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Erfahrungsberichte - Sustainability Science: Entrepreneurship, Agency and Leadership

Auf dieser Seite finden Sie Erfahrungsberichte von Studierenden und Ehemaligen zum Master Sustainability Science: Entrepreneurship, Agency and Leadership an der Leuphana Graduate School. 

Daniel berichtet

26.06.2026 Nach einem Bachelorstudium in Betriebswirtschaft und Management an der Hochschule Osnabrück entschied sich Daniel Wolbeck für den Master Sustainability Science: Entrepreneurship, Agency and Leadership, um wirtschaftliches Denken mit nachhaltigem Handeln zu verbinden. Besonders schätzt er die interdisziplinäre Ausrichtung des Programms und die enge Verknüpfung von Theorie und Praxis.

©Privat
„Was SEAL-Absolvent*innen besonders wertvoll macht, ist ihre interdisziplinäre Ausbildung. Sie vereinen ein fundiertes Verständnis unternehmerischer, betriebswirtschaftlicher und psychologischer Ansätze und sind dadurch in der Lage, Handlungskompetenzen zu entwickeln, die weit über klassische Managementprofile hinausgehen.“

Warum haben Sie sich für das Studienprogramm Sustainability Science: Entrepreneurship, Agency and Leadership entschieden?

Während eines Praktikums im Bereich Customer-Relationship-Management bei einem Konzern in Hamburg stellte ich mir eine grundlegende Frage: Warum sollte ich meine Arbeitszeit und Energie in eine Tätigkeit investieren, die keinen positiven ökologischen Beitrag leistet und im schlimmsten Fall sogar zur weiteren Belastung unserer Umwelt beiträgt? Diese Erkenntnis war ein Wendepunkt für mich. Durch Einblicke in die Nachhaltigkeitsabteilung des Unternehmens entdeckte ich meine eigentliche Leidenschaft: die Verbindung von wirtschaftlichem Denken und nachhaltigem Handeln. Genau dann wurde mir klar, dass mein Herz für Nachhaltigkeit schlägt. Nach dem Abschluss meines Bachelorstudiums in Betriebswirtschaft und Management war ich davon überzeugt, diesen Weg konsequent weiterzugehen, denn ich bin der festen Überzeugung, dass der Schlüssel zur ökologischen und sozialen Transformation in der Umgestaltung von Unternehmen liegt. Das Studienprogramm Sustainability Science: Entrepreneurship, Agency and Leadership bietet mir die ideale Grundlage, um unternehmerisches Denken mit dem Anspruch auf eine nachhaltige Zukunft zu verbinden.

Welche Erwartungen hatten Sie, bevor Sie Ihren Master an der Leuphana begonnen haben, und was gefällt Ihnen am meisten an Sustainability Science: Entrepreneurship, Agency and Leadership?

Vor Beginn meines Masterstudiums an der Leuphana Universität hatte ich eine gewisse Skepsis: Da ich zuvor an der Hochschule Osnabrück studiert hatte, machte ich mir Sorgen, dass das Programm stark theorielastig sein könnte und der Praxisbezug möglicherweise zu kurz kommen würde. Diese Erwartung wurde jedoch widerlegt. Im Laufe des Studiums war ich positiv überrascht, wie konsequent theoretische Inhalte mit praktischer Anwendung verknüpft werden.

Eine weitere Erwartung betraf die Flexibilität bei der Kursauswahl. Von Kommiliton*innen anderer Universitäten hatte ich gehört, dass Wahlpflichtmodule zwar formal frei wählbar sind, man aufgrund begrenzter Teilnehmerzahlen jedoch häufig keinen Platz erhält. Von insgesamt vier Wahlpflichtmodulen wurde mir lediglich bei einem die Teilnahme aufgrund zu vieler Modulbewerber*innen verwehrt. Somit konnte ich meinen eigenen inhaltlichen Schwerpunkt gezielt setzen, um mich auf meinen zukünftigen Job genau vorzubereiten. 

Am meisten schätze ich die enge Verzahnung von Theorie und Praxis sowie die Kommunikation auf Augenhöhe zwischen Studierenden und Lehrenden. Besonders beeindruckt hat mich die interdisziplinäre Ausrichtung des Programms: Die Module verbinden Betriebswirtschaft und Nachhaltigkeitswissenschaft mit Elementen der Psychologie und Kommunikation. Diese Kombination habe ich in dieser Form bislang kaum an anderen Universitäten gefunden.

Was haben Sie studiert bevor Sie Ihren Master begonnen haben und wo konnten Sie an Ihr vorheriges Studium anknüpfen?

Vor meinem Masterstudium an der Leuphana Universität Lüneburg habe ich an der Hochschule Osnabrück Betriebswirtschaft und Management studiert. Da der Masterstudiengang Sustainability Science: Entrepreneurship, Agency and Leadership einen starken Unternehmensbezug aufweist, konnte ich zahlreiche Konzepte aus meinem Bachelorstudium direkt aufgreifen und in einem neuen, nachhaltigkeitsorientierten Kontext anwenden.

