Forschungsprojekt: "Gewalt in der Kindheit - Betroffene erzählen"

(in Kooperation mit dem Landschaftsverband Rheinland)

 

Projektbeschreibung

An den Universitäten Wuppertal und Lüneburg untersuchen wir als eine Gruppe von Forscherinnen und Forschern die Lebensgeschichten von Menschen, die in ihrer Kindheit Gewalt erfahren haben. Mit unserer Forschung möchten wir mehr Aufmerksamkeit und mehr Verständnis für betroffene Kinder erreichen. In unseren ersten Analysen haben wir festgestellt, dass Kinder, die Gewalt in ihren Familien erfahren haben, häufig auf ihr Leiden aufmerksam gemacht haben, ihnen aber oft kaum oder gar nicht geholfen wurde. Immer wieder zeigt sich, dass es lange dauert bis den Betroffenen Gehör und Glauben geschenkt wird.

Deshalb stellen wir uns die Frage, wie in solchen Fällen in Zukunft besser zugehört und schneller geholfen werden kann. Also geht es uns darum, zu erfahren, wie das geändert werden könnte. Dazu möchten wir von den Betroffenen lernen und anhören, was Betroffene selber über ihr Leben zu erzählen haben: über schlechte Erfahrungen, die sie gemacht haben, aber auch über gute Erfahrungen. Dazu suchen wir Menschen, die den Mut und die Offenheit haben, über ihre Erfahrungen zu reden.

Kontaktdaten der Beteiligten

Prof. Dr. Doris Bühler-Niederberger
Bergische Universität Wuppertal
Fon: +49.202.439-1256
buehler@uni-wuppertal.de

Prof. Dr. Lars Alberth
Universitätsallee 1, C1.319
21335 Lüneburg
Fon +49.4131.677-1636
lars.alberth@leuphana.de

Marian Kötz (Soziologe)
Email folgt
Leuphana Universität Lüneburg

Landschaftsverband Rheinland - Webseite

Projektbezogene Publikationen

Wenn Sie sich für unsere bisherige Forschung zu diesem Thema interessieren:

Alberth, L., & Bühler-Niederberger, D. (2017). The overburdened mother: How social workers view the private sphere. In T. Betz, M.-S. Honig, & I. Ostner (Hrsg.), Parents in the spotlight: Parenting Practices and support from a comparative perspective (S. 135–170). Barbara Budrich.

Alberth, L., & Bühler-Niederberger, D. (2015). Invisible children? Professional bricolage in child protection. Children and Youth Services Review, 57, 149–158. https://doi.org/10.1016/j.childyouth.2015.08.008

Bühler-Niederberger, D., & Alberth, L. (i.E.). Struggling for open awareness – trajectories of violence against children from a sociological perspective. Children and Youth Services Review.

Bühler-Niederberger, D., & Alberth, L. (Hrsg.). (2020). Victim, perpetrator, or what else? Generational and gender perspectives on children, youth, and violence. Emerald Publishing Limited.

Bühler-Niederberger, D., Alberth, L., & Eisentraut, S. (Hrsg.). (2014). Kinderschutz: Wie kindzentriert sind Programme, Praktiken, Perspektiven? Beltz Juventa.

Bühler-Niederberger, D., Alberth, L., & Eisentraut, S. (2014). Das Wissen vom Kind – generationale Ordnung und professionelle Logik im Kinderschutz. In B. Bütow, M. Pomey, M. Rutschmann, C. Schär, & T. Studer (Hrsg.), Sozialpädagogik zwischen Staat und Familie (S. 111–131). Springer Fachmedien Wiesbaden. https://doi.org/10.1007/978-3-658-01400-1_6