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Erfahrungsberichte - Sustainability Science: Ecosystems, Biodiversity and Society

Auf dieser Seite finden Sie Erfahrungsberichte von Studierenden und Ehemaligen zum Master Sustainability Science: Ecosystems, Biodiversity and Society an der Leuphana Graduate School.

Molly berichtet

07.04.2026 Nach einem Bachelorstudium und mehreren Jahren Berufserfahrung in ihrem Heimatland, den USA, hat es Molly Parker für ihr Masterstudium nach Deutschland und an die Leuphana gezogen. In ihrem Programm Sustainability Science: Ecosystems, Biodiversity and Society schätzt sie besonders die Verbindung ökologischer und gesellschaftlicher Ansätze sowie die offene und gemeinschaftliche Atmosphäre zwischen Studierenden und Lehrenden.

©Privat
"Manchmal bringen einen Fakten und Daten allein nicht besonders weit, wenn man diese Informationen nicht auf eine Weise vermitteln kann, die für andere verständlich und greifbar ist."

Warum haben Sie sich für das Studienprogramm Sustainability Science: Ecosystems, Biodiversity and Society entschieden?

Ich habe mich für das Studium Sustainability Science: Ecosystems, Biodiversity, and Society (SEBS) entschieden, weil es sich mit einer Reihe wichtiger Themen beschäftigt, über die ich mehr erfahren wollte. Der Studiengang konzentriert sich nicht nur auf die naturwissenschaftlichen Aspekte, in denen ich bereits über gewisse Vorkenntnisse verfüge, sondern beleuchtet auch die gesellschaftlichen Aspekte. Es ist ein hoch relevantes Thema mit großem Potenzial, um in der heutigen Welt Veränderungen zu bewirken.

Wenn ich aus meinen letzten Jahren in meinen (verschiedenen) Berufen vor Beginn des Studiums etwas gelernt habe, dann ist es, dass man mit Fakten und Daten allein nicht viel erreichen kann, sondern auch soziale Kompetenz oder zumindest ein Verständnis für Menschen braucht. Ich denke, dass das zweite „S“ in SEBS superwichtig ist und oft von Leuten wie mir übersehen wird, die eher einen naturwissenschaftlichen Hintergrund haben. Man könnte also sagen, dass ich mich für dieses Programm entschieden habe, um mich etwas breiter aufzustellen und Einblicke zu gewinnen, wie man diese sozial-ökologischen Zusammenhänge besser verstehen kann.

Welche Erwartungen hatten Sie, bevor Sie Ihren Master an der Leuphana begonnen haben, und was gefällt Ihnen am meisten an Sustainability Science: Ecosystems, Biodiversity and Society?

Um ganz ehrlich zu sein, war ich mir nicht ganz sicher, was ich vom SEBS-Masterstudiengang an der Leuphana erwarten sollte. Im Grunde wusste ich vor allem, dass die Leuphana für ihren Nachhaltigkeitsstudiengang bekannt ist und dass die Stadt Lüneburg super schön ist! Ich habe erwartet, viele verschiedene Erkenntnisse zu gewinnen, und gehofft, in unserer sich verschlechternden Welt einige vielversprechende Lösungsansätze zu finden. 

Was mir bisher am SEBS-Studiengang am besten gefallen hat, ist die Vielfalt der Perspektiven, die ich von anderen Studierenden in meinem Jahrgang gewonnen habe, sowie die Begeisterung und das breite Wissen, das die Dozierenden zu bieten haben. Ich genieße es, wieder in einem universitären Umfeld zu und von Menschen umgeben zu sein, die gleichzeitig nach Wissen dürsten und bereit sind, das zu teilen, was sie bereits wissen.

Was haben Sie studiert bevor Sie Ihren Master begonnen haben und wo konnten Sie an ihr vorheriges Studium anknüpfen?

