Erfahrungsberichte: Master Management & Data Science

Eine neue Richtung

Narzullo Nasrullozoda hat nach seinem Bachelor in Business Economics in Tashkent und London eine Neue Richtung für sein Masterstudium eingeschlagen.

Im Gespräch mit Narzullo Nasrullozoda

Narzullo Nasrullozoda thinking ©Leuphana/Patrizia Jäger
Narzullo Nasrullozoda at lecture hall ©Leuphana/Patrizia Jäger
Narzullo Nasrullozoda chatting ©Leuphana/Patrizia Jäger
  • Was haben Sie studiert bevor Sie Ihren Master an der Leuphana Graduate School begonnen haben?
  • Warum haben Sie sich für das Masterprogramm Management & Data Science entschieden?
  • Welche Erwartungen hatten Sie bevor Sie Ihren Master an der Leuphana begonnen haben?
  • Wie sind Sie mit den für Sie neuen Disziplinen des Studiums klargekommen?
  • Die Leuphana sieht sich als inter- und transdisziplinäre Universität. Sehen Sie diese interdisziplinäre Ausrichtung als etwas Positives oder Negatives?
  • Die Leuphana bietet viele Möglichkeiten auch außerhalb des Studiums aktiv zu sein, zum Beispiel bei Initiativen oder Sport. Nutzen Sie diese Angebote?
  • Wie gefällt Ihnen Lüneburg als Wohnort und wie verbringen Sie Ihre Freizeit hier? Nutzen Sie das Semesterticket?
  • Welche Pläne haben Sie nach Abschluss des Masterprogramms?
  • Wem würden Sie Management & Data Science empfehlen?

Was haben Sie studiert bevor Sie Ihren Master an der Leuphana Graduate School begonnen haben?

Bevor ich meinen Master an der Leuphana begann, habe ich einen Bachelor of Science in Betriebswirtschaft gemacht. Ich begann mein BWL-Studium an der Westminster International University in meiner Heimatstadt Taschkent, Usbekistan. Nach zwei Studienjahren beschloss ich, das letzte Jahr meines Bachelor-Studiums in London auf dem Hauptcampus der University of Westminster zu absolvieren und dort meinen Abschluss zu machen.

Warum haben Sie sich für das Masterprogramm Management & Data Science entschieden?

Nachdem ich meinen Bachelor abgeschlossen hatte, las ich viele Artikel, die sagten, dass Data Science die Wissenschaft des Jahrhunderts und sehr gefragt sei. Da mein Bachelor in BWL sehr theoretisch war, wollte ich mir einige praktische Fertigkeiten, wie z.B. Programmieren, aneignen. Mit einem Abschluss in Wirtschaftswissenschaften wird man im Berufsleben Teil eines großen Teams in einem Unternehmen. Als Datenwissenschaftler kann man jedoch sehr selbständig arbeiten.

Welche Erwartungen hatten Sie bevor Sie Ihren Master an der Leuphana begonnen haben?

Ich hatte nicht viele Erwartungen. Da ich aus dem Bereich der Wirtschaftswissenschaften komme, hatte ich nur wenig Vorwissen, was Data Science überhaupt ist. Ich wollte mir jedoch Fertigkeiten aneignen, die praktischer sind, zum Beispiel wollte ich Programmieren lernen. Der Master-Studiengang Management & Data Science bietet einige Kurse zum Erlernen der Grundlagen von Programmiersprachen wie R und Python an. Alles Weitere liegt dann an den Studenten selbst. Wer in dem Bereich wenig Vorkenntnisse mitbringt, braucht viel Ausdauer und Motivation sich selbst weiterzubilden.

Wie sind Sie mit den für Sie neuen Disziplinen des Studiums klargekommen?

In diesem Studienprogramm sollten Studierende in der Lage sein, sehr selbstständig zu arbeiten. Mein Eindruck ist, dass der Professor das Gesamtthema lehrt und gründlich erklärt, wie es funktioniert. Das sind vielleicht zehn Prozent der Arbeit für – die anderen 90 Prozent sind einem selbst überlassen. Ich war an diese Art selbständigen Studiums nicht gewöhnt. Vor allem für mich mit meinem BWL-Hintergrund war es schon herausfordernd. In Data Science braucht man von Beginn an Mathematik, Programmierkenntnisse und Statistik. Am Anfang war es herausfordernd, weil ich viel allein und eigenständig mit dem Computer arbeiten und viel lernen musste. Außerdem wollte ich Deutsch lernen. So habe ich irgendwie drei Sprachen gleichzeitig gelernt. Das erste Jahr war richtig hart.

