Diversity-Tag 2026

Zum bereits zehnten Mal nimmt die Leuphana Universität am bundesweiten "Diversity Day" teil. Das Thema des diesjährigen Diversity-Tags sind die Perspektiven und Erfahrungen von Erstakademiker*innen an Hochschulen. Außerdem soll es darum gehen, wie die Studien- und Karrierewege von Erstakademiker*innen gefördert werden können. Es gibt fünf Veranstaltungen, zu denen wir herzlich einladen.

Programm

19. Mai 2026, 10:15 bis 11:45 Uhr: Erfahrungsaustausch und Empowerment: Erstakademiker*innen im Studium an der Leuphana (Workshop)

Die Veranstaltung findet in Raum C 40.601 statt.

Sie sind die*der erste in der Familie in einem Hochschulstudium? Sie möchten sich gerne mit anderen Studierenden austauschen, die in der gleichen Situation sind? Wir laden Sie herzlich zu einem stärkenden Erfahrungsaustausch ein. Die Veranstaltung ist als Workshop konzipiert, in dem wir zu Beginn gemeinsam entwickeln, über welche Themenschwerpunkte wir sprechen möchten. Sollten Sie im Vorfeld Anregungen und Wünsche haben, melden sie sich gerne unter: studienberatung.college@leuphana.de

Veranstalterin: Studienberatung College. Die Veranstaltung findet im Rahmen des diesjährigen Diversity Tags statt. Die Veranstaltung kann nach Bedarf auf Deutsch oder Englisch oder zweisprachig stattfinden.

19. Mai 2026, 16:00 bis 18:00 Uhr: Universität als Erstakademiker*in (Podiumsdiskussion)

Die Veranstaltung findet in Raum C 40.601 statt.

Uni ist für alle da – aber nicht für alle gleich zugänglich. Wer als Erstakademiker*in studiert, bewegt sich oft in einem System unausgesprochener Regeln, fehlender Vorbilder und struktureller Hürden. Gleichzeitig bringen Erstakademiker*innen Perspektiven mit, die Hochschule verändern können.

Im Rahmen des Deutschen Diversity Tags lädt die Graduate School der Leuphana Universität Lüneburg zur Podiumsdiskussion „Universität als Erstakademiker*in“ ein. Personen aus unterschiedlichen akademischen Phasen und Arbeitsbereichen sprechen über ihre Erfahrungen, Herausforderungen und Kompetenzen. Dabei geht es um mehr als individuelle Geschichten: Welche Strukturen schließen aus? Was braucht es für Bildungsgerechtigkeit? Und wie kann Universität in Zukunft inklusiver werden?

Kommen Sie vorbei und diskutieren Sie mit.

19. Mai, 12:00 bis 13:30 Uhr: BAföG - besser als sein Ruf!

Die Veranstaltung findet in Raum C11.308 statt.

Die Zahl der BAföG-Empfänger*innen ist nach wie vor auf einem niedrigen Niveau. Laut einer Studie des Max-Planck-Instituts und des Fraunhofer Instituts nehmen viele Studierende ihre Ansprüche auf BAföG nicht wahr, da sie denken, dass sie gar keinen BAföG-Anspruch haben. Dies führt zu finanziellen Belastungen, die sich negativ auf Studienerfolg und Chancengleichheit auswirken können.

Durch gezielte Information können die Fehleinschätzungen zu den BAföG-Bedingungen überwunden werden, wodurch insbesondere Studierende aus sozial benachteiligten Haushalten profitieren.

Diese Informationsveranstaltung soll einen kleinen Beitrag dazu leisten und bietet neben fachlichen Informationen auch viele "Nebenbei"-Tipps aus der eigenen Erfahrung, der langjährigen Beratungspraxis und der engen Zusammenarbeit mit der BAföG-Stelle des Studierendenwerks OstNiedersachsen.

Infoveranstaltung mit Kerstin Hanelt, Sozial- und Studienfinanzierungsberatung Studierendenwerk OstNiedersachsen

20. Mai 2026, 18:00 bis 19:30 Uhr: Klassismus und soziale Herkunft im Hochschulkontext

Die Veranstaltung findet in Raum C 12.006 statt.

Begrüßung durch Prof. Dr. Simone Abels

Klassismus bezeichnet die Diskriminierung aufgrund sozialer Herkunft oder sozialem Status  und betrifft insbesondere Menschen aus der Armuts- und Arbeiter*innenklasse. Gerade im Bildungssystem trägt Klassismus dazu bei, dass Bildungschancen ungleich verteilt und soziale Aufstiegswege eingeschränkt werden. Erstakademiker*innen sind von diesen Mechanismen in besonderer Weise betroffen. Als Erste in ihrer Familie, die ein Studium aufnehmen, machen ihre Bildungswege sichtbar, inwiefern klassistische Vorstellungen, Erwartungen und Normalitätsannahmen innerhalb der Hochschule strukturell verankert sind. Der Vortrag geht daher der Frage nach, welche Rolle soziale Herkunft im Hochschulkontext spielt und wie eine klassismuskritische Praxis aussehen kann.

