Studium und Lehre an der Fakultät Kulturwissenschaften

Die Studiengänge der Fakultät sind in Bachelor und Master Teil der innovativen Studienmodelle, die die Leuphana am College und an der Graduate School umsetzt. Sie legen ihr Augenmerk ebenso auf eine gründlich fachliche Ausbildung wie auf die interdisziplinäre Verschränkung unterschiedlicher Wissenskomplexe. Wahlmöglichkeiten, Spielräume für individuelle Schwerpunktsetzungen und Studienmodelle, die auf Eigenständigkeit und Selbstverantwortung der Studierenden bei intensiver Betreuung durch die Lehrenden setzen, sind wichtige Charakteristika der kulturwissenschaftlichen Studiengänge.

An der Weiterentwicklung und Verbesserung der Studiengänge arbeiten Lehrende wie Studierende der Fakultät gemeinsam: Jährlich durchgeführte Gesprächsrunden (Qualitätszirkel) sind dabei ebenso wichtige Bausteine für ein qualitativ hochwertiges Studium  wie regelmäßige Lehrveranstaltungsevaluationen und Studierendenbefragungen. Zahlreiche Lehrveranstaltungen der Fakultät wurden in der Vergangenheit mit dem „Leuphana Lehrpreis“ für innovative Lehre prämiert.

Fakultätsmitglieder lehren am College und an der Graduate School

Mit dem Lehrangebot der Wissenschaftsinitiative Kulturforschung werden alle Phasen des Studiums unterstützt: Bachelor, Master und Promotion.

Aktuelle Lehrveranstaltungen

Univ. Prof. Dr. Sigrid Bekmeier-Feuerhahn

Einführung in die Betriebswirtschaftslehre aus wirtschaftstheoretischer und verhaltenswissenschaftlicher Perspektive


Einführung in die klassischen und aktuellen Theorien sowie Modelle eines wirtschaftstheoretischen und verhaltensorientierten Managementverständnisses

Inhalte der vorzustellenden Themen und BWL-Disziplinen:

1. Einführung in das Stakeholder Management

2. Accounting

3. Finance

4. Organisation

5. Marketing

6. Personal

Ziel: Ziele:

- Sie lernen das Unternehmen als Gegenstand der BWL kennen

- Sie verstehen, wie man Unternehmen und Unternehmensziele strukturieren kann

- Sie verstehen, warum ein Stakeholdermanagement notwendig ist in der heutigen BWL

- Sie lernen die BWL als Wissenschaft kennen, wobei der Diskurs zwischen der wirtschaftstheoretischen und verhaltenswissenschaftlichen Auslegung fokussiert wird

- Sie erhalten einen Einblick in die zentralen Disziplinen der BWL: Stakeholder Management, Accounting & Finance, Organisation, Personal & Marketing

- Sie erweitern Ihr Verständnis über die vielfältigen Berufsfelder in den beiden künftigen Bachelor-Vertiefungen durch einen Diskurs mit Vertretern aus der Unternehmenspraxis

Qualitätszirkel Major Betriebswirtschaftslehre


folgt

Ziel: s. sonstige Hinweise

Qualitative Methoden in der Managementforschung


Dieses Seminar ist eine Wahlpflichtveranstaltung des Moduls Research Methods für Studierende im Major Business Development, die an die Veranstaltung „Forschungsprozess im Überblick“ anschließt.

Qualitatives methodisches Vorgehen ist mit den vielseitigen Einsatzmöglichkeiten in der Managementforschung weit verbreitet. In dem Seminar wird ein Überblick über das zur Verfügung stehende Instrumentarium der qualitativen Forschung gegeben, wobei der Fokus auf der Anwendung von einzelnen Methoden und Techniken der qualitativen Forschung liegt.

Innerhalb des Seminars wird erlernt, zu welchen Fragestellungen qualitative Methoden angewandt, geplant und umgesetzt werden, welche unterschiedlichen Datenerhebungsmethoden innerhalb der qualitativen Managementforschung zur Verfügung stehen und wie die Daten auszuwerten und dokumentieren sind.

Ein weiterer Schwerpunkt dieses Seminars bildet die eigenständige Entwicklung und Durchführung von Forschungsprojekten, anhand derer die erlangten Methodenkonzepte umgesetzt werden sollen.

Ziel: Die Studierenden kennen das Paradigma und Spektrum qualitativer Forschungsmethoden.

Teilnehmer des Seminares sollen anhand einer ausgewählten qualitativen Methode eine selbst entwickelte Forschungsfrage beantworten und sich in ihrer Vorgehensweise an den zuvor erlernten Strukturen eines Forschungsprozesses orientieren.

Bachelorkolloquium #7 Kommunikationsmanagement


Themenfindung, -konkretisierung und -strukturierung, Literatursuche und -auswertung, Zeitplanung, Bewertungskriterien einer Bachelorarbeit, Klärung allgemeiner Fragen.

Insgesamt sind vier Blocktermine vorgesehen:

1. Termin: Auseinandersetzung mit den Anforderungen des wissenschaftlichen Arbeitens

2. - 4. Termin: Präsentation und Diskussion der laufenden Bachelorarbeitsprojekte.

Ziel: Die Veranstaltung soll die Erstellung von Bachelor-Arbeiten begleiten und erleichtern, indem Hinweise rund um den Arbeitsprozess des Verfassens einer solchen Thesis gegeben werden.

Im Vordergrund stehen dabei die Themenfindung, -konkretisierung und -strukturierung, die Literatursuche und -auswertung sowie die Zeitplanung einer Bachelorarbeit. Außerdem werden die konkreten Themen der Studierenden besprochen und Fragen rund um die Bachelor-Arbeit sowie deren Entwicklungsstand und Weiterentwicklung diskutiert.

Auseinandersetzung mit den Anforderungen an eine wissenschaftliche Abschlussarbeit (Termin 1) sowie Reflektion des Entwicklungsstandes und Weiterentwicklung der Bachelorarbeit (Termin 2-4).

Forschungsprozess im Überblick


In dieser Pflichtveranstaltung im Modul für Methoden der BWL liegt der Schwerpunkt auf dem grundlegenden Verständnis des Forschungsprozesses und dessen Struktur. Die Veranstaltung soll vermitteln, wie eine Forschungsfrage identifiziert und formuliert, theoretische Bezüge eingebettet und ein entsprechendes methodisches Vorgehen gewählt wird. Darüber hinaus ist die Dokumentation und Aufbereitung wissenschaftlicher Arbeiten Bestandteil der Veranstaltung.

Veranstaltung für Studierende des Major "Business Development" und "Finance & Accounting" im Modul "Research Methods"

Die Veranstaltung wird vorwiegend zweistündig und in den ersten vier Semesterwochen stattfinden. Die genauen Termine werden noch bekanntgegeben.

Ziel: Anhand der Inhalte der Veranstaltungen sollen die Studierende in die Lage versetzt werden, die Strukturen eines Forschungsprozesses auf die eigenen Arbeiten anzuwenden und eigenständig Forschungsprojekte entwickeln zu können.

Diese Veranstaltung dient zur Vorbereitung für die Wahlpflichtseminare „quantitative Methoden der Managementforschung“, „qualitative Methoden der Managementforschung“ sowie "quantitative Methoden in Finance & Accounting"

Prof. (apl.) Dr. Dawid Friedrich

Regionale Integration als Fall für internationale Beziehungen: Das Beispiel der Europäischen Union


Die Teildisziplin der Internationalen Beziehungen (IB) befasst sich mit der (Nicht-) Kooperation souveräner Nationalstaaten. War der Fall der europäischen Integration lange Zeit Gegenstand der IB, ist dies seit den 1990er Jahren deutlich umstrittener, da die Integration eine solche Tiefe erreicht hat, dass die EU von vielen Beobachterinnen als politisches System im Werden, und nicht als Internationale Organisation bezeichnet wird. In diesem Seminar wird jedoch argumentiert, dass die Gegenwart der EU nicht ohne ihre Vergangenheit verstanden und erklärt werden kann – mithin die Erkenntnisse der IB nach wie vor prägend sind. Vor diesem Hintergrund wird das Seminar eine historische Perspektive einnehmen und versuchen, das Heute der EU durch ihr Gestern verständlich zu machen.

Die Europäische Union (EU) ist eine bemerkenswerte politische Organisation, die seit ihrer Gründung nach dem Zweiten Weltkrieg gleichermaßen durch ihre Leistungen und Krisen die Forschung fasziniert hat. Während die EU heutzutage für viele Beobachterinnen vor allem einen großen Markt darstellt und für viele Bürgerinnen durch die gemeinsame Währung und Reisefreiheit präsent ist, hat sie sich auch zu einem wesentlichen politischen Akteur in so unterschiedlichen Politikfeldern wie Umweltpolitik, Außenpolitik und Handelspolitik entwickelt. Die Überreichung des Friedensnobelpreises 2012 an die EU weist jedoch auf ihre womöglich größte Leistung hin, die Abwesenheit von kontinentweiten, kriegerischen Großmachtkonflikten.

Nichtsdestotrotz können politische Beobachterinnen kaum umhin, den aktuellen Zustand als beklagenswert zu bewerten: antidemokratische Kräfte gewinnen / haben in vielen EU-Mitgliedsstaaten an Macht gewonnen; die EU Währungsunion ist seit der Finanzkrise 2008 immer noch nicht überwunden (Stichwort Niedrigzins); mit dem Vereinigten Königreich möchte ein Staat erstmals die Mitgliedschaft beenden; außenpolitisch ist sie nach wie vor zahnlos (s. Syrien; Lybien; drohender Handelskonflikt mit den USA).

Im medialen Dauerfeuer und dem bewussten Schüren von Dauererregung in den sozialen Medien durch viele Akteure geht allzu leicht unter, dass die heutige EU, ihre Institutionen, ihre Akteure, ihre Prozesse, ihre Leistungen, aber auch ihre Probleme oftmals ältere, historische Wurzeln haben.