Vor Beginn meines Masterstudiums habe ich Geologie und Umweltwissenschaften studiert. Außerdem habe ich Berufserfahrung in verschiedenen Bereichen der Umweltqualität gesammelt, vor allem in den Bereichen Luftqualität und Altlastensanierung. Aufbauend auf meinem geologischen Hintergrund habe ich durch das Studium an der Leuphana viel mehr über Bodenkunde sowie die Wechselwirkungen zwischen Menschen, Landnutzung und Ökosystemen gelernt. Der soziale Aspekt des Studiengangs ist super interessant und etwas, womit ich mich akademisch noch nie beschäftigt habe. Es war also toll, sich damit auseinanderzusetzen, und ich habe gemerkt, wie nützlich diese Erkenntnisse in meiner früheren Arbeit gewesen wären!

Wie haben Sie die Umstellung auf die neuen Disziplinen im Studienprogramm erlebt?

Die Umstellung war anfangs ein kleiner Schock für mich. Da ich schon eine Weile nicht mehr an einer Universität war, fiel es mir verständlicherweise schwer, wieder in den Rhythmus von Hausarbeiten, Prüfungsvorbereitungen und Gruppenarbeit zu kommen – und das alles, während ich mich an das Leben in einem neuen Land gewöhnt habe. Doch das Tempo und die Themen der Kurse sowie die Begeisterung der Dozierenden haben mein Interesse wirklich geweckt und meine Motivation verstärkt. Auch meine Kommilitonen haben mir sehr geholfen, mich mit meiner Entscheidung, wieder an die Uni zu gehen, wohlzufühlen. Es gibt hier so viele unterschiedliche Hintergründe und Erfahrungen; ich hatte nie das Gefühl, dass irgendjemand schon alles im Griff hat. Wir unterstützen uns gegenseitig, wann immer es nötig ist, tauschen unsere Erfahrungen und unser Wissen aus und meistern gemeinsam die schwierigeren Phasen des Studiums.

Was gefällt Ihnen besonders an dem Campus und der Stadt Lüneburg?

Lüneburg ist wirklich sehr niedlich. Von der mittelalterlichen Innenstadt und der Altstadt bis hin zu den umliegenden Wäldern und dem Ilmenau-Fluss – die kleine Stadt ist wunderbar. Es gibt tolle Cafés, herrliche Natur und jede Menge Möglichkeiten zur Unterhaltung, während gleichzeitig dieses magische, urige Gefühl einer Kleinstadt erhalten bleibt. Das Einzige, was mir fehlt, ist etwas mehr Abwechslung in der Landschaft! Der Campus selbst ist übersichtlich, verfügt über ein Café im Hauptgebäude und bietet zahlreiche Ecken, in denen man sich zurückziehen und lernen kann. Zwar gab es in den letzten Jahren einige Bauarbeiten, aber das könnte für neue Studierende sogar von Vorteil sein!

Wie ist das Verhältnis zu den anderen Studierenden und Lehrpersonen?

Ich schätze mich sehr glücklich mit meinem Jahrgang, weil wir uns so gut verstehen und ich mit vielen meiner Kommilitonen wirklich tolle Freundschaften geschlossen habe, aber ich glaube, das ist ein wiederkehrendes Phänomen in den Sustainability Science Studiengängen an der Leuphana. Es ist nicht selten, dass in unserem Gruppenchat Nachrichten über coole Dinge auftauchen, die Menschen am Wochenende außerhalb der Stadt gesehen haben, schöne Fotos von einer Exkursion, Tipps zur Wohnungssuche oder Kursen usw.
Die meisten Dozierenden sind sehr enthusiastisch, wenn es darum geht, ihr Wissen weiterzugeben, und das fühlt sich unglaublich besonders an. Ich denke, die SEBS-Gruppe hat besonders viel Glück, so viele Dozierende mit umfangreicher Erfahrung in verschiedenen Bereichen zu haben.

Wissen Sie schon, in welchem Bereich Sie Ihre Masterarbeit schreiben möchten und gibt es Ideen, was Sie nach dem Studium machen wollen?

