Erfahrungsberichte - Sustainability Science: Resources, Materials and Chemistry
Auf dieser Seite finden Sie Erfahrungsberichte von Studierenden und Ehemaligen zum Master Sustainability Science: Resources, Materials and Chemistry an der Leuphana Graduate School.
Afua berichtet
18.05.2026 Nach ihrem Bachelorstudium in Biochemistry, Cell and Molecular Biology an der University of Ghana kam Afua Antwi für ihr Masterstudium nach Lüneburg. Besonders gefällt ihr, wie der Studiengang die Komplexität von Nachhaltigkeitsthemen sichtbar macht und kritisches Denken über Disziplinen hinweg fördert.
©Leuphana/Tengo Tabatadze
Warum haben Sie sich für das Studienprogramm Sustainability Science: Resources, Materials and Chemistry entschieden?
Ich habe mich aufgrund der Studieninhalte und der Struktur für den Master Sustainability Science: Resources, Materials, and Chemistry entschieden. Mich hat die Verbindung von Naturwissenschaften mit Themen wie Nachhaltigkeitsmanagement, Recht und Sozialwissenschaften angesprochen. Diese Ausgewogenheit ist mir wichtig, da mir bewusst geworden ist, dass Herausforderungen im Bereich Nachhaltigkeit nicht rein wissenschaftlicher Natur sind, sondern auch verschiedene Interessengruppen, politische Rahmenbedingungen und Entscheidungsprozesse mit einbeziehen.
Mein langfristiges berufliches Ziel ist es, als Beraterin im Bereich der erneuerbaren Energien zu arbeiten, um Organisationen dabei zu unterstützen, praktische und effiziente Nachhaltigkeitslösungen zu entwickeln. Dieser Studiengang bietet die Möglichkeit, sowohl das wissenschaftliche Verständnis als auch die Fähigkeiten zum systemischen Denken zu entwickeln, die erforderlich sind, um eine Brücke zwischen Forschung und Praxis zu schlagen. Ich schätze auch, dass der Studiengang kritisches Denken und Problemlösungskompetenz fördert, anstatt nur Konzepte auswendig zu lernen –Fähigkeiten, die auf dem Arbeitsmarkt unverzichtbar ist.
Welche Erwartungen hatten Sie, bevor Sie Ihren Master an der Leuphana begonnen haben, und was gefällt Ihnen am meisten an Sustainability Science: Resources, Materials and Chemistry?
Bevor ich meinen Master an der Leuphana begonnen habe, hatte ich keine großen Erwartungen. Aufgrund unerwarteter Verzögerungen bei der Visumbearbeitung durch das deutsche Konsulat konnte ich im ersten Semester nicht wie geplant mit meinem Jahrgang beginnen. Daher startete ich im Sommersemester voller Vorfreude und mit dem Ziel, endlich richtig loszulegen und das Beste aus dieser Erfahrung zu machen.
Was mir an dem Studiengang am besten gefällt, ist, wie sehr die Aufgaben zum Nachdenken und Forschen anregen. Auf den ersten Blick scheinen manche Themen einfach zu sein, aber sobald man anfängt zu recherchieren, erkennt man die vielschichtige Komplexität, die mit Nachhaltigkeit, Ressourcen, Politik und Gesellschaft verbunden ist. Ich genieße diesen Prozess des tiefen Eintauchens und der Entdeckung von Dingen, die ich sonst wahrscheinlich nie untersucht hätte, wirklich sehr.
Außerdem macht es mir Spaß, in Gruppen an Präsentationen und Projekten zu arbeiten. Die Zusammenarbeit mit Menschen unterschiedlicher akademischer und kultureller Hintergründen hilft dabei, Probleme aus einer anderen Perspektive zu betrachten, besser zu kommunizieren und voneinander zu lernen.
Was haben Sie studiert bevor Sie Ihren Master begonnen haben und wo konnten Sie an ihr vorheriges Studium anknüpfen?
Im Rahmen meines Bachelorstudiums habe ich Biochemistry, Cell and Molecular Biology studiert. Dadurch habe ich grundlegende Kenntnisse erworben, um verschiedene Substanzen zu verstehen, die chemische und biochemische Reaktionen und Prozesse auf molekularer Ebene ausmachen.
Auf dieser Grundlage erweitert der Masterstudiengang meinen Blickwinkel über das Labor hinaus auf allgemeinere Fragen der Nachhaltigkeit im Zusammenhang mit Ressourcen, Materialien und Energiesystemen. Es ist sehr bereichernd, meinen Hintergrund mit praktischen Nachhaltigkeitsanwendungen und systemischen Denken verbinden zu können.
