Prof. Dr. Lars Alberth

21335 Lüneburg, Universitätsallee 1, C1.319
Fon +49.4131.677-1636, lars.alberth@leuphana.de

Werdegang

Vita

  • Seit 2019: Professur für Theorien und Methoden der Kindheitsforschung, Institut für Sozialarbeit und  Sozialpädagogik, Leuphana Universität Lüneburg
  • 2015 -2019: Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Institut für Soziologie, Arbeitseinheit Arbeit und Organisation, Leibniz Universität Hannover
  • 2014-2015: DAAD Research Fellow, Crimes against Children Research Center/Family Research Lab, University of New Hampshire
  • 2013-2014: Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Soziologie der Familie, der Jugend und der Erziehung, BU Wuppertal
  • 2013: Forschungs- und Lehraufenthalt, Department of Sociology, Umeå universitet
  • 2013: Promotion, Fachbereich G - Bildungs- und Sozialwissenschaften, BU Wuppertal
  • 2012-2013: Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Allgemeine Soziologie und Gesellschaftstheorie, BU Wuppertal
  • 2010-2013: Wissenschaftlicher Mitarbeiter, DFG-Projekt "Professionelle Interventionen in den privaten Kindesraum", BU Wuppertal
  • 2009: Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Allgemeine Soziologie und Gesellschaftstheorie, BU Wuppertal
  • 2005-2010: WHK/Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Soziologie der Familie, der Jugend und der Erziehung, BU Wuppertal
  • 2000-2005: Studium der Sozialwissenschaften (Diplom), BU Wuppertal

Mitgliedschaft und Funktionen in wissenschaftlichen Organisationen

  • Deutsche Gesellschaft für Soziologie
    - Sektion Soziologie des Körpers und des Sports
    - Sektion Soziologie der Kindheit (2019-2024): Sprecher der Sektion
  • International Sociological Association
    - RC 52 Sociology of Professional Groups
    - RC 53 Sociology of Childhood - 2010-1018: Officer at Large
    - WG 11 Violence and Society

Reviewer für folgende Zeitschriften

  • Zeitschrift für Soziologie der Erziehung und Sozialisation (ZSE)
  • DISKURS Kindheits- und Jugenforschung
  • Child Abuse & Neglect
  • Childhood (A journal of global child research)
  • Child Indicator Research
  • Children and Youth Services Review
  • Gender. Zeitschrift für Geschlecht, Kultur und Gesellschaft
  • Human Studies. A Journal for Philosopy and the Social Sciences
  • Journal of Family Studies
  • Soziopolis

Publikationen

Bücher und Anthologien

  1. Politiken der Kindheit
    Lars Alberth (Herausgeber*in) , Christoph T. Burmeister (Herausgeber*in) , Nicoletta Eunicke (Herausgeber*in) , Markus Kluge (Herausgeber*in) , 2024 1. Aufl. Weinheim , 244 S.

    Publikation: Bücher und AnthologienSammelwerke und AnthologienForschung

  2. Forschungsethik in der Kindheitsforschung
    Magdalena Joos (Herausgeber*in) , Lars Alberth (Herausgeber*in) , 2022 1. Aufl. Weinheim & Basel , 191 S.

    Publikation: Bücher und AnthologienSammelwerke und AnthologienForschung

  3. Materialitäten der Kindheit: Körper - Dinge - Räume
    Sabine Bollig (Herausgeber*in) , Lars Alberth (Herausgeber*in) , Larissa Schindler (Herausgeber*in) , 2020 1. Aufl. Wiesbaden , 270 S.

    Publikation: Bücher und AnthologienSammelwerke und AnthologienForschung

  4. Victim, Perpetrator, or What Else?: Generational and Gender Perspectives on Children, Youth, and Violence
    Lars Alberth (Herausgeber*in) , Doris Bühler-Niederberger (Herausgeber*in) , 2019 1. Aufl. Bingley , 232 S.

    Publikation: Bücher und AnthologienSammelwerke und AnthologienForschung

  5. Kinderschutz: Wie kindzentriert sind Programme, Praktiken, Perspektiven?
    Doris Bühler-Niederberger (Herausgeber*in) , Lars Alberth (Herausgeber*in) , Steffen Eisentraut (Herausgeber*in) , 2014 1. Aufl. Weinheim , 226 S.

