DBB Summer School 2020

11. & 12. September 2020
Leuphana Universität Lüneburg | Online-Seminar

 

Außenansicht des Zentralgebäudes ©M. Foddanu Photography
Außenansicht des Zentralgebäudes

+++ Aufgrund der aktuellen Lage wird die DBB Summer School 2020 als Online-Seminar stattfinden +++

  • Konzept
  • Workshops
  • Programm
  • Gebühren
  • Infos zum CP-Erwerb
  • Anmeldung

Konzept: Bei der DBB Summer School 2020 bieten wir Ihnen sechs Workshops zur aktuellen Thematik "Bauablaufstörungen – Vermeidung und Management" an, aus denen Sie frei wählen können. Die Workshops werden von didaktisch geschulten Praktiker*innen aus der Baubranche geleitet. Um dem interdisziplinären Gedanken des Studiengangs Baurecht und Baumanagement sowie des DBBs gerecht zu werden, wird der Fokus noch mehr auf die Verknüpfung der Workshops miteinander und auf die Erzeugung von Synergie liegen. Durch den Einsatz interdisziplinärer Methoden werden Sie in den zwei Tagen nicht nur Ihr "eigenes" Thema im Workshop bearbeiten, sondern sich mit den Teilnehmer*innen aus den anderen Workshops austauschen und besprechen.

Da, im Vergleich zur DBB-Tagung, der disziplinübergreifende Austausch noch mehr im Vordergrund stehen wird, ist die Anzahl der Teilnehmenden auf 60 Plätze begrenzt. Die Summer School ist sowohl für unsere Studierende (CP-Erwerb möglich!) als auch für unsere Alumni sowie externe Interessierte aus dem Bauwesen offen.

Augrund der aktuellen Lage haben wir beschlossen, die Summer School 2020 als ein zweitägiges Online-Seminar anzubieten. Wir möchten an dem Konzept festhalten und wir werden uns bemühen, dies im Rahmen unserer digitalen Möglichkeiten umzusetzen.

Workshops: Aus diesen aktuellen Themen zu "Bauablaufstörungen – Vermeidung und Management" können Sie einen Workshop frei auswählen.

Workshop 1: Entwicklung baubetrieblicher Leitlinien für die Weiterentwicklung des § 650b Abs. 1 u. 2 BGB & Ist-Kosten / Fortschreibung § 650c Abs. 1 u. 2 BGB

 
Kurzbeschreibung:

Es ist allgemein bekannt, dass Unsicherheit darüber besteht, wie diese beiden §§ wissenschaftlich und praktisch gelebt werden sollten. Im Rahmen dieses Seminars wird angelehnt an den Workshop 1 und 3.1 der DBB-Tagung 2019 ein Lösungsmechanismus für § 650 c Absatz 1 und 2 BGB  bearbeitet.

Vor der Summer School werden zwei Artikel von mir versendet. Im Workshop werden wir diese Veröffentlichungen, die die baubetrieblichen Grundlagen und einen durchgängigen Lösungsvorschlag beinhalten, diskutieren. Der durchgängige Lösungsansatz betrifft gegenständliche und störungsbedingte Nachträge gleichermaßen. Der Lösungsansatz muss für beide gelten, weil die Nachtragstypen nicht trennbar sind.

WS-Leitende:

Prof. Dr.-Ing. Ralf Schottke, Prof. Dr. jur. Bastian Fuchs  

Workshop 2: Gestörter Bauablauf – Möglichkeiten und Grenzen des baubetrieblichen Nachweises

 

Kurzbeschreibung:

Bei der gerichtlichen Durchsetzung von Ansprüchen als Folge eines gestörten Bauablaufs erschweren die sehr hohen Anforderung der höchstrichterlichen Rechtsprechung an die Darlegung der jeweiligen Störungssachverhalte und der daraus resultierenden kausalen Schäden („konkrete bauablaufbezogene Darstellung“) oftmals eine erfolgreiche Rechtsverfolgung.