Ziel: Dieses Seminar hat zum Ziel, der Dauererregung eine historische Perspektive entgegenzusetzen und somit zu einer Rationalisierung der politischen Betrachtung der EU durch die wissenschaftliche Perspektive beizutragen. Analytisch umklammert durch die Perspektive des historischen Institutionalismus und den Integrationstheorien wird der Gang der europäischen Integration nachgezeichnet, wobei besonderer Fokus auf Themen gelegt werden, die sowohl in der EU-Geschichte als auch heute bleibende Relevanz haben. Am Ende der Veranstaltung werden Sie einen profunden Überblick über die Geschichte der europäischen Integration haben, sich im Institutionengefüge der EU auskennen, aktuelle Herausforderungen in einen historischen Kontext einbetten, Grundzüge von theoretischen Erklärungsansätzen identifizieren können sowie Transferwissen entwickelt haben hinsichtlich der Argumentationsfähigkeit über europapolitische Themen.

IR theories applied: Analysing three cases of international politics


For many citizens, today’s international system is characterized by disorder, violence, risk and a lack of willingness to address common global challenges such as the climate crisis. The international state system changes into a multipolar order, the fate of International Organizations in an age of re-nationalisation and possible democratic decline is uncertain, as is the power of non-state actors. Yet, national policy-making and global governance are increasingly interwoven in complex multi-level structures. But how is it possible to explain these developments academically?

The academic discipline of International Relations offers a number of theories that seek to explain these developments in the international system. Based on the theoretical knowledge acquired in the theory seminar “Introduction into IR” (in the semester two of the Major Political Science), this class tries to use some of the theories as tools to better understand the emergence of new actors in international politics, to explain the successes and failures of international cooperation and to discuss the legitimacy of global governance.

The seminar will concentrate on the following three elements:

- Philosophy of Science and Methodology of IR,

- Research Design and Operationalization of IR theories,

- Empirical analysis of cases of international politics.

Ziel: By the end of the class, students will have learnt how to use the abstract IR theories for the analysis of exemplary cases of international politics and they will have conducted an empirical analysis. Students will be familiar with the international system’s core theoretical models and empirical facts, they will have applied theoretical knowledge on new, unfamiliar empirical cases in order to be able to develop well-founded and -considered assessments of different phenomena of 21st century’s international system. The empirical focus lie on well-researched cases so that students will be able to learn from existing research.

Geschichte der europäischen Integration


Die Europäische Union (EU) ist eine bemerkenswerte politische Organisation, die seit ihrer Gründung nach dem Zweiten Weltkrieg gleichermaßen durch ihre Leistungen und Krisen die Forschung fasziniert hat. Während die EU heutzutage für viele Beobachterinnen vor allem einen großen Markt darstellt und für viele Bürgerinnen durch die gemeinsame Währung und Reisefreiheit präsent ist, hat sie sich auch zu einem wesentlichen politischen Akteur in so unterschiedlichen Politikfeldern wie Umweltpolitik, Außenpolitik und Handelspolitik entwickelt. Die Überreichung des Friedensnobelpreises 2012 an die EU weist jedoch auf ihre womöglich größte Leistung hin, die Abwesenheit von kontinentweiten, kriegerischen Großmachtkonflikten.

Nichtsdestotrotz können politische Beobachterinnen kaum umhin, den aktuellen Zustand als beklagenswert zu bewerten: antidemokratische Kräfte gewinnen / haben in vielen EU-Mitgliedsstaaten an Macht gewonnen; die EU Währungsunion ist seit der Finanzkrise 2008 immer noch nicht überwunden (Stichwort Niedrigzins); mit dem Vereinigten Königreich möchte ein Staat erstmals die Mitgliedschaft beenden; außenpolitisch ist sie nach wie vor zahnlos (s. Syrien; Lybien; drohender Handelskonflikt mit den USA).

Im medialen Dauerfeuer und dem bewussten Schüren von Dauererregung in den sozialen Medien durch viele Akteure geht allzu leicht unter, dass die heutige EU, ihre Institutionen, ihre Akteure, ihre Prozesse, ihre Leistungen, aber auch ihre Probleme oftmals ältere, historische Wurzeln haben.

Ziel: Dieses Seminar hat zum Ziel, der Dauererregung eine historische Perspektive entgegenzusetzen und somit zu einer Rationalisierung der politischen Betrachtung der EU durch die wissenschaftliche Perspektive beizutragen. Analytisch umklammert durch die Perspektive des historischen Institutionalismus wird der Gang der europäischen Integration nachgezeichnet, wobei besonderer Fokus auf Themen gelegt werden, die sowohl in der EU-Geschichte als auch heute bleibende Relevanz haben. Am Ende der Veranstaltung werden Sie einen profunden Überblick über die Geschichte der europäischen Integration haben, sich im Institutionengefüge der EU auskennen, aktuelle Herausforderungen in einen historischen Kontext einbetten, Grundzüge von theoretischen Erklärungsansätzen identifizieren können sowie Transferwissen entwickelt haben hinsichtlich der Argumentationsfähigkeit über europapolitische Themen.

Globales Regieren und die Produktion kollektiver Güter


Politik kann als Regelung der Angelegenheiten eines Gemeinwesens durch verbindliche Entscheidungen definiert werden. Welche Güter als Angelegenheiten des Gemeinwesens verstanden werden, und mithin dem Individuum (teilweise) entzogen ist, wodurch ein Gemeinwesen konstitutiert wird, wie die verbindlichen Entscheidungen von welchen Akteuren hergestellt werden, ist jedoch alles andere als trivial und wird von allen politikwissenschaftlichen Teildisziplinen aus unterschiedlicher Perspektive wissenschaftlich bearbeitet.

Ungeachtet der momentan lautstarken nationalistischen Töne in so unterschiedlichen politischen Gemeinwesen wie den ältesten modernen Demokratien USA und UK, in jungen Demokratien wie z.B. in Osteuropa, oder in autoritären (z.B. Russland) oder gar mit totalitären Zügen behafteten Gemeinwesen (z.B. China), haben die komplexe globale Interdependenz von Problemlagen die traditionell in der Politikwissenschaft behaupteten Grenzen zwischen Innen- und Außenpolitik, zwischen hierarchischer Steuerung und anarchischem Mächtegleichgewicht, zwischen formellen und informellen Steuerungspraktiken, zwischen staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren zunehmend aufgeweicht und transzendiert und zu Rekonfigurationen von institutionellen Settings und Praktiken geführt.

Auch die Politikwissenschaft hat insofern darauf reagiert, als dass die Grenzen zwischen den Teildisziplinen zunehmend verwischen. Die Internationalen Beziehungen beschäftigen sich mit innerstaatlichen Prozessen, die Policy-Analyse analysiert internationale Phänomene, die politische Soziologie hat sich transnationalisiert und die Politische Theorie befragt ihre Kernkonzepte auf ihre Rückgebundenheit zu nationalstaatlichen Grenzen.

Vor dem Hintergrund dieser Beobachtungen und Überlegungen stellt dieses Seminar vorwiegend Fragen: welche (territorialen) Grenzen gibt es für welche kollektiven Güter? Welche institutionellen Settings zu ihrer Produktion haben sich herausgebildet? Gibt es wesentliche Akteure, die in diesen Settings tätig sind? Wie lässt sich das alles verstehen, erklären, bewerten?

In diesem Seminar werden politikwissenschaftliche Erkenntnisse aus der Staatstransformationsforschung und der sog. Global Governance Literatur miteinander verknüpft, um sich diesen Fragen zuzuwenden.

Während einige Beobachter_innen "Global Governance" als Chance für den Nationalstaat und die Politik ansehen, Effektivität und Legitimität ihres Handelns auch unter Bedingungen von Globalisierung aufrecht zu erhalten, beurteilen andere beides äußerst kritisch. Die Beantwortung politikwissenschaftlicher Kernfragen wie "Wer regiert auf welcher Rechtfertigungsbasis (nicht) erfolgreich?" erscheint äußerst kontrovers und für den politischen Bürger kaum zu durchschauen.

Ziel: Das Ziel dieses Seminars ist es, in zentrale Begrifflichkeiten der genannten Literatur einzuführen, über Analysemöglichkeiten zu informieren und ausgewählte empirische Problemfälle einer (akteursorientierten) Beschreibung, Erklärung und Bewertung zuzuführen.

Fachspezifisches Verknüpfungsangebot für Politikwissenschaften


Prof. Dr. Rolf Großmann

Medienliteralität


Praxisorientierte Zusammenführung und Reflexion der individuellen Studienschwerpunkte in einer Anwendung/Präsentation unter Verwendung digitaler Medien; Erprobung von thematischen Clustern sowie Modellen der Präsentation und Kooperation. Erprobung experimenteller Verfahren in der Gestaltung von Interfaces und ästhetischen Artefakten.

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Ergänzend zum üblichen Seminarprocedere gibt es im Wintersemester 19/20 für 8 Seminarteilnehmer*Innen die Möglichkeit, an der Cross Innovation Class der Hamburger Kreativ Gesellschaft teilzunehmen, die dieses Jahr unter dem Motto „Smart City Solutions“ stattfinden wird. Bei der Cross Innovation Class werden für diverse Praxispartner in Gruppen Konzepte und Prototypen zu Problemstellungen der Partner erarbeitet. Die Gruppen setzen sich dabei aus Studierenden mehrerer Hochschulen (FH Wedel/Smart Technology, AMD Hamburg/Raumkonzept & Designmanagement, HAW/Medieninformatik, HafenCity Universität/Kultur der Stadtplanung, HfMT/Kultur- und Medienmanagement) zusammen. Praxispartner im WS 19/20 werden unter anderem Unbill-Rodamco-Westfield, Remondis und STRÖER sein. Die Treffen mit der Class finden im Hamburger Oberhafen oder bei den teilnehmenden Hochschulen statt und ersetzen die Präsenzzeit in den Medienliteralitäts-Seminaren an der Leuphana. Interessenten schreiben bitte eine E-mail an Moritz Höger (Tutor). Einen vorläufigen Ablaufplan der Cross Innovation Class findet ihr unter

https://www.scribd.com/document/426799984/Projektablauf-Cross-Innovation-Class.