So werden beispielsweise bestehende Geschäftsmodelle von Unternehmen analysiert und Ansätze erarbeitet, wie diese transformiert und langfristig nachhaltiger gestaltet werden können. Darüber hinaus wird im Studiengang das Konsumentenverhalten aus einer psychologischen Perspektive beleuchtet, um zu verstehen, welche Mechanismen Entscheidungen beeinflussen und wie gezielte Konzepte entwickelt werden können, die Menschen zu nachhaltigeren Verhaltensweisen bewegen.

Die Leuphana versteht sich als eine inter- und transdisziplinäre Universität. Auch die Ausrichtung Ihres Studiengangs ist interdisziplinär. Wie nehmen Sie das wahr?

Sowohl die Lehre als auch die Studierendenschaft zeichnen sich durch eine große Vielfalt an Perspektiven aus. Inhaltlich vereint das Programm Betriebswirtschaft, Management, Kommunikation und Psychologie mit sozialen, ökonomischen und ökologischen Nachhaltigkeitsaspekten zu einem interdisziplinären Gesamtbild.

Diese Interdisziplinarität spiegelt sich ebenso in der Zusammensetzung der Studierenden wider. Die Teilnehmenden bringen unterschiedliche akademische Hintergründe mit, darunter Betriebswirtschaft, Sozialwissenschaften, Management, Umweltwissenschaften und Kommunikationsmanagement, und kommen aus einer Vielzahl von Ländern. Besonders ist dabei die Zusammenarbeit im ersten Semester, in dem man gemeinsam mit Kommiliton*innen aus den Schwerpunkten Biodiversity, Chemistry sowie Governance and Law arbeitet. Diese Studierenden bringen wiederum eigene fachliche Grundlagen aus ihren jeweiligen Bachelorstudienprogrammen mit ein. Diese Vielfalt macht jede Gruppenarbeit zu einer wertvollen Lernerfahrung, die dazu anregt, über den eigenen fachlichen Horizont hinauszudenken und neue Sichtweisen zu entwickeln.

Was gefällt Ihnen besonders an dem Campus und der Stadt Lüneburg?

Der Campus der Leuphana Universität bietet ein vielfältiges Angebot, das weit über den Vorlesungsalltag hinausgeht. Besonders das breite Hochschulsportprogramm bietet mir einen guten Ausgleich zum Unialltag. Darüber hinaus stehen viele kleinere Gruppenräume zur Verfügung, die individuelles und kollaboratives Arbeiten gleichermaßen ermöglichen. Auch das Engagement in universitären Initiativen trägt zur persönlichen Entwicklung bei. So bin ich beispielsweise der Cradle-to-Cradle-Initiative beigetreten, in der ich mich mit anderen Kreislaufbegeisterten austauschen und nachhaltige Ideen aktiv mitgestalten kann. Außerdem sollte erwähnt werden, dass es eine Abendmensa gibt, in der man nach einer Vorlesung oder einem langen Uni-Tag in der Bibliothek den Uni-Stress durch warmes Essen reduzieren kann.

Die Stadt Lüneburg selbst besitzt einen ganz eigenen Charme. So lädt die historische Altstadt mit ihren alten Pubs, gemütlichen Bars und charmanten Cafés zum Verweilen ein und erleichtert einem ganz nebenbei das Kennenlernen neuer Kommiliton*innen. Gleichzeitig profitiere ich von der unmittelbaren Nähe zu Hamburg, die einen Wechsel zwischen dem pulsierenden Großstadtleben und der ruhigen, beschaulichen Atmosphäre Lüneburgs ermöglicht. Dieser Kontrast macht die Stadt für mich zu einem idealen Ort, um sowohl aktiv zu sein als auch zur Ruhe zu kommen.

Wie ist das Verhältnis zu den anderen Studierenden und Lehrpersonen?

Die überschaubare Kursgröße von 15-50 Studierenden schafft ein Umfeld, in dem es einem deutlich leichter fällt, Kommiliton*innen kennenzulernen und echte Freundschaften zu schließen. Trotz der vergleichsweise kurzen Studiendauer eines Masterprogramms entstehen dabei oft Verbindungen, die weit über das Studium hinaus Bestand haben.

Gleichzeitig profitiert man von einem persönlichen und wertschätzenden Verhältnis zu den Lehrenden. Die kleineren Gruppengrößen senken die Hemmschwelle, aktiv Fragen zu stellen und Diskussionen anzustoßen, was die Lehrveranstaltungen nicht nur entspannter, sondern auch inhaltlich bereichernder macht. Hinzu kommt, dass viele Kurse interaktiv konzipiert sind und klassischer Frontalunterricht bewusst zugunsten eines dialogorientierten Lernformats vermieden wird.

Wissen Sie schon, in welchem Bereich Sie Ihre Masterarbeit schreiben möchten und gibt es Ideen, was Sie nach dem Studium machen wollen?

Inhaltlich interessiere ich mich besonders für die Themenfelder Kreislaufwirtschaft, nachhaltige Materialien, Konsumentenverhalten und alternative Geschäftsmodelle. Auf welchen dieser Bereiche ich meinen abschließenden Fokus legen werde, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch offen. Zwar existieren bereits erste Ideen und Ansätze, jedoch bedarf es noch weiterer Ausarbeitung und sorgfältiger Abwägung, bevor ich eine finale Entscheidung treffen kann.

