit der Lyrik, dem Drama sowie mit intermedialen Bezügen zwischen den Künsten möglich (z.B. zeitgenössische Celan-Rezeption in der Bildenden Kunst). Von der indigenen Lyrik Nordamerikas (z.B. poet laureate Joy Harjo) über angloindische Autor:innen (z.B. Salman Rushdie) bis zur kamerunischen Schriftstellerin und Menschenrechtlerin Djaïli Amadou Amal (z.B. Les Impatientes (2020)) können überdies Forschungsfragen zur anglophonen und francophonen Literatur entwickelt werden. Die Öffnung des Blicks über die deutschsprachige Literatur hinaus lässt nicht zuletzt erkennen, wie sehr die Frage nach Gegenwart als Zeitabschnitt vom geopolitischen Standpunkt abhängt und sie regt zur Diskussion an, wie Nationalphilologien im Zeitalter der global novel zu denken sind.
Nächster Termin:
Freitag, 01.05.2026 um 12:15 Uhr
Johannes Ebel, Svenja Frank, Sven Erik Hansen
Nächster Termin:
Donnerstag, 23.04.2026 um 16:15 Uhr
Saskia Bauch, Svenja Frank, Larissa Dana-Maria Krahl, Kerstin Lilienthal
Nächster Termin:
Freitag, 24.04.2026 um 12:15 Uhr
Johannes Ebel, Svenja Frank, Sven Erik Hansen, Ulrike Steierwald
Nächster Termin:
Lehrveranstaltungen für dieses Semester beendet.
Saskia Bauch, Svenja Frank, Larissa Dana-Maria Krahl, Kerstin Lilienthal, Ulrike Steierwald
Nächster Termin:
Lehrveranstaltungen für dieses Semester beendet.
Für viele Kinder und Jugendliche ist die Schule der einzige Ort, der literarästhetische Erfahrungen möglich machen kann – dies gilt insbesondere für nicht-gymnasiale Schulformen. Wenn wir als Gesellschaft davon ausgehen, dass literarästhetische Bildung für unser Zusammenleben von Bedeutung ist, dann müssen wir nach Wegen suchen, Zugang zur Literatur *als* Literatur zu ermöglichen. Die erste Aufgabe besteht also darin, den Gegenstand literarästhetischer Bildung zu klären. Dazu werden wir zunächst unter Rückgriff auf die Philosophie der Literatur (Lamarque 2009) danach fragen, was unter Literatur zu verstehen ist, wie sich Literarizität und Fiktionalität zueinander verhalten und welche Rolle ästhetische Wertung dabei spielt. Auf dieser Grundlage diskutieren und entwickeln wir Ansätze und Verfahren, mittels derer sich Verständnis und Genuss des Literarischen vermitteln lassen.
Die literaturdidaktischen Fragen werden anhand von Gedichten erörtert. Dabei wird deutlich werden, welche besonderen Chancen gerade die Lyrik, die gemeinhin als am wenigsten zugängliche Textgattung gilt, für das literarästhetische Lernen bereithält. Sie kann zum Beispiel mehrsprachige Kinder sowie schwächere Leser:innen auf besondere Weise in den Deutschunterricht einbinden. Die ausgewählten Gedichte entstammen einem breiten historisch-formalen Spektrum und werden ergänzt durch die Diskussion intermedialer und interaktiver poetischer Formate wie Poetry Slams, der Poesiefilm, Wortcollagen, der Landsberger Poesieautomaten und Text-Bild-Relationen in der zeitgenössischen Malerei ergänzt.

Alle im Seminar zu behandelnden Texte werden bereitgestellt.
Nächster Termin:
Freitag, 24.04.2026 um 10:15 Uhr
Für viele Kinder und Jugendliche ist die Schule der einzige Ort, der literarästhetische Erfahrungen möglich machen kann – dies gilt insbesondere für nicht-gymnasiale Schulformen. Wenn wir als Gesellschaft davon ausgehen, dass literarästhetische Bildung für unser Zusammenleben von Bedeutung ist, dann müssen wir nach Wegen suchen, Zugang zur Literatur *als* Literatur zu ermöglichen. Die erste Aufgabe besteht also darin, den Gegenstand literarästhetischer Bildung zu klären. Dazu werden wir zunächst unter Rückgriff auf die Philosophie der Literatur (Lamarque 2009) danach fragen, was unter Literatur zu verstehen ist, wie sich Literarizität und Fiktionalität zueinander verhalten und welche Rolle ästhetische Wertung dabei spielt. Auf dieser Grundlage diskutieren und entwickeln wir Ansätze und Verfahren, mittels derer sich Verständnis und Genuss des Literarischen vermitteln lassen.
Die literaturdidaktischen Fragen werden anhand von Gedichten erörtert. Dabei wird deutlich werden, welche besonderen Chancen gerade die Lyrik, die gemeinhin als am wenigsten zugängliche Textgattung gilt, für das literarästhetische Lernen bereithält. Sie kann zum Beispiel mehrsprachige Kinder sowie schwächere Leser:innen auf besondere Weise in den Deutschunterricht einbinden. Die ausgewählten Gedichte entstammen einem breiten historisch-formalen Spektrum und werden ergänzt durch die Diskussion intermedialer und interaktiver poetischer Formate wie Poetry Slams, der Poesiefilm, Wortcollagen, der Landsberger Poesieautomaten und Text-Bild-Relationen in der zeitgenössischen Malerei ergänzt.