Tabelle zur Ideen- und Gruppenfindung:

https://docs.google.com/document/d/1xHWyhjhcjlgoXkBbXZtY0watB-6_FkdXQzbthGItcPw/edit?usp=sharing

Ziel: Erstellung einer multimedialen Präsentation bzw. 'digitalen Mappe' als Dokumentation und Reflexion des gewählten Studienschwerpunkts. Erwerb fortgeschrittener Medienkompetenz im Umgang mit digitalen Medien und Programmtools.

Computer als Medium Gruppe B


1. Textstrukturierung und -satz

2. JavaScript

3. Maschinelles Lernen

4. Digitales Audio

5. Digitale Fotografie

6. Digitales Video

Überblicksveranstaltung über die verschiedenen Mediensparten. Die Studierenden führen sich gegenseitig ihre Arbeitsergebnisse und theoretischen Reflexionen vor.

Ziel: Die unterschiedlichen konkreten Ausprägungen des Computers als Medium aus dem ersten Teil des Moduls werden hier im zweiten Teil der ganzen Gruppe vorgeführt. Im Seminargespräch wird geklärt, welche Zusammenhänge zwischen den auf den ersten Blick so divergierenden Phänomenen digitaler Medien bestehen.

Klang, Raum, Bewegung. Gestaltung interaktiver Klangobjekte und -installationen


Die Veranstaltung beschäftigt sich mit der Theorie und Praxis auditiver Gestaltung in interaktiven Umgebungen. Gegenstände des Seminars werden sowohl Klanginstallationen als auch Interfaces mit eher instrumentalem Charakter sein. Wir werden Beispiele aus beiden Bereichen analysieren sowie die unterschiedlichen Möglichkeiten digitaler Gestaltung im audioLab an eigenen Projekten erproben.

Teil des Seminars werden zwei Gastvorträge von Soundkünstlern sein.

Die Veranstaltung wird auch als "Lehrforschungsprojekt" angeboten. In diesem Fall kann die Erarbeitung eines ausführlichen Konzeptpapiers Gegenstand der Prüfungsleistung sein.

Ziel: Als Ergebnis sollen jeweils in Kleingruppen oder individuell erarbeitete Installations- oder Interface-Projekte mit einer entsprechenden Dokumentation entstehen.

Sound Studies


Eine Einführung in Gegenstände und Methoden der Sound Studies.

Sound Studies sind wissenschafts- und institutionengeschichtlich der Versuch, ein neues akademisches Feld im Bereich auditiver Kultur abzustecken. Dieses Feld ist transdisziplinär angelegt und enthält im Kern musikwissenschaftliche, medienwissenschaftliche und kulturgeschichtliche bzw. -theoretische Elemente. Dabei spielen sowohl ästhetische wie auch alltagskulturelle Gegenstände und Praxen eine wichtige Rolle. Die Veranstaltung wird sich – entsprechend ihrer Position im Master – vorrangig mit den medienspezifischen Aspekten der Sound Studies beschäftigen.

Im ersten Drittel des Seminars wird anhand diverser Sound Studies Reader das Themenfeld erschlossen, um dann anhand von Aspekten der auditiven Medienkultur ins Detail zu gehen. Ein prominentes Literaturbeispiel ist der vor kurzem erschienene Band "MP3: The Meaning of a Format" von Jonathan Sterne. Einen weiteren Schwerpunkt bildet das Feld 'Urban Sound Research'

Literatur zur Einführung:

s. Hyperlink oben

Ziel: Die Studierenden erarbeiten sich einen Überblick über Gegenstände und Methoden der Sound Studies und vertiefen – entsprechend ihren Interessen – Teildiskurse einer medienbezogenen auditiven Kultur.

Medien, Genres, Orte aktueller Soundkulturen


Das Seminar wird sich mit aktuellen Diskursen aus dem Bereich medial produzierter und vermittelter Musik beschäftigen. Wir werden dies themen- und literaturbezogen tun, wobei die Gegenstände aus dem Kreis der Seminarteilnehmerinnen und Seminarteilnehmer kommen sollen. Dabei sind Felder wie „Was ist zurzeit innovative Musik?“ „Was sind zur Zeit vorherrschende Gestaltungsprinzipien?“ „In welchem Verhältnis zur Tradition steht aktuelle Musik?“ „Was heißt kulturwissenschaftliche Annäherung im Bereich der Musik?“ etc. angesprochen. Die Form wird eher die eines Kolloquiums sein, in dem wir über Musikbeispiele und ausgewählte Texte sprechen.

Univ.-Prof. Dr. phil. Christoph Jamme

Forum


The panel of the module „Wissenschaft lehrt Verstehen“ will negotiate the topic „ Cultural Identity vs. global cultures?“. This panel offers rich discussions, disputes and consensuses; at the same time it should be seen as a place where students have the possibility to get to know each other while debating about chances and risks of digitalization.

Heidegger: Zur Bestimmung der Philosophie


Heideggers Vorlesung aus dem Kriegsnotsemester 1919 "Die Idee der Philosophie und das Weltanschauungsproblem" ist bahnbrechend und antizipatorisch für den Denkweg Heideggers und machte schnell Sensation in den philosophischen Kreisen, schon allein wegen der neuartigen Sprache. Heidegger sieht hier das Theoretische nur als ein abgeleitetes Phänomen aus einer vorteoretischen Sphäre. Doch Heidegger hat nur Motive angesprochen, aber kein systematisches Tableau entwickelt. Deshalb geht bis heute der Streit, ob es sich um eine 'Identitätsphilosophie'(C.F.Gethmann)im Sinne Bergsons oder eine Umwandlung der Transzendentalphilosophie in eine Hermeneutik (so O.Becker)handelt.

Im Seminar soll diese Vorlesung und ev. zeitlich benachbarte Kollegs gelesen und im Kontext von Heideggers Position zwischen Dilthey und Husserl interpretiert werden.

Ausgaben:

Martin Heidegger: Zur Bestimmung der Philosophie. Frankfurt a.M.1987(=Gesamtausgabe II.Abteilung, Bd 56/57)

Martin Heidegger: Grundprobleme der Phänomenologie. Frankfurt a.M.1993(= Gesamtausgabe. II.Abt. Bd.58)

Zur Einführung:

Marion Heinz: Philosophie und Weltanschauung. In: Studia Phaenomenologica No. 3-4/2001. Bukarest

Heidegger 1919-1929. De l'herméneutique de la facticité à la métaphysique du 'Dasein'. Edité par Jean-Francois Courtine. Paris 1996

Georg Imdahl: Das Leben verstehen. Würzburg 1997

Heidegger-Handbuch. Leben-Werk-Wirkung. Hg.v. Dieter Thomä. Stuttgart/Weimar 2003

Kant: Einführung in die Metaphysik der Sitten


Die GRUNDLEGUNG ist die erste Schrift Kants, die Fragen der Moralphilosophie zum Inhalt hat. Sie erschien 1785, 4 Jahre nach der KRITIK DER REINEN VERNUNFT. Die Schrift ist kurz , einfach gegliedert und verständlich geschrieben und eignet sich daher als Einführung in Kants Ethik. Erstmals formuliert Kant hier die Prinzipien einer universalistischen Ethik der Autonomie, deren Einfluss bis heute ungebrochen ist.

Die Schrift soll im Seminar gründlich gelesen und interpretiert werden. Referate zu einzelnen Abschnitten sind willkommen und können auch schon in den Semesterferien verabredet werden.

Ausgaben:

I.Kant: Grundlegung zur Metaphysik der Sitten. Reclams UB 4507/07a

Annotierte/Kommentierte Ausgaben:

-Immanuel Kant: Grundlegung zur Metaphysik der Sitten. Kommentar von Christoph Horn, Corinna Mieth und Nico Scarano. Frankfurt a.M. 2007

-Immanuel Kant: Grundlegung zur Metaphysik der Sitten. Mit einer Einleitung, Sachanmerkungen, Personen- und Sachregister sowie einer aktualisierten Bibliographie neu hg.v. Bernd Kraft und Dieter Schönecker. Hamburg 1999(PhB 519)

Kommentar:

Richter, Philipp: Kants "Grundlegung zur Metaphysik der Sitten". Ein systematischer Kommentar. Darmstadt 2013

Wichtige Forschungsliteratur:

-Herbert J.Paton: The Categorical Imperative. London 1958. Deutsch Berlin 1962

-Ch.M.Korsgaard: Creating the Kingdom of Ends. Cambridge 1996

-G.Geismann: Die Formeln des kategorischen Imperativs. In: Kant-Studien 93(2002), 374-384

-Dieter Schönecker: Kant:Grundlegung III. Die Deduktion des kategorischen Imperativs. Freiburg 1999

Hegels Lehre von der Dichtung


Am Ende seiner VORLESUNGEN ÜBER DIE ÄSTHETIK entfaltet Hegel unter den romantischen Künsten nach Malerei und Musik auch eine Lehre von der Dichtung. Dieser Abschnitt der Ästhetik soll in gemeinsamer Lektüre erschlossen werden. Referate zu den einzelnen Gattungen wie Lyrik, Epik und Drama sind willkommen und können auch schon in den Semesterferien verabredet werden.

Ausgabe:

G.W.F. Hegel: Vorlesungen über die Ästhetik III. Frankfurt a.M.: Suhrkamp 1970 u.ö.(Werke in 20 Bdn. Bd 15)

Zur Einführung:

Frank Dietrich Wagner: Hegels Philosophie der Dichtung. Bonn 1974

Forumsveranstaltung Wissenschaft lehrt Verstehen


In der Forumsveranstaltung des Moduls "Wissenschaft lehrt Verstehen" wird das Semesterthema "Kulturelle Identität vs. globale Kulturen"? in Überblicken vorgestellt . Diese Veranstaltung ist ein Markt für Diskussionen, Differenzen und Konsense, vor allem aber ein Ort für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Leuphana Semesters einander kennenzulernen und sich über das gemeinsame Thema in Debatten auszutauschen.