Was hätten Sie gerne schon am Anfang Ihres Studiums gewusst, was Sie neuen Sustainability Science: Entrepreneurship, Agency and Leadership Masterstudierenden als Tipp mit auf den Weg geben können?

Ein Hinweis, der einem viel Verwirrung ersparen kann: Grundsätzlich stehen alle Wahlpflichtmodule zur freien Auswahl. Die Gazette kommuniziert dies jedoch leider nicht mit der nötigen Klarheit, weshalb ich zunächst davon ausgegangen bin, dass ich nur bestimmte Module wählen darf. Die Erkenntnis frei wählen zu können, ist daher wichtig, also: Grundsätzlich könnt ihr alle Wahlpflichtmodule belegen.

Wer Gruppenräume sucht, kennt das Problem: Sie sind begehrt und schnell belegt. Ein kleiner Geheimtipp ist, dass in manchen Gebäuden nicht alle Vorlesungsräume ganztägig belegt sind und diese Räume daher gut für Gruppentreffen genutzt werden können. Ein kurzer Blick auf den Raumplan, der per QR-Code neben jeder Tür abrufbar ist, erspart dabei das unangenehme Aufreißen einer Tür, wenn doch noch eine Vorlesung stattfindet.

Gruppenarbeiten sind ein zentraler Bestandteil des Masterstudiums und ziehen sich durch nahezu alle Module. Die Koordination mehrerer Gruppentreffen gleichzeitig kann dabei schnell zur organisatorischen Herausforderung werden. Wer sich wünscht, jemanden zu haben, der all diese Abstimmungen übernimmt, ist damit nicht allein. Mit der Zeit entwickelt man jedoch ein Gespür dafür, wie man den Aufwand effizient reduziert. Ein hilfreiches Tool zur gemeinsamen Terminfindung innerhalb von Gruppen ist When2meet. 

Und zu guter Letzt das vielleicht wichtigste Insiderwissen: Ab und zu gibt es Germknödel in der Mensa. Wer weiß, wann das der Fall ist, hat einen entscheidenden Vorteil, denn diese sind sehr beliebt und rar!

Wem würden Sie den Master Sustainability Science: Entrepreneurship, Agency and Leadership empfehlen und welchen Unterschied können SEAL AbsolventInnen machen?

Ich empfehle den Master all jenen, die wirtschaftliche Zusammenhänge nicht nur aus einer linearen, sondern aus einer ganzheitlichen und zirkulären Perspektive betrachten möchten. Wer einen Hintergrund in Betriebswirtschaft, Management oder einem verwandten Studiengang mitbringt und dieses Wissen gezielt in einen nachhaltigkeitsorientierten Kontext überführen möchte, findet hier das ideale Umfeld dafür. Besonders geeignet ist das Programm für Studierende, die Freude daran haben, transdisziplinär zu arbeiten und offen dafür sind, die eigene Perspektive durch den Austausch mit Kommiliton*innen aus völlig anderen Fachbereichen zu erweitern. Gruppenarbeiten sind dabei nicht nur ein Lernformat, sondern ein Ort, an dem unterschiedliche Denkweisen aufeinanderprallen, sich gegenseitig bereichern und gemeinsam zu Lösungsansätzen führen, die man allein nie entwickelt hätte. Mit Sicherheit wird man die eine oder andere Gruppenarbeit auch nicht so gut finden, doch auch hier lernt man, wie man mit einer solchen Situation umgehen kann. Wer bereit ist, das eigene Fachdenken zu hinterfragen und Wirtschaft als Teil eines größeren gesellschaftlichen und ökologischen Systems zu verstehen, wird in diesem Studiengang nicht nur fachlich, sondern auch persönlich weiterwachsen. 

Absolvent*innen des SEAL-Programms nehmen eine einzigartige Schlüsselposition in der modernen Unternehmenswelt ein. Als Bindeglied zwischen Vorstand und Strategie verfügen sie über die Fähigkeit, langfristige Unternehmensentscheidungen maßgeblich zu beeinflussen und Organisationen nachhaltig zu transformieren. Dabei geht es nicht allein um ökologische Verantwortung, sondern um eine ganzheitliche Absicherung gegen soziale, ökonomische und ökologische Risikofaktoren, die in einer zunehmend volatilen Welt für den Fortbestand eines Unternehmens entscheidend sein können. Was SEAL-Absolvent*innen besonders wertvoll macht, ist ihre interdisziplinäre Ausbildung. Sie vereinen ein fundiertes Verständnis unternehmerischer, betriebswirtschaftlicher und psychologischer Ansätze und sind dadurch in der Lage, Handlungskompetenzen zu entwickeln, die weit über klassische Managementprofile hinausgehen. Sie denken nicht nur in Quartalen, sondern in Generationen. In einer Zeit, in der Unternehmen zunehmend unter dem Druck regulatorischer Anforderungen, gesellschaftlicher Erwartungen und globaler Umweltveränderungen stehen, sind genau diese Profile gefragter denn je. Absolvent*innen können Transformationsprozesse nicht nur begleiten, sondern aktiv anführen. Dabei verbinden sie Innovation mit Verantwortung und wirken nicht einfach als Mitläufer*innen des Wandels, sondern als seine Gestalter*innen.

