Neugründung des Instituts für Management und Psychologie
13.10.2026 Um zu verstehen, wie Organisationen erfolgreich mit aktuellen Herausforderungen umgehen können, braucht es sowohl grundlagenorientierte Forschung zu menschlichem Denken, Entscheiden und Handeln als auch anwendungsorientierte Forschung in konkreten organisationalen Kontexten. Beides verbindet das im Frühjahr 2026 an der Fakultät Management und Technologie neu gegründete Institut für Management und Psychologie (IMP).
©Simon Burandt
Wie gewinnen Arbeitgeber Fachkräfte? Wie verhandelt man Gehälter? Was können Organisationen tun, um Arbeitsbedingungen so zu gestalten, dass ihre Beschäftigten gesund, zufrieden und leistungsfähig bleiben? Welche psychologischen Erfolgsfaktoren sind entscheidend, wenn Unternehmen gegründet werden? Und wie können Unternehmen mit Herausforderungen wie dem demografischen Wandel, der Klimakrise oder dem technologischen Wandel umgehen? Das IMP untersucht diese Fragen aus einer psychologischen Perspektive und verbindet sie mit der grundlegenden Erforschung menschlichen Denkens, Entscheidens und Handelns.
Im Zentrum steht damit die Frage, wie psychologische Prozesse in wirtschaftlichen, organisationalen und gesellschaftlichen Kontexten wirken. Das Forschungsspektrum reicht von Wahrnehmung, Entscheidungsfindung, Motivation und Selbstkontrolle über soziale Interaktion, Führung und Zusammenarbeit bis hin zu Innovation, Entrepreneurship und der Transformation der Arbeitswelt. Einen besonderen Schwerpunkt bilden aktuelle Veränderungsprozesse, etwa durch neue Arbeitsformen, künstliche Intelligenz, den demografischen Wandel oder die Klimakrise.
Das IMP bündelt psychologische Forschungsbereiche, die zuvor im Institut für Management und Organisation (IMO) integriert waren, darunter die Arbeits- und Organisationspsychologie, die differentielle Psychologie und Eignungsdiagnostik, die Kognitions-, Sozial- und Wirtschaftspsychologie, die Psychologie von Innovation und Entrepreneurship, die Psychologie gesellschaftlicher Transformation und sozialer Emotionen, die Psychologie der Transformation der Arbeitswelt sowie die Wirtschafts-, Sozialpsychologie & Methodenlehre. Das IMO bleibt mit seinem Schwerpunkt auf Betriebswirtschaft und Organisationen als eigenständiges Institut bestehen. Der administrative Aufwand wird durch die Aufteilung reduziert, die Arbeitskraft neu verteilt und somit entlastet, so dass nun deutlich stärkere inhaltliche Schwerpunkte gesetzt werden können. Insofern wird praktisch angewandt, was auch im Fokus der Forschung steht: Die Organisation der Institute so zu gestalten, damit sie wirksamer und nachhaltiger arbeiten können.