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Erfahrungsberichte - Lehramt an Grundschulen

Auf dieser Seite finden Sie Erfahrungsberichte von Studierenden und Ehemaligen zum Master Lehramt an Grundschulen an der Leuphana Graduate School.

Cathrin berichtet

08.05.2026 Nach ihrem Bachelorstudium Lehren und Lernen ist Cathrin Göbel auch für den Master Lehramt an Grundschulen an der Leuphana geblieben. Besonders schätzt sie die intensive Praxisphase im Studium, den engen Austausch mit Lehrenden sowie das lebendige Campusleben in Lüneburg.

©Privat
"Durch das Langzeitpraktikum bekommt man einen sehr guten Einblick in die Praxis."

Warum haben Sie sich für das Studienprogramm Lehramt an Grundschulen entschieden?

Ich habe sowohl die Leuphana als auch die Stadt Lüneburg selbst sehr ins Herz geschlossen. Wenn man seinen Bachelor an der Leuphana absolviert, erleichtert die Universität einem den Übergang in den Master, das hat mich sehr in meiner Entscheidung unterstützt. Da mein Ziel ist im Februar 2027 mit dem Referendariat in Niedersachsen zu starten, war es der einzige Studiengang, der tatsächlich für mich in Frage kam. Auch mein Engagement in der Hochschulpolitik und der Fachschaft Bildung haben zu meiner Entscheidung beigetragen.

Welche Erwartungen hatten Sie vor dem Masterstudium und inwiefern haben sich diese bisher erfüllt?

Ich habe gehofft, dass das Studium im Master praxisnäher wird und dahingehend wurden meine Erwartungen auch erfüllt. Durch das GHR 300 Langzeitpraktikum habe ich die Möglichkeit bekommen ein ganzes Schulhalbjahr in der Schule zu verbringen und den Beruf einer Lehrkraft praktisch zu erfahren. Das Praktikum wurde didaktisch sowohl vor- als auch nachbereitet und ich habe Feedback für mein eigenes Unterrichten erhalten. 

Wie erleben Sie die Verbindung von Theorie und Praxis in Ihrem Studium (z. B. durch Praktika oder schulische Erfahrungen)?

Die Verbindung von Theorie und Praxis weiß ich an der Leuphana sehr zu schätzen. Durch das Langzeitpraktikum bekommt man einen sehr guten Einblick in die Praxis. Die Verbindung von Theorie und Praxis in den restlichen Veranstaltungen ist jedoch noch sehr ausbaufähig.

Welche Fächerkombination haben Sie gewählt, und welche Inhalte oder Kompetenzen aus Ihren Fächern finden Sie besonders relevant für die spätere Unterrichtspraxis?

Ich studiere die Fächer Deutsch und Sachunterricht. Zusätzlich werden diese Fächer aber noch durch den sogenannten Professionalisierungsbereich ergänzt, in dem Aspekte wie die Erziehungs- und Bildungswissenschaft, Pädagogik und Psychologie thematisiert werden. Die theoretischen Inhalte, die ich dort erlernt habe, lassen sich gut mit den Inhalten meiner beiden gewählten Fächer und der Unterrichtspraxis verknüpfen. 

Besonders relevant für die spätere Unterrichtspraxis fand ich in meinen Fächern die Planung und Durchführung von Unterrichtsstunden/-einheiten. Insbesondere das Fach Sachunterricht wird an der Leuphana sehr unterrichtsnah vermittelt. Wir haben Projekte mit Schulklassen durchgeführt, waren im Labor und haben die Natur rund um den Campus erforscht. Die Inhalte des Faches Deutsch sind dagegen leider sehr theoretisch und lassen sich nur mit Mühe mit der Unterrichtspraxis verknüpfen. In einem Semester haben wir uns aber viel mit der Orthografie beschäftigt und auch Lernstrategien für den Unterricht besprochen.

Wie ist das Verhältnis zu den anderen Studierenden und Lehrpersonen?

An der Leuphana ist das Verhältnis zu den Lehrenden in den meisten Fächern sehr auf Augenhöhe. Die Qualitätszirkel (Feedbackgespräche, um die Qualität der Lehre aufrecht zu erhalten) bieten eine tolle Möglichkeit zum Austausch zwischen Studierenden und Lehrenden. Ich habe das Gefühl, dass meine Meinung während meines ganzen Studiums gehört und Kritik so gut wie immer positiv angenommen wurde.