Haben Sie ein Auslandssemester gemacht? Wenn ja, wo waren Sie und was hat Ihnen besonders gut an Ihrem Auslandssemester gefallen?

Mein Auslandssemester habe ich als Free-Mover an der Hankuk University of Foreign Studies in Seoul, Südkorea, absolviert. Besonders beeindruckt hat mich der Einblick in eine völlig neue Kultur mit anderen Herangehensweisen, Werten und einer Disziplin, die man in dieser Form selten erlebt. Vor meiner Abreise hatte ich zahlreiche Erfahrungsberichte gelesen, in denen Koreaner*innen als eher zurückhaltend beschrieben wurden. Diese Erwartung wurde jedoch schnell widerlegt. Viele sind von sich aus auf mich zugekommen, und über die zahlreichen studentisch organisierten Clubs der Universität entstanden schnell echte Freundschaften. Gerade diese Verbindungen ermöglichten es mir, tief in die koreanische Lebensweise einzutauchen und Fragen nachzugehen, die weit über den Universitätsalltag hinausgingen: Wie verhalten sich Koreaner*innen in der Öffentlichkeit und warum? Wie sieht ein typischer Arbeitsalltag aus? Warum spielt Disziplin eine so zentrale Rolle und wie wird sie im Alltag gelebt? Wie sehen koreanische Freundschaften und Beziehungen aus? Besonders beeindruckt hat mich die Hilfsbereitschaft der Menschen. In Momenten, in denen ich orientierungslos wirkte, haben mir Fremde, trotz mancher Sprachbarrieren, ohne nachzudenken geholfen. 

Während in Deutschland regulatorische Rahmenbedingungen vieles einschränken, zeichnen sich Koreaner*innen durch eine pragmatische Lösungsorientierung als Möglichmacher*innen aus. Es gibt kein Problem, das nicht gelöst werden kann. Dass Koreaner*innen außerordentlich fleißig und engagiert sind, hatte ich ebenfalls im Vorfeld gelesen. Dies konnte ich in jedem Bereich des Lebens bestätigen, ob im Studium, im Sport oder in Freundschaften. Dieser Einsatz ist ansteckend und hat mich persönlich nachhaltig beeinflusst. 

Nach einem halben Jahr in Südkorea kann ich ein Auslandssemester nur empfehlen. Es erfordert Mut, den ersten Schritt zu wagen, doch dieser Mut wird reichlich belohnt. Die Erfahrungen, Begegnungen, Freundschaften und Erkenntnisse, die ich in dieser Zeit gesammelt habe, gehören zu den wertvollsten Erfahrungen meines gesamten Studiums. Für ein Auslandssemester muss man nicht zwingend auf die andere Seite der Erde fliegen. Auch ein nahegelegenes Land kann eine ebenso prägende und bereichernde Erfahrung bieten. Denn was ein Auslandssemester wirklich besonders macht, sind die Menschen, denen man begegnet. Also wage den Schritt ins Auslandssemester und entdecke das große Unbekannte! Diese Erfahrung kann dir keiner mehr nehmen.

Nele berichtet

30.06.2026 Schon während ihres Bachelorstudiums interessierte sich Nele Kehr für die Frage, wie nachhaltiges Wirtschaften aktiv gestaltet werden kann. Im Master Sustainability Science: Entrepreneurship, Agency and Leadership vertieft sie diese Interessen und schätzt besonders den ganzheitlichen Blick auf Nachhaltigkeit sowie die enge Zusammenarbeit mit Studierenden aus unterschiedlichen Fachrichtungen.

©Leuphana/Tengo Tabatadze
„Sustainability Science: Entrepreneurship, Agency and Leadership ist ein Studiengang für alle Menschen mit einem Interesse für nachhaltiges Wirtschaften, die Nachhaltigkeit dabei nicht nur als Zusatzthema sehen, sondern als Grundlage für ihr Denken und Handeln verstehen.“

Warum haben Sie sich für das Studienprogramm Sustainability Science: Entrepreneurship, Agency and Leadership entschieden?

Im Bereich Nachhaltigkeit ist die Leuphana eine der führenden Universitäten auf internationaler Ebene und war zudem die erste Uni in Europa mit einer eigenen Fakultät für Nachhaltigkeit. Besonders interessant finde ich dabei, dass Nachhaltigkeit dann auch noch mit Wirtschaft verknüpft wird. Im Bewerbungsprozess für den Master habe ich mich über viele Studiengänge informiert. Dabei hatte ich allerdings häufig das Gefühl, dass der Schwerpunkt weiterhin auf BWL oder VWL liegt und Nachhaltigkeit eher als Zusatzthema behandelt wird. An der Leuphana ist das anders: Hier bildet Nachhaltigkeit das Grundgerüst, auf dem alles andere aufbaut. Nachhaltigkeitsprobleme werden nicht nur oberflächlich betrachtet und symptomatisch behandelt, sondern an ihren Wurzeln adressiert und von Grund auf ganzheitlich gedacht. Genau dieses Nachhaltigkeitsverständnis ist mir persönlich sehr wichtig und war ein entscheidender Grund, mich für Sustainability Science: Entrepreneurship, Agency and Leadership (SEAL) zu entscheiden.

