Integration durch Vertrauen

Bedingungen des Vertrauensaufbaus geflüchteter Eltern mit 0 - 6-jährigen Kindern gegenüber frühpädagogischen Angeboten in Niedersachsen

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Frühpädagogische Angebote leisten einen entscheidenden Beitrag zur sozialen Teilhabe geflüchteter Familien in Deutschland. Der Zugang zu frühkindlicher Betreuung, Bildung und Erziehung ermöglicht Kindern den Kontakt zu Gleichaltrigen und das Erlernen der deutschen Sprache. Zugleich erleichtern die Angebote Eltern den Kontaktaufbau im lokalen Umfeld und schaffen Zeit für Bildung, Arbeit oder andere persönliche Aktivitäten.

Obgleich alle in Deutschland lebenden Kinder ab einem Jahr einen uneingeschränkten, subjektiven Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz haben, kann der Zugang zu frühpädagogischen Angeboten für geflüchtete Familien herausfordernd sein – etwa aufgrund fehlender Vertrautheit mit dem deutschen System, begrenzter Angebote oder in Anbetracht von Sprachbarrieren. Häufig sind daher bei der Beschaffung von Informationen und der Kontaktaufnahme neben den Eltern und Erzieher*innen auch Dritte involviert, zum Beispiel soziale Dienste oder Ehrenamtliche. Ebenso spielen Medien in diesem Zusammenhang eine Rolle.

Vor diesem Hintergrund hat das Projekt die folgenden Ziele:

  • Zu untersuchen, wie geflüchtete Eltern 0 - 6-jähriger Kinder Vertrauen gegenüber frühpädagogischen Angeboten aufbauen und welche Rolle dabei (digitale) Medien, soziale Dienste und Ehrenamtliche als Mittler*innen spielen und
  • Fort- und Weiterbildungsmodule zu erarbeiten, insbesondere für pädagogische Fachkräfte und Ehrenamtliche, die beim Zugang geflüchteter Familien zu frühpädagogischen Angeboten involviert sind.


Damit soll das Projekt dazu beitragen, die Bedingungen vertrauensvoller Zugänge zu frühpädagogischen Angeboten in Niedersachsen besser zu verstehen und diese Zugänge zu fördern.

Methodisch beinhaltet das Projekt zum Beispiel Interviews mit geflüchteten Eltern 0 - 6-jähriger Kinder, pädagogischen Fachkräften und Ehrenamtlichen sowie eine breit angelegte schriftliche Befragung der Eltern. Die angewandten Methoden werden unter der Vorstellung der Teilprojekte detaillierter beschrieben.

Das interdisziplinäre Verbundforschungsprojekt wird durch das Ministerium für Wissenschaft und Kultur aus Mitteln des Niedersächsischen Vorab vom 1.2.2019 bis zum 31.05.2022 finanziert.

 

Projektstruktur

Das Gesamtprojekt beinhaltet fünf forschungsbezogene Teilprojekte und ein Teilprojekt für den Praxistransfer.

Innerhalb der Teilprojekte 1 - 3 werden mithilfe qualitativer Forschungsmethoden Vertrauensaufbauprozesse geflüchteter Eltern gegenüber frühpädagogischen Angeboten innerhalb der Kontexte „Digitale Medien“, „Soziale Dienste“ und „Ehrenamtliche Flüchtlingshilfe“ untersucht. Das vierte Teilprojekt untersucht querliegend dazu die Gestaltungsmöglichkeiten einer vertrauensvollen Kommunikation. Das fünfte Teilprojekt verschaltet die genannten vier Teilprojekte im Zuge einer breit angelegten quantitativen Fragebogenerhebung. Die damit identifizierten Bedingungen des Vertrauensaufbaus werden im Rahmen des sechsten Teilprojekts zum Praxistransfer in Fort- und Weiterbildungsmodule überführt. Diese sind flexibel kombinierbar und dienen damit einem jeweils bereichsspezifischen Kompetenzausbau von Personen und Organisationen, die mit geflüchteten Familien in Kontakt stehen oder treten wollen.

