Ehrenpromotionen

Fakultät Bildung

  • Prof. Peter Gollwitzer, PhD
  • Prof. Dr. Manfred Prenzel
  • Felicitas Hoppe

Prof. Peter Gollwitzer, PhD

Professor für Psychologie, New York University und Professor für Psychologie, Sozialpsychologie und Motivation, Universität Konstanz

Homepage New York University
Homepage Universität Konstanz

Mit seinen Forschungsarbeiten zum Rubikon-Modell der Handlungsphasen, der Mindset-Theorie, der Intentionstheorie sowie der Theorie der symbolischen Selbstergänzung hat Prof. Peter Gollwitzer, PhD die Psychologie außerordentlich bereichert. Seine theoretischen und empirischen Arbeiten haben nicht nur die Theoriebildung auf dem Gebiet der Psychologie maßgeblich beeinflusst, sondern auch eine Vielzahl an Forschungsarbeiten in benachbarten Disziplinen wie der Pädagogik, der Ökonomie oder den Gesundheitswissenschaften inspiriert. Damit erweist sich Prof. Dr. Peter Gollwitzer nicht nur als einer der bedeutsamsten Vertreter der psychologischen Motivations- und Volitionsforschung, sondern auch als einflussreicher Brückenbauer zwischen den Disziplinen der empirischen Wissenschaften. Mit der Verleihung der Ehrenpromotion an Herrn Professor Peter Gollwitzer, PhD würdigt die Fakultät Bildung seine zahlreichen wegweisenden Beiträge in der Psychologie und der Bildungsforschung an der Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis.

Prof. Dr. Manfred Prenzel

Inhaber des Lehrstuhls für Empirische Bildungsforschung an der TU München

www.leuphana.de/manfred-prenzel

Die Fakultät Bildung würdigt Prof. Dr. Manfred Prenzel als einen der bedeutendsten Vertreter der Empirischen Bildungsforschung. Er bekleidet eine der zentralen Professuren dieses Faches, nämlich den Susanne-Klatten-Stiftungslehrstuhl für Empirische Bildungsforschung in der School of Education der Technischen Universität München. Von 2012 – 2014 war Manfred Prenzel der erste Präsident der Gesellschaft für Empirische Bildungsforschung, an deren Gründung er maßgeblich beteiligt war. Gerade in der Empirischen Bildungsforschung als einem disziplinenübergreifenden Forschungsfeld bezieht er in seinen zahlreichen Publikationen neben pädagogischen, psychologischen und soziologischen Perspektiven insbesondere auch fachdidaktische und bildungsökonomische Sichtweisen ein. Er veröffentlicht diese in den jeweils angesehensten Fachzeitschriften sowie für die breite Fachöffentlichkeit, die Praxis und die Bildungspolitik.

An der Konzeption und fortlaufenden Weiterentwicklung des SINUS-Projekts war Manfred Prenzel maßgeblich beteiligt. Dieses wurde – ausgehend von der Third International Mathematics and Science Study (TIMSS 1995) – seit Ende der 1990er Jahre in vielen Bundesländern im Auftrag der damaligen Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung durchgeführt. Sowohl in der Wissenschaft als auch in der Öffentlichkeit ist er seit Beginn der 2000er Jahre auf das Engste mit der internationalen Schulleistungsstudie PISA verbunden. So ist Manfred Prenzel seit 2000 Mitglied des nationalen PISA Konsortiums und war nationaler Projektmanager von PISA über mehrere Erhebungsrunden und viele Jahre hinweg. Nicht zuletzt hat sich Manfred Prenzel von 2014 bis Anfang 2017 als Vorsitzender des Wissenschaftsrates mit großem Engagement für die Weiterentwicklung des deutschen Wissenschaftssystems eingesetzt.

Felicitas Hoppe

Die Fakultät Bildung verleiht Felicitas Hoppe die Ehrendoktorwürde (Dr. phil. h.c.) für ihr Werk in seiner herausragenden literaturwissenschaftlichen, poetologischen wie bildungstheoretischen Bedeutung.

Mit dieser Ehrenpromotion würdigt die Leuphana Universität Lüneburg erstmalig eine Schriftstellerin und zugleich Wissenschaftlerin in ihrer höchsten sprachlichen Souveränität. Ihr Schreiben reflektiert die für Wissenschaft wie Bildung gleichermaßen relevanten epistemologischen Fragen nach Wahrnehmung und Übersetzung, Bewegung, Entwurf und Praxis. Ihre Texte wurden international übersetzt und mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet (Georg-Büchner-Preis, Bremer Literaturpreis, Villa Aurora, Aspekte-Literaturpreis, Erich Kästner Preis u.v.a.).

Nicht nur im Rahmen zahlreicher Gastprofessuren an Universitäten in Deutschland und den USA, sondern auch in ihrem stetigen Dialog mit der Literaturwissenschaft macht Felicitas Hoppe das fast vergessene Wissenschaftsideal einer engen Verzahnung von Sprechen, Schreiben und Handeln wieder präsent.

