Studienplanung: Tipps zum berufsbegleitenden Studium

Der Schritt in ein berufsbegleitendes Studium kann zu Beginn als Herausforderung wirken. Sie wissen noch nicht, wie viel Arbeitsaufwand das Studium mit sich bringt und wie sie es mit Ihrem Job vereinbaren können. Umso wichtiger ist es, dass Sie sich vorab über diese Punkte Gedanken machen. Sprechen Sie dazu mit Freunden, Familie, Kollegen und Ihrem Arbeitgeber über Ihr Vorhaben, nutzen Sie Beratungsangebote und entwickeln Sie Ideen, wie Sie Ihr Studium organisieren möchten. Erste Tipps zur Vorbereitung sowie Tipps unserer Studierenden haben wir auf dieser Seite für Sie zusammengestellt.

Berufsbegleitend Studieren: Die Vorbereitung zählt

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Tipps zum berufsbegleitenden Studium - von unseren Studierenden

Dabei bleiben

Nele Dowerg, Studentin im berufsbegleitenden Bachelor BWL
Nele Dowerg, studiert im berufsbegleitenden Bachelor Betriebswirtschaftslehre

Im berufsbegleitenden Studium ist es wichtig, dabei zu bleiben, auch in Phasen, in denen man vielleicht nicht so motiviert ist. Wenn man dran bleibt, fällt es einfach leichter, in den Vorlesungen mitzukommen und später im Selbststudium zu lernen. Meine Empfehlung wäre, immer zu den Vorlesungen zu gehen, da dort im direkten Kontakt mit den Dozierenden Unklarheiten und Fragen geklärt werden können. Es lohnt sich auch, freiwillige Angebote wie den Mathevorkurs im Bachelor BWL wahrzunehmen, wenn man in diesen Bereichen unsicher ist.

Sich nicht zu viel vornehmen

Henning Albrecht, Student im MBA Sustainability Management an der Leuphana Professional School
Henning Albrecht, studiert im MBA Sustainability Management

Die besondere Herausforderung ist, sich nicht zu viel vorzunehmen. Es gibt so viele interessante Themen, da muss man dann auch mal sagen: Nach diesem Studienbrief ist Feierabend. Irgendwann sollte abends auch Schluss sein. Da muss man sich erst dran gewöhnen, sich selbst etwas zu begrenzen und auch mal aufzuhören.

Es muss Spaß machen

Marco Blome, hat im Zertifikat Innovationsmanagement an der Leuphana Professional School studiert
Marco Blome, hat im Zertifikat Innovationsmanagement studiert

Mein Tipp ist der, ein berufsbegleitendes Studium dann zu absolvieren, wenn man wirklich Lust darauf verspürt. Es ist oftmals nicht leicht, sich nach seiner täglichen Arbeit und mit der zu Hause wartenden Familie noch an den Schreibtisch zu setzen. Umso besser gelingt dies allerdings, wenn man sich für einen Studiengang entschieden hat, den man wirklich spannend findet, und wenn man diesen zu einem Zeitpunkt absolvieren kann, zu dem man sich neben Arbeit, Familie und Freizeit auch gerne mit den Inhalten des Studiengangs auseinandersetzt. Es muss einfach spannend sein und Spaß machen!

Durchhalten lohnt sich

Sarah Kautscher, hat im berufsbegleitenden LL.M. Corporate and Business Law an der Leuphana Professional School studiert
Sarah Kautscher, hat im LL.M. Corporate and Business Law studiert

Das berufsbegleitende Studium an den Wochenenden erfordert sehr viel Disziplin und es war auch eine sehr anstrengende Zeit mit wenig Urlaub - dies sollte einem bewusst sein, wenn man sich für ein  berufsbegleitendes Studium entscheidet. Trotzdem kann ich rückblickend sagen, dass sich das Durchhalten sehr gelohnt hat und ich das Masterstudium nicht missen möchte.

Unterstützung sichern

Christina Bach, Absolventin MPH Prävention und Gesundheitsförderung
Christina Bach, hat im MPH Prävention und Gesundheitsförderung studiert

Es ist unabdingbar, dass man die Unterstützung seines Arbeitgebers und seiner Familie hat, um das Studium erfolgreich zu absolvieren. Weiterhin ist es wichtig, dass man sich auch während des Studiums ausreichend Zeit "für sich selbst" nimmt.

