Erfahrungsbericht Alina Knabbe

Kolleg Empirische Bildungsforschung

26.05.2023 Alina Knabbe ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Mathematik und Didaktik. Seit 2023 promoviert sie an der Leuphana im Bereich der empirischen Bildungsforschung.

©Leuphana/Ciara Charlotte Burgess
"Am meisten profitiere ich von den wissenschaftlichen Diskursen mit meinen Kolleg*innen und auf Tagungen."

Warum hast du dich für eine Promotion an der Leuphana entschieden?

Die Promotion war für mich eine gute Möglichkeit, zwei Dinge miteinander zu vereinen: Mein Interesse, mich tiefer und über einen längeren Zeitraum mit Themenbereichen auseinanderzusetzen und weitere Berufsfelder neben der Schule kennenzulernen. Ich habe mich für die Leuphana entschieden, weil ich durch mein Studium und Arbeit als studentische Hilfskraft (SHK) an der Leuphana schon viele Professor*innen kannte und die Leuphana gute Unterstützungsmöglichkeiten für Promovierende bietet.

Wann kamen die ersten Überlegungen zu promovieren?

Während meiner Arbeit als studentische Hilfskraft habe ich eng mit Doktorand*innen zusammengearbeitet, sodass sich meine Hemmschwelle in die Wissenschaft verringerte. Da mir der SHK-Job und das Schreiben sowie Forschen im Studium Freude bereitete, kam der Gedanken, selbst zu promovieren, immer öfter auf. Beim Schreiben meiner Masterarbeit habe ich diesen Gedanken weiterverfolgt und mich mit Professor*innen und anderen Doktorand*innen ausgetauscht, um mich besser über die Promotion zu informieren.

Was ist nun anders als im Masterstudium?

Im Promotionsstudium hat man mehr Zeit für die eigene Forschung. Dies fordert allerdings auch eine größere Selbstständigkeit und Organisation, weshalb es wichtig ist, die eigene Zeit effektiv zu strukturieren und die eigenen Aufgaben zu priorisieren. Im Vergleich zum Masterstudium fokussiert man sich viel stärker auf einen bestimmten Forschungsbereich, den man tiefgreifender bearbeitet.

Wovon profitierst du am Meisten in der Promotionsphase?

Am meisten profitiere ich von den wissenschaftlichen Diskursen mit meinen Kolleg*innen und auf Tagungen. Rückmeldung zu der eigenen Arbeit zu bekommen, ist für mich wichtig und auch eine Absicherung, dass ich nicht den Fokus verliere. Gleichzeitig lerne ich, meine eigene Ideen und mein Vorhaben gegenüber anderen Wissenschaftler*innen zu begründen und dafür einzustehen.  

Was würdest du sagen ist anders an der Leuphana als an anderen Unis?

Die Leuphana setzt sich für die persönliche und akademische (Weiter-) Entwicklung mit verschiedenen Angeboten der Graduate School ein. Außerdem unterstützt die Leuphana durch den Qualifizierungsfonds Promovierende finanziell bei Tagungen, Auslandsaufenthalten etc.

Was nimmst du aus dem Leuphana Promotionsstudium mit?

Durch das Promotionsstudium habe ich meine Fähigkeiten im Zeitmanagement und der Priorisierung von Aufgaben verbessert. Außerdem bietet es die Möglichkeit, sich mit anderen Doktorand*innen aus unterschiedlichen Fachbereichen auszutauschen und von ihren Forschungsbereichen, Perspektiven und Erfahrungen zu lernen.

Wem würdest du eine Promotion in Deinem Fach empfehlen?

Personen, die Interesse daran haben, Themen ausführlich zu bearbeiten und Freude dran haben, sich in neue Themenbereiche einzuarbeiten (z. B. Statistik). Generell sollte man ein gewisses Maß an Selbstorganisation und Zeitmanagement mitbringen.

Hast du schon Pläne, wie es nach der Promotion weitergeht?

Zurzeit bin ich dabei, die verschiedenen Optionen nach meiner Promotion zu erkunden und abzuwägen, was mir am Besten gefällt. Eine Möglichkeit ist für mich, den Vorbereitungsdienst zu absolvieren, die Lehramtsausbildung abzuschließen und praktische Erfahrungen in der Schule zu sammeln. Um weitere Möglichkeiten zu entdecken, nehme ich an dem Karrierecoaching- und Entwicklungsprogramm der Graduate School teil und bilde mich in verschiedenen Bereichen weiter.

Vielen Dank für das Gespräch!