Erfahrungsberichte - Work and Organizational Psychology

Auf dieser Seite finden Sie Erfahrungsberichte von Studierenden und Ehemaligen zum Master Work and Organizational Psychology an der Leuphana Graduate School.

Anika berichtet

14.01.22 Anika Thurow hat ihren Master in Work and Organizational Psychology bereits hinter sich. Nach den Semestern in Maastricht, Valencia und Lüneburg hat sie ihre Masterarbeit über Knowledge Hiding als Counterproductive Work Behavior geschrieben. In Erinnerung bleiben ihr vor allem die starke internationale Komponente des Programms, der hohe Forschungsanteil und das enge Verhältnis zu den Dozierenden.

Anika Thurow, Alumna des Masters Work and Organizational Psychology ©Privat
"Da die Universitäten hier verschiedene Schwerpunkte gelegt haben, wurde uns ein Einblick in beide Gebiete gewährt. Insofern konnten wir von 'the best of three worlds' profitieren."

Warum haben Sie sich für das Studienprogramm Work and Organizational Psychology entschieden?

Mich interessiert Forschung genauso wie die Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse in der Praxis. Das Studienprogramm behandelt beide Felder ausführlich, weshalb ich mich für diesen besonderen Master entschieden habe. Da die Universitäten hier verschiedene Schwerpunkte gelegt haben, wurde uns ein Einblick in beide Gebiete gewährt. Insofern konnten wir von „the best of three worlds“ profitieren. Ein weiterer wichtiger Faktor war für mich die internationale Ausrichtung des Masterprogramms. Ich habe bereits einen englischsprachigen Bachelor absolviert und hatte den Anspruch, den Master ebenfalls auf Englisch zu machen, vor allem da ich mir die Möglichkeit, im internationalen Kontext zu arbeiten, wahren wollte.

Welche Erwartungen hatten Sie bevor Sie Ihren Master an der Leuphana begonnen haben und wurden diese erfüllt?

Ich hatte an die Leuphana vor allem die Erwartung, mich methodisch zu verbessern. Diese Erwartung wurde vor allem durch Kurse wie Group Research Projekt und Critical Reading aber auch Research & Design erfüllt. Dort haben wir sehr viel über qualitativ hochwertige Forschung und Forschungsmethoden sowie Statistik gelernt.

Was haben Sie studiert bevor Sie Ihren Master begonnen haben und wo konnten Sie an ihr vorheriges Studium anknüpfen?

Bevor ich mit dem Master begonnen habe, habe ich ein Bachelorstudium in Psychologie gemacht und konnte daher während des Masters an viele Inhalte aus meinem Bachelor anknüpfen. Ich habe mir durch einige Forschungsmethoden- und Statistik-Kurse ein recht gutes Grundwissen angeeignet, auf welches das Masterstudium gut aufgebaut hat. Wir haben zwar auch Analysen und Konzepte in Statistik besprochen, die ich schon aus dem Bachelorstudium kannte, aber ich habe es als sehr sinnvoll und hilfreich empfunden, diese Punkte noch einmal zu wiederholen, zu verinnerlichen und alle auf den gleichen Stand zu bringen. Auch die Art des Denkens baut sehr gut auf den Grundsätzen des kritischen Denkens auf, die mir im Bachelor vermittelt wurden. Gerade Kurse wie Critical Reading haben mich in dem Aspekt noch sehr viel weitergebracht. Inhaltlich waren die meisten Themen neu für mich und ich konnte mich sehr weiterentwickeln und viel lernen.

Wie sind Sie mit den für Sie neuen Disziplinen des Studiums klargekommen?

Obwohl der Master für mich sehr gut an den Bachelor angeknüpft hat, waren die neuen Disziplinen natürlich trotzdem eine Herausforderung. Die guten Grundlagen, die mir im Bachelorstudium vermittelt wurden, haben mir aber sehr geholfen, gut mit den neuen Disziplinen klarzukommen. Zudem haben wir in anspruchsvolleren Fächern, wie Statistik, oft bei den Basics angefangen, so dass alle auf dem gleichen Stand waren, um dann darauf aufzubauen. Es hat sehr geholfen, sich die Grundlagen nochmal ins Gedächtnis zu rufen.

Wie schätzen Sie den Research-Anteil in ihrem Studienprogramm ein?

