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International promovieren

Eine Promotion ist in vielen Fällen von Beginn an international angelegt: durch Forschungsthemen mit internationalem Bezug, durch den Austausch mit Wissenschaftler:innen im Ausland, durch Konferenzen, Forschungsaufenthalte, internationale Publikationen oder gemeinsame Betreuungsformate. International zu promovieren bedeutet daher nicht zwingend, einen langen Auslandsaufenthalt zu absolvieren. Vielmehr gibt es unterschiedliche Wege, die eigene Promotion international auszurichten und in internationale wissenschaftliche Debatten einzubinden.

Die Leuphana Graduate School sowie die jeweiligen Betreuer:innen unterstützen Promovierende dabei, geeignete internationale Erfahrungen und Kooperationen in ihre Promotion zu integrieren. Entscheidend ist dabei, dass internationale Aktivitäten fachlich sinnvoll in das Promotionsvorhaben eingebettet sind: Sie sollen die Forschung stärken, methodische oder theoretische Perspektiven erweitern, den Zugang zu Daten, Archiven, Laboren oder Forschungsfeldern ermöglichen und zur wissenschaftlichen Vernetzung beitragen.

Erfahrungsberichte

Maxi Mustermann
Forschungsaufenthalt in Griechenland
©Leuphana Brinkhoff/Mögenburg
Maxi Musterperson
Cotutelle-Betreuung
©Moritz Peters
Maxi Musterfrau
Summer School in Schweden
©Leuphana Universität/Jannis Muser

Was bedeutet "international promovieren"?

Internationalität in der Promotion kann unterschiedliche Formen annehmen. Dazu gehören unter anderem:

  • Forschungsaufenthalte an einer Hochschule oder Forschungseinrichtung im Ausland
  • Feldforschung, Archiv- oder Laboraufenthalte
  • Teilnahme an internationalen Konferenzen, Workshops, Summer Schools oder Methodenschulen
  • Einbindung in internationale Forschungsnetzwerke
  • internationale Publikationen und Präsentationen
  • internationale Co-Supervision oder Cotutelle-Verfahren
  • Austausch mit internationalen Gastwissenschaftler*innen und Visiting Fellows
  • digitale internationale Formate, etwa virtuelle Kolloquien oder gemeinsame Forschungsgruppen

Welche Form geeignet ist, hängt vom jeweiligen Promotionsprojekt, der Fachkultur, der Promotionsphase und den persönlichen Rahmenbedingungen ab. Ein kurzer Workshop kann für ein Projekt ebenso wertvoll sein wie ein mehrmonatiger Forschungsaufenthalt. Auch internationale Zusammenarbeit ohne längere Mobilität kann ein wichtiger Bestandteil einer international ausgerichteten Promotion sein.

Fördermöglichkeiten für internationale Aktivitäten

Für internationale Aktivitäten während der Promotion gibt es verschiedene Fördermöglichkeiten. Unterstützt werden können zum Beispiel Forschungsaufenthalte, Konferenzreisen, Summer Schools, Methodenschulen, Feldforschung, Archiv- oder Laboraufenthalte sowie Aufenthalte an Partnerinstitutionen im Ausland.

Welche Förderung infrage kommt, hängt unter anderem vom Ziel des Aufenthalts, der Dauer, dem Zielland, der Promotionsphase und dem Finanzierungsstatus ab. Da viele Programme feste Fristen und längere Vorlaufzeiten haben, sollten Promovierende Fördermöglichkeiten frühzeitig prüfen.

Eine Übersicht zu Fördermöglichkeiten für Auslandsaufenthalte finden Sie auf den Seiten des International Center.

Cotutelle und internationale Betreuung

Neben einzelnen internationalen Aktivitäten kann auch die Betreuung der Promotion international ausgerichtet sein. Möglich ist zum Beispiel eine internationale Co-Supervision, bei der eine Wissenschaftlerin oder ein Wissenschaftler einer ausländischen Hochschule fachlich in die Betreuung eingebunden wird.

Eine besondere Form ist das Cotutelle-Verfahren. Dabei wird die Promotion auf Grundlage einer individuellen Vereinbarung gemeinsam von der Leuphana Universität Lüneburg und einer ausländischen Partnerhochschule betreut. Cotutelle-Verfahren erfordern eine frühzeitige Abstimmung der fachlichen, organisatorischen und rechtlichen Rahmenbedingungen.

Weitere Informationen zu Voraussetzungen und Verfahren finden Sie auf den Seiten des International Center.

Planung und Beratung

Internationale Aktivitäten sollten möglichst frühzeitig geplant und mit den Betreuer:innen abgestimmt werden. Wichtig ist insbesondere, dass der Aufenthalt oder das internationale Format fachlich sinnvoll in das Promotionsvorhaben eingebunden ist und zur jeweiligen Promotionsphase passt.

Je nach Vorhaben können neben der Finanzierung auch organisatorische und formale Fragen relevant werden, etwa zu Visum, Versicherung, Dienstreiseformalitäten, Forschungsethik, Datenschutz, Sicherheitslage oder Vereinbarkeit mit Familie und Care-Verpflichtungen.

Ihr/e Betreuer:in berät zu Fragen der internationalen Promotionsgestaltung, insbesondere zu geeigneten Formaten und internationaler Betreuung. Das International Center unterstützt insbesondere bei Fragen zu Auslandsaufenthalten, Mobilität, Fördermöglichkeiten und Formalia in Cotutelle-Verfahren.

Internationale Exzellenz im Promotionsstudium

Internationalität erleben Sie an der Leuphana nicht nur durch eigene Auslandsaufenthalte und Kooperationen. Mit dem Programm International Visiting Fellows bringt die Graduate School regelmäßig international ausgewiesene Wissenschaftler:innen und Expert:innen aus gesellschaftlichen Praxisfeldern nach Lüneburg.

Die Fellows bereichern das Promotionsstudium mit interdisziplinären Blockseminaren und bringen ihre Expertise in Forschungsgespräche, Workshops und weitere Formate der Promotionskollegs ein. Promovierende erhalten so die Möglichkeit, internationale Forschungsperspektiven unmittelbar kennenzulernen, eigene wissenschaftliche Ansätze zu diskutieren und Kontakte über Fach- und Ländergrenzen hinweg zu knüpfen.