Wie sind Sie mit denen für Sie neuen Disziplinen des Studiums klargekommen?
Die Umstellung verlief reibungsloser, als ich gedacht hätte. Der interdisziplinäre Charakter des Studiengangs schafft ein Umfeld und das Verständnis dafür, dass wir alle unterschiedliche akademische Hintergründe haben und gemeinsam Neues lernen. Die Dozenten und Kommilitonen sind sehr offen und hilfsbereit, was es mir leicht macht, meine Gedanken zu äußern und mich gehört zu fühlen. Solange man bereit ist, das Eis zu brechen und Fragen zu stellen, sich Mühe zu geben und neugierig zu bleiben, ist die Umstellung ein Kinderspiel.
Was gefällt Ihnen besonders an dem Campus und der Stadt Lüneburg?
Auf jeden Fall die Trafos (innovative Lernräume auf dem Campus) und das Zentralgebäude – die verdienen einen eigenen Fanclub! Man findet mich wahrscheinlich öfter in den Trafos als irgendwo sonst auf dem Campus. Außerdem mag ich es sehr, wie friedlich und studentenfreundlich Lüneburg ist. Die Stadt hat diese ruhige Atmosphäre und wunderschöne Architektur, die Spaziergänge zu einem echten Vergnügen machen.
Wie ist das Verhältnis zu den anderen Studierenden und Lehrpersonen?
Obwohl ich noch relativ „neu“ bin, fühle ich mich nicht ausgeschlossen. Alle sind unglaublich offen und herzlich, sodass der Aufbau von Beziehungen zu anderen Studierenden und Dozenten kein Problem ist.
Mit den Kommilitonen ist es sehr freundlich und entspannt. Wir essen gemeinsam in der Mensa zu Mittag, unterhalten uns bei Kaffee und Tee im Trafos und unterstützen uns gegenseitig, sowohl in akademischen als auch in nicht-akademischen Bereichen. Wir planen bereits ein Barbecue, um uns auch außerhalb des Hörsaals besser kennenzulernen.
Die Dozenten sind sehr zugänglich, und ich schätze es sehr, wie ungezwungen und dennoch respektvoll und offen der Umgang ist, sodass wir uns sogar mit Vornamen ansprechen. Das schafft ein Umfeld, in dem Ideen ohne Hemmungen ausgetauscht werden können.
Die Leuphana versteht sich als eine inter- und transdisziplinäre Universität. Auch die Ausrichtung Ihres Studiengangs ist interdisziplinär. Wie nehmen Sie das wahr?
Das stimmt auf jeden Fall! In einem Moment diskutiert man über erneuerbare Ressourcen und das Auseinanderbauen von Smartphones, und im nächsten befasst man sich damit, wie Gesetze zu einer Transformation hin zu mehr Nachhaltigkeit führen können. Ich belege derzeit ein Wahlfach zum Thema Gesetzgebung und Nachhaltigkeitstransformation, und das zeigt perfekt, dass die Herausforderungen der Nachhaltigkeit nicht allein von Naturwissenschaftlern gelöst werden können.
Was ich am meisten schätze, ist, dass man durch den Studiengang auf reale Situationen vorbereitet wird, in denen Probleme nicht nach akademischen Disziplinen getrennt werden. Man lernt, wissenschaftliche Erkenntnisse an Menschen außerhalb des wissenschaftlichen Bereichs zu vermitteln und Nachhaltigkeit aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Diese Vielseitigkeit wird einem helfen, in jeder Branche Fuß fassen zu können.
Was hätten Sie gerne schon am Anfang Ihres Studiums gewusst, was Sie neuen Sustainability Science: Resources, Materials and Chemistry Masterstudierenden als Tipp mit auf den Weg geben können?
Viele! Erstens: Keine Panik, wenn etwas nicht sofort Sinn für dich ergibt, vor allem, wenn du es in deinem bisherigen Studium nicht behandelt hat. Alle lernen jeden Tag Neues dazu, mit dem Gefühl ist man also nicht allein.
Zweitens: Nimm Gruppenarbeit und Diskussionen nicht als selbstverständlich hin. In Gesprächen lernst du oft das Wertvollste, und das bleibt dir meist besser im Gedächtnis, als wenn du alleine gelernt hättest.
Und zum Schluss: Geh die Dinge in deinem eigenen Tempo an. Das kann ich gar nicht genug betonen. Es gibt immer noch einen weiteren Artikel zu lesen oder die nächste Aufgabe zu erledigen. Achte darauf, neben dem Lernen auch Zeit für Erholung zu haben und die Umgebung zu entdecken.