Die Teilprojekte

  • Teilprojekt 1: Die Rolle digitaler Medien
  • Teilprojekt 2: Die Rolle sozialer Dienste
  • Teilprojekt 3: Die Rolle zivilgesellschaftlichen Engagements
  • Teilprojekt 4: Teilnehmende Feldforschung
  • Teilprojekt 5: Quantitative Fragebogenerhebung
  • Teilprojekt 6: Praxistransfer
  • Lehrforschungsprojekt: Mit und über Eltern sprechen

Die Teilprojekte

Teilprojekt 1: Die Rolle digitaler Medien

Teilprojekt 1 untersucht die Bedingungen des medial vermittelten Vertrauensaufbaus geflüchteter Eltern gegenüber frühpädagogischen Angeboten. Unsere Hypothese lautet, dass Medien durch ihre Integration in den Alltag der Familien über ein eigenes Potential zur Verbesserung von Vertrauensbeziehungen verfügen. Zur Verfolgung unseres Forschungsinteresses führen wir Interviews mit geflüchteten Eltern und Fachkräften aus dem frühpädagogischen Bereich und setzen eine Sozialfunktionsanalyse der relevanten Medien um.

Ansprechpartner: Marek Winkel
Teilprojektleitung: Prof. Dr. Henrike Friedrichs-Liesenkötter

Teilprojekt 2: Die Rolle sozialer Dienste

Teilprojekt 2 beschäftigt sich mit Bedingungen für den Vertrauensaufbau geflüchteter Eltern gegenüber frühpädagogischen Angeboten über Personen und Organisationen der sozialen Dienste. Hierzu werden Interviews mit geflüchteten Eltern sowie Fachkräften sozialer Dienste durchgeführt.

Ansprechpartnerin: Hila Kakar
Teilprojektleitung: Prof. Dr. Philipp Sandermann

Teilprojekt 3: Die Rolle zivilgesellschaftlichen Engagements

Teilprojekt 3 beschäftigt sich mit der Rolle der Zivilgesellschaft in Bezug auf den Zugang geflüchteter Familien zu frühpädagogischen Angeboten. Dazu führen wir Interviews mit geflüchteten Eltern, ehrenamtlich Engagierten sowie Vertreter*innen ausgewählter Kommunen.

Ansprechpartnerin: Anna Siede
Teilprojektleitung: Prof. Dr. Sybille Münch

Teilprojekt 4: Teilnehmende Feldforschung

Teilprojekt 4 beschäftigt sich mit den Gestaltungsmöglichkeiten einer vertrauensvollen Kommunikation zwischen geflüchteten Eltern und Fachkräften oder Ehrenamtlichen in Bezug auf frühkindliche Betreuung, Bildung und Erziehung. Dazu werden relevante Arbeitsfelder begleitet sowie Interviews mit Eltern, Fachkräften und Ehrenamtlichen geführt.

Ansprechpartnerin: Vanessa Schwenker
Teilprojektleitung: Prof. Dr. Anna Henkel

Teilprojekt 5: Quantitative Fragebogenerhebung

Teilprojekt 5 schafft durch die quantitative Befragung geflüchteter Eltern in ganz Niedersachsen mittels Fragebogen eine verbreiterte Datengrundlage. Der standardisierte Fragebogen umfasst das Gesamtthema des Zugangs von geflüchteten Familien zu frühpädagogischen Angeboten in Niedersachsen und untersucht vergleichend, welche Funktionen und Rollen z.B. sozialen Diensten, Ehrenamtlichen und digitalen Medien beim Zugang und Vertrauensaufbau aus der Perspektive geflüchteter Eltern zukommt.

Ansprechpartnerin: Laura Wenzel
Teilprojektleitung: Prof. Dr. Philipp Sandermann, Dr. Onno Husen

Teilprojekt 6: Praxistransfer

Im Teilprojekt 6 werden die in den Teilprojekten 1 - 5 generierten Ergebnisse durch die Erstellung von Fort- und Weiterbildungsmodulen für die Praxis zugänglich gemacht. Die dafür zu entwickelnden Module richten sich an Fachkräfte, Ehrenamtliche und Organisationen, die in Kontakt mit geflüchteten Eltern 0 - 6-jähriger Kinder stehen oder treten möchten. Im Rahmen unserer Kooperation mit Praxispartner*innen aus den Bereichen Familie, Migration und frühkindliche Bildung sind wir besonders an einem Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis und einer gemeinsamen Entwicklung der Fort- und Weiterbildungsmodule interessiert.

