Forschungsdatenmanagement

Im Folgenden wird der Bereich Forschungsdatenmanagement mit seinen Facetten und Ausprägungen näher vorgestellt. Diese Einführungsseite bietet sowohl allgemeine Informationen zur Thematik als auch einen kurzen Überblick über Services an der Leuphana Universität Lüneburg.

  • Was sind Forschungsdaten?
  • Was beinhaltet Forschungsdatenmanagement?
  • Warum Forschungsdaten veröffentlichen?

Was sind Forschungsdaten?

Als Forschungsdaten bezeichnet man sämtliche (digitalen) Informationen, Materialien und Daten, die Gegenstand eines Forschungsprozesses sind, während eines Forschungsprozesses zu wissenschaftlichen Zwecken genutzt und erzeugt werden und die dessen Ergebnis sind. Bezugspunkt ist dabei immer eine Forschungsfrage. Forschungsdaten können dabei unter Anwendung verschiedener Methoden generiert werden.

Forschungsdaten liegen in vielfältigen Formaten und Typen, zu verschiedenen Zeitpunkten während des Forschungsprozesses in verschiedenen Formen vor.  Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung und mit Blick auf die Archivierung und Publikation von Forschungsdaten liegt dabei der Fokus auf digitalen Daten und Informationen.

Was beinhaltet Forschungsdatenmanagement?

Der Bereich Forschungsdatenmanagement umfasst den systematischen professionellen Umgang mit Forschungsdaten vor, während des und nach dem Forschungsprozess. Ziel ist hierbei deren Erhalt als Bestandteil der guten wissenschaftlichen Praxis im Sinne der langfristigen Nutzbarkeit.

Zentrale Anliegen:

◊ Unterstützung und Qualitätssicherung

Die Erleichterung und Systematisierung der Forschungsprozesse von der Planung bis zum Abschluss des Forschungsvorhabens bei der Nutzung und Erzeugung von Forschungsdaten.

Transparenz und Replikation
Die Nachvollziehbarkeit der aus den Forschungsdaten gewonnener Erkenntnisse durch Dokumentation, Archivierung und Bereitstellung der dafür notwendigen Daten und Informationen.

Nachnutzung
Die Ermöglichung von Nachnutzung bereits produzierter Materialien und Daten nach klaren Regeln und Prozessen.

Forschungsdatenmanagement setzt sich dabei zur Aufgabe, den Umgang mit Forschungsdaten durch die Implementierung geeigneter Standards und Verfahren so zu gestalten, dass diese Forschungsergebnisse als Basis von Literaturpublikationen ebenfalls adäquat publiziert oder zumindest archiviert werden können.

Behandelt werden dabei alle Methoden und Verfahren mit Blick auf Sicherung, Nachvollziehbarkeit und Nachnutzbarkeit der entwickelten Erkenntnisse, und zwar von der Generierung, Bearbeitung und Anreicherung bis hin zur Archivierung und Publikation der Forschungsdaten.

Dies erfolgt im Einklang mit den Regeln guter wissenschaftlicher Praxis. Eine entsprechende Empfehlung beinhaltet die Denkschrift der DFG „Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis“ von 2013.

Es ist ratsam, schon in der Planungsphase des Forschungsvorhabens entsprechende Vorkehrungen für Forschungsdatenmanagement zu treffen. Hierzu bietet sich die Erstellung eines Datenmanagementplans an, ein Dokument, das alle Phasen des Forschungsdatenmanagements, mögliche Chancen und Herausforderungen im Umgang mit den eigenen genutzten oder generierten Daten rechtzeitig zu thematisieren hilft.

Warum Forschungsdaten veröffentlichen?

Die Publikation von Forschungsdaten wird immer wichtiger und bietet viele Vorteile:

Validierung und Reproduzierbarkeit: Veröffentlichte Daten ermöglichen im Sinne guter wissenschaftlicher Praxis die Verifizierung und Validierung von Forschungsergebnissen.

Innovation und Inspiration: Existierende Forschungsdaten können auch in anderen Forschungskontexten  nachgenutzt werden, neue Fragestellungen inspirieren und Forschungsprozesse befruchten oder gar anstoßen.

Verfügbarkeit und Zitierfähigkeit der Daten: Publizierte Forschungsdaten werden bei Wahl geeigneter Kanäle langfristig unter Anwendung professioneller Verfahren dauerhaft verfügbar gemacht. Die Daten erhalten einen persistenten Identifier (z.B. einen DOI), sind somit dauerhaft zitierbar und nachweisbar. Dadurch erhöht sich die Sichtbarkeit der eigenen Forschungstätigkeit mit Auswirkungen auf die eigene wissenschaftliche Reputation.

Effizienz: Die Nachnutzung von Forschungsdaten schont Ressourcen, vermeidet mitunter Mehrfachaufwand in Form von Doppelerhebungen.

Erfüllung Anforderungen Dritter: Forschungsförderungseinrichtungen, aber auch Hochschulen fordern und fördern immer stärker die Veröffentlichung von Forschungsdaten aus öffentlich finanzierten Forschungsvorhaben.

Forschungsdatenmanagement an der Leuphana

Das Medien- und Informationszentrum (MIZ) der Leuphana entwickelt in Kooperation mit dem Forschungsservice zurzeit standardisierte Verfahren rund um professionelles Forschungsdatenmanagement. Der Schwerpunkt liegt dabei zum einen auf der Entwicklung von Beratungs-, Betreuungs- und Informationsangeboten, aber auch auf der Implementierung technischer Serviceleistungen für die Speicherung, Archivierung und Publikation von an der Leuphana Universität Lüneburg erzeugten Forschungsdaten.

Ziel ist es, die Forschenden der Universität von der Planungsphase (z.B. in Form von Datenmanagementplänen und Antragsberatung) über die Generierung, Speicherung und Organisation der Forschungsdaten während der Forschungsphase bis hin zur Archivierung und Publikation von Forschungsdaten bestmöglich und bedarfsorientiert zu unterstützen. Dies betrifft auch juristische oder informationstechnologische Aspekte.

Weiterführende Informationsangebote finden Sie auf unseren Themenseiten:

 

Kontaktieren Sie bei Informations- und Beratungsbedarf gerne die Verantwortlichen, telefonisch oder per E-Mail.

Kontakt: forschungsdaten@leuphana.de

MIZ

Thomas Schwager
Universitätsallee 1, CB.131
21335 Lüneburg
Fon +49.4131.677-1175
thomas.schwager@leuphana.de

Martin Bilz
Universitätsallee 1, CB.105
21335 Lüneburg
Fon +49.4131.677-1113
martin.bilz@leuphana.de

Forschungsservice

Dipl.-Oec. Anke Zerm
Universitätsallee 1, C10.204
21335 Lüneburg
Fon +49.4131.677-1692
anke.zerm@leuphana.de

Dr. Stefan Friedrich
Universitätsallee 1, C10.203
21335 Lüneburg
Fon +49.4131.677-1447
stefan.friedrich@leuphana.de