Fakultät Kulturwissenschaften

  • Prof. Dr. h. c. mult. Pippa Norris, PhD
  • Prof. em. Silvia Federici, PhD
  • Prof. Dr. Hans Ul­rich Gum­brecht
  • Prof. Dr. Ronald Inglehart
  • Prof. Dr. Richard Sennett
  • Professor Dr. Andrei Steven Markovits
  • Prof. Dr. Axel Honneth
  • Prof. Dr. Ivan Nagel

Prof. Dr. h. c. mult. Pippa Norris, PhD

Prof. Dr. h. c. mult. Pippa Norris, PhD gehört zu den bedeutendsten Politikwissenschaftlerinnen der Gegenwart. Sie ist Paul F. McGuire Lecturer in Comparative Politics der John F. Kennedy School of Government der Harvard University und Kathleen Fitzpatrick Laureate Fellow und Professor of Government and International Relations der University of Sydney. Professorin Norris ist gewähltes Mitglied der American Academy of Arts and Sciences. Im Jahr 2011 wurde ihr (gemeinsam mit Ronald Inglehart) der Johan Skytte Prize für ihr Lebenswerk zugesprochen – die höchste Ehrung, die innerhalb der Politikwissenschaft international vergeben werden kann. Pippa Norris hat mit vielfachen, disziplin-übergreifend rezipierten Schriften massgeblichen Einfluss auf nahezu alle Teilbereiche der Vergleichenden Politikwissenschaft genommen, unter ihnen die Cambridge University Press-Monographien Critical Citizens (1999), Digital Divide (2001), Democratic Phoenix (2002), Rising Tide (2003 mit Ronald Inglehart), Electoral Engineering (2004), Sacred and Secular (2004 mit Ronald Inglehart), Radical Right (2005), Driving Democracy (2008), Cosmopolitan Communications (2009 mit Ronald Inglehart), Democratic Deficit (2011), Making Democratic Governance Work (2012), the Electoral Integrity Trilogy (Why Electoral Integrity Matters 2014; Why Elections Fail 2015; Strengthening Electoral Integrity 2017) und Cultural Backlash (2018 mit Ronald Inglehart).

Prof. em. Silvia Federici, PhD

Professorin emerita für politische Philosophie sowie International Studies an der Hofstra University

Homepage

Prof. em. Silvia Federici, PhD gehört zu den einflussreichsten Wissenschaftler*innen im Bereich der marxistisch- feministischen Kulturtheorien und hat durch die Prägung des Begriffs der Reproduktionsarbeit für die Kulturforschung auf internationaler Ebene neue Forschungszweige eröffnet. Ihre Arbeiten, allen voran ihr kanonisches Buch „Caliban and the Witch: Women, the Body and Primitive Accumulation“ (2004), gehören mittlerweile zum festen Bestandteil sozialwissenschaftlicher Forschung, finden aber auch weit darüber hinaus im Wissenschafts- und Kunstfeld große Beachtung. Silvia Federici, die 1972 zu den Mit-Begründerinnen des International Feminist Collective gehörte, ist eine herausragende intellektuelle Persönlichkeit und sticht als solche auch durch ihre zivilgesellschaftliche Einflussnahme im Bereich der Bildung, der Menschenrechte sowie alternativer ökonomischer Modelle im Sinne der „commons“ hervor. Ihre Arbeit ist nicht nur ein zentraler Reflexionspunkt zeitgenössischer Kulturtheorien, sondern zeigt auch Wege einer transdisziplinär gedachten Wissenschaft auf. Die Fakultät Kulturwissenschaft versteht die Verleihung der Ehrendoktorwürde an Silvia Federici als eine Ehrung gleichermaßen für bahnbrechende wissenschaftliche Errungenschaften wie für ein lebenslanges politisches, feministisches und soziales Engagement.

Prof. Dr. Hans Ul­rich Gum­brecht

Inhaber des Lehrstuhls Komparatistik an der Stanford University

www.leuphana.de/hans-ulrich-gumbrecht

Als einer der prägenden deutschsprachigen Intellektuellen der Jahrtausendwende steht Prof. Dr. Hans Ulrich Gumbrecht für das Gegenteil akademischer Moden. Gerade weil er keiner Schule angehört und keine Schule gegründet hat, sondern auf den Gestus des kritischen Kommentars ebenso vertraut wie auf die Intensität des Denkens und des daraus folgenden Handelns, verkörpert er wie kaum ein anderer den humanistischen, handlungsorientierten und nachhaltigen Anspruch der Leuphana.


Sein wissenschaftliches Werk ist geprägt von einer Auseinandersetzung mit der Gegenwart, die nicht vor der Zukunft zurückscheut und die Vergangenheit stets bei sich führt. Er ist in mehreren Sprachen und Kulturen heimisch und die historische Tiefe seiner Arbeiten reicht vom Mittelalter bis zur jüngsten Gegenwart. Weltweite Anerkennung wurde Hans Ulrich Gumbrecht zuteil für seine Arbeiten zur Literaturgeschichte Südamerikas, zur Ästhetik des Sports und zur kulturellen Situation der Zeit. Seine Bücher, zuletzt das autobiographische Werk „Nach 1945“, wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und haben weite Kreise gezogen. Seine Bibliographie hat einen fast monographischen Umfang erreicht und umfasst auf derzeit 85 Seiten fast 40 Monographien, 30 Sammelbände, fast 400 wissenschaftliche Artikel und gut 1.000 Zeitungsbeiträge, Rezensionen und Interviews. Über seinen Weblog bei der FAZ erreicht er mit wöchentlichen Texten eine große Leserschaft.

Prof. Dr. Ronald Inglehart

Der bekannte Politikwissenschaftler lehrt seit 1967 an der University of Michigan. Er zählt zu den fünf meist zitierten Sozialwissenschaftlern der Erde. Inglehart wurde in den siebziger Jahren weltweit bekannt durch seine „Theorie des Wertewandels“. Danach gestalten gesellschaftliche Veränderungen, wie beispielsweise steigender wirtschaftlicher Wohlstand, die Wertprioritäten um.

