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Institut für Performance Management und IKEA: Arbeitsräume neu denken

13.07.2026 Das Institut für Performance Management der Leuphana Universität Lüneburg und IKEA untersuchen gemeinsam für Unternehmen in Hamburg, wie Raumgestaltung, hybride Zusammenarbeit und Künstliche Intelligenz moderne Arbeitswelten verändern.

©Johann Floeter
„Mit dem ‚Reimagining Workspaces‘ schaffen wir ein Reallabor, in dem neue Formen des Arbeitens konkret erfahrbar und zugleich wissenschaftlich reflektiert werden können", sagt Prof. Dr. Sabine Remdisch.

Wie sieht ein Büro aus, das konzentriertes Arbeiten, flexible Zusammenarbeit, Austausch, Erholungsphasen und den sinnvollen Einsatz Künstlicher Intelligenz miteinander verbindet? Dieser Frage widmen sich und Prof. Dr. Sabine Remdisch am Institut für Performance Management der Leuphana Universität Lüneburg und IKEA für Unternehmen in Hamburg.

Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit steht die Projektidee eines ‚Reimagining Workspaces‘ mit einem begehbaren Musterbüro für die Arbeitswelt von morgen. Eine Fläche im IKEA Einrichtungshaus Hamburg-Altona wird dafür zu einem funktionalen Arbeitsumfeld gestaltet, das zentrale Anforderungen moderner Arbeit zusammenführt: fokussiertes Arbeiten, hybride Zusammenarbeit, flexible Raumnutzung, informeller Austausch, Bewegung, Regeneration und die Integration KI-gestützter Technologien.

„Gerade beim Thema KI stellt sich die Frage, wie sie uns im Arbeitsalltag begegnen soll – als klar erkennbares Gegenüber, etwa als Avatar oder Roboter, oder unauffällig im Hintergrund, zum Beispiel integriert in Möbel oder Raumtechnik – und ob Mitarbeitende sie gezielt aktivieren können oder ob sie dauerhaft mitläuft“, sagt Prof. Dr. Sabine Remdisch, Inhaberin der Professur für Personal- und Organisationspsychologie. „Mit dem ‚Reimagining Workspaces‘ schaffen wir ein Reallabor, in dem neue Formen des Arbeitens konkret erfahrbar und zugleich wissenschaftlich reflektiert werden können."

Für IKEA knüpft das Projekt an die Frage an, wie sich Arbeitsräume in Zeiten hybrider Arbeit verändern. Dabei geht es nicht nur um klassische Büroflächen, sondern auch um Übergänge zwischen Wohnen und Arbeiten, um flexible Nutzungssituationen und um Lösungen, die funktional, zugänglich und alltagsnah sind.

„Arbeit bewegt sich heute ständig zwischen verschiedenen Orten“, sagt Germán Astudillo von IKEA Hamburg. „Uns interessiert, welche Einrichtungslösungen Menschen wirklich unterstützen – beim konzentrierten Arbeiten genauso wie beim Austausch oder wenn sie einen Raum im Laufe des Tages unterschiedlich nutzen möchten. Gemeinsam mit der Leuphana können wir das nicht nur zeigen, sondern auch besser verstehen.“

Das Musterbüro ist in vier Bereiche gegliedert:

  • Smart Work zeigt, wie Menschen und KI zusammenarbeiten können.
  • Flex Space stellt flexible und anpassbare Raumlösungen in den Mittelpunkt.
  • Team Connect fokussiert sich auf hybride Zusammenarbeit und neue Meetingformate.
  • Flow Lounge bietet Raum für Austausch, Pausen, Bewegung und Wohlbefinden.

Das Musterbüro im IKEA Einrichtungshaus Hamburg-Altona wird in medientechnischen Lösungen und hybriden Arbeitsumgebungen von der DEKOM Germany unterstützt. 

„Hybride Arbeit funktioniert nur dann gut, wenn Räume, Technik und Nutzungssituation zusammengedacht werden“, sagt Simon Härke von DEKOM Germany. „In diesem Projekt können wir zeigen, wie moderne Medientechnik Zusammenarbeit erleichtert, ohne den Menschen aus dem Blick zu verlieren.“

Die Leuphana begleitet das Projekt wissenschaftlich und Professorin Sabine Remdisch erforscht, wie Besucherinnen und Besucher die Raum- und Technologiekonzepte erleben. Die Ergebnisse sollen öffentliche Impulse für zukünftige Büro-, Homeoffice- und Meetinglösungen liefern und zugleich zeigen, wie Wissenschaft und Praxis gemeinsam neue Antworten auf zentrale Fragen der Arbeitswelt entwickeln können.

Kontakt

  • Prof. Dr. Sabine Remdisch
  • Dr. phil. Christian Otto
  • Dr. Yvonne Emig