Leuphana.Lehre.Lernen.

Programmbestandteile

Im Rahmen des Zertifikatsprogramms können optional drei verschiedene Zertifikate erworben werden. Zu den jeweiligen Einzelprogrammen gelangen Sie hier:

Idee des hochschuldidaktischen Zertifikatsprogramms

Fachliche Expertise und Begeisterung für die eigene Disziplin sind wichtige Voraussetzungen für gute Lehre, welche neben der Vermittlung inhaltlicher Kompetenzen zugleich die Lernenden mit ihrer Persönlichkeit einbindet. Genauso wichtig für eine kompetenzorientierte Aufbereitung und Vermittlung der Lerngegenstände sind natürlich die didaktisch-methodischen Fähigkeiten der Lehrenden.

Fertige Rezepte für gute Lehre gibt es nicht. Stattdessen sind Didaktik und Methodik immer vor dem Hintergrund des Faches, der Zielgruppe, der eigenen (Lehr-)Persönlichkeit und weiteren lehrbezogenen Rahmenbedingungen zu beleuchten.

Die Angebote im Rahmen des Zertifikatsprogramms erfolgen deshalb bewusst nah an Ihrer eigenen Lehre, indem nicht nur aktuelle Erkenntnisse der Hochschuldidaktik vermittelt werden, sondern Sie diese immer vor dem Hintergrund eigener Erfahrungen reflektieren, in eigenen Veranstaltungen erproben und im kollegialen Austausch sowie Expertenaustausch diskutieren werden.

Lehrbezogene Kompetenzen und Erfahrungen sind sehr unterschiedlich ausgeprägt. Deshalb bietet das Zertifikatsprogramm des Lehrservice flexible und an den individuellen Bedarfen und Ressourcen ausgerichtete Bausteine an.

Übersicht über das Zertifikatsprogramm

Eine detaillierte Übersicht zum Zertifikatsprogramm finden Sie hier.

Leuphana.Lehre.Lernen: Das Kernprogramm

 

Die Veranstaltungen des Kernprogramms richten sich an die Teilnehmer*innen des Zertifikatsprogramms, gleichermaßen jedoch an alle interessierten Lehrenden. Sie vermitteln einen Überblick über das hochschuldidaktische Themenspektrum und geben Impulse für die Auseinandersetzung mit der eigenen Lehre. In den Workshops erwerben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer grundlegende hochschuldidaktische Kompetenzen, die sie in die Lage versetzen, Lehr-Lern-Prozesse zu gestalten und zu reflektieren. Es findet eine Sensibilisierung für hochschuldidaktische Themen und die Reflektion der eigenen Lehre statt. Am Anfang steht eine anderthalbtägige Potentialanalyse, in der die Lehrenden ihre individuellen Entwicklungsbedarfe und Kompetenzen ermitteln und eine neugierige Haltung zur eigenen Lehre gestiftet wird. Die Potentialanalyse ist eingebettet in die Kompaktwoche, die jährlich zu Beginn des Sommersemesters stattfindet (Termine entnehmen Sie bitte der Workshopübersicht).

Um das Basiszertifikat zu erwerben, sind insgesamt 120 Arbeitseinheiten (AE) à 45 min. aus dem Kernprogramm zu absolvieren (s. Grafik unten).  Alle neun Workshops des Kernprogramms sind verpflichtend und werden teilweise durch Selbststudienanteile ergänzt (siehe Grafik). Im Rahmen der Selbststudienanteile adaptieren die Lehrenden die Workshopinhalte auf ihre eigene Lehre und können durch das individuelle Feedback der Referent*innen diese konkret weiterentwickeln. Diese Ausarbeitungen bilden die Grundlage für die zu erbringende abschließende Leistung in Form eines Lehrkonzepts oder Lehrportfolios.

 

Weitere Informationen zu den Inhalten der Workshops finden Sie hier.

