Lesung: Race Relations (Michaela Dudley)
30. Juni
In Zeiten des wieder erstarkenden Antisemitismus erinnert Dr. Michaela Dudley, solidarisch und unbeirrt mahnend, an die exemplarische Allianz zwischen Schwarzen und Juden in den USA.
- 30. Juni 2026
- 18:00 Uhr Hörsaal 5
- Leuphana-Campus
„Der Freedom Summer 1964 war ein Wendepunkt im amerikanischen Bürgerrechtskampf. Tausende junge Menschen, vorwiegend weiße Studierende, reisten in den tiefen Süden der USA. Sie kamen nicht als Protestierende mit Plakaten, sondern als Freund*innen mit Formularen. Denn es war ihr Ziel, schwarze Bürger*innen bei der Registrierung für die im November anstehenden Wahlen zu unterstützen. Angetrieben von einem tiefen Glauben an Gerechtigkeit und Gleichheit, konfrontierten sie den rohen Rassismus. Ihre Motivation? Sie wollten die Welt ändern. [...] Doch dieser Funke der Freiheit entzündete nicht nur Hoffnung, sondern auch den Hass der weißen Dominanz."
In ihrem Vortrag wird sie die Geschichte dieses Bündnisses nachzeichnen, das auf einzigartige Weise für ein modernes, intergriertes Amerika steht und so in mehr als einer Hinsicht richtungsweisend erscheint.
Dudley ist eine Berliner Publizistin, Keynote-Rednerin, Kabarettistin, Queerfeministin und Juristin (Juris Dr.) mit afro-amerikanischen Wurzeln. Sie wuchs während der „Jim Crow"-Ära in den USA auf. Ihre Intersektionalität und Internationalität, gepaart mit ihren persönlichen Erfahrungen, machen sie zur idealen Storytellerin.
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Lüneburger Arbeitsgespräche für Kritische Theorie im Rahmen der Trans-Atlantic Summer Academy 2026: Race and Revolution – France, Germany, the US and the Middle East in the 1960s and 70s statt, ermöglicht durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst.
Rückfragen und Kontakt
- Dr. Christian Voller