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Transdisziplinäre Projekte

Transdisziplinäre Lehre an der Leuphana

Transdisziplinäre Lehre an der Leuphana verbindet Wissenschaftler:innen, Studierende und externe Akteur:innen, wie z.B. Behörden, Unternehmen oder NGOs zu einem gemeinsamen Lern‑ und Entwicklungsprozess. In ein bis zwei Semestern arbeiten alle gemeinsam an realen, komplexen Nachhaltigkeitsproblemen. Dabei steht nicht ein vorab festgelegtes Ergebnis im Vordergrund, sondern die ergebnisoffene, prozessorientierte Zusammenarbeit: Zuerst wird das Problem gründlich analysiert und verstanden, anschließend werden gemeinsam Szenarien und Handlungsoptionen entwickelt. Unterschiedliche Werte, Perspektiven und Machtdynamiken werden bewusst einbezogen, sodass das Projekt integrativ und lösungsorientiert über Disziplingrenzen hinweg wirken kann.

Die Studierenden lernen dabei methodische Grundlagen der Wissensintegration und des kollaborativen Designs kennen. Sie setzen ihr theoretisches Wissen in die Praxis um und profitieren von den Erfahrungen der Praxispartner:innen. Diese erhalten innovative Impulse, fundierte Handlungsempfehlungen und kreative Lösungen, für deren Entwicklung im Arbeitsalltag oft die Zeit fehlen.

Die transdisziplinäre Ausbildung ist fester Bestandteil aller relevanten nachhaltigkeits-orientierten Studiengänge: im Bachelor Umweltwissenschaften und Global Environmental and Sustainability Sciences sowie in den Master‑Studiengängen

  • Sustainability Science: Ecosystems, Biodiversity and Society (M.Sc.)
  • Sustainabiltiy Science: Entrepreneurship, Agency and Leadership (M.A.)
  • Sustainability Science: Governance and Law (M.A.)
  • Sustainabilty Science: Resources, Materials and Chemistry (M.Sc.)
  • Psychology & Sustainability (M.Sc.)

Die Studierenden übernehmen in den Projekten mehrere Rollen: Sie sind Change Agents in Richtung nachhaltiger Entwicklung, entwickeln handlungs‑ und gestaltungsfähige Expertise, verbreiten Wissen in der Praxis, konfrontieren Widersprüche, treiben Innovationen voran und wirken als Multiplikatoren der gelebten Kultur der Nachhaltigkeit an der Leuphana.

Neue Infrastruktur „Collaborative Research with Societal Impact“ 
Seit September 2026 unterstützt die neue Infrastruktur „Collaborative Research with Societal Impact“ die Projekte mit der transdisziplinären Fallstudiendatenbank in PubData. In Kooperation mit der Abteilung Softwareentwicklung, E-Science und Medienmanagement des Medien- und Informationszentrum der Leuphana erhalten Studierende ein qualitätsgesichertes Publikations‑ und Lernangebot. Begleitende Schulungen vermitteln Kompetenzen zu wissenschaftlichem Publizieren, Forschungsdatenmanagement, Open Science, Open Educational Resources, Urheberrecht und Lizenzen, um Ergebnisse nach den Prinzipien guter wissenschaftlicher Praxis zu erstellen, zu veröffentlichen und im Sinne der Lösung langfristiger gesellschaftlichen Herausforderungen weiterzuverwenden.

Praxisbeispiele
1. Reallabor Nolte: Langjährige Kooperation mit dem Brauhaus Nolte zur nachhaltigen Stadt- und Quartiersentwicklung in Neu Hagen in Bachelor und Master TD-Projekten (https://www.leuphana.de/portale/fallstudienbuero/aktuell/ansicht/2024/06/04/transdisziplinaeres-leh…).
2. Kooperation mit dem Landkreis Lüneburg im Projekt „Biosphäre.Regional-Nachhaltig“ (Bio.Re‑Na) und Studierenden‑Teilprojekt „Nachhaltige Kommunalentwicklung“ in Bachelor- und Master- TD-Projekten(https://www.leuphana.de/portale/fallstudienbuero/aktuell/ansicht/2024/09/20/studierende-der-leuphan…).
3.Kooperation mit dem Landkreis und der Stadt Lüneburg im Projekt „StudiKommKlima: Studienpfad für den Beruf als kommunale*r Klimamanager*in“ zur Planung und Durchführung kommunaler Klimaanpassungsmaßnahmen in Master- TD-Projekten(https://www.leuphana.de/institute/csm/noekonomie-hoerisch/studikommklima.html).