Auch habe ich in meiner Studienzeit tolle Freundschaften gewonnen, für die ich sehr dankbar bin. Der Unialltag wird sehr viel leichter, wenn man ihn gemeinsam durchlebt. Durch die Arbeit in der Fachschaft Bildung habe ich auch sehr viele Kontakte zu Studierenden anderer Semester und Studiengänge geknüpft, das hat mein Studium wirklich bereichert.

Was gefällt Ihnen besonders an dem Campus und der Stadt Lüneburg?

Der Campus ist im Sommer richtig schön grün und im Winter werden Lichterketten aufgehängt, um eine gemütlichere Atmosphäre zu schaffen. Auf der Mensawiese ist immer was los und die Kartoffelspalten in der Mensa lecker. Lüneburg ist zwar nicht so einfach was das finden einer Wohnung betrifft, wenn man aber erst mal hier lebt, ist es wirklich schön. Schnell habe ich mich in den Altbaucharme und den Stint verliebt. Lüneburg hat außerdem eine super Größe, nicht zu klein und dennoch keine Großstadt.

Gibt es bereits Erfahrungen aus dem Studium (z. B. Praktika), die Sie besonders geprägt haben oder Ihnen gezeigt haben, dass Sie im richtigen Beruf sind?

Ich habe tatsächlich bereits in meinem ersten Praktikum (in der Oberschule) gemerkt, dass ich gerne in der Schule arbeiten möchte. Die anderen zwei Praktika in der Grundschule haben mich darin dann nur noch bestätigt. Besonders geprägt hat mich allerdings mein erstes Praktikum, weil ich gemerkt habe, dass ich mir auch die Arbeit an einer weiterführenden Schule vorstellen kann. Ich werde diesen Sommer mein Studium im Grundschullehramt zwar beenden und freue mich auch auf die Arbeit in der Grundschule, wäre aber nicht abgeneigt durch beispielsweise eine Abordnung auch in der weiterführenden Schule zu arbeiten, insofern sich dort Möglichkeiten auftun.

Was hätten Sie gerne schon am Anfang Ihres Studiums gewusst, was Sie neuen Masterstudierenden als Tipp mit auf den Weg geben können?

Die zwei Jahre gehen wirklich unglaublich schnell rum. Gerade durch das Langzeitpraktikum ist man einen Sommer lang weniger am Campus. Versucht einfach trotzdem so viel Zeit wie möglich mit euren Freund*innen auf dem Campus zu verbringen. Und kümmert euch ab dem dritten Master Semester langsam um eure Masterarbeit.

Für wen ist der Master Lehramt an Grundschulen besonders geeignet, und was sollten Interessierte unbedingt mitbringen?

Der Studiengang ist grundsätzlich für alle geeignet, die den Beruf als Lehrkraft anstreben. Dennoch ist gerade das Langzeitpraktikum in diesem Studiengang eine tolle Möglichkeit, um zu erproben, ob der Beruf tatsächlich etwas für einen ist. Also würde ich sagen Neugier, Offenheit und auch ein bisschen Durchhaltevermögen sollte man für diesen Studiengang mitbringen. 

Hanne berichtet

03.05.2026 Schon früh stand für Hanne Handorf fest, dass sie Grundschullehrerin werden möchte. Im Master Lehramt an Grundschulen an der Leuphana vertieft sie nun ihre fachlichen und didaktischen Kompetenzen und sammelt wertvolle Praxiserfahrungen für den späteren Beruf.

©Leuphana/Phillip Bachmann
"Durch die verschiedenen Praktika habe ich für mich schnell erkannt, dass mein späterer Beruf genau das Richtige für mich ist."

Warum haben Sie sich für das Studienprogramm Lehramt an Grundschulen entschieden?

Ich wusste schon früh, dass ich Grundschullehrerin werden möchte. Durch verschiedene Praktika und ein Freiwilliges Jahr an einem außerschulischen Lernort habe ich mich schließlich für den Bachelorstudiengang Lehren und Lernen an der Leuphana beworben. Die Praktika in verschiedenen Schulformen haben mich in meiner Schulwahlentscheidung zusätzlich bestärkt, sodass ich mich für diesen Masterstudiengang entschieden habe.