    Publikation: Bücher und AnthologienSammelwerke und AnthologienForschung

Beiträge in Zeitschriften

  1. Kindliches Schweigen oder taube Institutionen?: Zur organisationalen Herstellung institutioneller Unsichtbarkeit im Kinderschutz
    Lars Alberth (Autor*in) , 01.02.2025 , in: Sozial Extra, 49, 1 , S. 35–39 , 5 S.

    Publikation: Beiträge in ZeitschriftenZeitschriftenaufsätzeForschungbegutachtet

  2. Kinderrechte und Kinderschutz: Ein Plädoyer
    Doris Bühler-Niederberger (Autor*in) , Lars Alberth (Autor*in) , 01.01.2025 , in: Sozial Extra, 49, 3 , S. 194–198 , 5 S.

    Publikation: Beiträge in ZeitschriftenZeitschriftenaufsätzeForschungbegutachtet

  3. Deconstructing and reconstructing diversity in client-provider-relationships of social work
    Lars Alberth (Autor*in) , Ellen Kollender (Autor*in) , Anke Karber (Autor*in) , Philipp Sandermann (Autor*in) , Birte Siem (Autor*in) , 24.04.2024 , in: Social Work & Society, 22, 2 , S. 1-8

    Publikation: Beiträge in ZeitschriftenZeitschriftenaufsätzeForschungbegutachtet

  4. Struggling for open awareness – Trajectories of violence against children from a sociological perspective
    Doris Bühler-Niederberger (Autor*in) , Lars Alberth (Autor*in) , 01.02.2023 , in: Children and Youth Services Review, 145 , 8 S.

    Publikation: Beiträge in ZeitschriftenZeitschriftenaufsätzeForschung

  5. Neue Regierungstechnologien und alte Ordnungsmuster der Familie: Edwards, Rosalind & Ugwudike, Pamela. Governing Families. Problematising Technologies in Social Welfare and Criminal Justice. London & New York: Routledge: 2023
    Lars Alberth (Autor*in) , 01.01.2023 , in: ZSE - Zeitschrift für Soziologie der Erziehung und Socialisation, 43, 4 , S. 443-445 , 3 S.

    Publikation: Beiträge in ZeitschriftenRezensionenForschung

Beiträge in Sammelwerken

  1. Forschungsethik in der Kindheitsforschung
    Lars Alberth (Autor*in) , Magdalena Joos (Autor*in) , 01.01.2025 3. Auflage. Aufl. Weinheim & Basel , S. 90-106 , 17 S.

    Publikation: Beiträge in SammelwerkenAufsätze in SammelwerkenForschung

  2. Politiken der Kindheit und das Politische der Kindheitsforschung
    Lars Alberth (Autor*in) , Nicoletta Eunicke (Autor*in) , Christoph T. Burmeister (Autor*in) , Markus Kluge (Autor*in) , 19.06.2024 Weinheim , S. 7-20 , 14 S.

    Publikation: Beiträge in SammelwerkenAndere (Vor- und Nachworte ...)Forschung

  3. Die Unsichtbarkeit der Kinder im Kinderschutz: Zur sozialwissenschaftlichen Rezeption eines kindheitssoziologischen Befundes
    Lars Alberth (Autor*in) , 19.04.2024 Wiesbaden , S. 209-224 , 16 S.

    Publikation: Beiträge in SammelwerkenAufsätze in SammelwerkenForschung

  4. Unequal paths to clienthood: Child protection and domestic bliss.
    Lars Alberth (Autor*in) , Doris Bühler-Niederberger (Autor*in) , 01.01.2024 Cham , S. 315-330 , 16 S.

    Publikation: Beiträge in SammelwerkenAufsätze in SammelwerkenForschung

  5. Gewalt gegen Kinder während der COVID-19-Pandemie
    Lars Alberth (Autor*in) , Verena Marke (Autor*in) , 01.06.2022 Hamburg , 32 S.