Prof. Dr. Richard Sennett

Die Fakultät Kulturwissenschaften zeichnete Professor Dr. Richard Sennett für seine wegweisenden Beiträge zur Gegenwartssoziologie und seine anhaltenden Bemühungen um stärkere interdisziplinäre Beziehungen innerhalb der Kulturwissenschaften mit der Ehrendoktorwürde der Fakultät aus. Der Sozialwissenschaftler lehrt seit 1971 als Professor für Geschichte und Soziologie an der New York University. Seit 1999 ist er auch als Centennial Professor für Sozial und Kulturtheorie an der London School of Economics tätig. Weltweit bekannt wurde Sennett durch sein bahnbrechendes Werk The Fall of Public Man (1977). Darin beschäftigt er sich mit dem Niedergang städtischer Strukturen, ausgelöst durch Privatisierungsbestrebungen im öffentlichen Raum. mehr

Professor Dr. Andrei Steven Markovits

Professor Dr. Andrei Steven Markovits wur­de am 6. Ok­to­ber 1948 in Ti­mi­soa­ra, Rumänien, ge­bo­ren. Mar­ko­vits' Viel­spra­chig­keit und sein le­ben­di­ges In­ter­es­se für ver­schie­de­ne Kul­tur- und Staats­for­men rei­chen bis in sei­ne frühe Kind­heit zurück: Als ein­zi­ges Kind ei­ner jüdi­schen Fa­mi­lie sprach er zu­hau­se deutsch und un­ga­risch und lern­te als Schüler rumänisch, eng­lisch und französisch, be­vor sei­ne Fa­mi­lie nach Wien und später nach New York emi­grier­te. Nach der Ma­tu­ra, die er 1967 in Wien ab­leg­te, schrieb sich Mar­ko­vits an der Co­lum­bia Uni­ver­si­ty ein. An sei­ner Alma Ma­ter er­lang­te er in­ner­halb von kaum zehn Jah­ren fünf aka­de­mi­sche Ab­schlüsse: Mit ei­nem B.A., ei­nem M.B.A., ei­nem M.A., ei­nem M.Phil und dem Ph.D. des De­part­ment of Po­li­ti­cal Sci­ence wur­de er 1976 Re­se­arch As­so­cia­te am Cen­ter for Eu­ro­pean Stu­dies in Har­vard. 

Prof. Dr. Axel Honneth

Die Fakultät Kultur verleiht Herrn Prof. Dr. Axel Honneth die Ehrendoktorwürde.

Prof. Dr. Ivan Nagel

Die Fakultät Kultur verleiht Herrn Prof. Dr. Ivan Nagel die Ehrendoktorwürde.

Fakultät Nachhaltigkeit

  • Prof. Dr. h. c. R. Edward Freeman, PhD
  • Prof. Trevor Hastie, PhD
  • Prof. James Clark, PhD (London), PhD (h.c. Gent)
  • Prof. Dr. Timothy Ingold
  • Prof. Michael M. Crow, PH.D.
  • Prof. Dr. Helga Nowotny, Ph.D.
  • Prof. Dr. William C. Clark
  • Nilüfer Göle
  • Prof. Dr. Claude Boutron
  • Prof. Dr. Dieter Imboden
  • Dr. Hermann Scheer

Prof. Dr. h. c. R. Edward Freeman, PhD

Der Philosoph und Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. h. c. R. Edward Freeman, PhD erarbeitete die Stakeholder Theorie, die seitdem zum grundlegenden Modell wirtschafts- und gesellschaftlicher Forschung wurde. Nach traditioneller Auffassung des Unternehmens muss sich das Management letztlich immer auf die Anteilseigner bzw. Eigentümer des Unternehmens ausrichten und die Unternehmensleitung hat die finanzielle Verpflichtung, deren Bedürfnisse in den Vordergrund zu stellen. Der Stakeholder-Theorie zufolge sind jedoch auch andere Gruppen beteiligt und von wesentlicher Bedeutung für das Management, darunter Regierungen, politische Gruppen, soziale Verbände, Gewerkschaften, Finanziers, Lieferanten, Mitarbeiter und Kunden. Sogar Wettbewerber zählen als Stakeholder. Ihr Status ergibt sich einerseits daraus wie sie vom Unternehmen beeinflusst werden und andererseits aus ihrer Fähigkeit, das Unternehmen und seine anderen Stakeholder zu beeinflussen. Dieser Perspektivenwechsel ermöglicht es, nachhaltigere und umfassendere Lösungen für ökonomische Probleme und das Management von Unternehmen zu finden. Edward Freeman ist Professor an der Darden School der University of Virginia, USA. Seine Forschung wurde unter anderem mit dem Pioneer Award for Lifetime Achievement durch das World Resources Institut sowie das Aspen Institute ausgezeichnet. 

Prof. Trevor Hastie, PhD

Professor of Statistics and Biomedical Data Science at the Stanford University

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Prof. Trevor Hastie's PhD, research contributions are in applied statistics and in the field of statistical learning. His research focuses on modeling and prediction problems in biology and genomics, medicine and industry. He has published more than 200 articles and written six authoritative books. These include „Generalized Additive Models“ and the standard textbook „Elements of Statistical Learning“, that was published with Rob Tibshirani and Jerome Friedman. As in many universities, his books are an indispensable part of the literature canon in the Leuphana Data Science Program. To illustrate Trevor Hastie‘s scientific oeuvre two fundamental fields of work should be mentioned: First, real-world phenomena are usually described with the help of non-linear models. Generalized Additive Models (GAM), to which he has contributed significantly, offer an approach that combines a high degree of flexibility in modeling with the many advantages of linear models. Here, his early work on parameter-free models, which emerged from his dissertation, is especially important. Second, in the era of Big Data, the number of possible predictors is often comparable or even significantly higher than the number of observations. Trevor Hastie and his colleagues have developed a number of methods for selecting relevant predictors in this situation.