Prof. Dr. Volker Kirchberg

Forschungsmethoden der Kulturwissenschaften


In der Ringvorlesung für alle Studierenden des

Hauptfachs (Major) Kulturwissenschaften werden grundlegende methodische und theoretische Herangehensweisen der Kulturwissenschaften erläutert sowie exemplarisch an verschiedenen Feldern und Gegenständen der Lüneburger Kulturwissenschaften vorgestellt und veranschaulicht.

Zusätzlich wählt jede/r Studierende ein Vertiefungsseminar aus dem Angebot aus. Hier werden spezifische Methoden und Theorien vertiefend behandelt und oft auch selbst erprobt. Sie sind frei in Ihrer Wahl im Rahmen der zur Verfügung stehenden Plätze. Die Vertiefungsseminare sind also nicht an spezielle Vertiefungsgebiete gebunden. Zu den Themen der Vertiefungsseminare vgl. die Überblicksliste in myStudy.

Forschungskolloquium Soziologie und Kulturorganisation


Forschungskolloquium Soziologie und Kulturorganisation

Das Promotionskolloquium dient der Präsentation und vertieften Diskussion der Forschungsvorhaben im Kreise der Mitglieder des Promotionskollegs. Pro Kandidat/Kandidatin steht üblicherweise 1 Stunde für Vortrag und Diskussion zur Verfügung. Die Präsentationen und Diskussion finden in deutscher und englischer Sprache statt.

Ziel: Die Veranstaltung gibt den DoktorandInnen die Möglichkeit, im Rahmen einer Fachöffentlichkeit (bestehend aus den Mitgliedern des Promotionskollegs und etwaigen eingeladenen Gästen) ihr jeweiliges Promotionsvorhaben vorzustellen, konzeptuelle und methodische Fragen zu reflektieren und bereits fortgeschrittene Teile der Arbeit zur Diskussion zu stellen.

Kulturorganisation


Eine Einführung in das kulturwissenschaftliche Gebiet der Kulturorganisation bedarf einer Positionierung in das gesamte System aus Produktion (Kreation), Distribution (Vermittlung) und Rezeption (Konsum) von Kultur. Dies geschieht in den ersten beiden Sitzungen zur "kulturellen Raute" und zu Howard Beckers Art World-Konzept. Zentral für das heutige, internationale Verständnis von Kulturorganisationen ist weiter Petersons Production-of-Culture-Theorie - ebenfalls noch eine Einführung in das Thema.

Um weiter allerdings Kulturorganisationen in ihrem Aufbau, mit ihren Entscheidungen und ihren Wandlungen zu begreifen muss man detaillierter allgemeine Organisationstheorien angehen. Die oft scheinbar irrationalen Verhaltensformen von Organisationen insbesondere im Kulturbetrieb lassen sich mit diesen Theorien begreifen. Diese Theorien werden deshalb im zweiten Teil der Vorlesung vorgestellt: Kulturbetriebslehre, Neo-Institutionalimus und temporäre projekt- und netzwerkbasierte Kulturorganisation.

Im letzten Teil des Seminars werden dann weitere zentrale kulturwissenschaftliche Theorien der Kulturorganisation und Kulturvermittlung vorgestellt, Adornos Kulturindustrie-Begriff, Fiskes Cultural Studies-Ansatz und last but not least Bourdieus Theorie der kulturellen Distinktion und seine Feldtheorie der kulturellen Produktion.

Ziel: Verständnis der wichtigsten Theorien zur Kulturorganisation und Kulturvermittlung.

Masterforum Soziologie und Kulturorganisation


Das Masterforum des Instituts für Soziologie und Kulturorganisation richtet sich an alle Masterstudierenden, deren Masterarbeiten von Lehrenden des ISKO betreut werden, aber auch in Ausnahmefällen an andere Studierende. Am 16.10 wollen wir einen Überblick über die Zahl und die Themenfelder dieser laufenden Masterarbeiten gewinnen und auf dieser Grundlage die Termine und den Modus des Masterforums festlegen. In jedem Fall ist das im Rahmen der Masterarbeit geplante Vorhaben im Forum vorzustellen und an der Vorstellung der anderen Masterarbeiten teilzunehmen.

Inhaltsanalyse von Interviews


Nach einer Einführung in Erhebungen mittels Experteninterviews (v.a. Gläser & Laudel 2006) wird sich der Inhaltsanalyse von Interviews durch die Systematik der Extraktion, der Kategorienbildung und weiteren Auswertungsschritten (nach Mayring 2007, Gläser & Laudel 2006, Kuckartz 2005 et al.) genähert. Diese theoretisch-methodischen Erläuterungen ("Trockenübungen") in der ersten Hälfte des Seminars werden dann in der zweiten Hälfte durch praktische Übungen mit dem Softwareprogramm Atlas.ti zur systematischen Inhaltsanalyse (von Interviews und anderen Texten, z.B. aus Blogs, Webseiten, offiziellen Broschüren) ergänzt. Dafür stellt der Dozent eigene Interviewtexte aus seiner Forschung zur Kunst und Künstler als Teil der Hamburger Stadtentwicklung zur Verfügung. Die verbesserten Möglichkeiten des Programmes Atlas.ti (auch und gerade im Vergleich zu MaxQDA) werden hier praktisch vorgeführt und die SeminarteilnehmerInnen ermuntert, diese Analysemethode (unter Zuhilfenahme von Atlas.ti) auch für Qualifikationsarbeiten zu verwenden.

Ziel: Erwerben von Kenntnissen in qualitativer Inhaltsanalyse

Erwerben von Kenntnissen zur Durchführung von (Experten-)Interviews

Erwerben von Kenntnissen der Inhaltsanalyse (Extraktion, Kategorienbildung, induktive und deduktive Kategorienverknüpfung)

Erwerben von Fähigkeiten zur systematischen Inhaltsanalyse mit dem Softwareprogramm Atlas.ti

Erwecken des Interesses an systematischer Inhaltsanalyse für eine zukünftige Qualifikationsarbeit

Prof. Dr. -Ing. Ursula Kirschner

Masterforum Institut für Stadt- und Kulturraumforschung


Vielfältige Inhalte unterschiedlicher Forschungsarbeiten werden im Masterforum gemeinsamt diskutiert, um den einzelnen Studierenden eine Hilfestellung bei der Abfassung der eigenen Arbeit zu geben.

Ziel: Die Studierenden lernen, eine präszise Fragestellung zu entwickelt, geeignete Methoden zur Erforschung auszuwählen und in einem angemessenen Text abzufassen.

Promotionskolloquium des Instituts für Stadt- und Kulturraumforschung


Im Promotionskolloquium des Institutes für das Stadt- und Kulturraumforschung (IfSK) werden Doktorand_innen aus den Bereichen Baukultur und Kulturgeografie die Möglichkeit gegeben, ihre Forschungsansätze und -methoden zu präsentieren und interdisziplinär zu diskutieren.

Themen der Baukultur als ein wesentliches Element der verantwortlichen Gestaltung unserer Umwelt, die betrachtet werden, sind: städtische Raumgestaltung und Aufenthaltsqualität, Gebäudegestaltung und künstlerischer Ausdruck, internationale kulturelle Zusammenhänge und inter- und transkulturelle Studien, Raumwahrnehmung und Raumdarstellung sowie die Baukultur als gesellschaftliche Aufgabe.

In der Kulturgeographie spielt die Frage nach dem Bezug zum Raum eine wesentliche Rolle. Schwerpunkte bilden urbane Räume mit stadtgeographischen Fragestellungen zur geographischen Verkehrsforschung und zur Wirtschaftsgeographie.

Der russische Konstruktivismus und das Bauhaus


In den 20er Jahren des 20zigsten Jahrhunderts, in einer Phase, in der in Russland und Deutschland sowie in anderen europäischen Staaten nach einer neuen Wohnkultur und Stadtgestaltung gesucht wurde, wurde in den beiden Schulen die Rolle der Kunst in der Gesellschaft neu interpretiert. Die Kunst und die Künstler*innen sollten hier eine gestaltende Kraft übernehmen und die Überwindung des Akademismus hin zu einer kollektiven Lebensgestaltung vorantreiben (Haus, 1999). In diesem Seminar wird herausgearbeitet, wie diese beiden Schulen eine Erneuerung der Gesellschaft und die Erziehung eines neuen Menschen durch soziale Effekte der Architektur zu lösen suchten. Und wie die beiden Bewegungen das idealisierte Menschen- und Gesellschaftsbild zeichneten, dessen Verwirklichung in der Realität durch Künstler*innen und Architekt*innen als gestaltende Kraft getragen werden sollte. Hierbei wird insbesondere das Selbstverständnis der Frau in den beiden Gesellschaften betrachtet.

Es erfolgt eine Einführung in die architektonischen und städtebaulichen Gestaltungsprinzipien dieser beiden Schulen.

Ziel: Ziel dieses Seminars ist es die gesellschaftlichen Zusammenhänge dieser Schulen im Kontext der politischen Situation zu analysieren.

Urbane Grünräume


Diese Lehrveranstaltung befasst sich mit dem Thema "Grün in der Stadt". Das Thema wird aus aktueller und baugeschichtlicher Perspektive beleuchtet und behandelt Grünflächen im urbanen Raum aus interdisziplinärer Perspektive. Die Kulturgeschichte von Gärten und Parks im europäischen und internationalen Kontext ist dabei ebenso Gegenstand wie neuere Tendenzen der Grünplanung. Urban Gardening, Dachbegrünung und verschiedene Elemente klimaschützender Grünplanung werden im Seminar untersucht und diskutiert. Dabei liegt besonderes Augenmerk auf dem Funktionswandel von Gärten, Parks und Grünplanungselementen in verschiedenen Epochen und Räumen der Welt.

Welche Rolle kommt dem Garten als architekturgeschichtliches Element zu, wie unterscheiden sich öffentliche und private Grünräume?

Welchen Zweck verfolgen Naherholungskonzepte, integrative Grünplanungsansätze und klimaregulierende Grünflächenplanung heute?

Grünplanungselemente werden unter verschiedenster Perspektive in den Blick genommen und auf planerische, kulturelle und baukulturelle Funktionalität hin untersucht.