Wem würden Sie den Master Sustainability Science: Resources, Materials and Chemistry empfehlen und welchen Unterschied können SRMC AbsolventInnen machen?
Ich würde den Master jedem empfehlen, der aufgeschlossen, neugierig und bereit ist, Herausforderungen der Nachhaltigkeit aus verschiedenen Perspektiven anzugehen. Anders gesagt, allen, die Freude daran haben, Ideen aus unterschiedlichen Disziplinen miteinander zu verknüpfen, um Nachhaltigkeitskonzepte in konkrete Lösungen für die Praxis umzuwandeln.
Ich bin überzeugt, dass Absolventen des Studiengangs Sustainability Science: Resources, Materials and Chemistry in jedem Bereich, in dem sie sich später engagieren wollen, etwas bewegen können. Das im Studium erworbene Fachwissen, die interdisziplinären Fähigkeiten und die Kommunikationskompetenzen werden sie dazu befähigen, Lösungen zu entwickeln, die sowohl wissenschaftlich fundiert als auch gesellschaftlich relevant und praxisnah sind.
Muhammad berichtet
24.03.2026 Mit einem Hintergrund in Angewandter Chemie und Umwelttechnik kam Muhammad Umer an die Leuphana, um sein Verständnis für Nachhaltigkeitsherausforderungen aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven zu vertiefen. Im Master Sustainability Science: Resources, Materials and Chemistry schätzt er besonders den interdisziplinären und forschungsorientierten Ansatz des Studienprogramms.
©Leuphana/Phillip Bachmann
Warum haben Sie sich für das Studienprogramm Sustainability Science: Resources, Materials and Chemistry entschieden?
Ich habe mich für den Masterstudiengang Sustainability Science: Resources, Materials and Chemistry entschieden, da er die chemischen Wissenschaften eng mit einem auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Ressourcenmanagement verbindet. Durch meinen Studienhintergrund in Angewandter Chemie und Chemietechnik, insbesondere mit dem Schwerpunkt Umwelttechnik, habe ich ein großes Interesse daran entwickelt, ökologische Herausforderungen mit wissenschaftlichen und technologischen Ansätzen anzugehen. Dieser Studiengang bietet eine systemorientierte Perspektive, die Materialflussanalysen, Prinzipien der grünen Chemie und nachhaltige Ressourcennutzung miteinander verbindet. Er entspricht genau meinem Ziel, einen Beitrag zu nachhaltigen industriellen Prozessen, Strategien der Kreislaufwirtschaft und umweltverträglichem Materialdesign zu leisten.
Welche Erwartungen hatten Sie, bevor Sie Ihren Master an der Leuphana begonnen haben, und was gefällt Ihnen am meisten an Sustainability Science: Resources, Materials and Chemistry?
Vor Beginn meines Studiums habe ich erwartet, dass der Studiengang einen fachübergreifenden Rahmen bietet, der Chemie, Umweltwissenschaften und Nachhaltigkeitspolitik miteinander verbindet. Ich war besonders daran interessiert, mich mit fortschrittlichen Analysewerkzeugen, Methoden der Lebenszyklusanalyse und nachhaltiger Materialentwicklung auseinanderzusetzen. Was ich an dem Studiengang am meisten schätze, ist seine interdisziplinäre Struktur, die es den Studierenden ermöglicht, komplexe Umweltprobleme aus verschiedenen wissenschaftlichen und sozioökonomischen Perspektiven zu untersuchen. Der Schwerpunkt auf praktische Anwendungen in Verbindung mit forschungsorientierter Lehre hat mein kritisches Denken und meine Fähigkeiten zur Problemlösung deutlich verbessert.
Was haben Sie studiert bevor Sie Ihren Master begonnen haben und wo konnten Sie an ihr vorheriges Studium anknüpfen?
Vor meinem Masterstudium habe ich einen Bachelor in Angewandter Chemie und Chemischer Technologie mit dem Schwerpunkt Umwelttechnik abgeschlossen. Mein Bachelorstudium hat mir eine solide Grundlage in chemischen Prozessen, Umweltüberwachung, Abwasserbehandlung und Technologien zur Schadstoffbekämpfung vermittelt. Dieser Hintergrund hat es mir ermöglicht, mich effektiv mit fortgeschrittenen Themen der Nachhaltigkeitswissenschaft auseinanderzusetzen, wie Ressourceneffizienz, Umweltverträglichkeitsprüfung und nachhaltige Stoffkreisläufe. Der Übergang war reibungslos, da ich auf meinem Vorwissen aufbauen und es in einem breiteren Nachhaltigkeitskontext anwenden konnte.
