Die Fakultät Bildung

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Fakultät fragen nach individuellen und institutionellen Voraussetzungen, Prozessen und Ergebnissen von Bildung, Entwicklung und sozialer Interaktion. Dabei bilden sowohl Grundlagen- als auch Anwendungsforschung das Fundament einer sich interdisziplinär-kooperativ verstehenden und international anschlussfähigen Bildungs-, Entwicklungs- und Sozialforschung.

Die Wissenschaftsinitiative Bildungsforschung

Die an der Wissenschaftsinitiative Bildungsforschung beteiligten Wissenschaftler*innen der Fakultät (ca. 35 Professuren und 150 Mitarbeiter*innen) untersuchen die individuellen, institutionellen und gesellschaftlichen Voraussetzungen und Prozesse des Lernens in (außer-)schulischen Kontexten und vermitteln die daraus resultierenden Erkenntnisse Studierenden und Lehrkräften. Die Leuphana hat sich damit sowohl in der Lehrkräftebildung als auch in der empirischen Bildungsforschung national sowie international profiliert, u. a. zur Unterrichts- und Kompetenzforschung. Als eine der ersten Universitäten in Deutschland hat sie bereits ab 2008 im Sinne einer »School of Education« eine institutionelle Kooperation der Bildungswissenschaften, der Fachdidaktiken und dazugehörender Fachwissenschaften umgesetzt und an der Fakultät Bildung gebündelt, um übergreifende Forschung, abgestimmte Lehrinhalte und institutionelle Kooperationen mit der Schulpraxis und anderen Einrichtungen zu unterstützen.

 

Weitere Forschungszentren und Forschungsschwerpunkte der Fakultät

Die Fakultät Bildung profiliert sich quer zu den Forschungsprofilen der jeweiligen Institute aktuell über zwei Forschungszentren in der Bildungsforschung weiter. Mit dem Forschungszentrum ERLE (Educational Research on Language and Education) wird Raum für innovative und interdisziplinäre Forschung geschaffen, an der sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedenster Disziplinen beteiligen und interdisziplinär an gemeinsamen Fragestellungen Grundlagenforschung betreiben. Die Forschungs- und Entwicklungsarbeit im »Zukunftszentrum Lehrkräftebildung« (ZZL) zielt darauf ab, Theorie und Schulpraxis zu verzahnen, in einem Netzwerk von derzeit sechs Campusschulen zu arbeiten und dabei die Kooperationen zwischen Schulen, Studienseminaren und außerschulischen Einrichtungen zu stärken.

Als einer von wenigen Standorten in Deutschland baut die Leuphana aktuell einen Forschungsschwerpunkt Sozialpädagogik mit polyvalenter Ausrichtung auf. Dabei wird grundlagen- und anwendungsorientierte Forschung sowohl mit Blick auf berufsfeldspezifische als auch ausbildungsspezifische Themen betrieben. Die dem Forschungsschwerpunkt zugeordneten Professuren forschen in interdisziplinär-sozialwissenschaftlich ansetzender Perspektive zu zahlreichen international anschlussfähigen Themen der Sozialpädagogik wie etwa Child Welfare/Child Protection; Diversity (gender, generational, ethnic); (Forced) Migration; Social Work Education; Trust and Client-Provider-Relationship; Social Inequality. Die Verankerung in wesentlichen Bezugsdisziplinen der Sozialpädagogik (Erziehungswissenschaft, Psychologie und Soziologie) und interdisziplinär ansetzende Verbundforschungsprojekte spielen dabei eine entscheidende Rolle. Die Forschungsthemen des Schwerpunkts gruppieren sich sämtlich um das übergeordnete Thema „Gesellschaftlicher Wandel und die Gestaltung des Sozialen“.

 

Psychologie als verbindendes Element

In ihrer Rolle als Hub Science versteht sich die Psychologie als verbindendes Element zwischen den Fakultäten. Im Rahmen des Lehr- und Forschungsschwerpunkts »Psychology and Society« nimmt sie nicht nur gesellschaftsrelevante Themen im Kontext von Bildung, Schule und sozialer Arbeit in den Blick, sondern auch die Verbindung zu den Forschungsaktivitäten der Nachhaltigkeits- und Wirtschaftswissenschaften sowie der Politikwissenschaft. Diese werden in verschiedenen Forschungsprojekten untersucht, die von der DFG, Ministerien und anderen Drittmittelgebern finanziert werden. Die unterschiedlichen Schwerpunktthemen wie bspw. Leseregularität, Verhandlung und Nachhaltigkeit, Digitalisierung der Prävention und Gesundheitsförderung, Achtsamkeit, oder Bildung und Geschlechtergerechtigkeit werden fakultätsübergreifend unter dem Leitthema »Psychologie der Transformation« gebündelt, mit dem die Gesellschaftsrelevanz der psychologischen Forschung an der Leuphana Universität zum Ausdruck gebracht werden soll.