Der Workshop 2 – gestörter Bauablauf hat das Ziel darzulegen, welche Nachweisführungen für Störungssachverhalte und daraus kausal resultierender Schäden aus baubetrieblicher Sicht mit vertretbaren Mitteln möglich sind.

Ziel ist es, der Rechtsprechung einen Leitfaden an die Hand zu geben, was in einem gerichtlichen Verfahren zur Klärung von Ansprüchen aus einem gestörten Bauablauf aus baubetrieblicher Sicht im Rahmen der haftungsbegründenden und haftungsausfüllenden Kausalität dargestellt werden kann und muss, um so den heute unbestimmten Begriff der „konkreten bauablaufbezogenen Darstellung“ für die gerichtliche Praxis zu konkretisieren und zu vereinheitlichen und damit die Prozessführung im Zusammenhang mit gestörten Bauabläufen für die Prozessparteien berechenbarer, handhabbarer und (aus Klägersicht) effektiver zu machen.

WS-Leitende:

Dr. jur. Daniel Waterstraat

Workshop 3: Lean Construction: Philosophie und Umsetzung des Last Planner-System® in Kooperation mit ZECH

 

Kurzbeschreibung:

Lean Construction gehört bei vielen Bauprojekten der ZECH Bau Holding zum Alltag und ist fester Bestandteil des unternehmensweiten kontinuierlichen Verbesserungsprozesses.

Was ist Lean Construction? Was steckt hinter der Lean Philosophie? Wie sieht die kurzzyklische und kooperative Produktionsplanung in der Methodik des Last Planner-System® aus? Wie können Lean-Methoden Bauablaufstörungen vermeiden und den Prozess optimieren? Was sind die praktischen Projekterfahrungen von ZECH?

Diese und noch viele weitere Antworten erhalten Sie in diesem spannenden Workshop.

WS-Leitende:

Arne Immel, Sebastian Wienke

Workshop 4: VOB / BGB – Auswirkungen des Urteils vom 08.08.2019 und Reformbedarf von §2 VOB (im Spannungsfeld zu BGB §650c)

 

Kurzbeschreibung:

Das Urteil des BGH vom 08.08.2019 zu Mehrvergütungsansprüchen bei Mehrmengen nach § 2 Abs. 3 Nr. 2 VOB/B hat die Baubranche erschüttert. Bislang glaubten sich AG als auch AN-Seite bei den Normen von § 2 VOB/B auf bekanntem Terrain zu bewegen. Obwohl die Entscheidung des BGH nur Mehrmengen nach § 2 Abs. 3 Nr. 2 VOB/B betrifft, wirft die Urteilsbegründung die Frage auf, inwieweit die Normen für Mehrvergütungsansprüche bei geänderten oder zusätzlichen Leistungen (§ 2 Abs. 5 und 6 VOB/B) einer Überprüfung durch den BGH standhalten. Es herrscht daher große Unklarheit, wie Mehrkosten nach § 2 VOB/B in Zukunft ermittelt werden müssen.

Im Rahmen des Workshops soll daher geprüft werden, ob auch für § 2 Abs. 5 und 6 VOB/B mit einer ähnlichen Entscheidung des BGH zu rechnen ist.

Weiterhin soll erarbeitet werden, inwiefern eine Annäherung des § 2 VOB/B an § 650c BGB sinnvoll und ratsam ist oder welche anderen Wege denkbar sind.

WS-Leitende:

Dipl.-Ing. Gesa Schütte, Björn Müller, Dipl.-Ing. Björn Köpp

Workshop 5: HOAI – Wegfall der Mindestsatzfiktion: Ermittlung der üblichen Vergütung nach baubetrieblichen Maßstäben

 

Kurzbeschreibung:

Der Europäische Gerichtshof hat mit seinem Urteil vom 04.07.2019 entschieden, dass die Regelungen der HOAI zu den Mindestsätzen gegen Europarecht verstoßen. Während bisher bei fehlender (wirksamer) Honorarvereinbarung zwischen den Parteien eines Architekten- oder Ingenieurvertrages gem. § 632 Abs. 2 1. Alt. BGB die Mindestsätze der HOAI galten, kann in Zukunft auf diese Regelungen nicht mehr zurückgegriffen werden. Vielmehr wird es in solchen Fällen erforderlich, die „übliche Vergütung“ im Sinne des § 632 Abs. 2 2. Alt. BGB zu ermitteln.