Ansprechpartnerin: Laura Wenzel
Teilprojektleitung: Prof. Dr. Philipp Sandermann, Dr. Onno Husen

Lehrforschungsprojekt: Mit und über Eltern sprechen

An das Forschungsprojekt angegliedert findet ein Lehrforschungsprojekt mit Studierenden des sozialpädagogischen Master-Studienprogramms der Leuphana statt. Hier werden in einer einjährigen Feldforschung Positionierungen und Subjektivierungen fluchterfahrener Eltern im frühpädagogischen Feld in Niedersachsen mithilfe von Eltern-Interviews, Fachkräfte-Interviews, Dokumentenanalysen und Beobachtungsmethoden untersucht. Link zum Ergebnisbericht

Leitung: Prof. Dr. Philipp Sandermann, Vanessa Schwenker

Archiv

  • 19. Mai 2022: Zusatztermin für den Praxistransfer-Workshop in Kooperation mit AEWB und nifbe
  • 28. April 2022: Praxistransfer-Workshop in Kooperation mit AEWB und nifbe
  • 25. April 2022: Öffentliche Abschlussveranstaltung mit den Praxispartner*innen des Projekts
  • 4. April 2022: Vorstellung von Projektergebnissen an der University West, Trollhättan, Schweden
  • 28. März 2022: Vorstellung von Projektergebnissen beim Fachtag „Transfer der Kinderstuben“
  • 22. März 2022: Vorstellung von Projektergebnissen beim „Runden Tisch Frühkindliche Bildung“
  • 23. Februar 2022: Praxistransfer-Workshop mit nifbe Nordost
  • 3. Februar 2022: Praxistransfer-Workshop mit nifbe Nordost
  • 22. - 24. September 2021: Präsentation auf der International Doing Familiy Conference an der Universität Trier
  • 7. - 9. Juli 2021: Vorstellung auf der 18. Konferenz des Netzwerks IMISCOE
  • 20. – 21. Mai 2021: Vorstellung auf der ReGES-Konferenz
  • 19. Mai 2021 Follow-Up-Treffen mit Praxispartner*innen
  • 17./19. September 2020: Vorstellung auf der 3. Konferenz des Netzwerks Fluchtforschung
  • 11. November 2019: Vorstellung auf der Deutsch-Kanadischen Konferenz „Young (Forced) Migrants and Their Families“
  • 2. Oktober 2019: Vorstellung auf der Konferenz „Refuge Europe – a question of solidarity?“
  • 1. Oktober 2019: Projektvorstellung auf der Tagung des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe)
  • 12. September 2019: Vorstellung auf der Neuchâtel Graduate Conference
  • 11. April 2019: Kick-off-Treffen mit Praxispartner*innen

Archiv

19. Mai 2022: Zusatztermin für den Praxistransfer-Workshop in Kooperation mit AEWB und nifbe

Aufgrund der hohen Nachfrage wurde gemeinsam mit der Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung und dem niedersächsischen Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung ein weiterer dreistündiger Online-Workshop zum Thema „Nähe und Distanz im Vertrauensaufbau mit (geflüchteten) Eltern. Möglichkeiten des Einbaus wissenschaftlicher Ergebnisse in Fort- und Weiterbildungen für frühpädagogische Fachkräfte“ angeboten. Neben theoretischen Inputs auf Grundlage unserer empirischen Projektergebnisse, wurden gemeinsam mit den Teilnehmer*innen verschiedene Möglichkeiten der Implementation und des Einsatzes der entwickelten Fort- und Weiterbildungsbausteine für frühpädagogischen Fachkräfte diskutiert.

