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CCS Kolloquium: Reproduktion und Revolte. Feministische Filmpraktiken im Umfeld der antiautoritären Kinderladenbewegung nach 1968 – Antonia Rohwetter

27. Jan.

Leuphana Universität Lüneburg I Zentralgebäude C40.530

Das Center for Critical Studies veranstaltet dreimal pro Semester ein Kolloquium, bei dem Mitglieder des Centers ihre aktuellen Forschungsprojekte und -arbeiten vorstellen. Die Kolloquiumssitzungen sind für alle Universitätsangehörigen offen.

Kolloquium. Mi. 27.01.2025. 18:15 Uhr. C 40.530.

Fürsorge wird in aktuellen künstlerischen und theoretischen Diskursen vermehrt als Gegenentwurf zu spätkapitalistischen Verhältnissen positioniert, die von Ausbeutung, Gewalt, Erschöpfung, Isolation und Ungleichheit geprägt sind. Doch indem Fürsorge Leben erhält, läuft sie Gefahr zugleich jene Verhältnisse zu stabilisieren, gegen die sie sich richtet. In welcher Form lässt sich Fürsorge als widerständige Praxis denken – bzw. organisieren? 

Mit dieser Frage nimmt der Vortrag feministische Filmpraktiken im Umfeld der antiautoritären Kinderladenbewegung in Westdeutschland nach 1968 in den Blick. Der folgenreiche Versuch, Reproduktion kollektiv zu organisieren und so tradierte Vorstellungen von Familie und Geschlecht umzuarbeiten, war hier unmittelbar verbunden mit dem politischen Begehren nach einer anti-faschistischen Gesellschaft, in der auch Kinder als Subjekten ihrer eigenen Emanzipation begriffen werden. 

Antonia Rohwetter arbeitet als Dramaturgin und Dozentin im Kontext von Performance, Tanz und Film. Derzeit ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin in Jordan Troellers Forschungsprojekt „The M/Other Project. Creativity, Procreation and Contemporary Art“ an der Leuphana Universität Lüneburg tätig. Dort untersucht sie die Verflechtungen von feministischen Filmpraktiken, politischen Bewegungen und reproduktiver Arbeit in Westdeutschland nach 1968.

Sprache: Detusch