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Studierendenrat präsentiert Gutachten für das Transformationsmodul

16.07.2026 Am Mittwoch, den 01.07.2026 fand die Übergabe des Gutachtens des Studierendenrates an die Verantwortlichen des Transformationsmoduls und des College Teams statt.

©Leuphana/Tengo Tabatadze
„Der Studierendenrat fördert das Gefühl von Wirksamkeit eher als andere Evaluationsformate“ berichtet eine Teilnehmende.

Im Transformationsmodul des Leuphana Semesters wird den Studierenden bereits zu Beginn ihres Studiums transformatives Lernen und interdisziplinäres Arbeiten mitgegeben. Geleitet wird das Modul von Prof. Dr. Roberto Nigro und Prof. Dr. Daniel Fischer, wodurch Fragen nachhaltiger Entwicklung mit geisteswissenschaftlichen und gesellschaftskritischen Perspektiven vereint werden. Die Seminare im Modus des forschenden Lernens sowie die Übungen zum kritischen Denken und wissenschaftlichen Lesen und Schreiben bieten sowohl für Studierende als auch für Lehrpersonen eine neue Herausforderung. 

Transformationsprozesse in der Lehre leben von einer kooperativen Gestaltung, bei der sowohl Lehrende als auch Lernende aktiv beteiligt sind. Klassische Lehrevaluationen stoßen dabei an Grenzen: Beteiligungsquoten schwanken, Selbstselektionseffekte verzerren das Bild, und ein echter Austausch der Studierenden untereinander über ihre Erfahrungen mit dem Modul findet kaum statt. Um mit den Studierenden in einen tiefen Austausch über das neue Transformationsmodul zu treten, wurde als neues Evaluationsformat ein Studierendenrat erprobt, ein über Inno-Transform-Mittel finanziertes Projekt, das  das Prinzip von Bürger:innenräten auf die Universität überträgt: Studierende werden nicht nur befragt, sondern erarbeiten als aktiv Beteiligte gemeinsam Empfehlungen für die Weiterentwicklung des Moduls. Für die erste Durchführung wurden 23 Studierende der Leuphana nach einem Zufallsverfahren ausgewählt. In fünf professionell moderierten Sitzungen zwischen Dezember 2025 und Juli 2026 haben die Studierenden Kritikpunkte und Lösungsansätze diskutiert und zu gemeinsamen Empfehlungen verdichtet. Konzipiert und umgesetzt wurde der Prozess von Dr. Eva Kern und Patricia Andrä, wissenschaftlich begleitet von Hannah Spittler. Die Ergebnisse mündeten in ein Gutachten mit elf priorisierten Empfehlungen, das nun feierlich übergeben werden konnte. 

Die von den Studierenden entwickelten Empfehlungen deckten verschiedene Aspekte des Moduls ab: So empfiehlt der Rat etwa, frühzeitig und transparent über Ablauf und Bewertung der Konferenzwoche zu informieren, das englischsprachige Angebot auszubauen und klar zu kennzeichnen, um Internationals besser einzubinden, und die Vorlesung methodisch abwechslungsreicher und stärker prüfungsrelevant zu gestalten. In seiner interdisziplinären Grundausrichtung bestärkt der Rat das Modul dagegen ausdrücklich – der fachübergreifende Zuschnitt des Leuphana Semesters soll erhalten bleiben. 

Das Modulteam wird die Empfehlungen nun sorgfältig prüfen und zu Beginn des Wintersemesters 2026/27 in der Vorlesung des Transformationsmoduls transparent darlegen, was aus ihnen wird. Zugleich fließen die Erfahrungen aus diesem Pilotdurchgang in die Weiterentwicklung des Formats ein.

Ansprechperson

  • Dr. Laura Picht-Wiggering