28. April 2022: Praxistransfer-Workshop in Kooperation mit AEWB und nifbe

In Kooperation mit der Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung (AEWB) und dem Niedersächsischen Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe) haben Philipp Sandermann, Onno Husen und Laura Wenzel einen dreistündigen Workshop zum Thema „Nähe und Distanz im Vertrauensaufbau mit (geflüchteten) Eltern abgehalten. Möglichkeiten des Einbaus wissenschaftlicher Ergebnisse in Fort- und Weiterbildungen für frühpädagogische Fachkräfte“ an. Der kostenfreie Qualifizierungs- und Konzeptionsworkshop im Online-Format richtete sich an Kursleitende, Trainer*innen und Prozessbegleiter*innen, die bereits Fort- und Weiterbildungen für Fachkräfte aus frühpädagogischen Arbeitsfeldern gestalten und durchführen oder diese planen und dabei Aspekte des elterlichen Vertrauensaufbaus im Kontext von Flucht, Vielfalt und Inklusion stärker berücksichtigen wollen.

25. April 2022: Öffentliche Abschlussveranstaltung mit den Praxispartner*innen des Projekts

Die Laufzeit unseres Projekts „Integration durch Vertrauen. Bedingungen des Vertrauensaufbaus geflüchteter Eltern mit 0 – 6-jährigen Kindern gegenüber frühpädagogischen Angeboten in Niedersachsen“ endet am 31.5.2022. Im Zuge des Projektabschlusses haben wir im Rahmen einer hybriden Abschlussveranstaltung an der Leuphana Universität Lüneburg die übergreifenden Projektergebnisse sowie den bisher erfolgten und weiterhin geplanten Praxistransfer vorgestellt und gemeinsam mit unseren Praxispartner*innen, Interviewpartner*innen und verschiedenen Vertreter*innen aus Wissenschaft und Praxis sowie der interessierten (Hochschul)-Öffentlichkeit diskutiert. Das Tagesprogramm finden Sie hier.

4. April 2022: Vorstellung von Projektergebnissen an der University West, Trollhättan, Schweden

Die University West in Trollhättan, Schweden, ist eine Partneruniversität der Leuphana Universität Lüneburg. Im Zuge der Intensivierung der internationalen Zusammenarbeit mit der University West haben Philipp Sandermann und Onno Husen mit unseren schwedischen Kolleg*innen im Zuge eines Workshops über ausgewählte Ergebnisse des Projekts diskutiert, und diese wurden mit Ergebnissen der schwedischen Fluchtmigrationsforschung in Abgleich gebracht.

28. März 2022: Vorstellung von Projektergebnissen beim Fachtag „Transfer der Kinderstuben“

Die „Kinderstuben“ der Stiftung RuhrFutur widmen sich unter anderem der Aufgabe, kultursensible und niedrigschwellige Zugänge zum Regelsystem der Kindertagesbetreuung in Deutschland zu ermöglichen. Im Vortrag von Philipp Sandermann wurden Hauptergebnisse des Projekts vorgestellt, um Anknüpfungspunkte für den Konzept-Transfer zu diskutieren.

22. März 2022: Vorstellung von Projektergebnissen beim „Runden Tisch Frühkindliche Bildung“

Im Rahmen des Runden Tisches zum Thema „Frühkindliche Bildung“, organisiert durch Die Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung (AEWB), stellten Philipp Sandermann und Laura Wenzel übergreifende Projektergebnisse vor und diskutierten diese mit den Teilnehmer*innen aus dem Bereich der Weiterbildung frühpädagogischer Fachkräfte, Kitafachberatungen und der Landes- und kommunalen Verwaltung.

23. Februar 2022: Praxistransfer-Workshop mit nifbe Nordost

Der Praxistransfer-Workshop mit Akteur*innen aus dem Bereich der Fort- und Weiterbildung frühpädagogischer Fachkräfte aus dem Landkreis Lüneburg in Kooperation mit der regionalen Transferstelle NordOst des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe) fand im Online-Format statt.  Zusätzlich zu den Forschungsergebnissen wurde die aus den Ergebnissen entwickelte Fortbildungsskizze vorgestellt und mit den Teilnehmer*innen diskutiert, um deren Anwendbarkeit in der Praxisentwicklung zu ermitteln. Die Teilnehmer*innen bestätigten die Relevanz der Forschungsergebnisse für ihre Arbeitsumfelder und schätzten den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis als gewinnbringend ein. Sie betonten die Anknüpfungsfähigkeit der Inhalte an bestehende Weiterbildungseinheiten sowie den Querschnittscharakter des Themas Vertrauen, auch im Fortbildungsbereich.

