Internationale Entrepreneurship-Forschung zu Gast in Lüneburg
07.10.2026 ESU Conference 2026 bringt Forschende und Promovierende aus ganz Europa an der Leuphana Universität Lüneburg zusammen
Vom 7. bis 11. September 2026 war die Leuphana Universität Lüneburg Gastgeberin der ESU Conference & Doctoral Program. Die Konferenz des European University Network on Entrepreneurship (ESU) brachte rund 50 Wissenschaftler:innen aus verschiedenen europäischen Ländern zusammen. Im Mittelpunkt stand der wissenschaftliche Austausch, die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses sowie die gemeinsame Diskussion aktueller Entwicklungen in der Entrepreneurship-Forschung.
„Eine gute wissenschaftliche Konferenz lebt davon, dass unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen und daraus neue Ideen entstehen. Genau das konnten wir in diesen Tagen erleben“, sagt Prof. Dr. Markus Reihlen, Vizepräsident u.a. für Entrepreneurship und Professor für Strategisches Management und Entrepreneurship der Leuphana Universität Lüneburg. „Besonders gefreut hat mich, dass neben etablierten Forschenden auch viele Nachwuchswissenschaftler:innen die Möglichkeit hatten, ihre Arbeiten in einem internationalen Umfeld vorzustellen und wertvolles Feedback für ihre weitere Forschung zu erhalten.“
Ein Schwerpunkt der fünftägigen Veranstaltung lag auf dem ESU Doctoral Program. In parallelen Sessions präsentierten Promovierende in unterschiedlichen Phasen ihrer wissenschaftlichen Arbeit ihre Forschungsprojekte und diskutierten diese mit erfahrenen Wissenschaftler:innen. Die Themen reichten von unternehmerischen Ökosystemen, Innovation und Entrepreneurial Identity über Gender und Inklusion bis hin zu regenerativem und nachhaltigem Entrepreneurship. Damit greift die Konferenz zentrale Fragen der Forschung auf, die sich zunehmend mit gesellschaftlicher Transformation und neuen Formen des unternehmerischen Handelns befassen.
Ergänzt wurde das Programm durch Keynotes und Workshops zu unterschiedlichen Forschungsansätzen und -methoden. Zu den eingeladenen Referent:innen gehörten Sarah Jack von der Lancaster University, Georges Romme von der Eindhoven University of Technology sowie weitere renommierte Wissenschaftler:innen aus dem europäischen Entrepreneurship-Netzwerk. Auch aktuelle Themen wie Künstliche Intelligenz und deren Bedeutung für Entrepreneurship wurden aufgegriffen.
„Für die Teilnehmenden war die ESU Conference weit mehr als eine Reihe wissenschaftlicher Vorträge“, sagt Robert Hoyer, Koordinator der Konferenz. „Es sind viele intensive Gespräche entstanden, neue Kontakte geknüpft und Forschungsprojekte gemeinsam weitergedacht worden. Genau diese Verbindung aus wissenschaftlichem Austausch, Nachwuchsförderung und persönlicher Vernetzung macht die ESU aus.“
Neben dem wissenschaftlichen Programm bot die Konferenz auch Gelegenheit, Lüneburg und seine Geschichte kennenzulernen. Eine Stadtführung sowie gemeinsame Abendveranstaltungen führten die internationalen Gäste durch die Hansestadt. Damit greift die ESU eine Tradition des Netzwerks auf, die neben der wissenschaftlichen Arbeit auch die Kultur und die wirtschaftliche Entwicklung der jeweiligen Gastgeberregion einbezieht.
Für die Leuphana knüpft die Konferenz an ihre langjährige Arbeit im Bereich Entrepreneurship an. Die Universität verbindet Forschung und Lehre mit unternehmerischem Denken und Handeln, Gründungsförderung sowie Fragen des sozialen, nachhaltigen und digitalen Unternehmertums. Die ESU Conference bot dabei auch die Gelegenheit, die Leuphana als internationalen Standort für Entrepreneurship-Forschung und -Lehre sichtbar zu machen.
Nach fünf intensiven Konferenztagen endet die ESU Conference 2026 mit einem Ausblick auf die nächste Ausgabe:
Vom 23. bis 27. August 2027 wird die ESU Conference in Lyon stattfinden.
„Wir nehmen aus Lüneburg viele neue Impulse und Kontakte mit“, so Prof. Dr. Markus Reihlen. „Ich hoffe, dass die Gespräche dieser Woche über die Konferenz hinauswirken, und daraus langfristige Kooperationen, gemeinsame Forschungsprojekte und neue Ideen entstehen.“