Der Research Anteil liegt meiner Einschätzung nach bei ca. 75%. Das 2. Semester in Lüneburg und das 4. Semester, in dem wir die Masterarbeit geschrieben haben, waren sehr von Research geprägt, aber es waren in allen Semestern auch praktische Aspekte eingestreut. Gerade in Maastricht haben wir viele praktische Aspekte beleuchtet, um uns erstmal einen Überblick über die Literatur zu verschaffen. Die praktische Ausrichtung dieses Semesters hing damit zusammen, dass wir die Kurse des einjährigen praktisch orientierten WOP Masters gemacht haben. Um den Research-Anteil zu erhöhen, hatten wir in dem Semester in paar zusätzliche Aufgaben, die forschungsorientiert waren.

Der Master Arbeits- und Organisationspsychologie findet nicht nur in Lüneburg, sondern auch in Maastricht und in Valencia statt. Was hat Maastricht und Valencia ausgemacht? Was hat Ihnen an Lüneburg und der Leuphana besonders gefallen?

Maastricht hat vor allem das PBL System ausgemacht. Das bestand darin, durch verschiedene Artikel, Antworten auf bestimmte Problem-Statements zu verschiedenen Themen zu finden. Jede Woche haben wir ein anderes Thema behandelt und konnten dadurch tief in die Arbeits- und Organisationsliteratur eingetaucht. Wir haben dort einen guten Überblick über die Literatur bekommen. In Valencia haben wir uns auf Interventions konzentriert und haben viel über Intervention Design und Intervention Research gelernt. Wir haben Interventions analysiert und auch eigene Interventions designt, was für mich ein komplett neues Feld war. Das Semester an der Leuphana hat der starke Fokus auf Methoden und Statistik ausgemacht. Mir hat vor allem die große Eigenverantwortung, die den Studierenden übertragen wurde, gefallen. Wir hatten in fast jedem Fach große Projekte, an denen wir über das ganze Semester gearbeitet haben. Die Projekte waren größtenteils Research Proposals, wir haben aber auch im Team eine eigene Studie durchgeführt. Trotz der Eigenverantwortung hatten wir definitiv genug Anleitung und Unterstützung durch die Dozierenden. In meiner Wahrnehmung haben die Professor*innen hier eine gute Balance zwischen Unterstützung, Anleitung und Freiheit gefunden.

Wie ist das Verhältnis zu den anderen Studierenden und den Dozierenden?

Da wir so wenige Studierende waren, hatten wir in meiner Wahrnehmung ein enges Verhältnis zu den Dozierenden. Gerade im Kontrast zu der Anonymität, die ich im Bachelor erfahren habe, habe ich das persönliche Verhältnis zu den Dozierenden als sehr wertvoll empfunden. Alle waren immer sehr bemüht, hilfsbereit und haben uns zugehört und unser Feedback sehr ernst genommen. Der Respekt war sowohl auf der Seite der Studierenden als auch auf der Seite der Dozierenden gegeben und ich habe weiterhin das Gefühl, an allen drei Unis die Dozierenden immer noch ansprechen zu können, falls ich eine Frage habe. Das persönliche Verhältnis zu den Dozierenden ist auch einer der positivsten Punkte für mich an dem Master. Auch unter uns Studierenden hatten wir ein gutes Verhältnis. Wir haben uns immer gegenseitig geholfen, da die Menge an Aufgaben nicht unerheblich war.

Worüber haben Sie ihre Masterarbeit geschrieben und wie sind Sie auf das Thema gekommen?

Meine Masterarbeit habe ich über Counterproductive Work Behaviors, genauer gesagt über Knowledge Hiding geschrieben. Laura Venz, die Betreuerin meiner Masterarbeit, hatte mir ein paar Artikel geschickt, die mir als Inspiration zur Themenauswahl gedient haben. Da war unter anderem ein Paper zu Knowledge Hiding dabei, was ich sehr interessant fand. Daraufhin habe ich mich weiter in das Thema eingelesen und immer mehr Aspekte gefunden, die ich interessant fand. Irgendwann hatte ich eine ganze Liste mit interessanten Variablen und potenziellen Forschungsfragen zusammengestellt, die ich dann gemeinsam mit Laura runtergebrochen habe. Nach jeder Besprechung kamen neue Aspekte oder Sichtweisen auf, die ich recherchiert habe und am Ende des Prozesses von Lesen und Besprechen, stand meine finale Forschungsfrage.

Welche Pläne haben Sie jetzt nach Ihrem Masterstudium?

