Master Rechtswissenschaft

Modellstudiengang - Recht im Kontext

Der Master Rechtwissenschaft bietet eine in Deutschland unbekannte Freiheit und einzigartige Flexibilität im juristischem Studium. Er ist der erste Studiengang, der Studierenden die Möglichkeit bieten wird, sowohl einen rechtswissenschaftlichen Masterabschluss (LL.M.) als auch das juristische Staatsexamen zu erwerben. Sie haben einen rechtswissenschaftlichen Bachelorabschluss (LL.B.) oder Teile eines konventionellen Jurastudiums abgeschlossen und wollen das Gelernte nun in einem interessanten Profil vertiefen und sich im engen Austausch mit anderen ambitionierten Studierenden auf die Prüfungen vorbereiten? Dann sind Sie hier genau an der richtigen Stelle.

Mit dem Schwerpunktbereich „Recht im Kontext“ geht der Modellstudiengang über eine klassisch-dogmatische Perspektive der Rechtswissenschaft hinaus, indem er die einschlägigen Inhalte aus dem Bürgerlichen Recht, dem Öffentlichen Recht und dem Strafrecht vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen und Transformationen aufbereitet. Neben den üblichen rechtswissenschaftlichen Kenntnissen erwerben Sie somit in der heutigen Berufswelt stark nachgefragte kritisch-analytische Fähigkeiten zur Anwendung des Rechts im konkreten gesellschaftlichen Kontext. Durch die Einbettung des Studienprogramms in ein anregendes international ausgerichtetes akademisches Umfeld, durch den Besuch von Wiederholungs- und Vertiefungskursen sowie die Zusammenarbeit in kleinen Lerngruppen wird Ihnen eine ideale Vorbereitung auf die juristische Staatsprüfung ermöglicht.

Rechtswissenschaft – Das Studium

  • Themen
  • Programmstruktur

Rechtswissenschaft – Das Studium

Im Master Rechtswissenschaft vertiefen Sie die Inhalte aus dem Bürgerlichen Recht, dem Öffentlichen Recht und dem Strafrecht, die Voraussetzung für das juristische Staatsexamen sind. Innovative Lehr- und Lernkonzepte und die Arbeit in kleinen Gruppen („learning in teams“) schaffen die Bedingungen für eine optimale Vorbereitung auf die Staatsprüfung. In das zweijährige Studium ist eine Examensvorbereitung in Form von Wiederholungs- und Vertiefungskursen integriert. Dies dürfte den Besuch von außeruniversitären kommerziellen Repetitorien, die andernorts vielfach von Absolvent*innen besucht werden, obsolet machen. Gleichzeitig ergeben sich für Sie durch den Erwerb des Masterabschlusses (LL.M.) auch unabhängig von dem Staatsexamen interessante Berufsperspektiven.

Die Leuphana Law School als Träger des Studienprogramms ist Teil der neuen Fakultät Staatswissenschaften, die zum 1. April 2022 ihre Arbeit aufnimmt. Das Studium der Rechtswissenschaft ist damit eingebettet in einen größeren akademischen Kontext, der Querverbindungen zur Politikwissenschaft und zur Volkswirtschaftslehre ermöglicht, und einen idealen Rahmen bietet für die Bearbeitung von Fragen an der Schnittstelle zwischen Recht, Politik und Wirtschaft. In diesem Sinne hat die Leuphana Law School ein interdisziplinäres und internationales Forschungsprofil aufgebaut, welches insbesondere die Regulierung von Gesellschaft und Ökonomie unter den Bedingungen der Globalisierung sowie die Wechselbeziehungen von Recht und gesellschaftlicher Transformation in den Mittelpunkt stellt.

Dieser Forschungsschwerpunkt wird in dem neuen Modellstudiengang im Rahmen des Schwerpunktbereichs „Recht im Kontext“ gespiegelt. Studierende des Masters Rechtswissenschaft profitieren somit unmittelbar von der international anerkannten Expertise der Jura-Professor*innen der Leuphana in diesem Feld. Wichtige Themen, die im Studium aufgegriffen werden, sind etwa die Zukunft von Staatlichkeit, das Verhältnis zur Zivilgesellschaft, das Verhältnis von Recht und Innovation, die Rolle des Rechts im Kontext des Wirtschaftssystems und der Kapitalmärkte sowie des Strafrechts im Kontext einer globalen Ordnung. Der Schwerpunkt „Recht im Kontext“ zielt so nicht auf eine – wie sonst übliche – fachliche Verengung und Spezialisierung, sondern auf ein Gesamtverständnis komplexer gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Zusammenhänge aus juristischer Perspektive.

