Erfahrungsberichte - Kulturwissenschaften: Medien und Digitale Kulturen

Auf dieser Seite finden Sie Erfahrungsberichte von Studierenden und Ehemaligen zum Master Kulturwissenschaften: Medien und Digitale Kulturen an der Leuphana Graduate School.

Paula berichtet

24.07.2023 Die 24-jährige Studentin schließt gerade ihren Master an der Leuphana Graduate School ab. Im Herbst beginnt sie ihr Redaktionsvolontariat bei einer Tageszeitung. Noch bis zum 31. August können sich Interessierte für Masterprogramme in den Kulturwissenschaften an der Leuphana bewerben.

Paula Muche, Studierende des Masters Medien und Digitale Kulturen, sitzend auf einem Holzstuhl vor dem Zentralgebäude der Leuphana. ©Anastasia Adasheva/Leuphana
"Das Studium ist breit gefächert und fordert aus meiner Sicht Reflexionsvermögen, kritisches und kreatives Denken sowie die Bereitschaft, Eigeninitiative zu zeigen."

Paula Muche verbrachte in den vergangenen Monaten viel Zeit am Schreibtisch. Sie analysierte unter anderem qualitative Interviews und schrieb Reportagen. Erstes für ihr Studium, zweites für ihren zukünftigen Beruf: Die Studentin schließt gerade das Masterprogramm Medien und Digitale Kulturen ab. Im Herbst beginnt sie ein Redaktionsvolontariat bei den Lübecker Nachrichten. Für die Bewerbung musste sie Arbeitsproben vorbereiten – parallel zu ihrer Abschlussarbeit. „Die vergangenen Monate waren anstrengend, aber der Einsatz hat sich gelohnt“, sagt Paula Muche.

Ihre Masterarbeit trägt den Titel „Praktiken von Authentizität bei BeReal“. Die Social-Media-Plattform versteht sich als Gegenentwurf zu den etablierten Angeboten. Es können beispielsweise keine Fotofilter verwendet werden. „In meinen Interviews habe ich Nutzer*innen zu ihrer Sehnsucht nach Authentizität befragt“, erklärt die Masterkandidatin: „Technische Entwicklungen wie künstliche Intelligenz, Fake News oder Schönheitsfilter in sozialen Medien führen dazu, dass viele Menschen sich wieder nach dem ‚Echten‘, dem ‚Authentischen‘ sehnen – das konnte ich auch in meinen Befragungen feststellen.“

2020 begann Paula Muche ihr Studium an der Leuphana. Die Universität kannte sie aber schon länger: „Meine Cousine studierte in Lüneburg. Das nachhaltige und innovative Konzept der Leuphana weckte mein Interesse. Als ich sah, dass es mit dem kulturwissenschaftlichen Master Medien und Digitale Kulturen ein Studienprogramm gibt, das meine Schwerpunkte aus dem Bachelorstudium vereint und bei dem ich mich aus kulturwissenschaftlicher Perspektive Fragen des Medienwandels und den damit einhergehenden gesellschaftlichen Veränderungen widmen kann, habe ich mich beworben“, erinnert sie sich.

Zuvor hatte Paula Muche an der Universität Bremen einen Zweifach-Bachelor in Kommunikations- und Medienwissenschaft sowie Kulturwissenschaft absolviert. Mit dem Studium in Lüneburg konnte sie aber nicht nur die Bereiche Medien- und Kulturwissenschaften verbinden. Unter anderem das Uni-Radio Katerfrühstück, ein Referat des AStA, bot der Studentin auch die Möglichkeit, in die mediale Praxis zu gehen: „Erst neulich hat die Katerfrühstück-Redaktion ein Sprechtraining für angehende Moderator*innen besucht“, berichtet Paula Muche.

Durch ihre Erfahrungen beim Programm „Katerfrühstück“ fasste sie bald auch beim NDR Fuß. Zu Beginn unterstützte sie als Assistentin unter anderem bei Recherche und Produktion: „Seit ein paar Monaten arbeite ich dort als freie Reporterin und bin selbst für meine Reportagen und Berichte verantwortlich“, sagt die Masterkandidatin.

Während ihres Studiums war es Paula Muche wichtig, praktische Erfahrungen in ihrem späteren Berufsfeld zu sammeln: „An der Leuphana gibt es viele Möglichkeiten, sich einzubringen“, sagt die Studentin. Sie ist studentische Mitarbeiterin in der Universitätskommunikation. Dort unterstützt sie unter anderem bei den Sozialen Medien, pflegt die Webseite und schreibt auch Berichte für den Internetauftritt.

