Stipendiat im Portrait: Tobias Gunkel - nutzt das Privileg Stipendium auch für Auslandserfahrungen

Stipendiat Tobias Gunkel ©Tobias Gunkel
Tobias Gunkel studiert im 5. Semester den Bachelor Sozialpädagogik auf Lehramt. Gefördert wird der Stipendiat über den Alumni- und Förderverein der Leuphana.

Tobias Gunkel studiert Sozialpädagogik mit Lehramtsoption im Leuphana Bachelor. Die Kombination mit dem Fach Politik und weiteren studiengangübergreifenden Angeboten stellten sich für ihn als eine sinnvolle Ergänzung heraus: Ihm gefällt die breite interdisziplinär-sozialwissenschaftliche und forschungsorientierte Ausrichtung des Studienprogramms. Besonders interessiert ist er an der kritischen Reflexion der modernen Gesellschaft sowie dessen Herstellung und Bearbeitung sozialer Probleme. Ein Jahr erhält er nun für seine bisherigen sehr guten akademischen Leistungen ein Deutschlandstipendium. Gefördert wird er durch den Alumni- und Förderverein der Universität.

Tobias, welche Schwerpunkte legen Sie in Ihrem Studium?
Schwerpunktmäßig interessiere ich mich für eine herrschafts- und machtkritische Analyse sozialpädagogischer Praxen und dessen gesellschaftliche Rückgebundenheit. Das Studium ermöglicht es allen Studierenden verschiedene sozialwissenschaftlich-disziplinäre Perspektiven einzunehmen – doch auch wenn ich an den meisten Perspektiven interessiert bin, hat mich hierbei bis jetzt eine soziologische Sichtweise am meisten fasziniert.

Sie sind jetzt im 5. Semester: Haben sich Ihre Erwartungen an das Studium bisher erfüllt?
Die polyvalente Ausrichtung des Studienprogramms hat mich überzeugt. So werden im Laufe des Studiums grundlegende Zugänge zu sowohl berufsbildungsspezifischen- als auch sozialpädagogisch-praxisfeldorientierten Zusammenhängen erschlossen. Durch die Neuaufstellung des Studienprogramms wurde mir die Möglichkeit einer Selbstüberprüfung- und Selbstvergewisserung gegeben, in welchen der verschiedenen Bereiche ich perspektivisch handeln möchte. Die studiengangübergreifenden Lehrangebote des Leuphana-Semesters und des Komplementärstudiums stehen für mich nicht als etwas isoliertes da, sondern ermöglichen es, neue Perspektiven auf das Fachrichtungsbezogene Studienprogramm zu bekommen.

Meine Erwartungen gegenüber dem Bildungsversprechens des Studiums wurden auch insofern erfüllt, da ich mich gut begleitet fühle, eine reflexive und forschende Haltung auszubilden. Vor allem gefällt mir, dass die Auswahl der Lehrveranstaltungen eine interdisziplinär breite Spannweite zu sozialpädagogischen- und berufsbildungsspezifischen Fragen eröffnet.

Wem würden Sie dieses Studium empfehlen?
Das Studienprogramm würde ich denjenigen Personen empfehlen, die auf der Suche nach einem forschungsorientierten und reflexiven Zugang zur Sozialpädagogik und dessen (Berufs-)Bildung sind. So geht das Studium über die Idee eines reinen Wissenstransfers hinaus, sondern gibt Impulse zu einer persönlichkeitsentwickelnden Bildung. Das Programm lohnt sich besonders für diejenigen, welche sich die verschiedene Karrierewege eröffnen möchten. Interessierten, die kein Interesse an sozialdidaktischen Themen mitbringen, würde ich tendenziell einen alternativen Ein-Fach Bachelor empfehlen.

Welche Pläne haben Sie noch für Ihr Studium und für die Zeit danach?
In diesem Semester habe ich die Möglichkeit bekommen können, an der Freien Universität Bozen (Südtirol/Italien) ein Auslandssemester zu machen. Hier wurde ich durch die vielen neuen Begegnungen und Erfahrungen eingeladen, einen distanzierten Blick auf meine bisherige Lebenswirklichkeit einzunehmen, diesen kritisch zu reflektieren und zu erweitern.

Mit dem Abschließen meines Bachelorstudiums möchte ich zunächst im Kontext eines Anerkennungsjahrs Erfahrungen in der sozialpädagogischen Praxis machen. Mit den dort gewonnenen Eindrücken habe ich momentan den Plan, ein sozialpädagogisch-erziehungswissenschaftliches Masterstudium anzuschließen.

Was bedeutet Ihnen das Deutschlandstipendium?
Das Stipendium bedeutet für mich in erster Linie ein großes Privileg, welches leider nur wenigen Studierenden ermöglicht wird. Dieses Privileg eröffnet mir im Konkreten, dass ich weniger von meinen studentischen Jobs abhängig bin, sodass ich vertiefter sowohl meinen akademischen- als auch ehrenamtlichen Interessen und Projekten nachgehen kann.

Wer ist Ihr Förderer?
Mein Förderer ist der Alumni- und Förderverein der Universität.

GEFÖRDERT WIRD TOBIAS GUNKEL DURCH DEN ALUMNI- UND FÖRDERVEREIN DER LEUPHANA

Das Ehemaligen-Netzwerk der Leuphana ist ein stetig wachsendes Netzwerk von weit über 1.500 Mitgliedern, bestehend aus Alumni, Studierenden, Lehrenden und fördernden Unternehmen. Mit über 30 Jahren Erfahrung in der Hochschul- und Studierendenförderung trägt der Alumni- und Förderverein der Leuphana e.V. mit verschiedenen Veranstaltungen zum Wissenstransfer zwischen Theorie und Praxis bei und fördert regelmäßig Projektvorhaben von Alumni, Studierenden und studentischen Initiativen. Seit 2019 fördert der Verein das Deutschlandstipendium an der Leuphana.

Interesse geweckt?

Hier können Sie Ihr Interesse zur Vergabe eines Stipendiums an der Leuphana anmelden:

Programmkoordination

Dörte Krahn
Universitätsallee 1, C40.M26
21335 Lüneburg
Fon +49.4131.677-1554
krahn@leuphana.de