Prof. James Clark, PhD (London), PhD (h.c. Gent)

The Faculty of Sustainability is awarding an honorary doctorate (Dr. rer. nat. h.c.) to the British natural scientist, Prof. James Clark, as recognition for his achievements in the field of green and sustainable chemistry.

James Clark of the University of York is a professor at the Institute of Chemistry, where he is the leader of The Green Chemistry Centre of Excellence. He holds a PhD in chemistry and is engaged in researching the application of green technologies towards solving chemical challenges. His work aims at making chemical processes more environmentally friendly and energy efficient, contributing thus to sustainable development. In doing so, networking with players from politics, industry and science, he fulfills a key role, making him the pioneer of natural science-based inters- and transdisciplinary research approaches.

Because his work solves challenges related to sustainable development by looking beyond actual chemistry, his contribution to social transformation attracted the attention of the Faculty of Sustainability. More...

Prof. Dr. Timothy Ingold

Prof. Dr. Timothy Ingold, geb. 1948, Sozialanthropologe der University of Aberdeen, verbindet in seiner phänomenorientierten, transdisziplinären Forschung gemeinsame Züge aus Disziplinen wie Musik, Kunst, Architektur, Sprachwissenschaften, Ethnologie, Umweltforschung, Phänomenologie und Bildungswissenschaften. Seine anthropologische Arbeit hat sich in unterschiedlichen Disziplinen von der Biologie bis zur Theologie als außerordentlich einflussreich erwiesen.

Ingolds zentrale These lautet: Menschsein ist biosoziales Menschwerden. Menschen sind eher human becomings als human beings. Jenseits abstrakter Trennungen von Kultur/Natur und Subjekt/Objekt erweist sich das relationale animal homificans als Tätigkeit („To human is a verb“), in der sich auf vorgängiger Passivität eine Aktivität der Lebensführung entfaltet. Diese education wird als beständiges e-ducere, Herausgeführt-Werden, begriffen: Nicht feste oder wechselnde Perspektiven und intentionale Zielbestimmungen sind menschlichem Werden angemessen, sondern die dynamische Perspektive der offenen Weglinie, die Aufmerksamkeit inmitten der Umwelt generiert. Mehr

Prof. Michael M. Crow, PH.D.

President Arizona State University

Die Fakultät Nachhaltigkeit verleiht den Ehrendoktortitel an den amerikanischen Wissenschaftler Prof. Dr. Michael M. Crow (Präsident der Arizona State University), PH.D.

Michael Crow ist einer der Vordenker im Bereich der transformativen Nachhaltigkeitswissenschaft, dessen intellektuelle wie auch institutionelle Beiträge zur Etablierung dieses Wissenschaftsfeldes kaum überschätzt werden können. Er prägte wie kein anderer Wissenschaftler das Leitbild einer Universität für die (Zivil-)Gesellschaft des 21. Jahrhunderts und setzte dieses auch erfolgreich in die Tat um. mehr

Prof. Dr. Helga Nowotny, Ph.D.

Professor Emerita at ETH Zürich and Founding Member of the European Research Council

Die Fakultät Nachhaltigkeit verleiht den Ehrendoktortitel an die schweizerische Wissenschaftlerin Prof. Dr. Helga Nowotny

Helga Nowotny ist eine europäische Wissenschaftsforscherin. 1937 in Wien geboren schloss sie dort ihr Jura-Studium mit einem Doktorat der Rechtswissenschaften ab. Nach ihrer Tätigkeit als Juniorprofessorin am Institut für Kriminologie der Universität Wien übersiedelte sie nach New York, wo sie 1969 an der Columbia University ihr Ph.D. in Soziologie erwarb. mehr

Prof. Dr. William C. Clark

Der Nachhaltigkeitswissenschaftler William C. Clark ist seit 1987 Harvey-Brooks-Professor for International Science, Public Policy and Human Development an der John F. Kennedy School of Government der Harvard University. Er hat das neue Forschungsgebiet der Nachhaltigkeitswissenschaft (sustainability science) entscheidend mitgeprägt.

Nilüfer Göle

Die Soziologin Nilüfer Göle leitet die École des Hautes Études en Sciences Sociale in Paris. In ihren Werken beschäftigt sie sich mit der Kritik an der türkischen Moderne, den Problemen der Identität und den Schwierigkeiten der islamistischen Bewegungen in der Türkei. 

Prof. Dr. Claude Boutron

Prof. Dr. Claude Boutron ist weltweit einer der führenden Forscher auf dem Gebiet der Glaziologie und Atmospährischen Chemie. In seiner beeindruckenden Karriere widmete er sich vor allem der Erforschung der atmosphärischen geophysikalischen Zyklen der Schwermetalle und ihrer Beeinflussung durch menschliche Aktivitäten, von der Antike bis zur Gegenwart.

Claude Boutron ist Professor an der University Joseph Fourier of Grenoble für Geochemie der Atmosphäre sowie Direktor der "European Research Course on Atmospheres"

Mehr über Claude Boutron

Prof. Dr. Dieter Imboden

Prof. Dr. Dieter Imboden konzentrierte sich in seiner Forschungsarbeit viele Jahre auf die Untersuchung natürlicher Gewässer, insbesondere der großen Seen dieser Erde. Es ist sein zentrales Anliegen, physikalische und andere interdiziplinäre Methoden in den Dienst der Umwelt zu stellen. Darüber hinaus befasst er sich mit Fragen der Energie- und Klimapolitik, die sein Bemühen um einen Brückenschlag zwischen Natur- und Geistes- und Sozialwissenschaften deutlich werden lässt.