Das wissenschaftliche Bild


Das Seminar nutzt die visuelle Kommunikation zur Wissensdarstellung und versucht dem Bild einen Mehrwert gegenüber dem Text einzuräumen. Bilder können Informationen über anschauliche Merkmale und räumliche Zuordnungen oft besser vermitteln als Text. In den Naturwissenschaften sind Bilder in der Wissensvermittlung unverzichtbar: Karten in der Geographie, Fotos in der Biologie, anatomische Zeichnungen in der Medizin, Diagramme in der Mathematik, technische Zeichnungen in den Ingenieurwissenschaften.

Über die übliche Diagramm- oder Modelldarstellung (Balken, Säulen, Punkte, Linien,etc.) hinaus, möchte ich im Seminar gemeinsam andere Darstellungsarten erproben. Dabei sollen Themen aus der eigenen wissenschaftlichen Arbeit als Praxisbeispiel dienen.

Folgende Literatur wird empfohlen:

Envisioning Information. Edward R. Tufte. Graphics Press. 1990

Dona M. Wong, The Wall Street Journal. Die perfekte Infografik. Wie man Zahlen, Daten, Fakten richtig präsentiert – und wie nicht. Redline Verlag. 2011

The Scientific Image, from Cave to Computer. Harry Robin. W. H. Freemann ans Company, Publishers. 1993

Friedrich Forssman und Hans Peter Willberg. Erste Hilfe in Typografie. Ratgeber für Gestaltung mit Schrift. Verlag Hermann Schmidt. 1999

Infografiken. Visualität und Wissensaneignung in der mediatisierten Welt. Lutz Peschke. Springer. 2018

Storytelling mit Daten. Die Grundlagen der effektiven Kommunikation und Visualisierung mit Daten. Cole Nussbaumer Knaflic. Franz Vahlen. 2017

Materialität der Diagramme. Susanne Leeb (Hg.) Berlin 2012

+ultra gestaltung schafft wissen. Nikola Doll, Horst Bredekamp und Wolfgang Schäffner (Hg.) Berlin 2016

Ziel: Fähigkeit im Umgang mit analogen und digitalen Visualisierungstechniken.

Prof. Dr. Sven Kramer

Benjamin und Adorno über Literatur und Medien


Walter Benjamin und Theodor W. Adorno gehören zu den prägenden Intellektuellen des 20. Jahrhunderts. In der von ihnen mitbegründeten Kritischen Theorie knüpften sie u. a. an die Aufklärung, an Freud und an Marx an. Einige ihrer literatur- und medientheoretischen Schriften gelten heute als Grundtexte der Kulturwissenschaften, etwa Benjamins Kunstwerk-Aufsatz oder Adornos Einlassungen über die Kulturindustrie. Im Seminar sollen die – zum Teil gedanklich und sprachlich recht komplexen – Texte in gemeinsamer Lektürearbeit rekonstruiert und diskutiert werden. Neben den genannten Themen wird es um die brieflich geführten Debatten zwischen beiden Intellektuellen gehen sowie um Autoren, über die beide gearbeitet haben, zum Beispiel Kafka, Brecht, Hölderlin.

Text - Wissen - Kultur


Die Veranstaltung bildet die Einführung in den Schwerpunkt "Textkulturen: Philosophie, Literatur, Geschichte".

Wir sind immer und überall von Texten umgeben und bilden unser Bewusstsein in Auseinandersetzung mit ihnen: von Goethe bis Twitter, von Kant bis Wikipedia. Was haben all diese Texte gemeinsam – und wie unterscheiden sie sich? Wie sind sie zustande gekommen und welche logischen, rhetorischen und ästhetischen Merkmale zeichnen sie aus? Wie können sie gelesen werden – und welche Lektüren legen sie von sich aus nahe? Welche Wirkungen zeitigen sie in unseren Lebenswelten und welche Ordnungen des Wissens implizieren sie?

Gegenstand des Schwerpunkts "Textkulturen", dessen Fokus auf literarischen, philosophischen und naturwissenschaftlichen Texten liegt, sind einerseits jene Formationen, die das textbasierte Wissen in historisch und räumlich unterschiedenen Kulturen bildet. Andererseits thematisiert er jene vielgestaltigen Praktiken im Umgang mit Texten, die sich in einer mittlerweile Jahrtausende langen Entwicklung herausgebildet haben und gerade im digitalen Zeitalter wieder entscheidende Bedeutung erlangen: gemeint sind methodisch reflektierte Verfahrensweisen des Verstehens, der Deutung und der Kritik.

Die Lehrveranstaltung wird von Sven Kramer und Roberto Nigro in aufeinander abgestimmten Sitzungen durchgeführt. In der Take-Home-Klausur werden in gleichem Umfang Fragen von beiden Seminarleitern gestellt.

Kramers Seminarteil fokussiert auf literarische und ästhetische Zugänge und umfasst Gegenstandsbereiche wie: Text und Werk, Wissen, Erinnerung, Geschichte. Mit Hilfe theoretischer Zugänge sowie an Beispielen aus der Literatur soll die Interdependenz der drei Begriffe Text – Wissen – Kultur herausgearbeitet werden.

Nigros Seminarteil fokussiert auf philosophische Zugänge und widmet sich dabei ausgewählten Texten der französischen Philosophie und italienischen Literatur- und Kulturtheorie. Er thematisiert das Verhältnis zwischen Sagbarem und Sichtbarem, Diskurs und Form, Sprache und Bildern.

Aktuelle Theaterproduktionen


Im Mittelpunkt des Seminars steht die Auseinandersetzung mit aktuellen Inszenierungen. Für jede Produktion sollen die für sie spezifischen Charakteristika bestimmt und theoretisch vertieft werden. Dazu werden u. a. Begriffe der Aufführungsanalyse erarbeitet und herangezogen. Soweit möglich, wird auch das Gespräch mit Theaterpraktikern gesucht. Die Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmer wählen die vom Seminar zu besuchenden Theaterproduktionen (z. B. in Hamburg, Hannover oder Lüneburg) am Beginn des Semesters aus. Angestrebt wird der Einblick in ein möglichst breites Spektrum aktueller künstlerischer Theaterpraktiken.

Essayismus in Literatur und Film


Die literaturwissenschaftliche Gattungstheorie gesteht dem Essay und verwandten Formen eine eigene Sparte der ›nichtfiktionalen Kunstprosa‹ zu, hat aber immer wieder mit der Frage zu kämpfen, inwieweit es sich beim Essay nur um ein ›Mischprodukt‹ zwischen künstlerischem und wissenschaftlichem Schreiben handle. Andere Begriffsbestimmungen gehen von einer essayistischen Haltung aus, die es seit Montaigne gebe. Der Essayfilm bezieht sich auf diese Bestimmungen und entwickelt sie in eine neue Richtung: Durch die veränderte Wertigkeit von Schrift, Wort und Begriff sowie dem Hinzutreten der Bilder gelten im audiovisuellen Medium veränderte Voraussetzungen. Anhand ausgewählter literarischer und filmischer Essays soll die Frage des Essays und des Essayismus in Bezug auf den Medienvergleich akzentuiert werden.

Promotionskolloquium PLG


Promovierende des Forschungskollegs für Philosophie, Literatur und Geschichte präsentieren ihre Projekte und erläutern sie in der folgenden Diskussion mit den Teilnehmenden des Kollegs.

Prof.Dr. Pierangelo Maset

Einführung in die Kunstpädagogik


Zeitgenössische Kunstvermittlung


Raum Zeit Handlung


1.Semester - Ästhetische Operationen und Dichte Beschreibungen


Forschendes Lernen in der Kunstvermittlung bedeutet, sich mit ästhetischen Fragen individuell auseinanderzusetzen, Formen und Inhalte zu entwickeln und Methoden und Verfahren zu erproben. ÄSTHETISCHE OPERATIONEN befähigen die

Studierenden zu einem kreativen und bildenden Unterricht, der die praktischen wie die theoretischen Unterrichtsgegenstände entfaltet. ÄSTHETISCHE OPERATIONEN bestehen aus einem Bündel von Methoden, Verfahren und Techniken.

Unterricht = GESTALTUNGSAUFGABE & FORMFRAGE & WISSEN & HANDLUNG & EXPERIMENT &

Ziel: Kenntnis, Anwendung und Reflexion Ästhetischer Operationen.

Kenntnis, Anwendung und Reflexion der "Dichten Beschreibung" (Clifford Geertz).

Entwicklung einer HALTUNG zur KUNST und ihrer VERMITTLUNG.

Prof. Dr. rer. pol. Ferdinand Müller-Rommel

Politische Eliten in der Demokratie


Prof. Dr. Emer O'Sullivan

Sherlock Holmes. From Victorian Detective to Pop Cultural Icon


Sherlock Holmes is doubtlessly the most famous and popular detective literature has ever produced. First appearing in the story A Study in Scarlet, in 1887 and subsequently featuring in four novels and 56 short stories by Arthur Conan Doyle, he has since been adapted into every possible medium, as well as being the subject of countless prequels and sequels. In this seminar we will engage with the Victorian Sherlock Homes and the beginnings of the detective genre, looking at the images of modernity and modern science the stories present as well as the role of gender and race in them. We will look at a selection from the vast number of adaptations– including the film about the aged detective, Mr. Holmes (2015) and, of course, the BBC series „Sherlock“ (with Benedict Cumberbatch) which not only refers to the canon but takes different elements from it, transports them into our digital age and gives them a new, postmodern, twist. In the seminar we will engage with theories of adaptation and intertextuality and will ultimately try to identify the reasons for the perennial popularity of this iconic figure.

Ziel: This seminar aims to increase students’ appreciation and knowledge of a genre (detective novel), a specific historical context (the Victorian Era) and strategies and forms of adaptation and serialisation. It further aims to develop students' ability to analyse contemporary cultural products which retrospectively engage with a historical era. Their analytical skills of Victorian detective fiction as well as current film and tv adaptations of it will be further honed by working with a theory of intertextuality which will help identify strategies and practices of adapting literary works. Looking at contemporary film and tv adaptations, students will acquire competencies in analysing multimodal texts and will learn to probe the ways in which – and the reasons why – cultural products today interact with and recontextualise literature from the past.