Was gefällt Ihnen am meisten an Sustainability Science: Entrepreneurship, Agency and Leadership?

Am meisten gefällt mir an Sustainability Science: Entrepreneurship, Agency and Leadership, dass der Studiengang mit etwa 25 Student*innen relativ klein ist. In meinem Bachelor waren wir rund 150 Studierende, wodurch sich schnell Grüppchen gebildet haben und ich längst nicht alle meine Kommiliton*innen kennenlernen konnte. Im Master fühlt es sich nun fast an wie in der Schule – jeder kennt jeden und wir unternehmen auch abseits der Uni viel gemeinsam. Gleichzeitig merke ich, dass wir im Master noch mehr gemeinsame Interessen und Werte teilen als es bereits im Bachelor der Fall war, weil sich alle ganz bewusst für diese Spezialisierung innerhalb der Nachhaltigkeitswissenschaften entschieden haben. Dadurch entsteht ein sehr besonderes Gemeinschaftsgefühl unter Gleichgesinnten, welches ich sehr schätze.

Was haben Sie studiert, bevor Sie Ihren Master begonnen haben und wo konnten Sie an Ihr vorheriges Studium anknüpfen?

Ich habe bereits meinen Bachelor an der Leuphana absolviert, in welchem ich Umweltwissenschaften im Major und Betriebswirtschaftslehre im Minor studiert habe. Im Bachelor konnte ich im Wahlpflichtbereich schon einige Module belegen, die Nachhaltigkeit und Wirtschaft miteinander verbunden haben. Nichtsdestotrotz wurden diese beiden Disziplinen größtenteils getrennt voneinander betrachtet. Im Master Sustainability Science: Entrepreneurship, Agency and Leadership kann ich beides nun in Kombination studieren und mich genau auf diese Schnittstelle spezialisieren. Durch meinen Bachelor habe ich bereits eine gute fachliche Grundlage, auf der ich jetzt weiter aufbauen und mein Wissen gezielt vertiefen kann.

Die Leuphana versteht sich als eine inter- und transdisziplinäre Universität. Auch die Ausrichtung Ihres Studiengangs ist interdisziplinär. Wie nehmen Sie das wahr?

Sustainability Science: Entrepreneurship, Agency and Leadership ist von Grund auf interdisziplinär aufgebaut. Wir beschäftigen uns mit Themen aus den Bereichen der Nachhaltigkeitswissenschaften, Management, Entrepreneurship, Konsumverhalten und Psychologie. Außerdem können wir aus einem großen Angebot an Wahlpflichtfächern und Komplementärmodulen wählen und uns so entweder weiter spezialisieren oder mal etwas ganz Neues ausprobieren. Darüber hinaus ist SEAL nur eines von vier Studienprogrammen im Bereich Sustainability Science der Leuphana. Insbesondere in den ersten beiden Semestern haben wir viele Lehrveranstaltungen gemeinsam mit Studierenden aus den anderen Studiengängen, in denen wir zum Beispiel die Grundlagen der Nachhaltigkeitswissenschaften behandeln. Dadurch treffen automatisch Menschen mit ganz unterschiedlichen akademischen Hintergründen und Erfahrungen aufeinander. Aber auch der transdisziplinäre Ansatz wird im Studium aktiv umgesetzt. Im zweiten Semester arbeiten wir in einem großen, transdisziplinären Forschungsprojekt gemeinsam mit einem anderen Studiengang aus den Sustainability Science Masterprogrammen zusammen. Dabei kooperieren wir mit Akteur*innen aus dem außeruniversitären Feld, wie beispielsweise mit der Politik, Unternehmen, NGOs oder der Zivilgesellschaft.

Was gefällt Ihnen besonders an dem Campus und der Stadt Lüneburg?

Ich liebe den Leuphana Campus! Besonders schön finde ich, dass wir nur einen Hauptcampus haben, an dem fast alle Veranstaltungen stattfinden und diese nicht über die ganze Stadt verteilt sind, so wie es an vielen anderen Universitäten der Fall ist. Der Campus ist sehr grün und bietet viele Sitz-, Arbeits- und Aufenthaltsmöglichkeiten. Im Frühling und Sommer ist die Mensawiese der zentrale Treffpunkt und im Biotopgarten kann man zwischendurch einfach mal abschalten und die Ruhe genießen. Von dort aus hat man außerdem einen tollen Blick auf das Zentralgebäude, welches für mich eines der beeindruckendsten Uni-Gebäude ist, das ich je gesehen habe. Auch das Sportangebot direkt auf dem Campus finde ich super: Es gibt mehrere Sporthallen, ein Fitnessstudio, eine Sauna sowie Beachvolleyball- und Basketballplätze.

Auch Lüneburg selbst gefällt mir sehr, insbesondere die Altstadt mit ihren vielen kleinen Gassen sowie alten Giebel- und Fachwerkhäusern. Außerdem merkt man, dass sich der Nachhaltigkeitsfokus der Leuphana auf die ganze Stadt überträgt. Es gibt viele niedliche, lokale Geschäfte, Cafés und Restaurants, in denen vegetarische und vegane Angebote ganz selbstverständlich dazugehören. Außerdem hat man in Lüneburg unzählige Möglichkeiten, um mit Gleichgesinnten zusammenzukommen: Sei es durch das Mitwirken in Initiativen und NGOs, der Treff in Strick- oder Häkelgruppen oder bei kulturellen Angeboten wie dem Besuch im Theater. Gleichzeitig ist Lüneburg mit seinen Parks und Wäldern sehr grün und man kann sich überall schnell und unkompliziert mit dem Fahrrad hin- und herbewegen.