Ich mache gerade ein Praktikum in einer wissenschaftsnahen Unternehmensberatung. Das Praktikum endet Ende März und derzeit bin ich mir noch nicht komplett sicher, was ich dann machen werde. Derzeit überlege ich, einen PhD zu machen oder ein weiteres Praktikum oder einen Job im Bereich Consulting zu suchen.

Wem würden Sie den Master Arbeits- und Organisationspsychologie empfehlen?

Das Studium würde ich definitiv allen empfehlen, die einen PhD oder eine akademische Karriere anstrebt. Darauf wird man sehr gut vorbereitet! Aber auch wenn man sich über die eigene berufliche Zukunft noch nicht sicher ist, bietet das Studium sehr viel. Ich kann in meinem derzeitigen Praktikum auch viele Inhalte weiterhin anwenden. Wichtig ist meiner Meinung nach einfach, dass man Lust hat, wissenschaftlich zu denken und zu arbeiten und kritisch über Forschung nachzudenken. Selbst wenn man eine praktische Karriere anstrebt, aber Interesse hat, Forschung und damit auch Ergebnisse besser zu verstehen, ist das Studium eine gute Wahl.

Interviewer: Jonas Kernein

Lisa berichtet

20.04.20 Die 21-Jährige studiert das europäische Programm „International Joint Master of Research in Work and Organizational Psychology“. Trotz der Corona-Pandemie bleibt sie für ihren Studienverlauf optimistisch, auch weil der digitale Semesterstart an der Leuphana reibungslos geklappt hat.

Lisa Boenke, Studentin des Masters Work and Organizational Psychology ©Leuphana Universität Lüneburg
"Die Leuphana ist die einzige der drei Universitäten, die Verhandlungen als Fach anbietet. Deswegen würde ich hier auch gern meine Masterarbeit schreiben. Mich überzeugt das inhaltlich."

Lisa Boenke ist keine Wortführerin. Sie hört lieber zu, beobachtet und versucht die Menschen zu verstehen. Ganz besonders spannend findet sie den Einfluss verschiedener Kulturen auf die Persönlichkeitsbildung. „Für mich war deshalb schon lange vor dem Abi klar, dass ich gern im Ausland studieren möchte“, sagt die 21-Jährige. Lisa Boenke kommt aus NRW, die Niederlande lagen nahe - insbesondere wegen der Möglichkeit dort auf Englisch zu studieren. Die Rheinländerin absolvierte ihr Psychologie-Studium an der Universität in Twente. „Das Studium war sehr interdisziplinär angelegt. Wir lernten etwa Programmieren oder beschäftigten uns mit der Philosophie der Wissenschaft“, erinnert sich Lisa Boenke.

Ihr Master sollte ähnliche Ansprüche erfüllen. Die Absolventin begann ihre Suche – und stieß auf das Studienprogramm „International Joint Master of Research in Work and Organizational Psychology“. Es wird an drei europäischen Universitäten studiert: der Leuphana in Lüneburg, der Maastricht University und der Universitat de València und schließt mit einem Joint Degree ab. Gerade hat Lisa Boenke das erste Semester in den Niederlanden beendet: „Für mich ist dieses Programm eine phantastische Gelegenheit, verschiedenen Kulturen zu studieren, mich aber auch gezielt auf eine wissenschaftliche Laufbahn vorzubereiten. Die Psychologie ist als eigenständiges Forschungsgebiet vergleichsweise jung und entstand erst um 1870. Deswegen gibt es noch viele offene Fragen“, sagt Lisa Boenke. Sie fühlt sich durch das Studium gut auf eine Promotion vorbereitet: „Wir haben sehr viele Statistik- und Methoden-Kurse. Das ist ein großes Plus.“ Zudem erlebt sie den internationalen Austausch als bereichernd: „Obwohl Deutschland und die Niederlande aneinandergrenzen, sind die Mentalitäten sehr unterschiedlich. In den Niederlanden ist alles sehr egalitär, Professoren werden beispielsweise beim Vornamen genannt“, berichtet sie.

„Das hat richtig gut geklappt!“

Mittlerweile ist Lisa Boenke wieder in Deutschland und studiert nun an der Leuphana. Besonders positiv war sie vom Semesterstart überrascht, der trotz der Corona-Pandemie reibungslos verlief: „Das hat richtig gut geklappt! Durch die kleine Gruppengröße in unserem Studium sind auch die Online-Seminare per Video-Konferenz sehr gut umsetzbar.“ Zum Semesterstart beschäftigten sich die Studierenden mit dem Thema Verhandlungen. „Die Leuphana ist die einzige der drei Universitäten, die Verhandlungen als Fach anbietet. Deswegen würde ich hier auch gern meine Masterarbeit schreiben. Mich überzeugt das inhaltlich“, sagt die Studentin.