Literary Topics and Texts


This seminar is tailored to the needs of future teachers at Berufsbildende Schulen by focussing on canonical and other narrative, dramatic and multimodal texts from the school curricula. It provides a firm grounding in theoretical and analytical approaches, addressing literary, cultural and social aspects of the texts in question. We will decide in the seminar from a range of narrative, dramatic and multimodal texts which specific ones we will focus on.

Ziel: This course deals with literary themes and genres from a theoretical perspective. It aims to develop students' understanding of representative literary works (fiction, drama) and mutimodal texts (graphic novels, films), to increasing their knowledge of cultural and social contexts and to deepen their analytic skills through the study of literary theory.

Promotionskolloquium PLG


Promovierende des Forschungskollegs für Philosophie, Literatur und Geschichte präsentieren ihre Projekte und erläutern sie in der folgenden Diskussion mit den Teilnehmenden des Kollegs.

The Great Gatsby: novel, films, translations


The Great Gatsby by F. Scott Fitzgerald, published in 1925 at the height of the ‘Roaring Twenties’, is a story about one man’s version of the American Dream. In 1999, in an end-of-the-millennium list compiled by the Modern Library, a committee of editors, writers, and scholars voted The Great Gatsby the best American novel of the 20th century, and in 2002 Book magazine’s panel of literary experts picked Jay Gatsby himself as the best fictional character since 1900. In Germany, no fewer than five new translations of the novel have been issued in 2011 and 2012, and in May 2013 the film version directed by Buz Luhrmann and starring Leonardo di Caprio was released.

The seminar, consisting of three parts, will address, and try to explain, the contemporary fascination with Fitzgerald’s novel and protagonist across language and media. We will approach the novel and the films from a range of disciplines: literary studies, translation studies, film studies and adaptation studies, also history, cultural studies, music, the visual arts, popular culture, race and gender studies.

In the first part we will read "The Great Gatsby" closely, paying special attention to Fitzgerald’s narrative strategies and exploring the novel’s connections to a wide range of American historical and cultural subjects of its time, such as rags to riches success stories, sports, gangsters and Prohibition, the culture of celebrity, consumer society, and changes in gender roles in the USA of the 1920s.

In the second (shortest) part, we will look at the reception of "The Great Gatsby" in Germany. Starting with the first translation by Maria Lazar in 1928, through its successors of 1953, 2006, 2011 and the most recent one - the eighth - by Hans Christian Oeser (2012), we will trace the traditions of German translation and the different strategies used by translators over time and influenced both by their predecessors and the time in which the translations were undertaken.

The third part of the seminar will be devoted to film adaptations of "The Great Gatsby" - especially to the 2013 Buz Luhrmann version but we will also engage with the 1974 version directed by Jack Clayton (screenplay Francis Ford Coppola, starring Robert Redford and Mia Farrow) and other earlier versions.

Promotionskolloquium Englische Literaturwissenschaft


A one day colloquium for doctoral and post-doctoral candidates writing their theses in the area of English or Comparative Literature to discuss research design and methodology questions, engage in theoretical debates, and present and critique their projects. The colloquium also offers a forum to discuss articles before submission and confernece presentations.

Ziel: To discuss research design

To discuss questions of methodology

To engage in theoretical debates

PhD candidates present their dissertation projects and chapters

PhD candidates critique each other's dissertation projects and chapters

Post-doc canditates present their habilation projects

Conference presentations are discussed

Articles are discussed before submission

apl. Prof. Dr. Peter Pez

BA-Konferenz


Die BA Konferenz besteht aus zwei Sitzungen im Plenum sowie weiteren fünf Treffen in Tutorien.

Im Rahmen der Tutorien haben Sie Gelegenheit, Ihre Fragen rund um die BA-Arbeit im Austausch mit Ihren Kommiliton(inn)en zu klären und Ihren Themenfindungs- und Schreibprozess in der Gruppe zu reflektieren.

Ziel: Unterstützung bei der ziel- und ergebnisorientierten Planung und Strukturierung der BA-Arbeit. Stärkung der Fähigkeit, das eigene Forschungsinteresse verständlich und interessant in der Gruppe zu präsentieren und konstruktive Kritik an anderen Forschungsprojekten zu üben.

Einführung in die geographische Geländearbeit


Die geographische Geländearbeit ist ein kleines Forschungsprojekt, dass von Einzelnen oder auch Kleingruppen selbstständig durchgeführt wird. Thema, Forschungsfrage und methodisches Vorgehen wird mit einer/m Donzentin/en der eigenen Wahl abgesprochen. Regelmäßige Veranstaltungstermine entfallen somit. Die Prüfungsleistung besteht in einer umfassenden schriftlichen Ausarbeitung als Dokumentation des Forschungsprozesses.

Ziel: Erlernen der Organisation, Durchführung und Auswertung eines eigenen Forschungsprozesses

Geographisches Kolloquium


Im Kolloquium werden aktuelle Themen der Geographie sowie aus raumrelevanten Aspekten von Politik und Gesellschaft aufgegriffen und durch eigene Vorträge oder auswärtige Vortragende präsentiert.

Grundlagen der physischen Geographie


Die natürliche Prägung der Erde wird von so genannten endogenen und exogenen Kräften verursacht. Erstere entstammen dem Erdinneren und wirken sich über tektonische Erdbewegungen aus, Letztere werden durch die Schwerkraft und verschiedene Kräfte der Atmosphäre und Hydrosphäre verursacht. Die Erkenntnis der natürlichen, formbildenden Prozesse für Naturlandschaften steht im Mittelpunkt des Moduls, gekoppelt mit den vielfältigen Auswirkungen auf die Nutzbarkeit bzw. reale Nutzung des Raumes durch den Menschen. Die Themen der beiden Veranstaltungen des Moduls umfassen:

- Klima & Wetter: Globale Zirkulation, Klimazonenklassifikationen, Klimawandel

- Geomorphologie: Tektonik, glazialer, fluviatiler, äolischer Formenschatz, Küstenmorphologie

Ziel: Die Studierenden erlernen im Modul, die natürlichen Wirkungsfaktoren der Oberflächengestaltung einzuschätzen und sie bei kulturgeographischen Fragestellungen angemessen zu berücksichtigen. Sie können Geländeaufnahmen bzw. klimastatistischen Daten im Hinblick auf ihre Prägung des Raumes und ihre Bedeutung für aktuelle politische und planerische Fragen der Raumgestaltung interpretieren und bewerten.

Klima und Wetter


Die Vorlesung "Klima & Wetter" führt in die Grundbegriffe und Messmethoden der Meteorologie sowie in die Abläufe der allgemeinen Zirkulation der Atmosphäre ein. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der klimatischen Einteilung der Erde. Ferner werden Fragen der Paläoklimatologie, der anthropogenen Klimabeeinflussung sowie der Wirkung des Wetters bzw. lokaler Klimate auf den Menschen (Stadt- und Bioklima) eingegangen.

Ziel: Befähigung zur Interpretation von klimastatistischen Daten im Hinblick auf klimatische Prägungen des Raumes und die Bedeutung für aktuelle politische und planerische Fragen der Raumgestaltung

Univ.-Prof. Dr. Thomas Saretzki

Einführung: Politische Theorie und Ideengeschichte


In diesem Begleitseminar zur Vorlesung geht es um klassische Grundfragen der politischen Philosophie und Ideengeschichte und um Konzepte der modernen politischen Theorie einschließlich ihrer gesellschaftstheoretischen Grundlagen. Die Vergegenwärtigung der begrifflichen und konzeptionellen Grundstrukturen von klassischen und modernen politischen Theorien erfolgt in demokratietheoretischer Perspektive. Fragen nach dem Verhältnis von Wissen und Politik und der Begründung und Kritik von unterschiedlichen Demokratiemodellen im gesellschaftlichen Wandel spielen dabei eine besondere Rolle. Darüber hinaus werden wissenschaftstheoretische und methodologische Grundfragen der politikwissenschaftlichen Theoriebildung behandelt.

Ziel: Ziel des Begleitseminars zur Vorlesung ist der Erwerb von grundlegenden Kenntnissen zur Interpretation von Grundbegriffen der Politik, politischen Philosophie und Politikwissenschaft und zur Interpretation, Rekonstruktion, Kritik und begründeten Beurteilung von klassischen politischen Ideen, modernen politischen Theorien und politikwissenschaftlichen Ansätzen.

Einführung: Politische Theorie und Ideengeschichte


In diesem Begleitseminar zur Vorlesung geht es um klassische Grundfragen der politischen Philosophie und Ideengeschichte und um Konzepte der modernen politischen Theorie einschließlich ihrer gesellschaftstheoretischen Grundlagen. Die Vergegenwärtigung der begrifflichen und konzeptionellen Grundstrukturen von klassischen und modernen politischen Theorien erfolgt in demokratietheoretischer Perspektive. Fragen nach dem Verhältnis von Wissen und Politik und der Begründung und Kritik von unterschiedlichen Demokratiemodellen im gesellschaftlichen Wandel spielen dabei eine besondere Rolle. Darüber hinaus werden wissenschaftstheoretische und methodologische Grundfragen der politikwissenschaftlichen Theoriebildung behandelt.

Ziel: Ziel des Begleitseminars zur Vorlesung ist der Erwerb von grundlegenden Kenntnissen zur Interpretation von Grundbegriffen der Politik, politischen Philosophie und Politikwissenschaft und zur Interpretation, Rekonstruktion, Kritik und begründeten Beurteilung von klassischen politischen Ideen, modernen politischen Theorien und politikwissenschaftlichen Ansätzen.

