Erfahrungsberichte - Sustainability Science: Governance and Law
Auf dieser Seite finden Sie Erfahrungsberichte von Studierenden und Ehemaligen zum Master Sustainability Science: Governance and Law an der Leuphana Graduate School.
Lene berichtet
11.09.2026 Mit einem Bachelor in Politik und Gesellschaft kam Lene Remshagen an die Leuphana, um Nachhaltigkeit stärker in den Mittelpunkt ihres Studiums zu rücken. Im Master Sustainability Science: Governance and Law schätzt sie besonders die vielfältigen Perspektiven auf Nachhaltigkeit und die Möglichkeit, theoretisches Wissen mit praktischen Erfahrungen zu verbinden.
©Leuphana/Tengo Tabatadze
Warum haben Sie sich für das Studienprogramm Sustainability Science: Governance and Law entschieden?
In meinem Bachelor hatte ich kaum die Möglichkeit, mich in Richtung Nachhaltigkeit zu vertiefen, daher suchte ich einen Master, der zu meinem politikwissenschaftlichen Hintergrund passt und sich gleichzeitig auf Nachhaltigkeit fokussiert. Da ich an meiner vorherigen Uni im Nachhaltigkeitsmanagement gearbeitet habe, kannte ich die Uni Lüneburg schon länger, da wir sie häufig als Best Practice heranzogen. Dadurch entwickelte sich bei mir schon früh der Wunsch, meinen Master in Lüneburg zu absolvieren.
Welche Erwartungen hatten Sie, bevor Sie Ihren Master an der Leuphana begonnen haben, und was gefällt Ihnen am meisten an Sustainability Science: Governance and Law?
Ich hatte hohe Erwartungen an die Uni im Allgemeinen, vor allem aber an die Lehre. Diese wurden zum Großteil erfüllt, besonders die Law-Module waren spannend. Ein, zwei Politik-Module waren für mich persönlich etwas weniger bereichernd, da sie mir teilweise zu theorielastig waren.
Insgesamt bin ich mit dem Master jedoch sehr zufrieden. Ich habe viel Neues gelernt, auch in anderen Bereichen durch die Komplementärmodule und den Wahlpflichtbereich. Das transdisziplinäre Projekt hat viel Spaß gemacht und eine sehr praktische Komponente ins Studium eingebracht. Ein weiteres Highlight war die Exkursion nach Brüssel im Rahmen eines Profilmoduls.
Was haben Sie studiert bevor Sie Ihren Master begonnen haben und wo konnten Sie an ihr vorheriges Studium anknüpfen?
Ich habe im Bachelor Politik und Gesellschaft mit dem Nebenfach Wirtschaftswissenschaften studiert. Das war bereits interdisziplinär angelegt und somit eine gute Grundlage für die Transdisziplinarität an der Uni Lüneburg, die für mich neu war. Für die politikwissenschaftlichen Module hatte ich durch meinen Bachelor ein gute Grundlage, wobei diese auch ohne entsprechenden Hintergrund gut machbar sind. Die Jura-Module waren für mich gänzlich neu, aber so gestaltet, dass sie zwar anspruchsvoll, aber definitiv machbar waren.
Die Leuphana versteht sich als eine inter- und transdisziplinäre Universität. Auch die Ausrichtung Ihres Studiengangs ist interdisziplinär. Wie nehmen Sie das wahr?
Viele Kurse sind interdisziplinär gestaltet, was sie aus meiner Sicht interessanter macht. Zudem absolvieren alle Studierenden ein transdisziplinäres Projekt, in dem man tiefer in ein Praxisthema eintaucht. Das ist eine schöne Abwechslung zu den sonst eher theoretischen Gruppenarbeiten. In unserem Projekt haben wir einen Workshop zur Gestaltung eines Gartens für ein Quartiermanagement in Lüneburg veranstaltet. Ziel war es, den Garten zugänglicher und attraktiver zu machen sowie auf unterschiedliche Bedürfnisse einzugehen.
Was gefällt Ihnen besonders an dem Campus und der Stadt Lüneburg?
Mir gefällt sehr gut, dass es viele Events auf dem Campus gibt – seien es Flohmärkte, Konzerte beim AStA oder das Unikino. Außerdem ist alles nah beieinander: Bib, Mensa und die Seminarräume bzw. Hörsäle. Generell ist es schön, wie schnell man in der Stadt mit dem Fahrrad von A nach B kommt. Die Innenstadt ist wirklich sehr süß: Es gibt tolle Cafés, Plätze zum Verweilen und schöne Bars. Die Nähe zu Hamburg ist ebenfalls super; am Wochenende nach Hamburg zu fahren, ist ab und zu eine schöne Abwechslung zum Kleinstadtleben.