    Publikation: Beiträge in SammelwerkenBeiträge in KommentarsammlungenTransfer

Lehrveranstaltungen

Das Seminar widmet sich der inhaltlichen und methodischen Beratung und Diskussion von Bachelor-Abschlussarbeiten im B.A.-Studiengang "Sozialpädagogik". In diesem Zuge werden sowohl allgemeine als auch themenspezifische Fragestellungen wissenschaftlicher Forschung bearbeitet.
Nächster Termin:
Donnerstag, 07.05.2026 um 12:15 Uhr
Lars Alberth, Anke Karber, Ellen Kollender, Philipp Sandermann, Birte Siem, Maren Zeller
Das Kolloquium dient der Vorstellung und kollegialen Diskussion laufender Promotionsverfahren im Themenbereich des Kollegs.
Nächster Termin:
Montag, 15.06.2026 um 10:00 Uhr
Sozialpädagogisches und überhaupt pädagogisches Arbeiten ist zunächst einmal genau das: Arbeit. Damit lassen sich zunächst klassische arbeitssoziologische Fragen nach Leistungserstellung oder berufs- und professionsbezogenen Problemen stellen. Zum einen sind diese orientiert an Interaktionsdynamiken, Bewertungsprozessen (z.B. als "schmutzige Arbeit") und "sozialen Dramen" (E. C. Hughes) der Arbeit mit Menschen ("Interaktionsarbeit", F. Böhle) in personenbezogenen Dienstleistungsorganisationen (T. Klatetzki). Zum anderen sind sie orientiert an der Transformation innerner wie äußerer Natur (K. Marx), d.h. der Materialität von Arbeit und den damit einhergenhenden produktiven wie problematischen Zugriffen auf die Körper und Gefühle der Beteiligten in pädagogischen Kontexten.
Nächster Termin:
Mittwoch, 06.05.2026 um 10:15 Uhr
Die Frage nach sozialen Ungleichheiten ist eine zentrale Aufgabe der Analyse von Gesellschaften. Kindheiten sind in mehrfacher Hinsicht durch Ungleichheit geprägt: Kinder sind eine marginalisierte Gruppe gegenüber Erwachsenen, sie sind aber auch untereinander ungleich (z.B. bezogen auf Geschlecht, soziale Herkunft oder Zugehörigkeit zu ethnisch markierten Gruppen). Schließlich lassen sich auch Ungleichheiten zwischen den normativen Mustern guter Kindheiten identifizieren, die historisch und global variieren.

Die Analyse ungleicher Kindheiten verlangt darüber hinaus eine Erklärung dafür, wie diese Ungleichheiten produziert und stabilisiert werden. Das ist die zweite Frage, der im Seminar nachgegangen werden soll: Wie werden ungleiche Bildungskindheiten hervorgebracht und abgesichert?

Das Seminar stützt sich wesentlich auf die gemeinsame Lektüre und Diskussion von Texten und Artikeln in wissenschaftlichen Fachzeitschriften zur Reproduktion sozialer Ungleichheit in der Schule.
Nächster Termin:
Dienstag, 05.05.2026 um 14:15 Uhr
Die Vorlesung „Soziologie des Aufwachsens“ bietet eine Einführung in Theorie und Empirie der Strukturen und Prozesse des Aufwachsens in modernen Gesellschaften insb. aus einer kindheits-, jugend- und bildungssoziologischen Perspektive. Eine Kontextualisierung der Befunde und Zugänge erfolgt sowohl aus einer historisierenden als auch kulturvergleichenden Perspektive.
Nächster Termin:
Donnerstag, 30.04.2026 um 14:15 Uhr
Raum: C HS 4
Kinder sind die Gruppe mit den höchsten Opferraten, z. B. bei Missbrauch, Vernachlässigung, Mobbing und anderen Straftaten. Da sie jedoch eine marginalisierte Position in der Gesellschaft einnehmen, sind die Melderaten eher niedrig (die Weltgesundheitsorganisation gibt eine Aufdeckungsrate für Missbrauch und Vernachlässigung von etwa 10 % für europäische Länder an) und es liegen nur begrenzte epidemiologische Daten vor. Dieser Kurs vermittelt Theorien und Daten zu Kindesmissbrauch und Vernachlässigung. Es werden drei Rahmenkonzepte vorgestellt und diskutiert:
a) Epidemiologie: Analyse der Risikofaktoren, des Ausmaßes und der Schwere von Kindesmissbrauch und Vernachlässigung in Deutschland und anderen Ländern.
b) Viktimologie: Erklärung der Opferraten und ihrer Folgen für abweichendes Verhalten und negative Erfahrungen der Opfer.
c) Soziologie: Interpretation von Kindesmissbrauch und Vernachlässigung als Problem der sozialen Ordnung und sozialen Ungleichheit, z. B. altersbedingte Gewalt und ihre Interpretation durch Institutionen, Organisationen und Gruppen.
Nächster Termin:
Dienstag, 05.05.2026 um 10:15 Uhr