Theorie und Praxis der Policy-Analyse: Technikfolgenabschätzung


Wissenschaftliche Erkenntnisse und technologische Innovationen gelten als wirkungsmächtige Faktoren bei der Umstrukturierung moderner Gesellschaften. Neue technologische Optionen bringen nicht nur neue Handlungsmöglichkeiten, sondern vielfach auch neue Zwänge und Risiken mit sich, von denen Bürgerinnen und Bürger nicht nur als private Wirtschaftssubjekte betroffen werden. Die tatsächlichen oder möglichen ökologischen und gesellschaftlichen Folgen des wissenschaftlich-technischen Wandels gaben und geben so Anlass zu Kontroversen und Konflikten, die nicht mehr ohne weiteres „privatisiert“ werden können, sondern der öffentlichen Erörterung und demokratisch legitimierten Regelung bedürfen. Um die politische Meinungs- und Willensbildung über Fragen nach den Voraussetzungen, Gestaltungsbedingungen und Folgen neuer Technologien auf eine rationale Grundlage zu stellen, wurde Anfang der 1970er Jahre das Konzept eines „Technology Assessment“ (TA) als Ansatz der wissenschaftlichen Politikberatung zunächst für das amerikanische Parlament entwickelt. Seither hat das technikbezogene Untersuchungs- und Beratungskonzept einer „Technikfolgenabschätzung“ vielfältige Übersetzungen, praktische Anwendungen und institutionelle Ausgestaltungen erfahren. In dem Seminar werden unterschiedliche Konzepte von TA im Hinblick auf ihre analytischen Grundlagen, institutionellen Bedingungen und praktischen Perspektiven in Policy-Prozessen diskutiert und anschließend anhand von konkreten Fallstudien zu unterschiedlichen Politikfeldern auf ihre analytische Leistungsfähigkeit und praktische Orientierungskraft hin untersucht.

Ziel: Ziel des Seminars ist der Erwerb von vertieften politikwissenschaftlichen Kenntnissen und Fähigkeiten zu einer theoriegeleiteten empirischen Analyse und reflektierten handlungsorientierten Gestaltung von politischen Problembearbeitungsprozessen in unterschiedlichen Politikfeldern am Beispiel von TA.

Wissenschaftstheoretische Kontroversen


Modern science has been shaped by controversies right from the start. Until today, its epistemic development is driven by processes of questioning and justifying knowledge claims in scientific publics. Scientific controversies have not only focused on hypotheses, models or theories related to specific objects or fields of study. In scientific controversies sooner or later basic epistemological questions related to truth claims and their critical appraisal reappear: What is science? How can we distinguish between scientific knowledge and non-scientific believe? How should scientific research proceed to produce new knowledge that can be justified intelligibly in order to be recognized intersubjectively as “true”? Can we assume a unity of science? If not, what kind of knowledge can and should different scientific disciplines try to achieve in terms of its scope, quality or significance for practice?

This seminar starts from the hypothesis that the analysis and assessment of scientific controversies provides an instructive approach to understand basic issues in theories of science. These issues can be studied in classical controversies in the theory of science that have been performed or reconstructed under headings such as inductivism vs. falsificationism, realism vs. constructivism, positivism vs. critical theory, explanation vs. understanding, among others. Some of these controversies focused on the role of norms and values (e.g. Werturteilsstreit), on conceptual alternatives to classical action-theoretical foundations (e.g. behaviour, structure, or systems theory), on methodological approaches (e.g. experimentalism), on concepts of interdisciplinarity or transdisciplinarity or on the relation of science to its social, cultural or political context (e.g. enlightenment, democracy).

Ziel: The objective of this seminar is to gain a deeper understanding and acquire competence to analyze and evaluate controversies on fundamental theoretical and methodological questions in the theory of science. Students learn to situate their own work in the landscape of these controversies and to justify their own approaches.

Politikfeldanalyse: Bildungspolitik


Wenn Politik gesellschaftliche Probleme aufgreift und zu lösen versucht, dann erfolgt diese Problembearbeitung in modernen politischen Systemen überwiegend in funktional und institutionell ausdifferenzierten Politikfeldern. Dazu gehören nicht nur „klassische“ Felder nationalstaatlichen Handelns wie die Außen-, Verteidigungs-, Innen-, Finanz- und Rechtspolitik, sondern auch „neuere“ Politikfelder wie die Technologie-, Energie- oder Umweltpolitik. Solche Politikfelder lassen sich zunächst durch unterschiedliche Aufgaben und Probleme charakterisieren, die ein modernes politisches System für eine komplexe Gesellschaft insgesamt bearbeiten muss. Im Zuge der Problembearbeitung durch politische Programme und Maßnahmen („Policies“) haben sich in diesen Politikfeldern mit der Zeit aber auch spezifische institutionelle Arrangements, Akteurkonstellationen und Politikmuster entwickelt. Wie sind solche ausdifferenzierten Politikfelder und die hier entwickelten „Policies“ zu analysieren? Wie wirken politische Institutionen und Prozesse in Mehrebenensystemen auf die Formulierung und Umsetzung von politischen Problemlösungsstrategien ein? Welche Folgen hat die Einbettung von Politiken in europäische Institutionen und internationale Regime?

Diese Einführung in die Politikfeldanalyse ist exemplarisch angelegt. Sie rückt das Politikfeld "Bildung" ins Zentrum. Die Entstehung und Entwicklung dieses ausdifferenzierten Politikfeldes soll im Zusammenhang mit den politischen Prozessen und institutionellen Strukturen im politischen Mehrebenensystem der Bundesrepublik Deutschland analysiert werden.

Ziel: Ziel des Seminars ist der Erwerb grundlegender Kenntnisse und Fähigkeiten zur politikwissenschaftlichen Analyse von Politikfeldern und ihren Wechselwirkungen mit politischen Prozessen und politischen Institutionen in Mehrebenensystemen am Beispiel der Bildungspolitik.

Prof. Dr. Martin Warnke

Medienliteralität


Praxisorientierte Zusammenführung und Reflexion der individuellen Studienschwerpunkte in einer Anwendung/Präsentation unter Verwendung digitaler Medien; Erprobung von thematischen Clustern sowie Modellen der Präsentation und Kooperation. Erprobung experimenteller Verfahren in der Gestaltung von Interfaces und ästhetischen Artefakten.

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Ergänzend zum üblichen Seminarprocedere gibt es im Wintersemester 19/20 für 8 Seminarteilnehmer*Innen die Möglichkeit, an der Cross Innovation Class der Hamburger Kreativ Gesellschaft teilzunehmen, die dieses Jahr unter dem Motto „Smart City Solutions“ stattfinden wird. Bei der Cross Innovation Class werden für diverse Praxispartner in Gruppen Konzepte und Prototypen zu Problemstellungen der Partner erarbeitet. Die Gruppen setzen sich dabei aus Studierenden mehrerer Hochschulen (FH Wedel/Smart Technology, AMD Hamburg/Raumkonzept & Designmanagement, HAW/Medieninformatik, HafenCity Universität/Kultur der Stadtplanung, HfMT/Kultur- und Medienmanagement) zusammen. Praxispartner im WS 19/20 werden unter anderem Unbill-Rodamco-Westfield, Remondis und STRÖER sein. Die Treffen mit der Class finden im Hamburger Oberhafen oder bei den teilnehmenden Hochschulen statt und ersetzen die Präsenzzeit in den Medienliteralitäts-Seminaren an der Leuphana. Interessenten schreiben bitte eine E-mail an Moritz Höger (Tutor). Einen vorläufigen Ablaufplan der Cross Innovation Class findet ihr unter

https://www.scribd.com/document/426799984/Projektablauf-Cross-Innovation-Class.

Tabelle zur Ideen- und Gruppenfindung:

https://docs.google.com/document/d/1xHWyhjhcjlgoXkBbXZtY0watB-6_FkdXQzbthGItcPw/edit?usp=sharing

Ziel: Erstellung einer multimedialen Präsentation bzw. 'digitalen Mappe' als Dokumentation und Reflexion des gewählten Studienschwerpunkts. Erwerb fortgeschrittener Medienkompetenz im Umgang mit digitalen Medien und Programmtools.

Computer als Medium Gruppe C


1. Textstrukturierung und -satz

2. JavaScript

3. Maschinelles Lernen

4. Digitales Audio

5. Digitale Fotografie

6. Digitales Video

Überblicksveranstaltung über die verschiedenen Mediensparten. Die Studierenden führen sich gegenseitig ihre Arbeitsergebnisse und theoretischen Reflexionen vor.

Ziel: Die unterschiedlichen konkreten Ausprägungen des Computers als Medium aus dem ersten Teil des Moduls werden hier im zweiten der ganzen Gruppe vorgeführt. Im Seminargespräch wird geklärt, welche Zusammenhänge zwischen den auf den ersten Blick so divergierenden Phänomenen digitaler Medien bestehen.

Virtual Reality – Zur Geschichte einer Vision


Das Seminar verfolgt die Entwicklungsgeschichte der Virtual Reality (VR) sowie jener Interessen, die die technische Umsetzung dieser Idee vorangetrieben haben. Wenngleich VR heute größtenteils als Entertainment-Produkt bekannt ist, so verrät eine genauere Untersuchung seiner Geschichte, dass u. a. Bestreben aus naturwissenschaftlicher Forschung, Militär und Medizin großen Anteil an der Entwicklung ihrer Technologien getragen haben. Aus diesem Grund liegt der Schwerpunkt des Seminars gerade nicht auf der Verwertung und Vermarktung von VR durch die Unterhaltungsindustrie, sondern auf Beiträgen aus den genannten Bereichen. Um das Feld weiter einzugrenzen, wird sich im Rahmen des Seminars insbesondere jenen Interface-Systemen gewidmet, welche sich nicht allein auf visuelle Simulationen konzentrieren sondern den menschlichen Körper als ganzes involvieren. Besonders relevant sind daher virtuelle oder virtuell unterstützte Umgebungen, die mit haptischem Feedback arbeiten und den Körper so bilateral integrieren.

Ziel: Der Idee der VR scheint das Image eines großen Zukunftsversprechens anzuhaften. Dieses soll hier kritisch betrachtet werden: Wer war wann an der Formierung dieser Vision beteiligt, welche Technologien waren tatsächlich relevant und vor allem, welche weiteren Potentiale bergen sie?Exemplarisch soll am Beispiel VR nachvollzogen werden, wie sich derartige Technik-Mythen schreiben bzw. sie rückwirkend über die Erzählung erst zum Mythos werden.