Der Workshop 5 wird sich mit der Frage beschäftigen, wie diese „übliche Vergütung“ bei Architekten und Ingenieurleistungen zukünftig zu ermitteln ist.

WS-Leitende:

Dr. jur. Florian Krause-Allenstein

Workshop 6: Konfliktmanagement – Vermeidung und Beilegung von Konflikten aus Störungen im Bauablauf

 

Kurzbeschreibung:

Wir wollen Lösungen finden, wie die Verfahren der außergerichtlichen Streitbeilegung genutzt werden können. Doch welche Verfahren bieten sich an? Es geht um die Einbindung von Verfahrensweisen in den Bauvertrag.

WS-Leitende:

Wolf Quensell

Programm:

Freitag, den 11. September 2020 - 1. Tag

10:30 Uhr

Akkreditierung   

11:00 Uhr

Einführung

12:00 Uhr

Mittagspause

12:45 Uhr

Arbeiten in den Workshops                       

19:00 Uhr

Ende                                                           

 

Samstag, den 12. September 2020 - 2. Tag

09:00 Uhr

Weiterarbeit in den Workshops

10:00 Uhr

Treffen im Plenum

10:15 Uhr

Zusammenfinden & Arbeiten in Expertentischen

12:00 Uhr

Kaffeepause

12:30 Uhr

Ergebnisvorstellung im Plenum

13:30 Uhr

Zusammenfassung & Reflexion der Ergebnisse

14:30 Uhr

Verabschiedung

Gebühren:

  • Studierende mit Ablegung der Prüfungsleistung: 650 €
  • Studierende ohne Ablegung der Prüfungsleistung: 100 €
  • Alumni: 250 €
  • Externe: 300 €

Infos zum CP-Erwerb: Die Studierenden des Studiengangs Master Baurecht und Baumanagement (M.A.) können mit der Teilnahme an der DBB Summer School 2020 zusätzliche CPs für ihr CP-Delta erwerben.

Auf einen Blick:

  • Umfang: 5 CP
  • Unterrichtssprache: Deutsch
  • Art der Prüfung/
    Voraussetzung für die Vergabe von Leistungspunkten: Hausarbeit und Teilnahme an der DBB Summer School 2020
  • Gebühren: 650 € (inkl. Prüfungsgebühren)

Anmeldung: Freuen Sie sich auf eine interaktive DBB Summer School am 11. & 12. September 2020 bei der Sie sich im engen Austausch mit anerkannten Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis zu aktuellen Themen aus der Bauwirtschaft weiterbilden und in einem kleinen, persönlichen Format ganz konkret diskutieren können.

Wenn Sie mit dabei sein wollen, können Sie sich hier anmelden.

Die DBB Summer School 2020 wird via Zoom stattfinden. Damit Sie teilnehmen können, benötigen Sie außerdem folgende technische Voraussetzungen: Internetzugang, E-Mail-Adresse, internetfähiges Endgerät (wie PC, Laptop, Tablet oder Smartphone mit integrierter Webcam und Mikrofon), ggf. Headset.

Datenschutzhinweise

Die aktuellen Datenschutzhinweise zur Veranstaltung "DBB Summer School 2020" finden Sie hier als PDF-Download.

Kontakt

Koordination

Lara Predki
Wilschenbrucher Weg 84, W. 401
21335 Lüneburg
Fon +49.4131.677-7929
lara.predki@leuphana.de

Leitung

Prof. Dr.-Ing. Ralf Schottke
Wilschenbrucher Weg 84, W.402
21335 Lüneburg
Fon +49.4131.677-7931
ralf.schottke@leuphana.de

E-Mail-Kontakt

Sie erreichen das Team des Studiengangs zudem immer unter masterbaurecht@leuphana.de