Dieter Imboden ist Professor für Umweltphysik an der Eidgenössisch-technischen Hochschule (ETH) Zürich.

Dr. Hermann Scheer

Dr. Hermann Scheer wur­de am 29. April 1944 in Wehr­heim am Tau­nus ge­bo­ren. Von 1951 bis 1953 leb­te er mit sei­nen El­tern und drei Ge­schwis­tern in Hei­del­berg, später in Ful­da und dann in Ber­lin. Nach dem Ab­itur am Frei­herr-von-Stein-Gym­na­si­um in Span­dau ging Scheer für drei Jah­re zur Bun­des­wehr nach Han­no­ver, wo er zum Leut­nant aus­ge­bil­det wur­de. Während die­ser Zeit ent­wi­ckel­te sich sei­ne kri­ti­sche Hal­tung ge­genüber der Atom­ener­gie. Nach der Bun­des­tags­wahl 1965, noch während sei­ner Of­fi­ziers­aus­bil­dung, trat er in die SPD ein. 1967 nahm er ein Stu­di­um der Rechts- und Po­li­tik­wis­sen­schaf­ten an der Ru­precht-Karls-Uni­ver­sität in Hei­del­berg auf. Sein 1986 veröffent­lich­tes Buch "Die Be­frei­ung von der Bom­be. Welt­frie­den, eu­ropäischer Weg und die Zu­kunft der Deut­schen" war ein ers­ter po­li­ti­scher Vor­s­toß für die Be­trach­tung der Son­nen­en­er­gie un­ter ei­ner ge­ne­rel­len um­welt-, wirt­schafts- und tech­no­lo­gie­po­li­ti­schen Per­spek­ti­ve. Mit der Gründung von Eu­ro­so­lar, der eu­ropäischen Son­nen­en­er­gie­ver­ei­ni­gung, und der seit 1990 vier­teljähr­lich er­schei­nen­den Zeit­schrift "So­lar­zeit­al­ter" star­te­te Her­mann Scheer sei­ne Kam­pa­gne für die Nut­zung Er­neu­er­ba­rer En­er­gi­en. Sei­ne In­itia­ti­ven und Ide­en - sei es auf dem Ge­biet der Pho­to­vol­ta­ik, der Bio­mas­se, der Ar­chi­tek­tur oder der Er­neu­er­ba­ren En­er­gi­en für die drit­te Welt - wur­den eu­ro­pa- und welt­weit auf­ge­nom­men und wei­ter ge­tra­gen.

Fakultät Wirtschaftswissenschaften

  • Prof. Dr. Dr. h. c. Andreas Voßkuhle
  • Prof. Dr. Trevor Hastie
  • Prof. Dr. Dr. Ann-Kristin Achleitner
  • Professor Helen Nissenbaum, Ph.D.
  • Prof. em. Paul L Davies, MA, LLM, QC (hon), FBA
  • Prof. Dr. jur. Dr. h.c. Jürgen Schwarze
  • Prof. Deborah R. Hensler, PH.D
  • Prof. Dr. Erik Lage Davidsson
  • Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Basedow LL.M.
  • Prof. Dr. Carl Baudenbacher
  • Prof. Dr. Dres. Karsten Schmidt
  • Prof. Dr. Olaf Fisscher
  • Prof. Dr. Karlheinz Brandenburg
  • Professor Dr. Margit Osterloh
  • Prof. Dr. Joachim Möller
  • Prof. Dr. Edgar Meister
  • Prof. Dr. Maria Luisa Aparicio Gonzalez (†)
  • Prof. Dr. J. F. Volrad Deneke (†)
  • Prof. Dr. Wolfgang Lücke
  • Prof. Dr. Günter Wöhe (†)

Prof. Dr. Dr. h. c. Andreas Voßkuhle

Prof. Dr. Dr. h. c. Andreas Voßkuhle ist einer der profiliertesten Rechtswissenschaftler Deutschlands. Insbesondere im Bereich des Staats- und Verwaltungsrechts hat er bahnbrechende Forschungsarbeiten vorgelegt, welche die rechtswissenschaftliche Forschung nachhaltig beeinflusst haben. Sein Lehrbuch zum Umweltrecht ist mittlerweile zum deutschlandweiten Standard geworden. Andreas Voßkuhle gilt zudem als einer der Begründer der sogenannten neuen Verwaltungsrechtswissenschaft. Sein wissenschaftlicher Ansatz ist es, Verwaltungsrechtwissenschaft nicht lediglich als praxisabhängige Interpretationstätigkeit zu begreifen, sondern sie zu einer handlungsorientierten Entscheidungswissenschaft auszubauen.

Andreas Voßkuhle folgte 1999 einem Ruf an die Albert-Ludwigs-Universität, Freiburg/Brsg. und ist dort Direktor des Instituts für Staatswissenschaft und Rechtsphilosophie. 2007 erfolgte die Wahl zum Rektor der Albert-Ludwigs-Universität, Freiburg/Brsg. 2008 wurde Andreas Voßkuhle Richter und Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts. Diesem höchsten deutschen Gericht stand er von 2010 bis 2020 als Präsident vor.
Der Jurist und Rechtswissenschaftler ist seit 2012 Mitglied des Senats der Max Planck-Gesellschaft, seit 2015 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Fritz Thyssen Stiftung sowie seit 2018 ordentliches Mitglied der Leopoldina - Nationale Akademie der Wissenschaften.