Das Studienprogramm an der Leuphana habe ich zum einen gewählt, weil ich sowohl die Universität als auch die Stadt Lüneburg bereits im Bachelor als sehr positiv empfunden habe. Zum anderen traf ich meine Wahl aufgrund des hohen Anteils an praktischen und didaktischen Modulen. Der Master baut dabei sehr gut auf die Inhalte des Bachelors auf, sodass eine sinnvolle Verknüpfung möglich ist. Zudem sind viele meiner Kommiliton*innen ebenfalls an der Leuphana geblieben.

Welche Erwartungen hatten Sie vor dem Masterstudium und inwiefern haben sich diese bisher erfüllt?

Vor Beginn des Masterstudiums habe ich mir vor allem erhofft, meine praktischen Erfahrungen zu erweitern und mein im Bachelor erworbenes Wissen stärker in der Unterrichtspraxis anwenden zu können. Insbesondere die lange Praxisphase hat mich dabei sehr angesprochen, da sie die Möglichkeit bietet, den Schulalltag intensiv kennenzulernen und eigene Unterrichtserfahrungen zu sammeln.

Darüber hinaus war es mir wichtig, meine fachlichen und fachdidaktischen Kompetenzen in meinen beiden Unterrichtsfächern weiter auszubauen, um mich bestmöglich auf den anschließenden Vorbereitungsdienst (Referendariat) vorzubereiten. Diese Erwartungen haben sich bislang weitgehend erfüllt, da das Studium sowohl praxisnahe Einblicke ermöglicht als auch die theoretischen Inhalte sinnvoll vertieft und miteinander verknüpft.

Welche Fächerkombination haben Sie gewählt, und welche Inhalte oder Kompetenzen aus Ihren Fächern finden Sie besonders relevant für die spätere Unterrichtspraxis?

Ich studiere die Fächer Deutsch und Sachunterricht. Am Sachunterricht schätze ich besonders die Vielperspektivität des Faches. Unterrichtsinhalte können aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet werden, was es ermöglicht, sowohl naturwissenschaftliche als auch sozialwissenschaftliche Themen ganzheitlich und lebensweltbezogen zu vermitteln. Dadurch werden verschiedene Zugänge zum Lernen eröffnet und die Interessen sowie Erfahrungen der Schüler*innen stärker einbezogen. Im Fach Deutsch habe ich vor allem Kompetenzen im Bereich Sprachbildung und Sprachförderung erworben. Diese sind für die spätere Unterrichtspraxis besonders relevant, da Sprache eine zentrale Voraussetzung für erfolgreiches Lernen in allen Fächern darstellt. Insbesondere im Hinblick auf heterogene Lerngruppen ist es wichtig, Schüler*innen gezielt beim Erwerb sprachlicher Fähigkeiten zu unterstützen und individuelle Lernprozesse zu fördern.

Wie erleben Sie die Verbindung von Theorie und Praxis in Ihrem Studium (z. B. durch Praktika oder schulische Erfahrungen)?

Ich erlebe die Verbindung von Theorie und Praxis in meinem Studium als sehr ausgewogen, wobei dies aus meiner Sicht auch mit meiner Fächerkombination zusammenhängt. Durch die Praxisphase im Master haben wir viel Zeit, um umfassende Erfahrungen in der Unterrichtspraxis zu sammeln.

Zudem habe ich im Sachunterricht bereits viele Möglichkeiten erhalten, mit Schüler*innen und Lehrkräften zusammenzuarbeiten. Auch im Fach Deutsch konnte ich mit Akteur*innen zusammenarbeiten, die sich insbesondere im Bereich des Zweitsprachenerwerbs (DaZ) engagieren. Diese Erfahrungen ergänzen mein Studium in besonderer Weise und ermöglichen es mir, meine Kompetenzen in verschiedenen Bereichen gezielt weiter auszubauen.

Wie ist das Verhältnis zu den anderen Studierenden und Lehrpersonen?

Ich empfinde die Atmosphäre im Studium als sehr harmonisch. Durch bildungswissenschaftliche Module und das Projektband ist es möglich, mit Studierenden anderer Fächer in Kontakt zu kommen, was ich sehr bereichernd finde. Zudem ist es aufgrund des zentralen Campus gut möglich, auch außerhalb der Lehrveranstaltungen andere Studierende in der Universität zu treffen.