Wie ist das Verhältnis zu den anderen Studierenden und Lehrpersonen?
Da wir nur maximal 25 Personen in SGAL sind, kennt man sich untereinander gut und es herrscht ein familiäres Verhältnis in den Kursen. Die Lehrpersonen waren fast immer sehr zugänglich und entgegenkommend. Im ersten Semester hat man fast alle Kurse mit den anderen Sustainability-Science-Studiengängen zusammen. Das war super, da ich dadurch auch Freundschaften außerhalb meines eigenen Studiengangs schließen konnte.
Haben Sie ein Auslandssemester gemacht? Wenn ja, wo waren Sie, was hat Ihnen besonders gut an Ihrem Auslandssemester gefallen und inwiefern würden Sie einen Auslandsaufenthalt neuen Masterstudierenden empfehlen?
Ich habe im vierten Semester ein Auslandssemester an der Universität für Bodenkultur in Wien gemacht. Das war kulturell zwar keine außergewöhnliche Erfahrung, aber ich kann es trotzdem sehr empfehlen. Die BOKU hat große Ähnlichkeiten zur Uni Lüneburg und bietet ein breites Lehrangebot, vor allem, da man theoretisch aus allen Studiengängen Kurse wählen kann. Es gibt sehr viele Internationals, sodass man es schafft, wenig Deutsch zu sprechen, wenn man möchte. Wien ist außerdem eine wunderschöne (nachhaltige) Stadt mit hoher Lebensqualität. Den bürokratischen Aufwand habe ich zwar als recht hoch empfunden, aber es lohnt sich trotzdem.
Wissen Sie schon, in welchem Bereich Sie Ihre Masterarbeit schreiben möchten und gibt es Ideen, was Sie nach dem Studium machen wollen?
Ich würde gerne im Bereich Energiewende bzw. Energiepolitik meine Masterarbeit schreiben, aktuell bin ich noch mit der Themenfindung beschäftigt. Nach dem Studium werde ich auf Jobsuche gehen. Mich interessieren viele Bereiche; aktuell wäre es mein Favorit, im Politikbetrieb zur Energiewende zu arbeiten. Ich kann mir jedoch auch sehr gut vorstellen, bei einer Kommune oder bei einer NGO zu arbeiten.
Was hätten Sie gerne schon am Anfang Ihres Studiums gewusst, was Sie neuen Sustainability Science: Governance and Law Masterstudierenden als Tipp mit auf den Weg geben können?
Ich hatte zu Beginn ein wenig Panik vor den Law-Modulen, die waren aber wirklich machbar. Die Module sind so gestaltet, dass man sie ohne vorheriges Jura-Studium absolvieren kann. Man fängt wirklich bei den Grundlagen an und vertieft sich dann nur auf bestimmte Themenbereiche.
Es gibt häufig Gruppenarbeiten in den Kursen, das kann schon mal tricky sein. Die allermeisten Kommiliton*innen sind aber engagiert und dadurch sind Gruppenarbeiten echt in Ordnung. Der Code of Conduct, den man meistens in den Gruppenarbeiten macht, hilft auch, diese zu organisieren.
Grundsätzlich braucht man sich nicht viele Gedanken zu machen, das Studium ist definitiv machbar. Es ist außerdem normal, sich nicht zu stressen und nicht in Regelstudienzeit fertig zu werden.
Wem würden Sie den Master Sustainability Science: Governance and Law empfehlen und welchen Unterschied können SGAL AbsolventInnen machen?
Menschen, die sich mit Nachhaltigkeitsthemen beschäftigen wollen und besonders an der Steuerung von Prozessen, den Regularien dahinter und einer nationalen sowie einer internationalen Perspektive interessiert sind, sind bei SGAL richtig. Da es einen großen Wahlpflichtbereich gibt und zusätzlich im Komplementärbereich auch viel wählbar ist, kann man sich dort noch in die unterschiedlichsten Richtungen weiterbilden.
SGAL-Absolvent*innen können mit Engagement in den meisten Berufen einen Unterschied machen. Das im Studium erlernte Wissen hilft dabei, aber auch der aktivistische Spirit, den viele Studierende an der Uni haben, kann helfen einen noch mehr zu motivieren und zu politisieren.
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