Online-Vortrag: "Zukünfte erinnerungspolitischen Engagements zivilgesellschaftlicher Initiativen zu rassistischer und antisemitischer Gewalt"
17. Juni
Online-Vortrag: “Zukünfte erinnerungspolitischen Engagements zivilgesellschaftlicher Initiativen zu rassistischer und antisemitischer Gewalt” mit Prof. Karin Scherschel, KU Eichstätt Ingolstadt
17. Juni 2026 | 18:15-19:45 Uhr
Zoom
Obwohl zivilgesellschaftliche Initiativen eine grundlegende Bedeutung für die Entwicklung der Erinnerungspolitik in Deutschland haben, ist ihre Rolle für gegenwärtige erinnerungspolitische Dynamiken bislang erstaunlich wenig untersucht. Der Vortrag präsentiert empirische Einblicke in Gruppendiskussionen mit 20 Initiativen, die im Zeitraum 2024–2025 geführt wurden. Die Engagierten sind in drei Aktionsfeldern tätig und erinnern in lokalen Kontexten an (1) nationalsozialistische Gewalt, (2) Kolonialismus sowie (3) rassistische und antisemitische Gewalt nach 1945. Diese Initiativen entwerfen Zukünfte anders als der erinnerungspolitische Diskurs im akademischen Feld, im Feuilleton oder auf der politischen Bühne vermuten lässt. Der Beitrag analysiert das Erinnerungsverständnis der Initiativen, diskutiert, wie Rassismus und Antisemitismus von den Engagierten definiert werden und fragt nach den Herausforderungen erinnerungspolitischen Engagements in lokalen Kontexten.
Anmeldung und Vergabe des Zoom-Links auf Anfrage möglich. Kontakt: zukunftsdiskurs[at]leuphana.de
Die Veranstaltung ist Teil des Projekts „Zukünfte des Erinnerns in der Postmigrationsgesellschaft: Konflikte, Kontinuitäten, Konkurrenzen“, das von Kevin Drews, Ellen Kollender, Lea Otremba und Monika Schoop an der Leuphana Universität Lüneburg durchgeführt wird.