Ich habe mich noch nicht für ein Thema für meine Masterarbeit entschieden, aber ich habe schon mehrere Ideen im Kopf. Ich hoffe, meine Wahl in den kommenden Monaten endgültig festlegen zu können, und bin dankbar, dass ich einige unterstützende Mentoren gefunden habe, die mir helfen, verschiedene Optionen durchzugehen. Obwohl viele meiner Kommilitonen schon bald mit dem Schreiben ihrer Abschlussarbeit beginnen werden, plane ich derzeit, noch weitere Kurse zu belegen, Deutsch zu lernen und mehr Erfahrung am Social-Ecological Systems Institute zu sammeln.

Was hätten Sie gerne schon am Anfang Ihres Studiums gewusst, was Sie neuen Sustainability Science: Ecosystems, Biodiversity and Society Masterstudierenden als Tipp mit auf den Weg geben können?

Ich glaube, vor allem würde ich neuen Masterstudierenden raten, dass sie aus diesem Studiengang wirklich alles mitnehmen können, was sie wollen. Ich denke, viele Menschen gehen generell mit der Erwartung an die Universität, jedes Detail eines Fachgebiets lernen zu wollen, und vergessen dabei, sich umzuschauen und das große Ganze zu betrachten. Auch hier gilt: Manchmal bringen einen Fakten und Daten allein nicht besonders weit, wenn man diese Informationen nicht auf eine Weise vermitteln kann, die für andere verständlich und greifbar ist. Mit Menschen so zu sprechen, dass sie sich angesprochen fühlen – und nicht nur innerhalb der eigenen akademischen Blase zu kommunizieren – ist eine unglaublich wertvolle Fähigkeit. Außerdem lohnt es sich, etwas Neues auszuprobieren und sich mit Forschungsbereichen zu beschäftigen, an die man vielleicht noch nie zuvor gedacht hat.

Wem würden Sie den Master Sustainability Science: Ecosystems, Biodiversity and Society empfehlen und welchen Unterschied können SEBS AbsolventInnen machen?

Ich würde den SEBS-Studiengang allen empfehlen, die sich nicht nur für die ökologische, sondern auch für die soziale Dimension interessieren. In diesem Studiengang kommt beides zur Geltung, und manche Kurse passen vielleicht besser zu deinem Hintergrund als andere.

Ich glaube, dass SEBS-AbsolventInnen in vielen verschiedenen Bereichen etwas bewirken werden! Ich sehe großes Potenzial bei vielen meiner Kommilitonen, da sie sehr motiviert sind, ein Verständnis für die Praxis zu entwickeln und praktische Anwendungen für das Gelernte zu entwickeln.
 

Tom berichtet

31.03.26 Mit einem Hintergrund in Umweltwissenschaften entschied sich Tom Reckmann für den Master Sustainability Science: Ecosystems, Biodiversity and Society, um sozial-ökologische Systeme aus einer interdisziplinären Perspektive weiter zu erforschen. Heute setzt er diesen Weg im Doctoral Fast-Track-Programm an der Leuphana fort.

©Privat
"Inter- und Transdisziplinarität sind für mich so etwas wie die DNA der Fakultät für Nachhaltigkeit an der Leuphana."

Warum haben Sie sich für das Studienprogramm Sustainability Science: Ecosystems, Biodiversity and Society entschieden?

Ich wollte mein Wissen in den Nachhaltigkeitswissenschaften vertiefen und mich auf sozial-ökologische Systeme spezialisieren. Daher kam mir dieser Masterstudiengang sehr gelegen, da er direkt nach meinem Bachelorabschluss angeboten wurde.

Welche Erwartungen hatten Sie, bevor Sie Ihren Master an der Leuphana begonnen haben, und was gefällt Ihnen am meisten an Sustainability Science: Ecosystems, Biodiversity and Society?

