Die Welt ist mein Campus
Studierende befähigen, gesellschaftliche Veränderungen verantwortungsvoll mitzugestalten. Mit diesem Ziel fördert die Stiftung Innovation in der Hochschullehre (StIL) im Programm „Die Welt ist mein Campus“ die Entwicklung und Neuausrichtung von Studiengängen. Die Leuphana ist mit zwei Projekten beteiligt. „Impact Engineering for a Sustainable World“ verbindet gemeinsam mit der Technischen Universität Hamburg Ingenieurwissenschaften und Nachhaltigkeit. „PLUS - Praxisorientiertes Lernen an der Universitätsschule“ verknüpft die Lehrkräftebildung – von Studienbeginn an – mit schulischer Praxis. Beide Vorhaben schaffen neue Lerngelegenheiten im Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft.
Impact Engineering for a Sustainable World
Verbundprojekt der Leuphana Universität Lüneburg und der Technischen Universität Hamburg
Laufzeit: 1. Juli 2026 bis 30. Juni 2030
Fördervolumen: rund 3,5 Mio. Euro im Verbund
Wie lassen sich technologische Innovationen so gestalten, dass sie zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen? Im Verbundprojekt „Impact Engineering for a Sustainable World“ entwickeln die Leuphana und die TU Hamburg einen gemeinsamen englischsprachigen Bachelorstudiengang. Er verbindet ingenieurwissenschaftliche Expertise mit transdisziplinärer Nachhaltigkeitsforschung und gesellschaftlicher Gestaltungskompetenz. Der Studienstart ist für das Wintersemester 2028/29 vorgesehen.
Die Studierenden lernen, technische Lösungen beispielsweise für die Energie- und Mobilitätswende oder eine nachhaltige Produktion zu entwickeln, zu bewerten und umzusetzen. Dabei beziehen sie unterschiedliche gesellschaftliche Perspektiven ein und gestalten Veränderungsprozesse gemeinsam mit Akteur*innen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft.
An der Leuphana übernimmt die Fakultät Nachhaltigkeit die Projektleitung und verantwortet die Entwicklung transdisziplinärer Lehrformate. Die Fakultät Management und Technologie verantwortet die Integration fachübergreifender Lehre zu nachhaltigen Ingenieurwissenschaften in das Komplementärstudium und untersucht die Wirkungen des Vorhabens. Die TU Hamburg verantwortet die ingenieurwissenschaftlichen Fachmodule und „Open Labs“ zur gesellschaftlichen Technologievermittlung.
PLUS – Praxisorientiertes Lernen an der Universitätsschule
Einzelprojekt der Leuphana Universität Lüneburg
Laufzeit: 1. Juli 2026 bis 30. Juni 2030
Fördervolumen: rund 3,4 Mio. Euro
Wissenschaftlich fundiert lernen und sich von Anfang an im Schulalltag erproben: Das Projekt PLUS - Praxisorientiertes Lernen an der Universitätsschule - entwickelt ein Studienprofil, das angehende Lehrkräfte ab dem ersten Semester systematisch mit der schulischen Praxis verbindet. Es soll in den Bachelorstudiengang „Lehren und Lernen“ integriert werden und baut auf dem Netzwerk der Leuphana-Campusschulen auf.
Im Mittelpunkt stehen zentrale Tätigkeiten des Lehrberufs, sogenannte Core Practices (Kernpraktiken): beispielsweise Lerninhalte erklären, konstruktives Feedback geben oder Beziehungen zu Schüler*innen aufbauen. Studierende üben diese Kernpraktiken kontinuierlich in realen Unterrichtssituationen und reflektieren ihre Erfahrungen auf wissenschaftlicher Grundlage. Ergänzend kommen Virtual-Reality-Simulationen von Unterrichtssituationen und Videofeedback von Peers und Expertinnen sowie Experten zum Einsatz.
Das Studienprofil wird gemeinsam mit Schulen entwickelt, erprobt und wissenschaftlich begleitet. Die Zusammenarbeit gibt zugleich Impulse für die Schul- und Unterrichtsentwicklung: Konkrete Bedarfe der Schulen fließen in die Entwicklung neuer Konzepte ein. Langfristig soll daraus eine regionale Struktur bis hin zu einer Universitätsschule in Lüneburg entstehen, die Lehrkräftebildung, Bildungsforschung und Schulentwicklung dauerhaft miteinander verbinden.
Mehr zum Projekt PLUS auf der Website des Instituts für Bildungswissenschaft (IBIWI) und auf der Website der Fakultät Bildung.