Entwicklungsschritte der Leuphana seit 2007

Die Leuphana Universität Lüneburg geht zurück auf die 1948 gegründete Pädagogischen Hochschule, die 1989 die Universitätsrechte erhielt. Die Universität wurde 2004 Stiftung öffentlichen Rechts und fusionierte 2005 mit der Fachhochschule Nordostniedersachsen. Um den Fortbestand der Universität zu sichern, haben die universitären Gremien im Jahre 2005 eine strategische Neuausrichtung eingeleitet und seitdem konsequent weiterverfolgt. Wichtige Schritte und Erfolge der Leuphana auf dem Weg zu einer wettbewerbsfähigen Universität waren seitdem:

Lehre

  • 2017: Im Ranking der Studienstiftung erstmalig vor renommierten Großuniversitäten platziert
  • 2016: das bundesweit erste Aufbaustudium zum Umgang mit Geflüchteten
  • 2015: Beginn der Kooperation mit der City University of Hongkong
  • 2015: erstmalig gründungsfreundlichste Universität unter den mittelgroßen (mittlerweile zum dritten Mal in Folge)
  • 2015: erster Double-Degree, gemeinsam mit Arizona State University
  • 2013: erstes englischsprachiges Bachelor-Programm am College: Digital Media 
  • 2012: BA-Programm Studium Individuale als zeitgemäße liberal education
  • 2009: Gründung Professional School für berufsbegleitendes Studieren
  • 2008: Gründung der Graduate School als gemeinsames Dach für Master und Promotion
  • 2007: Gründung des ersten öffentlichen College in Deutschland
  • 2007: Implementierung eines innovativen, seitdem mehrfach ausgezeichneten Studienmodells

Forschung

  • 2017: unter allen Business Schools weltweit unter den forschungsstärksten 10% in einem Ranking im Journal of World Business
  • 2017: Verfünffachung der Publikationszahlen seit 2007
  • 2016: erstes DFG-Graduiertenkolleg: Kulturen der Kritik
  • 2015: erste Lichtenberg-Professur
  • 2014: WNE-Antragserfolg mit 4 Großprojekten
  • 2013: erster ERC Consolidator Grant eingeworben
  • 2013: erste DFG Kolleg-Forschergruppe: „Medienkulturen der Computersimulation"
  • 2010: Gründung der europaweit ersten Fakultät Nachhaltigkeit sowie der deutschlandweit größten Fakultät Kulturwissenschaften
  • 2009: erstes großvolumiges Drittmittelprojekt: EU-geförderter Innovationsinkubator

Kooperationen

  • 2017: erste strategische Verbundkooperation (mit TU Hamburg)
  • 2016: erste Kooperation mit einer außeruniversitären Forschungseinrichtung (Helmholtz-Zentrum Geesthacht)
  • 2014: erste Kooperation mit einer traditionsreichen angelsächsischen Universität (Glasgow University)
  • 2012: erste Kooperation mit einer US-Universität (Arizona State University)

Campus

  • 2017: Fertigstellung des ersten, von Daniel Libeskind entworfenen Universitätsgebäudes in Deutschland (Entwürfe als nebenberuflicher Professor der Leuphana gemeinsam mit Studierenden)

Geschichte der Universitätsgründung

  • 2005: Fusion der Universität Lüneburg und der Fachhochschule Nordostniedersachsen. Dies führt in den Bereichen BWL und Sozialpädagogik zu einer jeweiligen Ergänzung des Fächerangebotes. In anderen Bereichen wird das fachliche Spektrum der Vorgängerinstitutionen dagegen jeweils erweitert: Um Automatisierungstechnik, Wirtschaftsrecht und Wirtschaftspsychologie seitens der ehemaligen Fachhochschule, um Lehrerbildung, Kulturwissenschaften, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie Umweltwissenschaften seitens der früheren Universität. Mit der Fusion sind Bezüge zur Praxis für die neue Universität bedeutender geworden; die Auszeichnung als gründerfreundlichste Hochschule in Deutschland ist ein äußeres Zeichen dafür. 
  • 2003: Als eine der fünf ersten Hochschulen Deutschlands wird die Universität Lüneburg in eine Stiftung des öffentlichen Rechts umgewandelt. Sie gewinnt damit erweiterte Möglichkeiten zu selbstständigem Handeln.
  • 1990er: In den neunziger Jahren wird schließlich ein umweltwissenschaftlicher Fachbereich gegründet. Zu diesem gehören heute auch der UNESCO Chair for Sustainability und der weltweit erste MBA zu unternehmerischem Nachhaltigkeitsmanagement.
  • 1989: Durch Gesetz des Niedersächsischen Landtags wurde sie am 1. Mai 1989 zur Universität.
  • 1980er: In den achtziger Jahren wird das fachliche Spektrum um die Wirtschafts-, Sozial- und Kulturwissenschaften erweitert und die Hochschule in eine Universität umgewandelt.
  • 1978: Die PH Lüneburg wird - nach ersten Jahren als Abteilung der Pädagogischen Hochschule Niedersachsen - zu einer eigenständigen wissenschaftlichen Hochschule mit Promotions- und Habilitationsrecht.
  • 1946: Gründung einer Pädagogische Hochschule (PH) in Lüneburg auf Initiative der Briten. Die Hochschule sollte durch die Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern dazu beitragen, eine neue demokratische Tradition in Deutschland zu begründen.
  • 1479: Papst Sixtus IV genehmigt die Einrichtung einer Hochschule mit allen oberen Fakultäten und einem Generalstudium.
  • 1471: Kaiser Friedrich III erteilt die Erlaubnis zur Gründung einer hohen Rechtsschule in Lüneburg.