3. Februar 2022: Praxistransfer-Workshop mit nifbe Nordost

Der Praxistransfer-Workshop mit Prozessbegleiter*innen in Kooperation mit der regionalen Transferstelle NordOst des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe) fand im Online-Format statt. Zum einen wurden die Ergebnisse des Projekts zur Gestaltung von Vertrauensbeziehungen in der frühkindlichen Bildung vorgestellt, zum anderen tauschten sich die Teilnehmenden über die Relevanz und didaktische Einbindung der Ergebnisse in ihre Arbeit aus. Insbesondere wurde das Potenzial hervorgehoben, die Entwicklung von gegenseitigem Vertrauen und Kommunikation zwischen Eltern und Fachkräften durch Prozessorientierung zu unterstützen.

22. - 24. September 2021: Präsentation auf der International Doing Familiy Conference an der Universität Trier

Die dreitägige Konferenz zum Themenfeld „The Making and Doing of Family in, through and with Education and Social Work” brachte Wissenschaftler*innen aus verschiedenen Disziplinen, wie z.B. Anthropologie, Bildungswissenschaften und Sozialer Arbeit zusammen. Onno Husen und Philipp Sandermann stellten im Rahmen des Projekts gewonnene Perspektiven und Ergebnisse zur Adressierung geflüchteter Eltern durch soziale Dienste und frühpädagogische Betreuungsangebote vor und diskutierten diese mit den Teilnehmenden.

7. - 9. Juli 2021: Vorstellung auf der 18. Konferenz des Netzwerks IMISCOE

Auf der jährlich stattfindenden Konferenz kam eine Vielzahl internationaler Forscher*innen zusammen, um sich über aktuelle Themen in den Bereichen Migration und Integration auszutauschen, dieses Jahr digital. Unser Projektteam beteiligte sich mit zwei Vorträgen aktiv an der Konferenz. Laura Wenzel, Onno Husen und Philipp Sandermann stellten die methodische Herangehensweise unserer quantitativen Fragebogenerhebung vor und diskutierten insbesondere pandemiebedingte Herausforderungen. Anna Siede präsentierte empirische Ergebnisse aus den qualitativen Interviews zur Rolle Ehrenamtlicher in Bezug auf den Vertrauensaufbau geflüchteter Familien zu frühpädagogischen Angeboten.

20. – 21. Mai 2021: Vorstellung auf der ReGES-Konferenz

Im Rahmen der vom BMBF geförderten Studie „ReGES – Refugees in the German Educational System“ lud das Leibniz Institut für Bildungsverläufe zu einer virtuellen Konferenz und einem interdisziplinären Austausch zum Thema „Angekommen? Zur Situation von geflüchteten Kindern und Jugendlichen im deutschen Bildungssystem“ ein. Hila Kakar und Laura Wenzel stellten hier erste multimethodische Ergebnisse zu Bedingungen und Prozessen des Vertrauensaufbaus geflüchteter Eltern gegenüber frühpädagogischen Angeboten vor.

19. Mai 2021 Follow-Up-Treffen mit Praxispartner*innen

Bei dem zweiten Treffen mit den Praxispartner*innen des Projekts wurden die empirischen Ergebnisse der Teilprojekte 1-5 vorgestellt. Daran anknüpfend tauschten sich die Praxispartner*innen untereinander sowie mit dem Projektteam über die Relevanz der Ergebnisse für den Praxistransfer aus. Die Erwartungen, Anknüpfungen und Schwerpunkte der Akteur*innen gaben dabei wertvolle praktische Perspektiven auf die Schnittstelle zwischen Professionalisierungs-, Vertrauens- und Migrationsforschung, in der das Projekt angesiedelt ist. Hinweise vonseiten der Praxispartner*innen setzten ein Augenmerk auf Informationsmaterialien sowie einfache Zugänge zu frühpädagogischen Angeboten. In den kommenden Monaten werden nun Fort- und Weiterbildungsmodule entwickelt, die sich an dem Erfahrungsaustausch orientieren.

