Erfahrungsberichte - Kulturwissenschaften: Kritik der Gegenwart – Künste, Theorie, Geschichte

Auf dieser Seite finden Sie Erfahrungsberichte von Studierenden und Ehemaligen zum Master Kulturwissenschaften: Kritik der Gegenwart – Künste, Theorie, Geschichte an der Leuphana Graduate School.

Simone berichtet

21.02.2022 Simone Curaj ist fest im Feld der Künste verhaftet. Am Master Kulturwissenschaften: Kritik der Gegenwart – Künste, Theorie, Geschichte schätzt sie aber besonders die Möglichkeiten, neue Akzente zu setzen und die Perspektive zu wechseln.

Simone Curaj berichtet. ©Privat
"Das Studium heißt deshalb auch, sich auf etwas Neues einzulassen und auch aushalten zu können, etwas noch nicht zu verstehen und neue Blickpunkte zu entwerfen."

Was haben Sie studiert bevor Sie Ihren Master an der Leuphana Graduate School begonnen haben?
Ich habe vorher Kunstgeschichte und Soziologie studiert.

Warum haben Sie sich für das Studienprogramm Kritik der Gegenwart an der Leuphana Graduate School entschieden?
Interdisziplinäres Arbeiten, Perspektive, die Aussicht auf Denken und wissenschaftliche Praktiken. Das eigene Feld verlassen wollen und nicht auf das Kunstfeld und den Betrieb limitiert zu sein. Die Lehrenden waren mir aus meiner eigenen Forschung bekannt und ich fand die Schwerpunkte interessant. Auch die Nähe des Studiengangs zum Graduiertenkolleg Kulturen der Kritik und die legacy des Kunstraums der Leuphana in den 1990ern haben mich gereizt.

Inwiefern bereichert das Programm eine rein kunstwissenschaftliche Perspektive und was können Sie daraus mitnehmen?
Es bereichert die Perspektive um zahlreiche Akzente aus der philosophischen und politischen Theorie. Umfasst nicht immer direkt einen Gegenstand und den kunstwissenschaftlichen Diskurs und ermöglicht mir deshalb, mich nicht auf das künstlerische Feld zu beschränken. Die kunstwissenschaftliche Perspektive ist ohnehin durchdrungen von anderen Disziplinen und so hilft die disziplinäre Öffnung, kritische Perspektive zu gewinnen.

Sie haben im Studium die Möglichkeit zwischen verschiedenen Modulen zu wählen und selbst Schwerpunkte zu setzen. Für welche Module haben Sie sich entschieden? Was kann man sich darunter vorstellen?
Bisher habe ich mich für das Modul Kritik und Aufklärung entschlossen. Jedes Jahr werden die Module und Kurse von neuen Lehrenden besetzt, weshalb sich die inhaltlichen Rahmungen doch unterscheiden. Deshalb ist es schwer zu sagen, inwieweit die Vorstellung grundsätzlich passt. Jedoch kann man sagen, dass Texte und Autor*innen der Kritischen Theorie ­– Klassiker, aber auch aktuelle Debatten – diskutiert werden und teileweise in Verbindung mit literarischen und künstlerischen Arbeiten gelesen werden.

Was beschäftigt Sie neben Ihrem Studium?
Ich bin kuratorische Assistenz in der Halle für Kunst Lüneburg und arbeite in einer Hamburger Kunstgalerie.

Wem würden Sie den Master Kulturwissenschaften: Kritik der Gegenwart – Künste, Theorie, Geschichte empfehlen?
Ich empfehle das Studium an alle, die gern eine theoretisch-wissenschaftliche Perspektive einnehmen. Das bedeutet nicht, dass man eben selbst eine andere Art und Weise zu arbeiten verfolgen muss, diese Akzente aber in seinen eigenen Arbeiten vermengen möchte. Das Studium ist interdisziplinär gestaltet, was aber natürlich auch heißt, dass Akzentuierungen mal mehr hier oder dort gesetzt werden, es also an einem selbst liegt seine eignen Interessen in den Hausarbeiten oder Prüfungen mit den Themen des Seminars zu verknüpfen – also eigentlich wie immer. Das Studium heißt deshalb auch, sich auf etwas Neues einzulassen und auch aushalten zu können, etwas noch nicht zu verstehen und neue Blickpunkte zu entwerfen. Der Austausch mit den Kommiliton*innen kann dann aber umso mehr bereichern und bereitet Freude.