Lisa Boenke interessiert sich schon lange für Arbeit- und Organisationspsychologie: „Dieses Fach ist sehr gestaltend und hat einen konkreten Nutzen für die ganze Gesellschaft.“ Im Moment beschäftigt sie sich beispielsweise mit dem Thema Homeoffice und den Auswirkungen auf soziale Beziehungen: „Wie schaffen Leute Grenzen zwischen der Arbeit und ihrem Zuhause? In der heutigen Situation kann die Arbeit schnell Überhand nehmen und Partner verärgern, weil er das Gefühl hat, nicht genug Aufmerksamkeit zu bekommen“, sagt die Masterstudentin.

Im Wintersemester soll ihr Studium in Spanien weitergehen: „Nach Maastricht und Lüneburg ist Valencia die dritte Station. Ich wäre sehr traurig, wenn es wegen der Pandemie nicht wie geplant stattfinden kann, bin aber auch offen für andere Lösungen. Bis jetzt läuft ja trotz Corona alles sehr reibungslos an der Uni.“ Aber später, wenn sie ihren Master in der Tasche hat, möchte Lisa Boenke sehr gern in verschiedenen Ländern forschen und arbeiten.

Autorin: Dr. Marietta Hülsmann

Annika berichtet

Annika Mertens, Studentin des Masters Work and Organizational Psychology ©Universität Maastricht
Annika Mertens ist Studentin und Botschafterin des International Joint Master of Research in Work and Organizational Psychology.

Warum Annika den International Joint Master of Research in Work and Organizational Psychology gewählt hat

Ein Studium an der Universität Maastricht (UM) ist eine persönliche, lebensbereichernde Erfahrung, die Sie auf die Zukunft vorbereitet, sowohl beruflich als auch persönlich. Unsere Bachelor- und Master-Studiengänge richten sich an Studierende, die ein besonderes Interesse an menschlichem Verhalten und Gesundheit haben. Studierende, die auf beruflicher und/oder persönlicher Ebene "die Extrameile" gehen wollen. Was ist Ihre Extrameile?

Annika, 21, kommt aus Deutschland und entschied sich, für den zweijährigen International Joint Master of Research in Work and Organizational Psychology in Maastricht zu bleiben. "Ich habe einen Bachelor-Abschluss in Psychologie an der Universität Maastricht gemacht, der auf Englisch unterrichtet wurde. Ich interessierte mich für Stressmanagement und Work-Life-Balance und besuchte die Open Days, um mich über geeignete Masterstudiengänge zu informieren."

Annikas Extrameile in Sachen Gesundheit: "Ich möchte zu einer gesunden Work-Life-Balance beitragen, indem ich Forschung in hilfreiche Interventionen umsetze"

"Als ich dieses Programm sah, war ich sofort begeistert. Es ist sehr breit gefächert und sehr gut unterteilt. Jedes Semester führt einen an eine andere Universität in einem anderen Land, und ich denke, das ist eine großartige Gelegenheit, Reisen mit einem Auslandsstudium zu verbinden. Ich persönlich werde dadurch auch gezwungen, mehr Flexibilität zu entwickeln, was eine Soft Skill ist, die ich verbessern muss.

Das erste Semester verbringe ich in Maastricht und konzentriere mich auf die Forschung. Das zweite Semester verbringe ich an der Universität Lüneburg in Deutschland, wo ich mich auf Entrepreneurship konzentriere. In meinem zweiten Jahr werde ich zunächst nach Spanien gehen, nach Valencia, wo wir uns auf Interventionen konzentrieren werden. Im letzten Semester führt man je nach Thema irgendwo ein Forschungsprojekt durch.

Dieser Studiengang ist sehr international und man profitiert von all diesen verschiedenen Kontexten und den Hintergründen der Kommiliton*innen. Problembasiertes Lernen ist einer der Gründe, warum ich in Maastricht studieren wollte. Man lernt gemeinsam, in einer interaktiven und angenehmen Atmosphäre. Ich interessiere mich für die Umsetzung von Forschung in die Praxis. Da die Menschen immer älter werden, wird die Vereinbarkeit von Beruf und Familie immer wichtiger. Dazu möchte ich beitragen, indem ich hilfreiche Interventionen entwickle."

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