Dr. Adrián de la Fuente Ballesteros als „CAS Future Leader 2026“ ausgezeichnet

17.05.2026 Der Chemiker wurde als einer von rund 35 Nachwuchstalenten weltweit für das renommierte „Future Leaders“-Programm des Chemical Abstracts Service (CAS) ausgewählt. Das Programm ist Teil der American Chemical Society (ACS), einer der weltweit größten Fachgesellschaften für Chemie.

©Leuphana/Tengo Tabatadze
„Mein Ziel war es, schnelle, einfache und zugleich zuverlässige Methoden zum Nachweis von Schadstoffen zu entwickeln“, erklärt Dr. Adrián de la Fuente Ballesteros.

Dr. Adrián de la Fuente Ballesteros gehört damit zu einer kleinen Gruppe international ausgewählter Nachwuchsforschenden, die für ihr außergewöhnliches Potenzial in der Chemie ausgezeichnet wurden. Das Programm gilt als eine der wichtigsten Initiativen zur Förderung junger Talente in der chemischen Forschung. Neben akademischer Exzellenz sind Führungsqualitäten und die Fähigkeit, die Zukunft der Chemie aktiv mitzugestalten, weitere Schlüsselkriterien. Die Auszeichnung gilt als äußerst begehrt. Dr. de la Fuente Ballesteros ist der einzige Vertreter einer deutschen Einrichtung in der diesjährigen Kohorte.

Der Wissenschaftler ist Teil der Forschungsgruppe von Prof. Dr. Dr. Vania Zuin Zeidler, Professorin für Nachhaltige Chemie der erneuerbaren organischen Ressourcen. Seine Arbeit konzentriert sich auf die analytische Chemie – insbesondere auf die Entwicklung nachhaltiger und umweltfreundlicher Methoden zur Analyse von Substanzen in Lebensmittel- und Umweltproben. Während seiner Promotion in Spanien untersuchte er Bienenprodukte wie Honig, Pollen, Propolis und Gelée Royale auf Pestizidrückstände, die die Lebensmittelsicherheit beeinträchtigen können. „Mein Ziel war es, schnelle, einfache und zugleich zuverlässige Methoden zum Nachweis von Schadstoffen zu entwickeln“, erklärt der Forscher.

An der Leuphana ist er als Postdoktorand tätig und beschäftigt sich mit der nachhaltigen Nutzung von Lebensmitteln und unvermeidbaren Lebensmittelabfällen, beispielsweise durch die Extraktion wertvoller bioaktiver Verbindungen und die Entwicklung umweltfreundlicherer und nachhaltigerer Analysemethoden.

Die Auszeichnung beinhaltet eine kostenfreie Reise im August zum CAS-Hauptsitz in Columbus, Ohio, für ein Schulungsprogramm sowie eine Einladung zur Teilnahme an der ACS-Herbstkonferenz in Chicago, Illinois. Der Preisträger wird nicht nur seine Forschungsergebnisse präsentieren, sondern auch an Veranstaltungen zu Wissenschaftskommunikation und Networking teilnehmen. Darüber hinaus umfasst das Programm ein Preisgeld in Höhe von 1.000 US-Dollar, eine mehrjährige Mitgliedschaft und gezielte internationale Präsenz.