Das Verhältnis zu den Lehrenden ist ebenfalls sehr angenehm. Besonders in den kleineren Fachbereichen entsteht ein persönlicher und offener Austausch, der das Lernen zusätzlich unterstützt und erleichtert.

Was gefällt Ihnen besonders an dem Campus und der Stadt Lüneburg?

Lüneburg ist für mich der ideale Studienort. Die Stadt ist nicht zu groß, sodass alles in kurzer Zeit gut erreichbar ist. Der Kurpark, die Illmenau sowie die vielen Cafés und Bars in der Innenstadt bieten großartige Möglichkeiten, sich mit anderen Studierenden zu treffen und die Freizeit zu verbringen. Falls es doch einmal eine größere Stadt sein soll, ist Hamburg mit dem Metronom schnell erreichbar.

Der Campus der Leuphana ist sehr modern, hell und grün gestaltet. Durch die vielen kleinen Sitzgelegenheiten, die Mensawiese und das Café im Zentralgebäude kann man zwischen den Lehrveranstaltungen gut durchatmen und sich erholen. Zudem gibt es regelmäßig vielseitige Veranstaltungen der verschiedenen Fachschaften, des AStA oder des Hochschulsports, bei denen Studierende aller Studiengänge zusammenkommen und connecten.

Gibt es bereits Erfahrungen aus dem Studium (z. B. Praktika), die Sie besonders geprägt haben oder Ihnen gezeigt haben, dass Sie im richtigen Beruf sind?

Durch die verschiedenen Praktika sowohl im Bachelor als auch im Master habe ich für mich schnell erkannt, dass mein späterer Beruf genau das Richtige für mich ist. Dabei habe ich durch meine Mentor*innen an den Schulen sowie meine Dozierenden wertvolles Feedback erhalten, das für meine Ausbildung und persönliche Weiterentwicklung sehr hilfreich war.

Zudem hatte ich im Rahmen verschiedener Lehrveranstaltungen die Möglichkeit, in Schulen zu gehen und unterschiedliche Methoden auszuprobieren. Darüber hinaus habe ich das große Glück, neben dem Studium an einer Grundschule arbeiten zu können.

Was hätten Sie gerne schon am Anfang Ihres Studiums gewusst, was Sie neuen Masterstudierenden als Tipp mit auf den Weg geben können?

Da ich die Leuphana bereits aus meinem Bachelorstudium kannte, war mir die Universität grundsätzlich vertraut. Neuen Studierenden würde ich dennoch empfehlen, die Angebote vor Semesterstart aktiv zu nutzen. Diese helfen nicht nur sich mit Abläufen vertraut zu machen, sondern auch den ersten Kontakt zu Kommiliton*innen erleichtern können. Rückblickend habe ich außerdem gelernt, wie sinnvoll es ist, sich frühzeitig über zusätzliche Qualifikationsmöglichkeiten wie das DaZ-Zertifikat oder vergleichbare Angebote zu informieren. Diese ergänzen das Studium inhaltlich sehr gut und bieten die Chance, individuelle Schwerpunkte zu setzen und das eigene Profil für den späteren Beruf gezielt zu erweitern.

Für wen ist der Master Lehramt an Grundschulen besonders geeignet, und was sollten Interessierte unbedingt mitbringen?

Der Studiengang ist für alle geeignet, die in die unterrichtliche Praxis an der Grundschule gehen möchten. Zudem kann er auch für diejenigen interessant sein, die Interesse an einem wissenschaftlichen Werdegang im bildungswissenschaftlichen Bereich haben.

Durch die lange Praxisphase im zweiten Semester bietet sich bereits früh die Möglichkeit, unterrichtliche Erfahrungen zu sammeln und sich unter Anleitung in der Praxis auszuprobieren. Das Projektband ermöglicht es darüber hinaus, in verschiedenen Bereichen der Bildungswissenschaften empirische Forschungsarbeit zu leisten und wichtige Erkenntnisse zu gewinnen. Dadurch entsteht ein vertiefendes Verständnis theoretischer Inhalte und deren Anwendung in der Praxis, etwa bei der Implementierung verschiedener Methoden oder Themen. Auch wenn ich von Anfang an wusste, dass ich später in die Schulpraxis gehen möchte, konnte ich hier wichtige Erkenntnisse für meine eigene Professionalisierung sammeln. 

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