Wie ist das Verhältnis zu den anderen Studierenden und Lehrpersonen?

Wie bereits erwähnt, gibt es unter den SEAL-Studierenden ein sehr starkes Gemeinschaftsgefühl. Aber auch das Verhältnis zu den Studierenden aus den anderen Sustainability Science Masterprogrammen ist sehr eng, insbesondere, weil wir in den ersten beiden Semestern viele Module zusammen belegen. Alle unternehmen viel gemeinsam, auch außerhalb der Uni.

Zudem empfinde ich das Verhältnis zu den Lehrpersonen als sehr angenehm. An der Fakultät Nachhaltigkeit herrscht eine offene und lockere Atmosphäre mit vergleichsweise geringen Hierarchien. Das ist auch daran erkennbar, dass wir mit vielen Dozierenden per Du sind.

Wissen Sie schon, in welchem Bereich Sie Ihre Masterarbeit schreiben möchten und gibt es Ideen, was Sie nach dem Studium machen wollen?

Ich habe meine Bachelorarbeit bereits im Bereich der alternativen Proteine geschrieben und würde mit meiner Masterarbeit gerne daran anknüpfen. Mir persönlich ist es wichtig, den Konsum von Fleisch zu reduzieren, sowohl aus Tierwohl-, Klimaschutz- als auch Gesundheitsgründen. Daher interessiert mich besonders die Frage, wie pflanzliche Optionen stärker in der Gesellschaft etabliert und für Konsumierende attraktiver gestaltet werden können.

Für meine Zukunft sehe ich momentan zwei mögliche Wege. Auf der einen Seite könnte ich mir vorstellen, in der Forschung zu bleiben und im Bereich der alternativen Proteine zu promovieren. Auf der anderen Seite interessiert mich die praktische Umsetzung, wodurch ich mir vorstellen könnte, in die Wirtschaft zu gehen und dort in einem Unternehmen zu arbeiten, welches alternative Proteine entwickelt und vertreibt.

Was hätten Sie gerne schon am Anfang Ihres Studiums gewusst, was Sie neuen Sustainability Science: Entrepreneurship, Agency and Leadership Masterstudierenden als Tipp mit auf den Weg geben können?

Gerade, wenn man für den Master in eine neue Stadt zieht und dort noch niemanden kennt, machen sich viele wahrscheinlich Sorgen, keinen Anschluss zu finden. Darüber müsst ihr euch in den Sustainability Science Masterstudiengängen meiner Erfahrung nach absolut keine Gedanken machen! Die Studierenden sind in der Regel sehr offen und aufgeschlossen, sodass ihr schnell neue Freund*innen finden werdet. Außerdem kann ich empfehlen, früh Kontakt zu Studierenden aus höheren Semestern zu suchen. Gerade am Anfang können sie bei organisatorischen Fragen helfen, eigene Erfahrungen und Insider teilen und einem so den Einstieg erleichtern. Inhaltlich gesehen, können die Begriffe „Inter- und Transdisziplinarität“ am Anfang überwältigend sein, besonders, wenn man vorher noch nie etwas davon gehört hat und die Leuphana diesen Themen gleichzeitig einen so großen Stellenwert zuschreibt. Lasst euch davon aber nicht verunsichern. Inter- und Transdisziplinarität funktioniert ganz nach dem Prinzip „Learning by Doing“ und genau das werdet ihr im Studium selbst erleben.

Wem würden Sie den Master Sustainability Science: Entrepreneurship, Agency and Leadership empfehlen und welchen Unterschied können SEAL-Absolvent*innen machen?

Sustainability Science: Entrepreneurship, Agency and Leadership ist ein Studiengang für alle Menschen mit einem Interesse für nachhaltiges Wirtschaften, die Nachhaltigkeit dabei nicht nur als Zusatzthema sehen, sondern als Grundlage für ihr Denken und Handeln verstehen. Auch im Studium wird Nachhaltigkeit konsequent und von Grund auf ganzheitlich gedacht, wodurch sich SEAL-Absolvent*innen von Masterstudierenden der klassischen Wirtschaftswissenschaften abheben.

Ich denke, dass SEAL-Absolvent*innen in vielen Bereichen einen Unterschied machen können, sei es in Start-ups, etablierten Unternehmen, Beratungen, NGOs oder in der Politik. Durch die interdisziplinäre Ausrichtung des Studiengangs lernen wir, soziale, ökologische und wirtschaftliche Fragestellungen zusammenzudenken. Wir können aktiv dazu beitragen, Organisationen, Konsumverhalten, Märkte und letztlich die gesamte Gesellschaft nachhaltiger zu gestalten und somit einen Beitrag für die Zukunft leisten. Deshalb bin ich fest davon überzeugt, dass uns nach dem Studium viele Türen offenstehen. Nachhaltigkeit bleibt eines der zentralen Themen unserer Zeit und wird langfristig nur weiter an Bedeutung gewinnen, spätestens wenn die Auswirkungen des Klimawandels noch stärker in Deutschland und in Europa spürbar werden.

