Die Fakultät Bildung

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Fa­k­ultät Bil­dung fragen nach individu­el­l­en und in­s­ti­tut­i­onel­l­en Vorau­ssetz­ungen, Proz­e­ssen und Erg­eb­ni­s­sen des Lern­ens. Im Ra­hmen der Wi­s­se­nschafts­i­ni­t­i­ati­ve Bildungsf­orschung unter­suc­hen sie die En­t­w­ic­k­l­ung von Schülerin­n­en und Schülern als zukünftig­en Ak­te­u­ren der Zivilge­se­l­l­schaft ange­sic­hts he­terog­en­er Fa­m­il­i­en-, Schul- und Lern­si­t­uati­o­nen. Sie verb­i­n­den dazu die Bil­dungs­w­i­s­se­nschaften (Pädagogik, Psycho­l­og­ie) mit den Unterric­htsfächern De­ut­sch, Engl­isch, Mat­he­matik, Sachunterric­ht, Pol­i­tik, Rel­igion, Kun­st, Musik, Sp­ort, Bio­l­og­ie und Che­mie so­w­ie mit der Wir­tschafts- und So­zi­alpädagogik. Be­teil­igt sind etwa 35 Pr­ofessu­ren mit etwa 150 Mit­arbeiterin­n­en und Mit­arbeitern.

Die Wissenschaftsinitiative Bildungsforschung

Eine forschungsbasierte Bildung von Lehrerinnen und Lehrern steht im Mittelpunkt aller Bemühungen um die Qualifizierung der nachfolgenden Generationen und um die Sicherung des wissenschaftlichen Nachwuchses. An der Leuphana Universität Lüneburg wird in den nächsten Jahren die Lehrerbildung mit dem Ziel neu konzipiert, ein qualitativ hochwertiges und forschungsbasiertes Lehrangebot zu entwickeln, das dazu beiträgt, Studierende auf die hohen Anforderungen an die Professionalität des Lehrberufs vorzubereiten und Praktizierende in einer konsequenten Weiterentwicklung dieser Professionalität zu unterstützen. Dabei wird die Leuphana Universität Lüneburg in Forschung und Lehre den Umgang mit Heterogenität und Inklusion als eine der aktuell sowie perspektivisch dringendsten Herausforderungen im deutschen Bildungssystem in den Mittelpunkt stellen.

Von zukünftigen Lehrenden wird angesichts der gesellschaftlichen Entwicklung und explizit im Umgang mit Heterogenität und Inklusion erwartet, dass sie fähig sind, mit Vielfalt, Entwicklungen und Veränderung umzugehen, ihr fachspezifisches Wissen kontinuierlich zu revidieren, zu aktualisieren und zu verbessern, sich der Relativität von Wahrheit bewusst und unter den Bedingungen von Nichtwissen und Unsicherheit handlungs- und gestaltungsfähig zu sein. Ziel ist eine umfassend gebildete Persönlichkeit, die in der Lage ist, im Rahmen ihrer individuellen Handlungsmöglichkeiten auf vielfältige Herausforderungen selbstständig und gestaltend einzuwirken.

Die Auseinandersetzung mit Heterogenität und Inklusion, die momentan als drängendes und für die nahe Zukunft als zentrales Problem wahrgenommen wird, thematisiert die zentrale Frage der Wissenschaftsinitiative Bildungsforschung: Wie können jedem einzelnen jungen Menschen angesichts der gesellschaftlichen Veränderungen und Herausforderungen die verschiedenen Weltbilder verdeutlicht und Zugänge zu ihnen ermöglicht werden?

Der Heterogenitätsansatz der Wissenschaftsinitiative Bildungsforschung beschränkt sich dabei nicht allein auf die Heterogenität der Lernenden, sondern fokussiert darüber hinaus die Heterogenität und Interdependenzen (fach-)didaktischer Zugänge und deren Wirkungen auf Lernende. Diese fachdidaktisch spezifischen, gleichzeitig jedoch inter- und transdisziplinären Forschungs-, Lehr- und Gestaltungsansätze erscheinen angesichts sich stetig ändernder Anforderungen in Schule höchst geeignet, nicht allein das Thema Heterogenität fokussiert zu bearbeiten, sondern gleichzeitig ein Instrumentarium zu entwickeln, welches auf diese Anforderungen reagieren und sie konstruktiv zu gestalten vermag.

Das Gesamtkonzept der Initiative Bildungsforschung wird zudem unter den Perspektiven entwickelt, die erste und die zweite Phase der Lehrerbildung unter der Prämisse einer optimalen Theorie-Praxisverzahnung künftig stärker miteinander zu verzahnen und ein dauerhaftes Schulnetzwerk (Campus-Schule) auf- und auszubauen, in welchem wechselseitig Projekte, Fort- und Weiterbildungen unter Miteinbeziehung von E-Learning und Blended Learning so integrativ zusammenwirken, dass Studierende studienbegleitend sowohl Forschungs- als auch Praxisanbindung erfahren und zunehmend auch mittels Selbstregulation selbst gestalten.

 

AG Digitales Lehren und Lernen

In jüngerer Vergangenheit werden die Aus- und Einwirkungen digital erweiterter Lehr-/Lernszenarien auf Bildungs- und gesamtgesellschaftliche Prozesse intensiv diskutiert. Während die Bildungspolitik primär mit dem Ausbau der digitalen Infrastruktur Deutschlands befasst ist sind Wissenschaftler_innen verstärkt aufgerufen, zu Prozessen, Personen und Produkten evidenzbasierte Erkenntnisse zu generieren und diese fortlaufend zu diskutieren. Die vermuteten Potentiale digitaler Medien in Bereichen wie der individuellen Förderung von Schülerinnen und Schülern sowie die Auswirkungen digitaler Kompetenzen auf die Teilhabe an und Gestaltung von Gesellschaft werden so kritisch hinterfragt. 

In mehreren Forschungs- und Strukturvorhaben stellt sich die Fakultät Bildung diesen Aufgaben, um angehende oder aktive Lehrerinnen und Lehrer auf der Basis aktueller Erkenntnisse aus- und weiterzubilden und sie so für die Aufgaben in Bereichen digitaler Lehr- und Lernprozesse optimal vorzubereiten sowie zu begleiten.

Beteiligte Forscher_innen (Teil-/Projektleitungen) aus Lüneburg:

AG Fach und Sprache

Angesichts der Erkenntnis, dass die seit jeher bestehende Heterogenität der Schülerinnen und Schüler in allen Schulfächern eine auch für den Lernprozess große Bedeutung spielt, haben sich seit Sommer 2011 regelmäßig verschiedene Fachdidaktiker und Erziehungswissenschaftler der Universitäten Hamburg und Lüneburg getroffen. Ziel dieser Treffen war und ist die interdisziplinäre Untersuchung des Einflusses sprachlicher Heterogenität auf den schulischen Fachunterricht in der Sekundarstufe I.

Beteiligte Forscher_innen (Teil-/Projektleitungen) aus Lüneburg:

Sie finden eine eigene Homepage der AG unter diesem Link: 
www.fach-und-sprache.de


Kontakt

Heike Kasten
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