Ihr Studium half ihr eine größere Perspektive einzunehmen und theoretische Hintergründe zu verstehen: „In der Tat bot mir das Studium die Möglichkeit, mit interdisziplinären Methoden und Ansätzen verschiedene Aspekte der Digitalisierung zu betrachten. Ich würde das Studienprogramm Medien und Digitale Kulturen allen empfehlen, die sich kritisch damit auseinandersetzen möchten, welchen kulturgenerierenden Einfluss digitale Medien auf unsere Lebenswelten haben. Das Studium ist breit gefächert und fordert aus meiner Sicht Reflexionsvermögen, kritisches und kreatives Denken sowie die Bereitschaft, Eigeninitiative zu zeigen“, sagt Paula Muche.

Autorin: Dr. Marietta Hülsmann

17.08.2022 Paula Muche ist ihrer Cousine an die Leuphana gefolgt und geht nun auf das Ende ihres Masters in Kulturwissenschaften: Medien und Digitale Kulturen zu. Schon während des Studiums ist sie an verschiedenen Stellen in journalistische und redaktionelle Arbeit eingetaucht und plant auch nach ihrem Abschluss an ihre Erfahrung in diesem Bereich anzuknüpfen.

Warum haben Sie sich für das Studienprogramm Kulturwissenschaften: Medien und Digitale Kulturen an der Leuphana Graduate School entschieden?
Das erste Mal von der Leuphana Universität gehört habe ich durch meine Cousine, die 2018 ihr Studium in Lüneburg begonnen hat. Das nachhaltige und innovative Konzept der Uni hat mein Interesse geweckt und zudem hat mich die Stadt Lüneburg als Studienstandort sehr angesprochen. Als ich dann gesehen habe, dass es mit dem kulturwissenschaftlichen Master Medien und Digitale Kulturen ein Studienprogramm gibt, das meine Schwerpunkte aus dem Bachelorstudium vereint und bei dem ich mich aus kulturwissenschaftlicher Perspektive Fragen des Medienwandels und den damit einhergehenden gesellschaftlichen Veränderungen widmen kann, habe mich innerhalb kurzer Zeit beworben. In der Tat bietet mir das Studium die Möglichkeit, mit interdisziplinären Methoden und Ansätzen verschiedene Aspekte der Digitalisierung zu betrachten.

Was haben Sie studiert, bevor Sie Ihren Master an der Leuphana Graduate School begonnen haben?

Von 2017 bis 2020 habe ich an der Universität Bremen einen Zweifach-Bachelor in Kommunikations- und Medienwissenschaft sowie Kulturwissenschaft gemacht. Während dieser Zeit habe ich mich vor allem mit dem Konzept der „tiefgreifenden Mediatisierung“, die die Wechselwirkung von Medien- und gesellschaftlichem Wandel untersucht, befasst. Im Masterprogramm der Leuphana habe ich für mich die Chance gesehen, beide Bereiche – Medien- und Kulturwissenschaft – zu verbinden und somit das Phänomen aus kulturwissenschaftlicher Perspektive zu betrachten.

Sie haben im Studium die Möglichkeit zwischen verschiedenen Modulen zu wählen und selbst Schwerpunkte zu setzen. Für welche Module haben Sie sich entschieden? Was kann man sich darunter vorstellen?

Zwei Seminare aus dem Wahlbereich sind mir besonders positiv in Erinnerung geblieben. Zum einen habe ich im Modul „Organization: Structure, Power, Economies“ ein Seminar mit dem Titel „Gefühlstechnologien“ besucht. In dem Seminar haben wir uns kritisch mit der aktuellen Entwicklung von Emotionaler Artifizieller Intelligenz auseinandergesetzt, also Technologien, die darauf abzielen, das Befinden und die Gefühle ihrer Nutzer*innen zu analysieren und teilweise sogar zu beeinflussen. Wir haben verschiedene philosophische und historische Texte gelesen und anhand unterschiedlicher, konkreter Beispiele diskutiert.