Pauline berichtet

30.06.2026 Nach ihrem Bachelorstudium in International Business Administration und mehreren Jahren Berufserfahrung in der Nachhaltigkeitsberatung entschied sich Nele für den Master Sustainability Science: Entrepreneurship, Agency and Leadership. Besonders interessiert sie, wie nachhaltige Transformation in Wirtschaft und Gesellschaft gelingen kann. Im Studium vertieft sie vor allem ihre Interessen an sozialer Nachhaltigkeit sowie an Fragen von Gender, Diversity und Equality.

©Leuphana/Tengo Tabatadze
„Besonders positiv fand ich das transdisziplinäre Projekt im ersten und zweiten Semester. Es war sehr praxisnah und bot eine gute Möglichkeit, theoretische Inhalte direkt anzuwenden. Man lernt dabei viel über Projektarbeit, Teamprozesse und Selbstorganisation.“

Warum haben Sie sich für das Studienprogramm Sustainability Science: Entrepreneurship, Agency and Leadership entschieden? 

Während meines Bachelorstudiums habe ich ein Praktikum in einer Nachhaltigkeitsberatung absolviert und dort im Anschluss an meinen Abschluss noch zwei Jahre gearbeitet. In dieser Zeit ist mir bewusst geworden, dass ich mich noch intensiver mit Nachhaltigkeit beschäftigen und tiefer in die wissenschaftlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Zusammenhänge eintauchen möchte. Die Beratung allein hat mir dafür nicht ausgereicht. Ich wollte besser verstehen, wie wir bestehende Systeme nachhaltig transformieren können. 

So bin ich auf die Leuphana Universität Lüneburg aufmerksam geworden, die sich bereits seit vielen Jahren intensiv mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzt. Der Studiengang Sustainability Science: Entrepreneurship, Agency and Leadership erweiterte sehr gut meinen Hintergrund in International Business sowie meine praktischen Erfahrungen in der Nachhaltigkeitsberatung. Besonders angesprochen hat mich, dass der Master einen noch stärkeren und umfassenderen Fokus auf Nachhaltigkeit legt und zugleich interdisziplinär ausgerichtet ist. 

Welche Erwartungen hatten Sie, bevor Sie Ihren Master an der Leuphana begonnen haben, und was gefällt Ihnen am meisten an Sustainability Science: Entrepreneurship, Agency and Leadership

Ich wollte lernen, wie nachhaltige Transformation auf unterschiedlichen Ebenen gelingen kann, nicht nur in Unternehmen, sondern auch in gesellschaftlichen Strukturen. Besonders angesprochen hat mich die interdisziplinäre Ausrichtung des Studiengangs. 

Diese Erwartung hat sich bestätigt: Vor allem im ersten Semester gab es viele gemeinsame Module mit den anderen Schwerpunkten des Sustainability Science Masters. Auch die Wahl- und Komplementärmodule ermöglichen es, eigene Interessen zu vertiefen. Ich habe meinen Fokus auf Gender, Diversity and Equality gelegt und das Gender-Diversity-Zertifikat absolviert, da mich besonders die soziale Nachhaltigkeit interessiert. 

Was haben Sie studiert bevor Sie Ihren Master begonnen haben und wo konnten Sie an Ihr vorheriges Studium anknüpfen? 

Vor meinem Master habe ich International Business Administration studiert. Da es in meinem Bachelor kaum Module mit Nachhaltigkeitsbezug gab, wollte ich mich im Master gezielt in diesem Bereich weiterentwickeln. An mein vorheriges Studium konnte ich vor allem durch mein Verständnis für Unternehmensstrukturen anknüpfen. Dieses Wissen hilft mir, Nachhaltigkeitstransformation in Unternehmen besser einzuordnen. 

Die Leuphana versteht sich als eine inter- und transdisziplinäre Universität. Auch die Ausrichtung Ihres Studiengangs ist interdisziplinär. Wie nehmen Sie das wahr? 

Gerade im ersten Semester habe ich die interdisziplinäre Ausrichtung des Studiengangs stark wahrgenommen. Viele Module fanden gemeinsam mit den anderen Schwerpunkten statt, wodurch unterschiedliche Perspektiven, Hintergründe und Herangehensweisen zusammenkamen. 

Im weiteren Verlauf des Studiums lag der Fokus stärker auf dem eigenen Schwerpunkt. Ich hätte mir gewünscht, dass mehr gemeinsame Formate mit allen Schwerpunkten beibehalten worden wären, da gerade dieser Austausch für mich einen großen Mehrwert hatte. 

Besonders positiv fand ich das transdisziplinäre Projekt im ersten und zweiten Semester. Es war sehr praxisnah und bot eine gute Möglichkeit, theoretische Inhalte direkt anzuwenden. Man lernt dabei viel über Projektarbeit, Teamprozesse und Selbstorganisation. Gerade für Studierende, die gerne praktisch arbeiten, ist dieses Projekt eine wertvolle Abwechslung im Studium. 

Was gefällt Ihnen besonders an dem Campus und der Stadt Lüneburg? 