Zu Beginn des Zertifikats bieten wir eine Einführung in das Programm sowie den Workshop „Potentialanalyse“ an. Diese bilden auch den Auftakt für die 6-tägige Kompaktwoche, welche durch die Workshops „Lehren und Lernen“, „Kompetenzorientiertes Prüfen" und „Lehre innovieren“ abgerundet wird. Wir empfehlen Lehrenden ohne hochschuldidaktische Vorkenntnisse bzw. mit wenig Lehrerfahrung insbesondere den ersten Teil der Kompaktwoche als persönlichen Einstieg ins Programm. Erfahrene Lehrende können die Reihenfolge ihrer Workshops in Absprache mit der Programmkoordination wählen.
 

Leuphana.Lehre.Lernen: PLUS

 

Weitere Informationen zu den Inhalten und Terminen der 4 Module finden Sie hier

Die vier Module des Zusatzzertifikats „Leuphana.Lehre.Lernen: PLUS“ gehen über die konkrete Gestaltung Ihrer eigenen Lehre hinaus. Sie bereiten auf Aufgaben der Lehr- und Curriculumsentwicklung vor und sind somit insbesondere für (künftige) Professor*innen oder Programmverantwortliche, aber auch für Lehrende in anderen Funktionen, die in Prozesse zur (Weiter-)entwicklung von Studienprogrammen eingebunden sind, interessant. Die Inhalte sind so angelegt, dass sie über die Perspektive der Lehrenden hinaus auch weitere Perspektiven verschiedener Hochschulakteur*innen auf Lehre beleuchten und neben dem Studiengang auch die Ebenen der Fakultät, der Universität sowie der  Professur(en) in den Blick nehmen.  Gleichzeitig explizieren die Inhalte dort, wo es möglich ist, den Transfer in außeruniversitäre Tätigkeitsfelder.

Der PLUS-Bereich des Zertifikates leistet einen Beitrag zu den vom Wissenschaftsrat geforderten Personalentwicklungskonzepten (Positionspapier des Wissenschaftsrates vom Mai 2017, S. 10), indem er gezielt lehrbezogene Kompetenzen für eine Laufbahn an einer Hochschule vermittelt und gleichzeitig den Transfer dieser Kompetenzen mitdenkt.
Das Angebot adressiert insbesondere PostDocs oder fortgeschrittene Lehrende, die für sich eine Hochschullaufbahn antizipieren.

 

Termine:

  •  31.01. & 01.02.2019 // Modul 1: Studiengangsentwicklung (Prof. Dr. Tobias Jenert)
  •  09.05. & 10.05.2019 // Modul 2: Prozesse an Hochschulen gestalten (Dr. Doris Carstensen)
  •  11.07. & 12.07.2019 // Modul 3: Lehrstrategien (Prof. Dr. Frank Linde)
  •  Herbst 2019 // Modul 4: Umsetzung und Transfer (In Planung)

 

Erweiterungsbereich

 

Der Erweiterungsbereich ist als offener Bereich angelegt, der diverse Einzelangebote umfasst. Über die Vermittlung von Basiskompetenzen hinausgehend greifen die Veranstaltungen in diesem Bereich aktuelle und spezifische Themen der Hochschuldidaktik, des Lehrens und Lernens auf, legen Augenmerk auf einzelne Methoden oder stellen Beispiele guter Lehrpraxis an der Leuphana vor. Es werden vertiefende wie auch spezifischere Kompetenzen vermittelt. Darüber hinaus finden in begleitenden Impulsformaten und im Rahmen von Kurz-Workshops auch fach- und fakultätsspezifische Themen ihren Platz. Austauschformate tragen dazu bei, gute Lehrpraxis an der Leuphana sichtbar zu  machen.

Gesamtzertifikat "Leuphana.Lehre.Lernen"

 

Das Gesamtzertifikat umfasst mindestens 200 Arbeitseinheiten (à 45 Minuten) und kann als Nachweis einer systematischen Professionalisierung für Lehre dienen. Es setzt sich zusammen aus den beiden Teilzertifikaten (inkl. der darin zu erbringenden Leistungen), die um mindestens 20 AE durch den Besuch frei wählbarer Veranstaltungen im Erweiterungsbereich ergänzt werden.