Über die konkrete Auseinandersetzung mit der Rolle des Tastsinns in diesem Zusammenhang soll sich darüber hinaus ein Bild davon verschafft werden, welche Hoffnung, Wünsche und Ansprüche an einen in die Simulation integrierten Körper formuliert wurden.

Prof. (apl.) Dr. habil. Ulf Wuggenig

Forschungskolloquium Soziologie und Kulturorganisation


Forschungskolloquium Soziologie und Kulturorganisation

Das Promotionskolloquium dient der Präsentation und vertieften Diskussion der Forschungsvorhaben im Kreise der Mitglieder des Promotionskollegs. Pro Kandidat/Kandidatin steht üblicherweise 1 Stunde für Vortrag und Diskussion zur Verfügung. Die Präsentationen und Diskussion finden in deutscher und englischer Sprache statt.

Ziel: Die Veranstaltung gibt den DoktorandInnen die Möglichkeit, im Rahmen einer Fachöffentlichkeit (bestehend aus den Mitgliedern des Promotionskollegs und etwaigen eingeladenen Gästen) ihr jeweiliges Promotionsvorhaben vorzustellen, konzeptuelle und methodische Fragen zu reflektieren und bereits fortgeschrittene Teile der Arbeit zur Diskussion zu stellen.

Kunstfelder im zeitgenössischen Kapitalismus: Akteure, Institutionen, Diskurse, Effekte


Seminar dient zunächst der Herstellung von Vertrautheit mit der Logik, nach der künstlerische Felder funktionieren, von Rollen bzw. Funktionen von Akteuren und Institutionen. Geeignete wissenschaftlichen Grundlagen dafür bieten die allgemeine Theorie kultureller Felder von Pierre Bourdieu und die Theorie der Kunstwelt von Howard S. Becker, in Verbindung mit Studien, die sich auf spezielle Felder beziehen, wie zeitgenössische Kunst, Musik, Literatur oder Theater. Deshalb erfolgt im Seminar zunächst eine Rekonstruktion dieser Theorien, teilweise als Dozentenvortrag, sowie eine Aufarbeitung und komparative Behandlung geeigneter Studien durch die Studierenden.

Von besonderer diskursiver Bedeutung in jüngerer Zeit war die Diskussion über die Bedeutung von künstlerischen Feldern und der „Künstlerkritik“ allgemein für die Herausbildung „des neuen Geistes des Kapitalismus“. Die entsprechende, in den 1990er Jahren entwickelte Studie, wurde von Luc Boltanski und Arnaud Esquerre im Rahmen der kürzlich auch auf Deutsch erschienenen Studie „Bereicherung. Eine Kritik der Ware“ (Berlin 2018) weitergeführt und u.a. auf Felder von Kunst, Design und Kulturtourismus sowie die Wertbildung in diesen und über diese Sphären bezogen. Eine Kenntnis von Aspekten dieser Theorie bzw. Diagnose der Gegenwartsgesellschaft und ihre kritische Reflexion sind somit im Seminar gleichfalls zu erarbeiten.

Ziel: Ziel des Seminars ist die Erarbeitung von Wissen über Strukturen, Akteure und Mechanismen von Feldern der kulturellen Produktion und der Wertbildung in diesen auf der Grundlage von deren theoretischer und empirischer Exploration. Dabei geht es auch um den Erwerb der Fähigkeit, den Common Sense und Alltagstheorien zu überschreiten, die Argumentations-fähigkeit zu erweitern und zu lernen, theoretisches Wissen und empirische Befunde auf praktische Fragen und vertraute Kontexte zu beziehen. Es sollen von den Studierenden zudem eigenständige Formen der Reflexion des Theorie-Praxis Verhältnisses eingeübt werden.

Provenienzforschung und die "Ökonomie der Anreicherung"


Im Seminar wird jenes von Luc Boltanski und Arnaud Esquerre verfasste Buch zugrunde gelegt, erarbeitet und kritisch diskutiert, das in deutscher Übersetzung 2018 unter dem Titel „Bereicherung. Eine Kritik der Ware“ erschienen ist. Boltanski versteht diese Studie als „pragmatisch-strukturalistische“ Weiterführung seiner gemeinsam mit Eve Chiapello publizierten viel beachteten Zeitdiagnose „Der neue Geist des Kapitalismus“ (Konstanz 2003, Paris 1999). Zu den Hauptthesen der neuen Studie gehört, dass im zeitgenössischen Kapitalismus, der sich – wie von Ökonomen um Thomas Piketty empirisch gezeigt wurde (vgl. Alvaredo et al., World Inequality Report 2018) – durch eine Dynamik sich stark vergrößernder ökonomischer Ungleichheit auszeichnet, Reichtum zunehmend aus immateriellen Rohstoffen des Geistes gespeist wird – aus Erzählungen, die Dingen, Orten und Personen Wert verleihen. Damit wird Kultur, und sektoral betrachtet speziell auch Feldern wie den Künsten, der Luxusindustrie und dem Kulturtourismus, ein besonderer Stellenwert für die zeitgenössische Ökonomie eingeräumt, eine Version der These von der zunehmenden Relevanz von „Kultur- und Kreativwirtschaft“. Diese findet sich eingebettet in eine neue Werttheorie, die sich sowohl von der marxistischen, als auch der neo-klassischen ökonomischen Theorie abgrenzt.

Die genannten Felder bilden in der Sprache der Autoren eine „Anreicherungsökonomie“, eine „Bereicherungsökonomie“ bzw. eine „Ökonomie der Vergangenheit“. Diese stützt sich in starkem Maße auf historische Erzählungen und Darstellungen sowie die Ermittlung und Betonung von „Provenienz“. Die größten Profite werden im Gegensatz zum industriellen Kapitalismus nunmehr – so eine weitere These – nicht mehr über Herstellung von möglich viel des Gleichen erzielt, wie in der sog. „Standardform“ der Valorisierung, sondern über Sammlungen bzw. sammlungswürdige Einzelstücke und über das Angebot von Erfahrungen von hohem Anreiz, wofür die Autoren auch den Begriff der „Sammlerform“ prägen. In diesen Valorisierungsprozessen spielt auch die Arbeit der „kreativen Klasse“, darunter nicht zuletzt Kulturwissenschaftler*innen, eine zentrale Rolle, deren teilweise prekär gehaltene Situation im Gegensatz zu den Arbeiten von Richard Florida jedoch kritische Aufmerksamkeit findet.

Ziel: Die Studierenden erarbeiten sich eine der maßgeblichen aktuellen sozialwissenschaftlichen Diagnosen der Struktur und Dynamik ökonomischer und kultureller Felder sowie der gesellschaftlichen Entwicklung insgesamt. Dabei berücksichtigen sie sowohl den Entstehungszusammenhang dieser Diagnose aus dem Kontext der Diskurse um die sich als Weiterentwicklung der Weber-These verstehenden Theorie des „neuen Geist des Kapitalismus“, als auch die Diskussionen, welche die Studie über die Ökonomie der „Anreichung“ bzw. „Bereicherung“ in Frankreich, im deutschsprachigen und im angelsächsischen Raum bislang ausgelöst hat. Sie lernen, den Blick auf Stärken und Schwächen dieser Theorie und Diagnose zu richten und das kritisch Erarbeitete eigenständig auf lokale und regionale Kontexte zu beziehen, wie u.a. Lüneburg, aber auch deutsche Zentren der Kultur- und Kreativwirtschaft wie Hamburg oder Berlin.

Weitere Angaben zu den Lehrveranstaltungen finden Studierende im Studienportal myStudy.

  • Bachelor
  • Master

Bachelor

Bachelorstudium am College

Im Major Kulturwissenschaften treten unterschiedliche wissenschaftliche Disziplinen wie die Philosophie und Soziologie, die Literatur-, Kommunikations-, Medien- und Musikwissenschaft, die Kulturgeographie und die Kunst- und Bildwissenschaften in einen Dialog ein, der in die gemeinsame Bearbeitung übergeordneter kulturwissenschaftlicher Fragestellungen einmündet.

Der Major Politikwissenschaft führt systematisch in die Gegenstandsbereiche der Politikwissenschaft – in normative Grundlagen des politischen Denkens sowie empirische Strukturen, Prozesse und Inhalte öffentlichen Handelns – ein und vermittelt fundierte Kenntnisse über theoretische und methodische Ansätze politikwissenschaftlicher Analyse.

Das genuin englischsprachige Studienprogram Digital Media verbindet die theoretische Auseinandersetzung mit Digitalen Medien mit der praktischen Einführung in die Grundlagen des Programmierens und der kreativen Nutzung digitaler Medien. Der Studiengang wird in Kooperation mit der Hamburg Media School angeboten.

Auch die Minor Digitale Medien – Kulturinformatik, Philosophie und Politikwissenschaft werden von der Fakultät am College angeboten.

Master

Masterstudium an der Graduate School

Wollen Sie im Master Fragestellungen und Herausforderungen der Kulturwissenschaften in den Schwerpunktbereichen „Philosophie und Literatur“, „Kunst- und Medienwissenschaft“ oder „Kultur und Ästhetik digitaler Medien“  vertiefen, dann kommt für Sie der Master Kulturwissenschaften – Culture, Arts and Media im Masterprogramm Arts & Sciences der Graduate School in Frage.


Interessieren Sie eher Fragen der Konstitution gesellschaftlichen Fortschritts im Zusammenspiel von Politik, Recht und Wirtschaft, dann finden Sie mit dem Studium der Staatswissenschaften (Public Economics, Law and Politics) in der Graduate School ein maßgeschneidertes Masterprogramm.


Beide Studienangebote der Graduate School sind so flexibel konzipiert, dass Sie das Fachwissen verschiedener Wissenschaften in einen inter- und transdisziplinären Lehr- und Forschungskontext einbringen können. Der Übergang in den Master ist von zahlreichen Disziplinen aus möglich.