Online-Vortrag "Woran sollen wir uns erinnern? Schulbücher zwischen nationalem Gedächtnis und postmigrantischer Realität"
24. Juni
Online-Vortrag „Woran sollen wir uns erinnern? Schulbücher zwischen nationalem Gedächtnis und postmigrantischer Realität“ mit Prof. Dr. Riem Spielhaus
24. Juni 2026 | 18:15-19:45 Uhr
Zoom
Schulbücher und Lehrpläne unterliegen in besonderer Weise politischen Vorgaben und gesellschaftlichen Einflussnahmen. Zugleich fungieren sie als zentrale Instrumente, mit denen Gesellschaften als relevant erachtetes Wissen an nachfolgende Generationen vermitteln. Sie können daher als wichtige Orte gesellschaftlicher Wissensordnungen verstanden werden, in denen politische, kulturelle und soziale Deutungsmuster entstehen, stabilisiert oder verändert und Zukunftsvorstellungen verhandelt werden.
Vor diesem Hintergrund nimmt der Vortrag die Darstellung von Migration in Schulbüchern und Lehrplänen kritisch und reflexiv in den Blick. Im Zentrum steht die Frage, welche Inhalte, Ereignisse und Personen thematisiert werden - und welche Perspektiven dabei fehlen oder marginalisiert bleiben.
Der Vortrag zeigt, wie Migration in diesen Bildungsmedien nicht nur rückblickend dargestellt, sondern auch mit Blick auf zukünftige gesellschaftliche Vorstellungen verhandelt wird. So wird sichtbar, welche Bilder von Gesellschaft, Zugehörigkeit und Diversität implizit mitproduziert werden und wie diese in aktuelle Debatten hineinwirken.
Anmeldung und Vergabe des Zoom-Links auf Anfrage möglich. Kontakt: zukunftsdiskurs[at]leuphana.de
Die Veranstaltung ist Teil des Projekts „Zukünfte des Erinnerns in der Postmigrationsgesellschaft: Konflikte, Kontinuitäten, Konkurrenzen“, das von Kevin Drews, Ellen Kollender, Lea Otremba und Monika Schoop an der Leuphana Universität Lüneburg durchgeführt wird.