Leuphana Startwoche 2026 mit Carlo Masala
Wie viel Sicherheit braucht die offene Gesellschaft?
30.09.2026 Was schafft Sicherheit, ohne neue Unsicherheit zu erzeugen? Die Startwoche 2026 der Leuphana Universität Lüneburg macht diese Frage unter dem Titel „IN::SECURITY“ zum Ausgangspunkt für mehr als 1.500 Erstsemester-Studierende. Zu den prominenten Gästen gehört in diesem Jahr der Politikwissenschaftler Carlo Masala.
Masala ist Professor für Internationale Politik an der Universität der Bundeswehr München und einer der bekanntesten deutschen Experten für Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Am Montag, 5. Oktober, diskutiert er mit den Studierenden über geopolitische Konflikte, veränderte Bündnisse und die Frage, was diese Entwicklungen für Europa bedeuten.
Vom 1. bis zum 9. Oktober erkunden die Studienanfänger:innen der Leuphana, wie Sicherheit entsteht und wo sie brüchig wird. In Projektgruppen fragen sie, welche Handlungsperspektiven sich aus den Herausforderungen der Gegenwart ergeben: von Eskalation zu Kooperation, von Klima zu Resilienz, von Arbeit zu Gerechtigkeit, von KI zu Autonomie.
„Sicherheit bedeutet nicht, jede Unsicherheit zu beseitigen“, sagt Jelena Bäumler, Völkerrechtlerin und Vizepräsidentin für das Leuphana College. „Wir brauchen Verlässlichkeit, um handeln zu können, aber auch die Bereitschaft, Selbstverständlichkeiten infrage zu stellen. Universität ist ein Ort, an dem genau beides zusammenkommen kann.“
Eröffnet wird die Startwoche am Donnerstag, 1. Oktober, im Libeskind-Auditorium. Der Sozialunternehmer Shai Hoffmann richtet den Blick auf Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt in einer Zeit wachsender Konflikte. Leuphana-Präsident Sascha Spoun greift die persönliche Unsicherheit auf, die mit einem Studienbeginn verbunden sein kann, und verknüpft sie mit einer Einladung zur intellektuellen Freiheit. Gemeinsam mit Lüneburgs Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch und Jelena Bäumler begrüßt er die neuen Studierenden.
In den Projektgruppen entwerfen die Studierenden Videos und Kommentare, in denen sie erste Formen von Kritik und Vision erproben. Die Beiträge können im weiteren Leuphana Semester wieder aufgegriffen werden.
„Am Anfang eines Studiums steht die Neugier. In der Startwoche laden wir die Studierenden deshalb ein, sich großen Fragen unserer Gegenwart zu stellen und zu entdecken, was Universität sein kann“, sagt Michaela Wieandt, Leiterin des Leuphana College.
Weitere Informationen zur Veranstaltung gibt es unter: www.leuphana.de/startwoche
Das komplette Programm finden Sie in englischer Sprache unter: www.leuphana.de/openingweek