Alle im Seminar zu behandelnden Texte werden bereitgestellt.
Nächster Termin:
Montag, 27.04.2026 um 16:15 Uhr
Johannes Ebel, Svenja Frank, Sven Erik Hansen
Nächster Termin:
Freitag, 19.06.2026 um 14:15 Uhr
Saskia Bauch, Svenja Frank, Larissa Dana-Maria Krahl, Kerstin Lilienthal
Nächster Termin:
Freitag, 12.06.2026 um 14:15 Uhr
Seit ihr Roman „Die Holländerinnen“ im Oktober mit dem Deutschen Buchpreis, dem Bayerischen Buchpreis und dem Schweizer Buchpreis prämiert wurde, ist die deutschschweizer Autorin Dorothee Elmiger einem breiten Publikum bekannt. Mit der Dreifachprämierung würdigt die Literaturkritik Elmigers in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur wohl einmalige Verknüpfung von poetischer und politischer Dringlichkeit. Im Seminar untersuchen wir ihr zwischen literarischer Erzählung, Essay und dokumentarischen Materialien changierendes Schreiben anhand des erwähnten jüngsten Romans „Die Holländerinnen“ und dem als „Recherchebericht“ ausgewiesenen Text „Aus der Zuckerfabrik“ (2020).
Ohne zu moralisieren fokussieren die beiden Texte zentrale Machtstrukturen unserer Gegenwart: Sie fragen nach Kapital und der Ausbeutung von Arbeitskraft, dem Zusammenhang von Kolonialismus und Neokolonialismus, der Geschichte der Sklaverei und globalen Warenströmen, Begehren und Ökonomie, nach Rassismus und Gewalt gegen Frauen. Sie machen dabei auf komplexe Weise ihr eigenes Erzählen zum Thema und problematisieren so permanent die Frage nach Repräsentation. Um dieser Ästhetik gerecht zu werden, widmen wir uns neben der intensiven Lektüre exemplarisch den Referenzen auf Film- und Literaturkanon sowie auf die politische Philosophie.
Nächster Termin:
Donnerstag, 30.04.2026 um 12:15 Uhr
Timely Books: Dorothee Elmigers "Die Holländerinnen" und "Aus der Zuckerfabrik" in ihrem intermedialen Kontext

Seit ihr Roman "Die Holländerinnen" im Oktober mit dem Deutschen Buchpreis, dem Bayerischen Buchpreis und dem Schweizer Buchpreis prämiert wurde, ist die deutschschweizer Autorin Dorothee Elmiger einem breiten Publikum bekannt. Mit der Dreifachprämierung würdigt die Literaturkritik Elmigers in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur wohl einmalige Verknüpfung von poetischer und politischer Dringlichkeit. Im Seminar untersuchen wir ihr zwischen literarischer Erzählung, Essay und dokumentarischen Materialien changierendes Schreiben anhand des erwähnten jüngsten Romans "Die Holländerinnen" und dem als „Recherchebericht“ ausgewiesenen Text "Aus der Zuckerfabrik" (2020).
Ohne zu moralisieren fokussieren die beiden Texte zentrale Machtstrukturen unserer Gegenwart: Sie fragen nach Kapital und der Ausbeutung von Arbeitskraft, dem Zusammenhang von Kolonialismus und Neokolonialismus, der Geschichte der Sklaverei und globalen Warenströmen, Begehren und Ökonomie, nach Rassismus und Gewalt gegen Frauen. Sie machen dabei auf komplexe Weise ihr eigenes Erzählen zum Thema und problematisieren so permanent die Frage nach Repräsentation. Um dieser Ästhetik gerecht zu werden, widmen wir uns neben der intensiven Lektüre exemplarisch den Referenzen auf Film- und Literaturkanon sowie auf die politische Philosophie.
Nächster Termin:
Montag, 27.04.2026 um 14:15 Uhr