Der Campus der Leuphana ist groß, grün und bietet viele schöne Möglichkeiten, in Gruppen zu arbeiten oder sich auch einmal alleine zurückzuziehen. Besonders gefällt mir, dass es viele Orte gibt, an denen man sich auch außerhalb der Lehrveranstaltungen gerne aufhält, sowohl drinnen als auch draußen. 

Auch Lüneburg gefällt mir gut. Die Stadt ist grün, überschaubar und durch die vielen alten Gebäude sehr schön. Gleichzeitig hat es durch den hohen Studierendenanteil eine lebendige Atmosphäre. Besonders im Sommer gibt es viele Möglichkeiten, draußen Zeit mit Freundinnen und Freunden zu verbringen. Wenn man doch einmal Lust auf Großstadt hat, ist Hamburg schnell erreichbar. 

Für mich machen Campus und Stadt zusammen das Studium an der Leuphana zu einer sehr schönen Erfahrung. Lüneburg bietet die Möglichkeit, auch im Master noch einmal ein typisches Studierendenleben zu führen, das ich während meines Bachelorstudiums in Frankfurt so weniger erlebt habe. 

Wie ist das Verhältnis zu den anderen Studierenden und Lehrpersonen? 

Da viele Studierende für den Master neu nach Lüneburg ziehen und nicht von hier kommen, befinden sich am Anfang viele in einer ähnlichen Situation. Die meisten suchen Anschluss und sind offen dafür, neue Menschen kennenzulernen. Dadurch findet man schnell Kontakt und fühlt sich relativ schnell angekommen. 

Die Atmosphäre unter den Studierenden empfinde ich als sehr positiv, offen und hilfsbereit. Auf dem Campus herrscht insgesamt ein angenehmes Miteinander, bei dem man sich schnell wohlfühlen kann. Auch das Verhältnis zu den Lehrpersonen hat mich positiv überrascht. Viele Lehrende sind sehr nahbar und bieten einem das Du an, wodurch der Umgang persönlicher und weniger distanziert wirkt. Das kannte ich aus meinem Bachelorstudium in dieser Form nicht. 

Wissen Sie schon, in welchem Bereich Sie Ihre Masterarbeit schreiben möchten und gibt es Ideen, was Sie nach dem Studium machen wollen? 

Da ich im Master einen Schwerpunkt auf soziale Nachhaltigkeit gelegt habe, insbesondere auf Gender, Diversity und Equality, möchte ich auch meine Masterarbeit gerne in diesem Bereich schreiben. 

Beruflich sehe ich mich langfristig eher im NGO- oder Stiftungsbereich, vor allem in Organisationen, die sich für Gleichberechtigung und soziale Gerechtigkeit einsetzen. 

Was hätten Sie gerne schon am Anfang Ihres Studiums gewusst, was Sie neuen Sustainability Science: Entrepreneurship, Agency and Leadership Masterstudierenden als Tipp mit auf den Weg geben können? 

Die Leuphana legt viel Wert auf Gruppenarbeiten. Deshalb ist es hilfreich, Freude daran zu haben, gemeinsam mit anderen Projekte zu entwickeln, kreative Ideen umzusetzen und sich regelmäßig im Team abzustimmen. Gerade im Schwerpunkt SEAL arbeitet man häufig gemeinsam an neuen Konzepten und Fragestellungen.

Am Anfang kann der Studiengang etwas überwältigend wirken, weil viele neue Themen, Perspektiven und Arbeitsweisen dazukommen. Mein Tipp wäre, sich davon nicht verunsichern zu lassen und dem Studium etwas Zeit zu geben. Mit der Zeit findet man seinen eigenen Weg und erkennt besser, welche Themen einen besonders interessieren. 

Außerdem ist eine gute Selbstorganisation wichtig, da es oft mehrere Prüfungsleistungen, Abgaben und Präsentationen während des Semesters gibt. Wenn man sich frühzeitig strukturiert, lässt sich der Workload deutlich besser bewältigen. 

Wem würden Sie den Master Sustainability Science: Entrepreneurship, Agency and Leadership empfehlen und welchen Unterschied können SEAL AbsolventInnen machen? 

Durch das Studium lernt man, Dinge kritisch zu hinterfragen und viele Themen aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Es ist ein eher systemkritischer Studiengang, der nachhaltige Transformation anstrebt und dazu ermutigt, bestehende Strukturen nicht einfach als gegeben hinzunehmen. 

Ich würde den Master allen empfehlen, die sich intensiv mit Nachhaltigkeit auseinandersetzen und verstehen möchten, wie Veränderung in Wirtschaft und Gesellschaft möglich werden kann. SEAL legt dabei einen besonderen Fokus auf Nachhaltigkeitstransformation in Unternehmen. AbsolventInnen können dort Veränderungsprozesse von innen anstoßen und begleiten. 

Gleichzeitig sind auch Beratung, NGO-Arbeit oder der Stiftungsbereich gute Möglichkeiten, um Veränderung von außen zu unterstützen. Letztlich hängt es davon ab, wo man sich selbst am ehesten sieht und auf welche Weise man zur nachhaltigen Transformation beitragen möchte. 

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Studienberatung für den Master

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