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Neue Wege für die Mensch-Prothese-Schnittstelle

PROXIA – Innovationsnetzwerk Niedersachsen für die Zukunt der Mensch-Prothese-Interaktion

Förderlog der Europäischen Union ©NBank

Jährlich verlieren tausende Menschen in Deutschland durch Unfälle oder Krankheiten Gliedmaßen. Moderne Prothesen ermöglichen zwar wieder Beweglichkeit und Unabhängigkeit – doch die Verbindung zwischen Körper und künstlichem Ersatz bleibt oft eine zentrale Herausforderung.

Das Projekt PROXIA der Leuphana Universität Lüneburg will diese Schnittstelle neu denken: durch die Kombination von Sensorik, KI und psychologischem Verständnis. Ziel ist eine Prothese, die sich nicht wie ein Fremdkörper anfühlt, sondern wie ein natürlicher Teil des Körpers.

Unser Ziel

PROXIA strebt eine revolutionäre Verbesserung der Mensch-Prothese-Schnittstelle an. Durch interdisziplinäre Zusammenarbeit von Forschung, Medizin, Industrie und Nutzer*innen entstehen Lösungen, die Akzeptanz, Funktionalität und Lebensqualität steigern.

Die Herausforderung

Trotz technischer Fortschritte fühlen sich viele Prothesen für Nutzer*innen unnatürlich an. Phantomschmerzen, mangelnde Körperwahrnehmung und komplexe Steuerung mindern das Nutzungserlebnis. Gleichzeitig bieten neue Technologien wie adaptive Sensorik oder KI-gestützte Systeme großes Potenzial – wenn sie nutzerzentriert und interdisziplinär entwickelt werden.

Unser Weg

PROXIA verbindet Expertise aus Psychologie, Rehabilitation, Medizin, Technik und Wirtschaft in fünf aufeinander aufbauenden Workshops. Gemeinsam mit Praxispartnern werden zunächst die motorischen, sensorischen und psychologischen Dimensionen der Mensch-Prothese-Beziehung bestimmt. Danach werden Technologien wie Sensorik, Bild- und Tonverfahren, KI-basierte Steuerungen und adaptive Materialien erfasst und bewertet. Es folgen die Auswahl geeigneter Anwendungsfälle sowie die Entwicklung und Bewertung von Business Cases. Eine Roadmap bündelt Handlungsempfehlungen und Umsetzungspfade. Workshops, qualitative Interviews und die Analyse wissenschaftlicher, marktbezogener und regulatorischer Quellen verbinden unterschiedliche Perspektiven.

Kooperationspartner

Das Projekt wird von Ottobock, der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und dem Helios Klinikum Uelzen unterstützt. Ottobock bringt bringt technologische und marktorientierte Erfahrungswissen ein, die MHH medizinisch- wissenschaftliche Perspektiven und das Helios Klinikum klinische Praxisexpertise aus der Amputationsversorgung. In Zusammenarbeit mit dem Projektteam der Leuphana schaffen sie die Grundlage für innovative Lösungen. Weitere Partner aus Versorgung, Rehabilitation, Psychologie, Erstattung, Industrie und Regulierung werden punktuell in Workshops und Interviews einbezogen.

Perspektiven und Impulse

PROXIA gibt wirkungsvolle Impulse für die Gesundheitswirtschaft, die Medizintechnik und die Versorgung von Menschen mit Amputationen. Eine bessere Mensch–Prothese-Schnittstelle kann Akzeptanz, Funktionalität und Lebensqualität verbessern und neue Wege für Produkte, Versorgung und Erstattung eröffnen. Die Roadmap schafft Orientierung für weitere Entwicklungsschritte und regionale Kooperationen. Entscheidend für die Wirkung sind die Verbindung von Nutzer und Technologie sowie die Zusammenarbeit von Forschung, Industrie und Versorgung.

Kontakt

Projektleitung

Projektmitarbeit

N.N.

Das Vorhaben wird gefördert von der Europäischen Union aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (ERE) und dem Land Niedersachsen.

Fördersumme:
207.664,32€

Laufzeit des Projektes:
01.07.2026 — 30.06.2028

Antragssteller:
Leuphana Universität Lüneburg