Die Leuphana sieht sich als inter- und transdisziplinäre Universität. Sehen Sie diese interdisziplinäre Ausrichtung als etwas Positives oder Negatives?

Die Leuphana hat einen starken Forschungsschwerpunkt in der Nachhaltigkeit und ich konnte einige Module im Komplementärstudium zu Umweltfragen auswählen. Zum Beispiel hatte ich ein Modul mit dem Titel "Transdisziplinärer Ansatz zur Bodenbedrohung". Die Hintergründe der Studierenden in diesem Modul waren sehr unterschiedlich. Um genauer zu sein, traf ich einige Studierende des Master-Studiengangs "Sustainability Science". Wir gingen mehrere Male zusammen in der Mensa essen und es war cool, von ihnen mehr über die Umwelt zu lernen. Dadurch bin ich viel besorgter um die Umwelt geworden als ich es früher war. Außerdem findet der interdisziplinäre Austausch auch in meinem Programm statt, da wir aus vielen verschiedenen Bereichen wie Mathematik, Informatik, Psychologie, Wirtschaft, Ökonomie, Finanzen und noch einigen weiteren kommen.

Die Leuphana bietet viele Möglichkeiten auch außerhalb des Studiums aktiv zu sein, zum Beispiel bei Initiativen oder Sport. Nutzen Sie diese Angebote?

Was mir an der Leuphana wirklich gefällt, ist der "Hochschulsport", wo es sehr gute Angebote gibt. Ich spiele seit etwa 1 1/2 Jahren Frisbee. Mit meinem Team habe ich gerade erst an der Hochschulmeisterschaft teilgenommen, der Sportmeisterschaft für Hochschulen in Deutschland. Außerdem schwimme ich und gehe ins Fitnessstudio. Tatsächlich findet man an der Universität fast alle Sportdisziplinen.

Wie gefällt Ihnen Lüneburg als Wohnort und wie verbringen Sie Ihre Freizeit hier? Nutzen Sie das Semesterticket?

Bevor ich nach Lüneburg zog, habe ich in Großstädten wie Taschkent, Moskau und London gelebt. Als Student ist es sehr schön in Lüneburg zu leben und man kann hier ein sehr ausgeglichenes Leben führen. Das war mir auch wichtig. In Lüneburg gibt es viele Dinge zu tun und man kann seine Zeit hier genießen. Das Stadtzentrum von Lüneburg ist historisch und ich verbringe gerne Zeit dort. Außerdem höre ich gerne Livemusik, verbringe Zeit mit Freunden in Parks oder gehe im Sommer im Fluss hier baden. Für zwei Jahre halte ich Lüneburg für groß genug. Nach zwei Jahren ist die Stadt vielleicht zu klein. Für diese Fälle ist Hamburg in der Nähe und man kann mit dem Semesterticket mit dem Zug dorthin fahren.

Welche Pläne haben Sie nach Abschluss des Masterprogramms?

Das ist eine gute Frage und ich bin mir noch nicht sicher. Ich würde gerne einige Stunden mit einem Computer und einige Stunden aktiv mit Menschen arbeiten. Einer der Wege nach Abschluss dieses Programms könnte die Entwicklung eines Geschäftsmodells sein und ich könnte mir vorstellen, meine eigene Firma zu gründen. Im Moment ist es nur eine Idee in meinem Hinterkopf, aber mein Interessensgebiet ist es, Menschen miteinander zu verbinden. Um genauer zu sein, wir alle haben verschiedene Erfahrungen und Fähigkeiten. Ich möchte den Austausch von Erfahrungen und Fähigkeiten in unserer Gesellschaft vereinfachen. Ich könnte mir aber auch vorstellen, in einem Unternehmen als Datenanalytiker oder Datenwissenschaftler zu arbeiten.

Wem würden Sie Management & Data Science empfehlen?

Ich denke, dass es ein sehr gutes Programm für Studenten, die promovieren wollen, sein kann, weil die Professoren die Studenten bei der Veröffentlichung guter Arbeiten unterstützen. Für Studenten, die einen anderen akademischen Hintergrund als Programmieren oder Mathematik und keine Vorkenntnisse haben, könnte es ein bisschen herausfordernd sein. Dann muss man viel selbstständig lernen. Alles in allem kann man es auf jeden Fall schaffen, wenn man es wirklich will. Wenn man bereits über solide Programmier- oder Mathematikkenntnisse verfügt, ist es ein großartiges Programm, da man dann bereits das Hintergrundwissen für einen der Hauptbereiche der Datenwissenschaft hat.