Promotion und dann? Erfolgreiche Karriereplanung außerhalb der Universität

08.07.2024 Nach der Promotion führt der Weg für die Mehrheit der Wissenschaftler*innen in den außeruniversitären Bereich. Die Gründe dafür sind vielfältig: der Unsicherheit und dem Wettbewerb in der Wissenschaft stehen oft bessere Planbarkeit, mehr gesellschaftlicher Impact, ein attraktiveres Gehalt oder eine bessere Work-Life-Balance außerhalb der Hochschulen gegenüber. Aber woher weiß man, welcher Job der richtige ist?

Promotion und dann? Erfolgreiche Karriereplanung außerhalb der Universität ©Brinkhoff-Mögenburg/Leuphana
Für das Programm legen wir eine sehr offene Definition von Leadership zugrunde, so dass sich darin Wissenschaftler*innen aller Fakultäten wiederfinden.

Nach vielen Jahren in der Forschung fällt der Übergang in einen anderen Arbeitskontext häufig nicht ganz leicht und passiert auch nicht von heute auf morgen. Vielen Wissenschaftler*innen fehlt es an Orientierung über die vielfältigen Wege, die ihnen offenstehen. Karriereplanung ist ein Prozess, der sich über mehrere Monate entwickeln und aktiv gestaltet werden muss. „Unabhängig von unserer fachlichen Spezialisierung müssen wir alle eine Transferleistung erbringen und uns aus unserer Blase herauswagen“, so Dr. Anna-Elisabeth Schmitz, die sich schon während der Promotion in Politikwissenschaft für eine Tätigkeit im Bundestag qualifizieren wollte. Dazu hat sie die Angebote der Graduate School genutzt und gezielt ihre transferable skills erweitert. Heute ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin einer Spitzenpolitikerin im Bundestag.

Um den Wechsel vom universitären zum außeruniversitären Bereich gut gestalten und strategisch planen zu können, bedarf es einer gezielten Auseinandersetzung mit den eigenen Kompetenzen, der fachlichen Expertise sowie den Stärken, Werten und Interessen, die für die Berufswahl entscheidend sind. Dabei unterstützt das zweisemestrige Zertifikatsprogramm Leadership in Gesellschaft und Wirtschaft. „Für das Programm legen wir eine sehr offene Definition von Leadership zugrunde“, erläutert die Koordinatorin des Programms, Dr. Nadine Dablé. „Viele Promovierte können sich vorstellen, in ihrer zukünftigen Tätigkeit Verantwortung zu übernehmen – ob für Personen, für Projekte oder ein Budget. Man traut ihnen Führungsaufgaben zu!“ Im Zentrum steht daher die individuelle Auseinandersetzung mit den eigenen Karrierewünschen und -zielen, begleitet von einem Workshopprogramm und flankiert durch intensiven Austausch und Feedback in Kleingruppen. 

Dr. Marco Warsitzka: "Die drei Elemente des Zertifikatsprogramms haben aus meiner Sicht sinnvoll ineinandergegriffen. Die Einzelaufgaben waren insofern wertvoll, als ich durch diese methodisch angeleitet und systematisch über verschiedene berufsrelevante Aspekte meiner Person reflektieren konnte. Dadurch habe ich einerseits einen Überblick darüber erhalten, welche Aspekte überhaupt für meine Berufswahl besonders wichtig sind (z.B. Interessen, Karriereanker, Kompetenzen) und mit welchen Instrumenten man diese explorieren kann. Und andererseits habe ich durch die Beschäftigung mit diesen Aspekten natürlich auch eine fundiertere Idee davon bekommen, welche Charakteristika mein zukünftiger Beruf haben sollte, damit er zu mir passt.“

Wer das zweisemestrige Curriculum mit insgesamt 180 Unterrichtseinheiten absolviert, erhält am Ende ein Zertifikat mit ausführlichem Transcript zum Kompetenzerwerb. „Bei der Bewerbung auf die Stelle hat mir die Teilnahme am Zertifikatsprogramm auch tatsächlich weitergeholfen. Zunächst als Zusatzqualifikation im Lebenslauf und dann im Bewerbungsgespräch“, berichtet Dr. Katharina Mausolf.

Das Programm Leadership in Gesellschaft und Wirtschaft richtet sich an fortgeschrittene Promovierende und frühe Postdocs der Leuphana, die eine Tätigkeit im außeruniversitären Feld anstreben und Lust haben, sich intensiv mit ihrer Karriereplanung auseinanderzusetzen. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Bewerben können Sie sich bis zum 31.07. auf einen der zwölf Plätze.

Kontakt

  • Dr. Nadine Dablé