Individual Research Master startet im Wintersemester 26/27
09.02.2026 Das englischsprachige, stark forschungsorientierte Masterprogramm richtet sich gezielt an Studierende, die früh wissen, dass sie promovieren und intensiv wissenschaftlich arbeiten möchten. Ein fließender Anschluss in die Promotion ist somit viel leichter möglich
©Leuphana
Von Kulturwissenschaften über Psychologie bis hin zu Wirtschaftsinformatik, Ingenieurwissenschaften oder Sustainability Science: Bei dem neuen Studienprogramm „Individual Research Master“ entscheidet nicht das Fach, sondern das Forschungsinteresse über einen Studienplatz: „Das Programm richtet sich an hochmotivierte Studierende aller Disziplinen, die bereits früh wissen, dass sie promovieren möchten“, erklärt Programmleiter Prof. Dr. Manuel Bohn, Professor für Entwicklungspsychologie.
„Kern des Programms ist ein individuell entwickeltes Forschungsprojekt und Curriculum, an dem die Studierenden über alle vier Semester hinweg arbeiten“, sagt Prof. Dr. Ricardo Usbeck. Der Professor für Wirtschaftsinformatik, insbesondere Künstliche Intelligenz und Erklärbarkeit, gehört mit zu den Initiatoren des Programms. Er betont: „Inhaltlich verbindet der Master Freiheit und Eigenverantwortung mit klarer Struktur.“
Zentrales Element ist eine intensive Betreuung durch eine Professor*in der Leuphana. Als Mentor*innen führen sie die Studierenden fachlich in ihre jeweilige Disziplin ein, eröffnen wissenschaftliche Netzwerke, betreuen individuell ein Forschungsthema und bieten im Idealfall auch die spätere Betreuung in der Promotion. Fachliche Mentor*innen können beispielsweise die Betreuer*innen der Bachelorarbeit sein oder Professor*innen, die Forschungsprojekte ausschreiben.
Neben dem eigenen Forschungsprojekt belegen die Studierenden individuell ausgewählte Module aus bestehenden Masterprogrammen der Graduate School, auch fachübergreifend. Hinzu kommen gemeinsame Research-Module, die bereits im ersten Semester beginnen: In interdisziplinären Formaten lernen die Studierenden, Forschungsliteratur systematisch zu erschließen, Forschungslücken zu identifizieren, Projekte zu planen und umzusetzen. Präsentationstechniken, wissenschaftliches Schreiben, Posterdesign und Feedbackkultur gehören ebenso dazu.
Ein besonderes Element ist die enge Verzahnung mit der Promotion über den sogenannten Doctoral Track. „Studierende können sich frühzeitig ins Promotionsstudium einschreiben und absolvieren bereits im Master zentrale Promotionsmodule“, sagt Manuel Bohn. Studierende des Doctoral Tracks profitieren zudem von verschiedenen Förderinstrumenten wie dem Qualifikationsfonds, der etwa Konferenzreisen, Summer Schools oder Forschungsaufenthalte ermöglicht. „Wir möchten mit dem Individual Research Master nicht nur den Übergang in die Promotion erleichtern, sondern systematisch vorbereiten“, erklärt Ricardo Usbeck. Mit dem neuen Studienprogramm können zentrale Vorarbeiten – von Pilotstudien bis hin zu ersten Publikationsentwürfen – bereits im Master angegangen werden.
Internationale Mobilität ist ausdrücklich erwünscht und curricular eingeplant, meist im dritten Semester. Die Mentor*innen unterstützen bei der Auswahl geeigneter Universitäten und Forschungsumfelder. „Wir möchten, dass unsere Studierenden früh lernen, Forschung international zu denken und sich souverän auf Konferenzen bewegen können.“
Der Individual Research Master gilt damit als in dieser Form einzigartig in Deutschland: disziplinübergreifend, hochgradig individualisiert und eng mit der Promotion verzahnt.
Kontakt
- Prof. Dr. Manuel Bohn
- Prof. Dr. Ricardo Usbeck