Wie sind Sie mit denen für Sie neuen Disziplinen des Studiums klargekommen?
Die Umstellung auf den interdisziplinären Charakter des Studiengangs war anfangs eine Herausforderung, da sie die Verknüpfung von Kenntnissen aus Chemie, Umweltwissenschaften und sozioökonomischen Disziplinen erfordert. Diese Herausforderung erwies sich jedoch auch als äußerst lohnenswert. Durch gemeinsame Projekte, Seminare und Lehrveranstaltungen entwickelte ich die Fähigkeit, Probleme aus verschiedenen Perspektiven anzugehen. Mit der Zeit wurde ich immer vertrauter mit Systems Thinking und interdisziplinären Methoden, die für die Bewältigung komplexer Herausforderungen im Bereich der Nachhaltigkeit unverzichtbar sind.
Was gefällt Ihnen besonders an dem Campus und der Stadt Lüneburg?
Der Campus an der Leuphana ist modern, gut strukturiert und sehr gut für das akademische Arbeiten geeignet. Die Verfügbarkeit von Forschungseinrichtungen, Lernräumen und eine gemeinschaftliche Atmosphäre unterstützen das Lernen der Studierenden. Die Stadt Lüneburg bietet eine einzigartige Kombination aus historischem Charme und einer ruhigen Umgebung, was den Ort ideal für ein Studium macht. Ihre auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Initiativen und die studierendenfreundliche Atmosphäre tragen zusätzlich zur positiven Erfahrung bei.
Wie ist das Verhältnis zu den anderen Studierenden und Lehrpersonen?
Das Verhältnis zwischen Studierenden und Dozierenden ist sehr interaktiv und unterstützend. Die Dozierenden sind immer ansprechbar und fördern offene Diskussionen, kritisches Denken und aktive Beteiligung. Die Studierenden kommen aus den unterschiedlichsten akademischen und kulturellen Hintergründen, was ein kollaboratives Lernumfeld fördert. Gruppenarbeit und interdisziplinäre Projekte haben dazu beigetragen, starke persönliche und akademische Beziehungen unter den Studierenden aufzubauen.
Die Leuphana versteht sich als eine inter- und transdisziplinäre Universität. Auch die Ausrichtung Ihres Studiengangs ist interdisziplinär. Wie nehmen Sie das wahr?
Der interdisziplinäre und transdisziplinäre Ansatz ist eine der zentralen Stärken des Studiengangs an der Leuphana. Er ermöglicht es den Studierenden, fachliches Wissen mit gesellschaftlichen und politischen Dimensionen der Nachhaltigkeit zu verknüpfen. Ich halte diesen Ansatz für äußerst effektiv, um Studierende auf die Bewältigung realer Herausforderungen vorzubereiten, bei denen Lösungen eine interdisziplinäre Zusammenarbeit erfordern. Er fördert nicht nur das fachspezifische Wissen, sondern auch Kommunikationsfähigkeiten und systemisches Denken.
Was hätten Sie gerne schon am Anfang Ihres Studiums gewusst, was Sie neuen Sustainability Science: Resources, Materials and Chemistry Masterstudierenden als Tipp mit auf den Weg geben können?
Neue Studierende sollten auf ein interdisziplinäres Lernumfeld vorbereitet sein und offen für Ideen und Konzepte bleiben, die über ihr Hauptfach hinausgehen. Die Entwicklung guter Zeitmanagement- und Forschungskompetenzen ist dabei unerlässlich. Ich würde außerdem empfehlen, sich aktiv an Gruppendiskussionen zu beteiligen, sich mit Kommilitonen zu vernetzen und den Austausch mit den Dozierenden zu suchen. Es kann zudem von Anfang an von Vorteil sein, sich mit Tools wie Lebenszyklusanalysesoftware und Datenanalysetechniken vertraut zu machen.
Wem würden Sie den Master Sustainability Science: Resources, Materials and Chemistry empfehlen und welchen Unterschied können SRMC AbsolventInnen machen?
Ich würde diesen Studiengang Studierenden mit einem Hintergrund in Chemie, Umweltwissenschaften, Chemieingenieurwesen, Lebensmittelwissenschaften oder verwandten Fachgebieten empfehlen, die sich für Nachhaltigkeit und Ressourcenmanagement interessieren. Absolvent*innen des SRMC-Studiengangs sind in der Lage, einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten, indem sie umweltfreundliche Materialien entwerfen, die Ressourceneffizienz verbessern und den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft unterstützen. Sie können wichtige Rollen in Wissenschaft, Industrie und Politik übernehmen.
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