Interviewer: Jonas Kernein

Benedikt berichtet

20.12.2021 Der 27-Jährige gehört zu den ersten Studierenden des Masterprogramms „Kulturwissenschaften: Kritik der Gegenwart – Künste, Theorie, Geschichte“ an der Leuphana Graduate School. Durch einen breiteren Blick auf die Philosophie gewinnt der Student tiefere Erkenntnisse.

Benedikt Kuhn berichtet. ©Leuphana/Marie Meyer
"Die Erweiterung meines disziplinären Horizonts erfahre ich als riesige Bereicherung und fühle mich wohl in den kritischen Kulturwissenschaften."

Benedikt Kuhn hat zwei Standbeine: ein künstlerisches und ein akademisches. Der 27-Jährige studierte an der Universität Leipzig die beiden Bachelor-Studiengänge Literarisches Schreiben und Philosophie. Nachdem er beide Programme abgeschlossen hatte, stand für ihn fest, dass er gern noch mehr in Theorie und Wissenschaft eintauchen möchte: „Literarisches Schreiben ist ein künstlerisches Studium und ich werde auch weiter schreiben. Aber nach meinen Bachelor-Abschlüssen waren für mich vor allem noch viele philosophische Fragen offen.“

Über eine Freundin hörte er von der Leuphana. „Sie absolvierte damals das Programm Studium Individuale“, erinnert sich Benedikt Kuhn. Er stieß auf den Studiengang „Kulturwissenschaften: Kritik der Gegenwart - Künste, Theorie, Geschichte“. Nach Benedikt Kuhns Meinung öffnet das Programm die Philosophie gegenüber anderen Disziplinen, etwa Medientheorie, Queer Studies oder kritischer Wissenschaftstheorie: Wie können wir heute über Körper und Sexualität nachdenken? Wie verändert sich unsere Wahrnehmung im Digitalen? Was bedeutet eine Kritik der Naturwissenschaften aus geisteswissenschaftlicher Perspektive und in welcher Beziehung stehen diese Fragen zueinander? „Ich habe beispielsweise einen neuen Blick auf Marx gewonnen insbesondere in Bezug auf Fragen von Geschlecht und Reproduktionsarbeit, die in seiner Theorie unterbelichtet bleiben. Viele Lehrende in unserem Studiengang betreiben eine intersektionale Kritik politischer Ökonomie, indem sie beispielsweise zeigen, wie die soziale Kategorie der Klasse sich in Beziehung zu anderen Kategorien wie etwa Geschlecht, „Race“ oder Behinderung verstehen lässt.“ Der interdisziplinäre Blick bereichert sein Studium, fordert ihn aber auch: „Die Breite ruft mich immer wieder auf, mich auf den Kern meines Interesses, philosophischen Fragen, zu fokussieren. Trotzdem erfahre ich die Erweiterung meines disziplinären Horizonts als riesige Bereicherung und fühle mich wohl in den kritischen Kulturwissenschaften.“

Benedikt Kuhn kann sich vorstellen nach dem Masterabschluss weiter wissenschaftlich zu arbeiten. Mit seinem Wunsch zu promovieren, stößt er bei den Lehrenden auf offene Ohren: „Wer nach dem Studium gern eine Doktorarbeit schreiben möchte, wird sehr unterstützt“, berichtet er. Im Studium überzeugen ihn die kleinen Arbeitsgruppen und das enge Betreuungsverhältnis. Benedikt Kuhn bringt mit, was das Studium für ihn fordert: eine Begeisterung für zeitgenössische kulturelle, ästhetische und politische Fragen sowie ein überdurchschnittliches Interesse an Theorie.

Autorin: Dr. Marietta Hülsmann

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