Programmstruktur

Im ersten Semester werden die Kerninhalte der Pflichtfächer Bürgerliches Recht, Öffentliches Recht und Strafrecht sowie die juristischen Methoden auf einem fortgeschrittenen Niveau aufgearbeitet und etwa noch bestehende Lücken der Studierenden mit unterschiedlichen Hintergründen (Bachelor Uni, Bachelor FH, Wechsel aus konventionellen rechtswissenschaftlichen Studiengängen) geschlossen. Die damit verbundenen Leistungskontrollen finden auf dem Niveau der Übungen für Fortgeschrittene gem. § 4 Abs. 1 Nr. 1 c) NJAG statt.

Im zweiten Semester werden mit dem Schwerpunktbereich „Recht im Kontext“ die Kenntnisse des positiven Rechts ins Verhältnis zu aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen gesetzt und das Recht somit kontextualisiert. Im Anschluss an das zweite Semester wird die Studienarbeit gem. § 4a Abs. 3 NJAG geschrieben und die Schwerpunktbereichsprüfung durchgeführt. Dazu gehört auch die Masterarbeit.

Im dritten und vierten Semester folgt eine universitäre Vorbereitung auf die Staatsprüfung in den Pflichtfächern Bürgerliches Recht, Öffentliches Recht und Strafrecht. Dieser Examenskurs dauert etwa 40 Wochen von Oktober bis Juli. Es werden wöchentlich 12 SWS unterrichtet, außerdem wird jede Woche eine Examensklausur zur Übung geschrieben. Die quantitative Verteilung der SWS und der Klausuren entspricht dem Anteil des jeweiligen Pflichtfachs im schriftlichen Teil der ersten Prüfung, d. h. 50 % Zivilrecht (ca. 20 Klausuren), 33 % Öffentliches Recht (ca. 13 Klausuren) und 17 % Strafrecht (ca. 7 Klausuren).

Programmleitung

  • Prof. Dr. Axel Halfmeier, LL.M.
  • Prof. Dr. Jörg Philipp Terhechte
Studierende im Gespräch vor dem Zentralgebäude ©Leuphana Universität/Jannis Muser
Der Modellstudiengang Master Rechtwissenschaft an der Leuphana soll Studierenden die Möglichkeit bieten, sowohl einen rechtswissenschaftlichen Masterabschluss (LL.M.) als auch das juristische Staatsexamen zu erwerben.

Berufliche Perspektiven

Durch den Erwerb des Master of Laws (LL.M.) mit gleichzeitiger Option auf das juristische Staatsexamen ergeben sich vielfältige Möglichkeiten für Absolvent*innen des Studienprogramms, die das gesamte Spektrum juristischer Berufe abdecken. Hierzu zählen u. a. Tätigkeiten als Rechtsreferent*in, Rechtsberater*in oder Justiziar*in in Wirtschaft und Verwaltung oder mit dem Staatsexamen als Rechtsanwalt*anwältin, Staatsanwalt*anwältin oder Richter*in.

Die Schwerpunktsetzung im Bereich „Recht im Kontext“ stellt für Arbeitgeber*innen eine interessante Profilierung dar. Denn Staat, Wirtschaft und Gesellschaft werden in den kommenden Jahren dringend auf Hochschulabsolvent*innen der Rechtswissenschaft angewiesen sein, die den allgegenwärtigen Herausforderungen der Disruptionen und Transformationsbewegungen in Politik, Recht, Ökonomie, Kultur und Bildung einerseits mit fundiertem juristischen Wissen, andererseits aber auch mit praktischer Kompetenz begegnen können.

Voraussetzungen und Auswahl

Die konkreten Zugangsvoraussetzungen für den Master Rechtswissenschaft sowie Informationen zu dem Zulassungsverfahren werden an dieser Stelle im Februar 2022 bekannt gegeben. Der vorläufige Planungsstand ist, dass Bewerber*innen mit einem Bachelor-Abschluss mit rechtswissenschaftlichem Schwerpunkt (in der Regel LL.B., mindestens 90 ECTS rechtswissenschaftlicher Anteil) oder einem gleichwertigen Abschluss in einem Studiengang mit rechtswissenschaftlichem Schwerpunkt zugangsberechtigt sein werden. Auch werden Bewerber*innen, welche die juristische Zwischenprüfung gemäß § 1a NJAG oder eine vergleichbare rechtswissenschaftliche Zwischenprüfung in einem anderen Bundesland erfolgreich abgelegt haben und mindestens das vierte Fachsemester absolviert haben nach dem aktuellen Planungsstand zugangsberechtigt sein.

Auf einen Blick

Abschlussgrad: Master of Laws (LL.M.); Zulassungsmöglichkeit zur ersten Prüfung gem. § 2 NJAG wird angestrebt.
Bewerbungsfrist: 1. Juni
Typ: zulassungsbeschränkt
Studienplätze: 35
Studienbeginn: jeweils zum Wintersemester, Oktober
Studienumfang: 120 ECTS
Regelstudienzeit: 4 Semester
Unterrichtssprache: Deutsch, einzelne Lehrveranstaltungen auf Englisch
Semesterbeitrag: rd. EUR 360

Kontakt

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