17./19. September 2020: Vorstellung auf der 3. Konferenz des Netzwerks Fluchtforschung

Als Plattform für die Diskussion und Vernetzung von Forscher*innen im Bereich Flucht- und Flüchtlingsforschung fand die dreitägige Konferenz des Netzwerks dieses Jahr digital statt. Thematisiert wurden Fragen zum Kontext Flucht, Schutz und Alltag Geflüchteter. Wir waren eingeladen, uns an diesem Format mit zwei Vorträgen zu beteiligen. Anna Siede, Laura Wenzel und Marek Winkel hielten einen Vortrag zum Thema: „The Role of Informal Networks in Refugee Families’ Access to Early Childhood Education and Care.” Hila Kakar, Vanessa Schwenker und Philipp Sandermann referierten zum Thema „Transorganisationale Perspektiven auf Integration und Vertrauen.“

11. November 2019: Vorstellung auf der Deutsch-Kanadischen Konferenz „Young (Forced) Migrants and Their Families“

Die vom GESIS (Leibniz Institut für Sozialwissenschaften) und IMIS (Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien) gemeinsam veranstaltete Konferenz behandelte Fragen der Migration und Integration junger (geflüchteter) Menschen und ihrer Familien. Forschende aus Deutschland und Kanada stellten zu diesem Thema ihre Forschungsergebnisse vor und diskutierten methodische und konzeptionelle Fragen. Sybille Münch und Anna Siede waren eingeladen, die geplante Herangehensweise und erste Erkenntnisse aus Teilprojekt 3 im Panel "Integrating Recently Settled Refugees and Migrants into the Education System and Society" vorzustellen. Weitere Informationen zur Veranstaltung sind hier zu finden.

2. Oktober 2019: Vorstellung auf der Konferenz „Refuge Europe – a question of solidarity?“

Die Konferenz wurde im Rahmen des Forschungsprojekts CEASEVAL veranstaltet, welches sich mit der Evaluation des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems beschäftigt. Anna Siede stellte im Rahmen des Panels "Care and Vulnerable Groups in Refugee Regimes" die geplante Herangehensweise und erste Erkenntnisse aus Teilprojekt 3 vor. Weitere Informationen zur Veranstaltung sind hier zu finden.

1. Oktober 2019: Projektvorstellung auf der Tagung des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe)

Die Tagung des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung stand unter dem Leitgedanken „Vielfalt im Dialog – Vernetzung stärken“ und bot einen Rahmen, um den Austausch zwischen Forschung und Praxis zu ermöglichen und zu stärken. Philipp Sandermann und Laura Wenzel stellten das Forschungsprojekt interessierten Praktiker*innen aus dem Bereich des Wissenstransfers vor und diskutierten in diesem Rahmen anschließend verschiedene Fragen, v.a. zum Praxistransfer des Projekts.

12. September 2019: Vorstellung auf der Neuchâtel Graduate Conference

Die zweitägige Konferenz zum Themenfeld Migration and Mobility Studies thematisierte verschiedene Aspekte transnationaler Beziehungen und Bewegungen. Auch das Thema Fluchtmigration sollte im Rahmen mehrerer Veranstaltungen diskutiert werden. Wir wurden eingeladen, unser Projekt im thematischen Panel „Families on the Move“ vorzustellen. Im Anschluss an unseren Vortrag haben wir positive Rückmeldungen und hilfreiche Anregungen durch die internationalen Gäste erhalten.