 

AG Digitales Lehren und Lernen

In jüngerer Vergangenheit werden die Aus- und Einwirkungen digital erweiterter Lehr-/Lernszenarien auf Bildungs- und gesamtgesellschaftliche Prozesse intensiv diskutiert. Während die Bildungspolitik primär mit dem Ausbau der digitalen Infrastruktur Deutschlands befasst ist sind Wissenschaftler_innen verstärkt aufgerufen, zu Prozessen, Personen und Produkten evidenzbasierte Erkenntnisse zu generieren und diese fortlaufend zu diskutieren. Die vermuteten Potentiale digitaler Medien in Bereichen wie der individuellen Förderung von Schülerinnen und Schülern sowie die Auswirkungen digitaler Kompetenzen auf die Teilhabe an und Gestaltung von Gesellschaft werden so kritisch hinterfragt. 

In mehreren Forschungs- und Strukturvorhaben stellt sich die Fakultät Bildung diesen Aufgaben, um angehende oder aktive Lehrerinnen und Lehrer auf der Basis aktueller Erkenntnisse aus- und weiterzubilden und sie so für die Aufgaben in Bereichen digitaler Lehr- und Lernprozesse optimal vorzubereiten sowie zu begleiten.

Beteiligte Forscher_innen (Teil-/Projektleitungen) aus Lüneburg:

Prof. Ahlers

Prof. Besser

JProf.'in Friedrichs-Liesenkötter

JProf.’in Kuhl

Prof. Schmidt

Prof.’in Süßenbach

 

AG Fach und Sprache

Angesichts der Erkenntnis, dass die seit jeher bestehende Heterogenität der Schülerinnen und Schüler in allen Schulfächern eine auch für den Lernprozess große Bedeutung spielt, haben sich seit Sommer 2011 regelmäßig verschiedene Fachdidaktiker und Erziehungswissenschaftler der Universitäten Hamburg und Lüneburg getroffen. Ziel dieser Treffen war und ist die interdisziplinäre Untersuchung des Einflusses sprachlicher Heterogenität auf den schulischen Fachunterricht in der Sekundarstufe I.

Beteiligte Forscher_innen (Teil-/Projektleitungen) aus Lüneburg:

Prof. Leiss

Prof. Ehmke

Prof'in. Neumann

Prof. Ahlers

Eine eigene Homepage der AG finden Sie hier.

AG Inklusion

Die Diskussion um die Diversität von Kindern und Jugendlichen im schulischen Kontext bzw. einen angemessenen Umgang damit, ist in den letzten Jahren vermehrt in den Vordergrund der bildungspolitischen und schulpädagogischen Debatten gerückt. So führen schulische Reformen (z. B. die Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention 2006 und damit einhergehenden Umsetzung inklusiver Schulen) sowie gesellschaftliche Entwicklungen (z. B. durch Migration) zu einer veränderten Zusammensetzung der Lerngruppen. Lehrkräfte stehen vor der Herausforderung dieser immer größer werdenden Diversität konstruktiv zu begegnen und allen Schülerinnen und Schüler die Teilhabe am schulischen und damit auch am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Diese Herausforderungen aufgreifend passen lehrkräftebildende Institutionen ihre Ausbildungskonzepte an, um angehende Lehrkräfte auf die Anforderungen eines inklusiven Bildungssystems adäquat vorzubereiten.

In mehreren Forschungs- und Entwicklungsvorhaben werden Fragestellungen der Umsetzung eines inklusiven Bildungssystems ebenso an der Leuphana Universität Lüneburg adressiert und im Rahmen der AG Inklusion der Fakultät Bildung zusammengetragen. Auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse wird ein Profilstudium Inklusion konzipiert, um angehende Lehrkräfte so für die Aufgaben im Bereich schulischer Inklusion und den Umgang mit Diversität optimal vorzubereiten und zu begleiten.

Beteiligte Forscher_innen aus Lüneburg:

Prof.’in Abels
Prof. Besser
JProf.'in Friedrichs-Liesenkötter
Prof.’in Henschel
JProf.’in Kuhl
Prof. Maset
Prof.’in Ruwisch
Prof. Schmidt
Prof.’in Süßenbach

Public Lecture Series ´Internationalizations of Social Pedagogy – Pedagogizations of Social Work?`

 (Inter)national Variegations of Social Pedagogy and Social Work - Weitere Informationen hier

Kontakt

  • Heike Kasten