In einem anderen Seminar aus dem Wahlbereich, das ich im Modul „Krisen und Brüche im globalen Kontext“ belegt habe, ging es um sogenannte Plattformökonomie. Dabei haben wir uns, größtenteils aus soziologischer Perspektive, damit befasst, auf welche Weise die großen Internetkonzerne wie Amazon, Google, Facebook und Apple die Weltwirtschaft beeinflussen und dabei etwa staatliche Kontrollstrategien verändern. Obwohl – oder gerade weil – ich in meinem bisherigen Studium nur wenig Berührungspunkte mit den ökonomischen Aspekten des Aufstiegs jener Leitunternehmen des Internets hatte, war dieses Seminar für mich sehr bereichernd.

Die Leuphana versteht sich als eine inter- und transdisziplinäre Universität. Auch die Ausrichtung Ihres Studienprogramms ist interdisziplinär. Wie nehmen Sie dies wahr?

Ich habe während der vergangenen vier Semester, die ich bisher an der Leuphana verbracht habe, nicht nur im Bereich der Kulturwissenschaft viel Neues dazugelernt, sondern zum Beispiel auch Theorien aus der Geschichtswissenschaft oder der Soziologie kennengelernt. Jede und jeder der Studierenden und Dozierenden bringt ihren eigenen disziplinären Hintergrund mit, und in den Seminaren haben wir dann die Chance, unsere Ideen, Ansätze und bisheriges Wissen miteinander zu teilen – auch wenn dies manchmal über die Seminarbeschreibung hinaus geht. Ich habe dabei die Erfahrung gemacht, dass alle Teilnehmenden offen und dankbar für möglichst vielfältige Betrachtungsweisen und Perspektiven sind und dies wirklich zu schätzen gelernt.

Der kulturwissenschaftliche Integrationsbereich bringt Studierende aus allen Masterstudienprogrammen an der Fakultät Kulturwissenschaften zusammen. Wie haben sie diese Teile des Studiums erlebt?

Ich habe es als bereichernde Erfahrung empfunden, Studierende aus den anderen kulturwissenschaftlichen Masterstudienprogrammen, und ihre wissenschaftlichen Interessen und Hintergründe, kennenzulernen. Ich war positiv überrascht, wie unterschiedlich die Schwerpunkte und Themen teilweise sind, mit denen wir Masterstudierenden uns beschäftigen. So kommen Ansätze aus der Philosophie, der Kunstwissenschaft, der Literaturwissenschaft, der Soziologie, der Medienwissenschaft und teilweise auch aus Bereichen wie der Bildungswissenschaft oder der Ökonomie zusammen, was enorm dabei hilft, den eigenen Horizont zu erweitern und, zum Beispiel in Diskussionen oder Gruppenarbeiten, die eigene Komfortzone zu verlassen.

Wie ist das Verhältnis der Studierenden untereinander und zu den Dozierenden?

Die Studierenden begegnen sich nach untereinander freundlich, mit Respekt und gegenseitigem Interesse. Dadurch, dass in dem Studium die Veranstaltungen bis auf wenige Ausnahmen in Form von kleineren Seminaren stattfinden, lernt man die Dozierenden schneller kennen als es an großen Universitäten der Fall ist. Dadurch ist der Umgang miteinander auch recht persönlich und in den Seminaren herrscht eine angenehme und offene Gesprächsatmosphäre.

Was beschäftigt Sie neben dem Studium?

Zum einen arbeite ich als Studentische Hilfskraft in der Universitätskommunikation der Leuphana. Dort verfasse ich Artikel für die Homepage der Universität, verwalte zentrale Webseiten und bereite Social Media Beiträge für den Leuphana Instagram-Account vor. Nebenbei arbeite ich seit einigen Jahren freiberuflich als Social Media Redakteurin für verschiedene Einrichtungen. Dabei berate ich kleinere Unternehmen bei ihrem Aufbau einer Social Media Präsenz und erstelle Fotografien, Videos sowie Texte für den Onlineauftritt. Seit meinem ersten Semester an der Leuphana bin ich außerdem aktives Mitglied des Uniradios „Katerfrühstück“. In dem AStA Referat produzieren wir während der Vorlesungszeit alle zwei Wochen eine einstündige Sendung, die aus dem Studio des Bürgersenders Radio ZuSa, das sich direkt auf dem Leuphana-Campus befindet, live gesendet wird. Bis vor kurzen war ich ein Jahr lang AStA-Referentin für das Uniradio, dabei habe ich zum Beispiel unsere Redaktionssitzungen geplant und moderiert, die Sendeverantwortlichkeit übernommen und Öffentlichkeitsarbeit betrieben. Während meines Studiums an der Leuphana habe ich, zur weiteren Berufsorientierung und um praktische journalistische Kenntnisse zu erlernen, zudem ein freiwilliges dreimonatiges Praktikum in der Lokalredaktion einer Tageszeitung absolviert und werde ab September ein weiteres Praktikum bei einer anderen Tageszeitung antreten.