 

 

Prof. Dr. Trevor Hastie

Die Fa­kultät Wirt­schafts­wis­sen­schaf­ten zeich­ne­te auf dem dies academicus 2018 Prof. Dr. Tre­vor Has­tie aus. Er er­hielt die Eh­ren­dok­torwürde für her­aus­ra­gen­de Leis­tun­gen im Be­reich des sta­tis­ti­schen Ler­nens. Prof. Dr. Has­tie, Pro­fes­sor für Sta­tis­tik und Data Sci­ence an der Stan­ford Uni­ver­si­ty, gilt als ei­ner der Weg­be­rei­ter der Ana­ly­se von Big Data. Sei­ne For­schung kon­zen­triert sich auf Mo­del­lie­rungs- und Vor­her­sa­ge­pro­ble­me in Bio­lo­gie und Gen­for­schung, Me­di­zin und In­dus­trie. In sei­ner Dan­kes­re­de er­in­nert Has­tie an sei­ne aka­de­mi­schen Väter, von de­nen ei­ni­ge aus Deutsch­land stamm­ten. 
Homepage von Prof. Dr. Trevor Hastie an der Stanford University

Prof. Dr. Dr. Ann-Kristin Achleitner

Inhaberin des Lehrstuhls für Entrepreneurial Finance an der Technischen Universität München


www.leuphana.de/ann-kristin-achleitner/

Die Fakultät Wirtschaftswissenschaften verleiht Prof. Dr. Dr. Ann-Kristin Achleitner die Ehrendoktorwürde (Dr. rer. pol. h.c.) für ihr wissenschaftliches Werk im Bereich Entrepreneurial Finance. Die Leuphana Universität Lüneburg möchte hiermit Prof. Dr. Dr. Achleitners herausragende Beiträge zur Forschung an der Schnittstelle von Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, etwa zu Risikokapitalfinanzierung und Familienunternehmen, würdigen.


Neben ihren Arbeiten im Bereich Entrepreneurial Finance verfasste Ann-Kristin Achleitner wegweisende Beiträge zum Thema Social Entrepreneurship, mit denen sie wesentlich zum besseren Verständnis von sozialem Unternehmertum beitrug. Mit ihrem vielseitigen Engagement steht Frau Prof. Achleitner für eine Wirtschaftswissenschaft, die keinen Selbstzweck darstellt, sich nicht im Elfenbeinturm versteckt, sondern für eine Wissenschaft mit den höchsten fachwissenschaftlichen Ansprüchen, die den transdisziplinären Dialog und Austausch mit der Praxis sucht.


Prof. Dr. Dr. Achleitners wissenschaftliches Werk sucht in Breite, Tiefe und Umfang seinesgleichen. Insbesondere möchten wir durch die Verleihung einer Ehrenpromotion ihre wegweisenden Arbeiten zu Entrepreneurial Finance und Social Entrepreneurship hervorheben. Diese liefern tiefgehende Einblicke in Unternehmertum im Allgemeinen und Managementpraktiken im Speziellen. Das Verständnis solcher Praktiken stellt ein wichtiges Fundament für verantwortungsvolles Handeln in Organisationen dar. Unternehmerische Verantwortung wiederum ist für die Leuphana ein zentraler Baustein für eine nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft.

Professor Helen Nissenbaum, Ph.D.

Professor of Media, Culture and Communication and Computer Science at New York University


www.leuphana.de/helen-nissenbaum

The faculty of Business and Economics at Leuphana University of Lüneburg is delighted to confer the honorary doctorate Dr. rer. pol. (h.c.) to Professor Helen Nissenbaum to emphasize the significance of her research in the field of privacy in a networked world.


Based on her framework of contextual integrity, she demonstrates that there is no fundamental contradiction between the sharing of data and the protection of privacy – as long as all parties involved adhere to context-relative informational norms. In widely respected articles, published among others in computer science journals, Professor Nissenbaum points out that reducing privacy requirements in IT systems to questions about anonymization of personal data in no way does justice to the complexity of the subject. With her contributions to privacy enhancing software initiatives like AdNauseam and TrackMeNot she shows very effectively and consistently that excellence in research and successful engagement in practice complement one other ideally.
With the honorary doctorate, Leuphana wishes to recognize how well Helen Nissenbaum has brought together theory and practice. She very effectively and consistently shows that excellence in research and successful engagement in practice complement one other ideally. One example of her dedication is her work as a consultant to the Obama administration, where she contributed to the development of recommendations for the Federal Trade Commission on the protection of consumer privacy. Applying her profound knowledge of European concepts of privacy security and their historical roots, Helen Nissenbaum was an important asset to the process. Another contribution to solving current challenges in privacy protection is her development of software tools that help millions of internet users to obfuscate their user profiles.

Prof. em. Paul L Davies, MA, LLM, QC (hon), FBA

Die Fakultät Wirtschaftswissenschaften verleiht den akademischen Ehrengrad des Dr. iur (h.c.) an den britischen Juristen Paul L Davies.

Paul Davies ist der unbestrittene Doyen des englischen Gesellschaftsrechts. Sein „Principles of Modern Company Law“ ist bis zum heutigen Tage die Standardlektüre aller englischen Company Law Studierenden. Seine Forschung genießt weltweite Aufmerksamkeit und ist in besonderem Maße der Interdisziplinarität und Internationalität verschrieben. Er ist Mitherausgeber und Autor der international stark beachteten "Anatomy of Corporate Law". Das Buch erschließt die gemeinsamen Wurzeln der Gesellschaftsrechte der Welt auf Basis der ökonomischen Analyse des Rechts.

