Offener Hörsaal – Helmut Plath: Geistig in Bewegung
07.09.2026 Erfolgreiche Karriere, glückliches Familienleben, viele Hobbies: Dennoch fehlte dem pensionierten Maschinenbauingenieur eine zusätzliche intellektuelle Herausforderung. Gefunden hat er sie im Offenen Hörsaal an der Leuphana Universität Lüneburg.
©Leuphana/Teresa Halbreiter
Wenn Helmut Plath ab Oktober wieder zweimal in der Woche nach Lüneburg fährt, freut er sich nicht nur auf die Vorlesungen: „Der Offene Hörsaal ist für mich ein Gesamtpaket. Ich werde nicht nur schlauer, sondern lerne neue Menschen kennen und bewege mich unter jungen Leuten.“ Manchmal erinnert er sich auch an sein erstes Studium: „Ich war damals nur eine Nummer. An der Leuphana ist es ganz anders. „Das Team vom Offener Hörsaal berät mich immer nett und hilfreich bei allen Fragen rund ums Studium“, beschreibt er.
Helmut Plath kommt aus Seevetal nahe Hamburg. Als Maschinenbauingenieur arbeitete er bei Deutschlands größtem Kaffeeröster, wo er für rechtliche und technische Fragen im Umweltbereich verantwortlich war: „Ich habe mich auch im Berufsleben immer fortgebildet. Im Ruhestand sollte damit nicht Schluss sein“, sagt er.
Seit 2024 ist Helmut Plath Gasthörer. Seine ersten Veranstaltungen waren breit gefächert: Datenschutz, Stadtplanung oder Medienrecht. Viele dieser Themen knüpften an seine berufliche Erfahrung an. Später interessierte er sich unter anderem für Sozialpsychologie und Kulturmanagement. Eine Exkursion blieb ihm besonders in Erinnerung: „Wir haben in Hamburg ein Orchester besucht, das sich selbst organisiert. Das war ein ganz besonderes Ereignis.“
Im kommenden Semester möchte er sich gern mit Philosophie beschäftigen. „Das Angebot ist groß. Ich freue mich schon auf das neue Vorlesungsverzeichnis.“ Das Angebot an Veranstaltungen, das die Leuphana für die Region anbietet, wird sich im Wintersemester mehr als verdoppeln. Auch im Sprachbereich sind viele neue Angebote hinzugekommen. „Ganz besonders freut uns die große positive Resonanz auf das neue Online-Gasthörerverzeichnis, das es in dieser Funktionalität in Niedersachsen nur in Lüneburg gibt“, ergänzt Christof Schmitt, Geschäftsführer der Leuphana Professional School.
Einen Ort an der Leuphana mag Helmut Plath ganz besonders: die Mensa. „Mir gefällt der lichtdurchflutete Raum, der Blick auf die Mensawiese, wo viele Sport treiben und das lebendige Miteinander mit Gesprächen oder Diskussionen“, beschreibt er. Und obwohl Helmut Plath und seine Familie sich weitgehend vegetarisch ernähren, gönnt er sich in der Mensa manchmal auch eine Currywurst.
Neben den Vorlesungen besucht der 68-Jährige den Stammtisch des Offenen Hörsaals. „Alle zwei Wochen treffen wir uns im Klippo und tauschen uns aus über Vorlesungen oder Dozierende.“ Die Begegnungen mit Menschen machen das Programm an der Leuphana für ihn aus. „Es gibt auf dem Markt auch viele Online-Angebote. Mich begeistert aber genau die Präsenz.“
Neben der Uni engagiert sich Helmut Plath als ehrenamtlicher Wohnberater, ist freiwilliger Fahrer eines Bürgerbusses und treibt fünfmal in der Woche Sport. Geistig so richtig in Bewegung aber bleibt er im Offenen Hörsaal.