Zur Referent*in:

Francis Seeck ist Professor*in für Soziale Arbeit mit dem Schwerpunkt Demokratie- und Menschenrechtsbildung, Antidiskriminierungstrainer*in und Autor*in. Francis Seeck arbeitet seit vielen Jahren zu Klassismuskritik, sozialer Gerechtigkeit und diskriminierungskritischer Praxis. 2022 erschien die Streitschrift „Zugang verwehrt“ (Atrium) und 2024 die Bücher „Klassismus überwinden“ (Unrast) und „Klassismuskritik und Soziale Arbeit“ (Beltz Juventa). Mehr Infos: www.francisseeck.net
 

09. Juni 2026, 10:00 bis 17:00 Uhr: Klasse, ein Meme-Workshop!

Die Veranstaltung findet in Raum C40.164 statt.

Ja, Uni, ist cool, aber wieso wird hier so komisch geredet, dass man nix versteht? Warum muss ich so viel arbeiten, um mir das leisten zu können? Hatten eigentlich alle, die mit mir in der Vorlesung sitzen, Lehrer*innen-Eltern mit Zeit-Abo und Geigenunterricht?

Wenn du dir diese oder ähnliche Fragen stellst, komm‘ zu Klasse, ein Meme-Workshop!

Darin beschäftigen wir uns einen Tag lang mit der Diskriminierungsform Klassismus und machen dazu Memes. Was ist Klasse eigentlich? Wo stehe ich? Und wieso ist Klassendiskriminierung heute noch ein Problem in Deutschland?

Darum soll es gehen – und darum, klasse Memes und Memes zu Klasse (höhö) zu machen. Der Workshop soll Spaß machen und einen easy Einstieg in dieses mitunter harte Thema bieten.

Geleitet wird Klasse, ein Meme-Workshop! von Caren Miesenberger. Sie ist Kulturjournalistin (u.a. DLF Kultur, WDR COSMO), hat 2018 die Workshopserie FEMINIST MEME SCHOOL initiiert und aktuell einen Lehrauftrag zu Memes an der HBK Braunschweig.

Bitte bringt euer Handy mit.

Hinweise

Hinweis zur Veranstaltungssprache

Alle Veranstaltungen sind so konzipiert, dass Sie selbst sich sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch ausdrücken können. Wenn Sie Unterstützung dabei brauchen, der Veranstaltung auf Deutsch zu folgen, dann organisieren wir sehr gerne eine Flüsterübersetzung für Sie. Schreiben Sie uns dafür bitte bis 18. Mai 2026 an genderdiversity@leuphana.de

Hinweis zur Barrierearmut

Wenn Sie auf Barrieren auf dieser Webseite stoßen bzw. individuelle Bedarfe bezogen auf die Veranstaltungen im Rahmen des Diversity-Tags 2026 haben, teilen Sie uns diese bitte rechtzeitig mit, damit wir Sie unterstützen können.

Wir bemühen uns die Durchführung der Veranstaltungen im Rahmen des Diversity Tages so barrierearm wie möglich zu gestalten.

Unterstützung bei Diskriminierung

Auf unserer Seite "Unterstützung bei Diskriminierung" finden Sie Informationen zur Antidiskriminierungsarbeit und Beratung an der Leuphana. Über das Gleichstellungsbüro hinaus gibt es unterschiedliche Unterstützungs- und Hilfsangebote, an die Sie sich im Falle einer Diskriminierung wenden können.

Themen und Fragestellungen im Rahmen der diversitätsorientierten Gleichstellungs- und Antidiskriminierungsarbeit sind sehr vielfältig. Die folgende Seite bietet einen Überblick zu themenspezifischen Beratungsangeboten. Neben den an der Hochschule bestehenden Strukturen und Ansprechpersonen finden Sie eine Auswahl von regionalen und überregionalen Angeboten, die nach Themenbereichen unterschieden sind.

Das Infoportal zu Sexualisierter Gewalt im Hochschulkontext und darüber hinaus richtet sich an Betroffene und Unterstützer*innen Betroffener, an Personen, die bei sexueller Belästigung eingreifen möchten, sowie an alle anderen, die sich zum Thema informieren möchten. 

Kontakt

Valentina Seidel, M.A.
Referentin für Diversität und Gleichstellung
valentina.seidel@leuphana.de

Dr. Beate Friedrich
Referentin für Diversität und Gleichstellung
beate.friedrich@leuphana.de