Da ich einen interdisziplinären Bachelor-Abschluss hatte, ging ich davon aus, dass ich auf diese Weise weiterarbeiten würde, allerdings mit etwas stärkerer Fokussierung als zuvor. Ich glaube, genau das gefällt mir am Masterstudium am besten: die Interdisziplinarität. Es macht mir Spaß, Nachhaltigkeitsprobleme aus einer systemischen Perspektive zu untersuchen. Ein rein fachlicher (disziplinärer) Hintergrund erscheint mir dabei eher als Einschränkung. 

Was haben Sie studiert bevor Sie Ihren Master begonnen haben und wo konnten Sie an ihr vorheriges Studium anknüpfen?

Ich habe Umweltwissenschaften an der Leuphana studiert und zuvor bereits Kurse zu ähnlichen Themen belegt. Daher hatte ich bei manchen Themen einen Vorsprung, da ich beispielsweise im Bachelor bereits einen Kurs zu Systems Thinking absolviert hatte. So konnte ich mich im Rahmen der Kurse darauf konzentrieren, mein Wissen in anderen Bereichen oder zu anderen Themen zu vertiefen.

Die Leuphana versteht sich als eine inter- und transdisziplinäre Universität. Auch die Ausrichtung Ihres Studiengangs ist interdisziplinär. Wie nehmen Sie das wahr?

Inter- und Transdisziplinarität sind für mich so etwas wie die DNA der Fakultät für Nachhaltigkeit an der Leuphana, und das spiegelt sich auch in der Lehre und den Lehrveranstaltungen wider.

Was gefällt Ihnen besonders an dem Campus und der Stadt Lüneburg?

Ich mag den Vibe am Campus und wie belebt er ist. Die Mensawiese und viele schöne Spots draußen machen das Campusleben besonders im Sommer sehr lebenswert. Ich liebe es am Campus Sport zu machen oder einfach auf der Mensawiese in der Sonne zu sitzen. 

Wie ist das Verhältnis zu den anderen Studierenden und Lehrpersonen?

Durch großartige Angebote der Fachschaft (Ersti-Fahrt und Einführungsveranstaltungen) kann man sich gut und schnell untereinander vernetzen. Das erste Semester ist für viele herausfordernd, aber dabei lernt man sich in Gruppenarbeiten gut kennen. Generell ist die Atmosphäre in Kursen richtig gut und alle gehen sehr respektvoll miteinander um. Auch das Verhältnis zu Lehrenden ist sehr entspannt und man kommt mit allen sehr gut ins Gespräch. 

Wissen Sie schon, in welchem Bereich Sie Ihre Masterarbeit schreiben möchten und gibt es Ideen, was Sie nach dem Studium machen wollen?

Ich habe tatsächlich schon ein Masterarbeitsthema und habe im Januar meinen PhD im Doctoral Fast-Track begonnen und bleibe daher noch eine Weile an der Leuphana.

Was hätten Sie gerne schon am Anfang Ihres Studiums gewusst, was Sie neuen Sustainability Science: Ecosystems, Biodiversity and Society Masterstudierenden als Tipp mit auf den Weg geben können?

Das erste Semester ist sehr herausfordernd, aber wenn man durchhält, kann man sehr viel aus diesem Semester mitnehmen. Wenn es einem doch zu viel wird, ist es auch okay ein Modul weniger zu machen. Das haben einige bei uns (inklusive ich selbst) auch gemacht. 

Wem würden Sie den Master Sustainability Science: Ecosystems, Biodiversity and Society empfehlen und welchen Unterschied können SEBS AbsolventInnen machen?

Ich würde den Master denjenigen empfehlen, die sich im Bereich der sozial-ökologischen Systemen sehen, in die Forschung gehen wollen oder sich für Mensch-Natur-Beziehungen interessieren. Besonders würde ich es aber Menschen empfehlen, die nach einem inter- oder transdisziplinären Master suchen oder generell dafür offen sind.

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