Wie gefällt Ihnen Lüneburg als Wohnort und wie verbringen Sie Ihre Freizeit hier?

Lüneburg gefällt mir als Wohnort sehr gut. Ich bin nicht weit von hier, im Heidekreis, aufgewachsen und kannte die Stadt daher bereits ein wenig. An Lüneburg gefallen mir die hübsche Architektur, die engagierten Menschen, die vielen netten Kneipen und Cafés und auch die gute Anbindung zu Hamburg. Insgesamt ist die Atmosphäre hier einfach sehr herzlich.

Interviewer: Jonas Kernein

Jonas berichtet

08.03.21 Der 24-Jährige studiert im ersten Semester das Masterprogramm „Kulturwissenschaften: Medien und Digitale Kulturen“. Als studentischer Mitarbeiter organisiert er den digitalen Master-Infotag der Graduate School am 18. März mit.

Jonas Kernein berichtet. ©Anastasia Adasheva/Leuphana
"Ich habe bereits im Bachelor zusätzliche Kurse zu Musik und auditiver Kultur belegt. Im Studium finde ich viele Schnittpunkte zwischen Musik und Medien. Für mich ist Lüneburg ein echtes Upgrade."

Jonas Kernein hörte zum ersten Mal in einem Jugendtreff in Nienburg an der Weser von der Leuphana. Eine hiesige Rockgruppe, die dort spielte, hatte beim lunatic Festival an der Leuphana den Band-Contest gewonnen. „Darauf hin bin ich mit Freunden zum Festival gefahren. Es war ganz anders als die anderen Konzerte, die ich bis dahin besucht hatte: nachhaltiger und durch Studierende organisiert.“ Jonas Kernein wurde neugierig, informierte sich über das Studienmodell an der Leuphana und erfuhr, dass das Festival von einem Seminar im Komplementärstudium begleitet wird: „Ich würde später gern in der Kulturorganisation oder im Marketing arbeiten. Die Möglichkeit Praxis und wissenschaftliche Theorie miteinander zu verbinden, ist für mich spannend.“ Mittlerweile hat Jonas Kernein mehrere lunatic Festivals mitorganisiert und seinen Bachelor in der Tasche. Nun studiert er im ersten Semester das Masterprogramm „Kulturwissenschaften: Medien und Digitale Kulturen“ und organisiert als studentischer Mitarbeiter den Master-Infotag der Graduate School am 18. März mit. „Für mich war die Leuphana die richtige Wahl. Es gibt hier sehr viele Möglichkeiten, sich einzubringen und wir sind eine gute Community. Deshalb bin ich nach dem Bachelor auch hiergeblieben.“ Bei der Vorbereitung des Master-Infotags kann Jonas Kernein seine Erfahrungen in der Event-Organisation bestens einbringen und so kümmert er sich unter anderem um die Pflege von Webseite sowie Social-Media-Kanälen und ist studentischer Ansprechpartner für externe Partner.

Seine Bachelor-Arbeit schrieb er über digitale Musikmedien und deren Einfluss auf Fidelity. „Mein Master-Programm schließt thematisch daran an. Mir gefällt die moderne Herangehensweise. Wir beschäftigen uns unter anderem mit Kulturtheorie, aber die Themen haben fast immer mit meiner Lebenswelt zu tun.“ Jonas Kernein interessiert sich unter anderem für Gegenwarts- und Popkultur und hat zuletzt ein Praktikum bei einem bekannten Hamburger Hip-Hop-Magazin absolviert. „Ich würde gern später in der Musikbranche arbeiten“, sagt der Student. Deswegen vertieft er sein Studium in den Sound Studies: „Ich habe bereits im Bachelor zusätzliche Kurse zu Musik und auditiver Kultur belegt. Im Studium finde ich viele Schnittpunkte zwischen Musik und Medien. Für mich ist Lüneburg ein echtes Upgrade.“

Autorin: Dr. Marietta Hülsmann

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