11. April 2019: Kick-off-Treffen mit Praxispartner*innen

Bereits in der Planung unseres Forschungsprojekts haben wir uns um die Einbindung von Akteur*innen bemüht, die sich in praktischer und oftmals koordinierender Form mit frühpädagogischen Angeboten in Niedersachsen befassen. Zum Kick-off-Treffen konnten wir uns mit einigen dieser Praxispartner*innen über die Projektplanung und inhaltliche Aspekte austauschen. Wir haben wertvolle Tipps für den Zugang zum Forschungsfeld erhalten und uns über die Probleme bezüglich des Vertrauensaufbaus geflüchteter Eltern gegenüber frühpädagogischen Angeboten aus theoretischer und praktischer Perspektive ausgetauscht.

Publikationen

Wenzel, L., Kakar, H., Sandermann, P. (2022). Vertrauensaufbau zwischen geflüchteten Eltern und frühpädagogischen Angeboten. Ausgewählte Ergebnisse einer explorativen Mixed-Methods-Studie. Neue Praxis 52(1), 61-81. Link zum FOX-Eintrag.

Winkel, M. (2022). Digitalization, structuration and agency in organizations concerned with the placement of refugee parents in institutions of early childhood care and education. In: Blättel-Mink, B., Noack, T., Onnen, C., Opielka, M., Späte, K., Stein-Redent, R. (eds.) Organisationen in Zeiten der Digitalisierung. Springer VS, Wiesbaden, 257-269. DOI: 10.1007/978-3-658-36514-1_1. Link zum FOX-Eintrag.

Winkel, M. (2022). So fern und doch ganz nah? Die Rolle raum-zeitlicher Entbettung in der medial unterstützten Beratung und Informierung geflüchteter Eltern zum frühpädagogischen System. Zeitschrift für Sozialpädagogik 20(1), 82-100. DOI: 10.3262/ZFSP2201082. Link zum FOX-Eintrag.

Siede, A., Münch, S. (2022). An interpretive perspective on co-production in supporting refugee families’ access to childcare in Germany. Policy & Politics 50(2), 283-300. DOI: 10.1332/030557321X16427784089756. Link zum FOX-Eintrag.

Sandermann, P., Wenzel, L., Winkel, M. (2021). Besonders, aber nicht besondernd zu betrachten. Heterogenitätssensible Flucht-Familien-Forschung im Kontext Sozialer Arbeit. Soziale Passagen 13(2). 389-403. DOI: 10.1007/s12592-021-00400-6. Link zum FOX-Eintrag.

Siede, A. (2021). “They Are Stumbling Around Quite Helplessly”: How Supporters of Refugee Families Frame Vulnerability and Agency Relating to Childcare. In: Fromm, N., Jünemann, A., Safouane, H. (eds) Power in Vulnerability. Studien zur Migrations- und Integrationspolitik. Springer VS, Wiesbaden. DOI: 10.1007/978-3-658-34052-0_10. Link zum FOX-Eintrag.

Friedrichs-Liesenkötter, H., Winkel, M. (2021). Between Information and Guidance. Social Service’s Utilization of Digital Media for Connecting Refugee Parents With the Early Childhood Education and Care System. In: James, W. B., Cobanoglu, C., Cavusoglu, M. (eds.) Proceedings of the global conference on education and research 4, 47-49. DOI: 5038/2572-6374-v4 . Link zum FOX-Eintrag.

Unser Team

Das Projekt ist an den Fakultäten Bildung und Kulturwissenschaft der Leuphana Universität Lüneburg angesiedelt und wird von Prof. Dr. Philipp Sandermann, Prof. Dr. Henrike Friedrichs-Liesenkötter, Prof. Dr. Anna Henkel, Prof. Dr. Sybille Münch und Dr. Onno Husen geleitet.

Projektleitung

  • Prof. Dr. Philipp Sandermann

Teilprojektleitungen

  • Prof. Dr. Henrike Friedrichs-Liesenkötter
  • Prof. Dr. Sybille Münch

Prof. Dr. Anna Henkel
Universität Passau
Lehrstuhl für Soziologie mit Schwerpunkt Techniksoziologie
94030 Passau
Fon +49.851.509-3430
anna.henkel@uni-passau.de

Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen

  • Hila Kakar, Mag. phil.
  • Vanessa Schwenker, M.Sc.
  • Laura Wenzel, M.A.