Hervorzuheben ist die besondere Beziehung, die Paul Davies zu Deutschland pflegt. Er kann deutsch lesen und treibt den Dialog zwischen den verschiedenen Welten des deutschen Civil Law-Gesellschaftsrechts und des englischen Common Law-Gesellschaftsrechts voran. In der Fachgemeinschaft der deutschen Gesellschaftsrechtler hat er besondere Anerkennung erfahren und ist als häufiger Gast auf Symposien in Deutschland vertreten. Mehr...

Prof. Dr. jur. Dr. h.c. Jürgen Schwarze

Prof. Dr. jur. Dr. h.c. Jürgen Schwarze, geb. 1944, em. o. Professor für deutsches und ausländisches öffentliches Recht, Europa- und Völkerrecht an der Albert-Ludwigs- Universität Freiburg i. Brsg., ist einer der profiliertesten Rechtswissenschaftler in den Bereichen des europäischen Verfassungs- und Verwaltungsrechts sowie des europäischen Wirtschaftsrechts.

Seine Publikationen waren teilweise dizsiplinbegründend, etwa sein Werk zum europäischen Verwaltungsrecht. Im Zentrum seiner Arbeiten steht stets die Verbindung der mitgliedstaatlichen Rechtstraditionen mit dem Europarecht, wobei ein prononciert dogmatischer Zugriff stets mit rechtspolitischen Überlegungen verbunden wird. Er war langjährig Vorsitzender der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Europarecht, der Gesellschaft für Rechtsvergleichung sowie der Fédération Internationale por le droit européen.

Er hatte u.a. Lehrstühle an der Universität Hamburg sowie dem Europäischen Hochschulinstitut (EUI) in Florenz inne und ist Ehrendoktor der Universität Athen sowie Honorary Bencher of the Inner Temple, London. Mehr

Prof. Deborah R. Hensler, PH.D

Professor at Stanford Law School and Associate Dean for Graduate Studies

In Anerkennung ihrer Leistungen auf dem Gebiet empirischer Untersuchungen des Rechtssystems wird Prof. Deborah R. Hensler, Ph.D. hiermit zur Ehrendoktorin (dr.iur.) der Fakultät Wirtschaftswissenschaften der Leuphana Universität Lüneburg ernannt.

Deborah R. Hensler ist eine der führenden Wissenschaftlerinnen auf dem Gebiet des Zivilrechtssystems sowie in der empirischen Untersuchung rechtlicher Verfahren. Hensler studierte Politikwissenschaften am Hunter College in New York City und promovierte 1973 am Massachusetts Institute of Technology ebenfalls in Politikwissenschaften. Anschließend wurde sie Mitglied der RAND Corporation (Research ANd Development, dt. Forschung und Entwicklung) in Santa Monica, California.. mehr

Prof. Dr. Erik Lage Davidsson

Die Fakultät Wirtschaftswissenschaften verlieh den Ehrendoktortitel an den schwedischen Wissenschaftler Prof. Dr. Per Erik Lage Davidsson. Der Betriebswirt und Wirtschaftspsychologe hat seit 1996 die Professur für Entrepreneurship an der Jönköping International Business School inne. Gleichzeitig ist er Professor und Direktor des Australia Centre for Entrepreneurship Research an der Queensland Univerisity of Technology in Brisbane. Zu Professor Davidssons besonderen Verdiensten zählt unter anderem die Untersuchung von neuen Start-Ups. Dabei beschäftigt ihn die Frage, wie „opportunities“ für Entrepreneurship genutzt werden können und wie unternehmerische Chancen realisiert werden. mehr

Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Basedow LL.M.

Die Fakultät Wirtschaftswissenschaften verlieh auf dem dies academicus 2012 die Ehrendoktorwürde an Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Basedow LL.M (Harvard University), der seit 1997 Direktor des Hamburger Max-Planck-Instituts für Privatrecht ist. Mit seiner umfassenden rechtswissenschaftlichen Grundlagenforschung prägt Jürgen Basedow den wissenschaftlichen Diskurs in zentralen unternehmensorientierten Rechtsgebieten.

Prof. Dr. Carl Baudenbacher

Prof. Dr. Carl Baudenbacher ist Direktor des Instituts für Europäisches und Internationales Wirtschaftsrecht, Universität St. Gallen, und seit 2003 Präsident des Gerichtshofs der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA).

Prof. Dr. Dres. Karsten Schmidt

Prof. Dr. Dres. Karsten Schmidt gehört  zu den führenden Forschern in den Bereichen Bürgerliches Recht, Handels-, das Gesellschafts-, Insolvenz-, Wettbewerbs- und Kartellrecht. Zuletzt war er Präsident der Bucerius Law School – Hochschule für Rechtswissenschaft in Hamburg.

Prof. Dr. Olaf Fisscher

Prof. Dr. Olaf Fisscher hat seinen Arbeitsschwerpunkt im Bereich Organisationstheorie und Wirtschafts- und Unternehmensethik. Auf dem Feld der Unternehmensethik entwickelte Fisscher eine persönliche Betrachtung von Organisationen. Mit Blick auf die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen führte er das faszinierende Konzept der Exzentrizität an, das auf die Fähigkeit von Organisationen verweist, das eigene Verhalten von außen zu betrachten. Wie Menschen, so sein Ansatz, müssen auch Organisationen ihre Fähigkeit entwickeln, kreativ und verantwortungsvoll zu handeln.

Olaf Fisscher ist Professor für Organisationstheorie und Wirtschafts- und Unternehmensethik an der Universität Twente (Niederlande).

Prof. Dr. Karlheinz Brandenburg

Der Elektrotechniker Prof. Dr. Karlheinz Brandenburg, der Algorithmus-Architekt des MP3-Player Formats, ist für seine außerordentlichen Beiträge in der digitalen Audiocodierung und deren erfolgreiche Etablierung in der Praxis gewürdigt worden. Neben der Audiocodierung beschäftigt sich Karlheinz Brandenburg intensiv mit der Wahrnehmungsmessung, der Wellenfeldsynthese und der Psychoakustik.

Karlheinz Brandenburg ist Professor für Elektronische Medientechnik an der TU Ilmenau.

Professor Dr. Margit Osterloh

Professor Dr. Margit Osterloh wur­de 1943 in Bran­den­burg an der Ha­vel ge­bo­ren. Sie stu­dier­te Wirt­schafts­in­ge­nieur­we­sen an der Tech­ni­schen Uni­ver­sität Ber­lin und schloss ihr Stu­di­um 1970 mit dem In­ge­nieur-Di­plom ab. Da­nach ar­bei­te­te sie meh­re­re Jah­re lang bei ei­nem mit­telständi­schen Un­ter­neh­men in Nürn­berg als Di­rek­ti­ons­as­sis­ten­tin. Von 1976 bis 1981 war sie Sti­pen­dia­tin am Max-Planck-In­sti­tut für Bil­dungs­for­schung und er­warb 1981 an der Frei­en Uni­ver­sität Ber­lin ih­ren Dok­tor­ti­tel. 1990 ha­bi­li­tier­te sich Mar­git Os­ter­loh an der Uni­ver­sität Er­lan­gen-Nürn­berg. Be­vor sie dann ei­nem Ruf an die Uni­ver­sität Zürich folg­te, hat­te sie eine außer­or­dent­li­che Pro­fes­sur für Per­so­nal­wirt­schaft an der Uni­ver­sität Lüne­burg inne. An der Uni­ver­sität Zürich ist sie seit 1991 Or­di­na­ria für Be­triebs­wirt­schafts­leh­re; im Rah­men ver­schie­de­ner Fel­lowships forsch­te sie un­ter an­de­rem an der Uni­ver­si­ty of Can­ber­ra, Aus­tra­li­en, am In­sti­tu­te for Ad­van­ced Stu­dy Col­le­gei­um Bu­da­pest und war Gast­pro­fes­so­rin an der Uni­ver­sität Wien.

Prof. Dr. Joachim Möller

Die Fakultät Wirtschaft verleiht Herrn Prof. Dr. Joachim Möller die Ehrendoktorwürde.

Prof. Dr. Edgar Meister

Die Fakultät Wirtschaftswissenschaften verlieh 2004 die Ehrendoktorwürde an Prof. Dr. Edgar Meister (Dr. rer. pol. h. c.).
Von 1970 bis 1980 arbeitete er bei der Bank für Gemeinwirtschaft, um dann in den Vorstand der Deutschen Pfandbriefanstalt in Wiesbaden zu wechseln. Ab 1993 war Edgar Meister Finanzminister der Landesregierung Rheinland-Pfalz. Ab Oktober 1993 gehörte er dem Direktorium der Deutschen Bundesbank an, wo er das Dezernat „Banken, Mindestreserven, Hauptkasse“ übernahm. Danach war Edgar Meister Vorsitzender des Banking Supervision Committees des Europäischen Systems der Zentralbanken (ESZB).

Prof. Dr. Maria Luisa Aparicio Gonzalez (†)

Die Fakultät Wirtschaftswissenschaften verlieh 2004 die Ehrendoktorwürde an Dr. Maria Aparicio Gonzalez. Dr. Dr. h.c.
María Luisa Aparicio González hatte Rechtswissenschaften an der Universidad Autónoma de Madrid studiert und war dort zuletzt ordentliche Professorin für Handelsrecht. An der Madrider Universität hatte sie verschiedene leitende Positionen inne, unter anderem in der Rechtsfakultät und als Direktorin des Bereichs Handelsrecht.

Prof. Dr. J. F. Volrad Deneke (†)

Die Fakultät Wirtschaftswissenschaften verlieh 1996 die Ehrendoktorwürde an Prof. Dr. J. F. Volrad Deneke in Anerkennung seines wissenschaftlichen Gesamtwerkes, insbesondere  auf den Gebieten der Soziologie der Freien Berufe; Gesundheit und Sozialpolitik; Geschichte der Medizin; Medizinische Publizistik, Medizinische Soziologie; Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Wirtschaftspolitik, sowie seiner aktiven Unterstützung bei der Gründung des Forschungsinstituts Freie Berufe (FFB)  des Fachbereiches Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.

Prof. Dr. Wolfgang Lücke

Die Fakultät Wirtschaftswissenschaften verlieh 1992 die Ehrendoktorwürde an Prof. Dr. Wolfgang Lücke (Dr. h. c.).
Ab 1962 bis zu seiner Emeritierung war Wolfgang Lücke Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Georg-August-Universität Göttingen und Direktor des dortigen Instituts für Betriebswirtschaftliche Produktions- und Investitionsforschung. 1995 war Lücke Gründungspräsident der Privaten Fachhochschule Göttingen. Darüber hinaus ist Wolfgang Lücke seit 1977 Studienleiter der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Göttingen.

Prof. Dr. Günter Wöhe (†)

Die Fakultät Wirtschaftswissenschaften verlieh 1989 die Ehrendoktorwürde an Prof. Dr. Günter (Dr. rer. pol.).
1958 habilitierte sich Günther Wöhe an der Universität Würzburg. Von 1960 bis 1992 war er Professor der Betriebswirtschaftslehre, insb. der betriebswirtschaftlichen Steuerlehre und des Revisions- und Treuhandwesen, an der Universität des Saarlandes und stand dem entsprechenden Institut als Direktor vor.