Längerfristig planen

Ilyta La Combe, Studentin im MBA Sustainability Management
Ilyta La Combe, studiert im MBA Sustainability Management

Man sollte das berufsbegleitende Studium auf gar keinen Fall unterschätzen. Ich würde mir die Entscheidung gut überlegen und eng mit dem Arbeitgeber abstimmen. Ich war bei meiner Studienentscheidung gezwungen, längerfristiger zu planen, als ich es eigentlich gewohnt war. Es ist schon eine Herausforderung, wenn zum Beispiel Prüfungsphasen mit Messephasen oder sowas kollidieren. Man sollte sich schon, bevor man die Kurse belegt, überlegen, was gleichzeitig auf der Arbeit passiert und sich im Zweifelsfall aus einem Projekt zurückziehen oder auch mal eine Prüfung verschieben. Das habe ich ein paar Mal gemacht, weil ich mich einfach nicht überfordern wollte. Das ist aber dank der Flexibilität im Studiengang kein Problem.

Präsenzzeiten vorbereiten und mit Kommilitonen austauschen

Christian Metz-Pieper, Student im Master Baurecht und Baumanagement
Christian Metz-Pieper, studiert im Master Baurecht und Baumanagement

Es ist manchmal gar nicht so einfach, alles unter einen Deckel zu bekommen, weil man ja auch beruflich noch viel zu tun ist. Es ist auf jeden Fall ratsam, sich zumindest die Zeit zu nehmen, um vor den Präsenzzeiten die Unterrichtsunterlagen auszudrucken. Bei mir passt das immer ganz gut, da ich eine zweistündige Anreise per Zug habe und dann immer gut die Unterlagen durchblättern kann. Was ich noch als Tipp geben kann, ist der Austausch mit den Kommilitonen: Der ist sehr wichtig und man kann sich zum Beispiel teilweise auch gut aufteilen bei Aufgaben oder dem Zusammenfassen von irgendwelchen Skripten.

Absprachen mit dem Arbeitgeber treffen und Freiraum für das Studium schaffen

Marisa Fischer und Jan Böttcher, Studierende im MBA Sustainability Management
Marisa Fischer und Jan Böttcher, studieren im MBA Sustainability Management

Jan Böttcher:

Zur Vorbereitung auf das berufsbegleitende Studium sollte man auf jeden Fall vorher mit seinem Arbeitgeber sprechen. Vorher sollte man die entsprechenden Informationen zusammentragen und dann mit dem Chef zum Beispiel besprechen, ob es vom Arbeitgeber Fördermaßnahmen gibt. Falls dies nicht der Fall ist, sollte man sich früh orientieren, was an sonstigen Fördermaßnahmen möglich ist. Wichtig ist auf jeden Fall zu prüfen, ob die Weiterbildung überhaupt das Richtige für meinen Werdegang ist. Wenn das der Fall ist, habe ich auch wirklich die Kraft und die Motivation, das Studium durchzuziehen.

Marisa Fischer:

Als Selbständige muss ich besonders darauf achten, Beruf und Studium unter einen Hut zu bekommen. Eigentlich denke ich ja fast sieben Tage die Woche und 24 Stunden am Tag an die Berufstätigkeit, insofern ist es wichtig, sich zumindest einen Tag in der Woche zu schaffen, der für das Studium reserviert ist. So schafft man den nötigen Freiraum, um die Aufgaben und Prüfungen abzuleisten.

Studium und Präsenzen gut organisieren

Julia Buntkiel, Studentin im MBA Performance Management
Julia Buntkiel, studiert im MBA Performance Management

Zeitmanagement ist ein wichtiger Aspekt bei der Organisation des berufsbegleitenden Studiums. Die Präsenzen an der Universität erfordern ein hohes Maß an Organisation. Man sollte sich vor dem Studium wirklich im Klaren darüber sein, was es bedeutet, berufsbegleitend zu studieren, weil natürlich auch die sozialen Strukturen darunter leiden.

Einfach keine Angst haben.

Max Simon, Student im Master Baurecht und Baumanagement und Teilnehmer am Karrierecoaching
Max Simon
Student im Master Baurecht und Baumanagement und Teilnehmer am Karrierecoaching

Einfach keine Angst davor haben. Berufsbegleitende zwei Jahre wie bei mir im Master Baurecht und Baumanagement können sehr hart sein. Die Belastung mit Beruf, Privatleben und Universität sorgt schon dafür, dass einem für vieles andere die Zeit fehlt. Trotzdem ist es auf jeden Fall möglich, zumal uns die Dozenten wirklich sehr, sehr gut vorbereiten. Also: Keine Angst haben, einfach machen.

Ausführlich informieren und Zeit schaffen

Ingo Schütt, Student im Zertifikat Innovationsmanagement
Ingo Schütt, hat im Zertifikat Innovationsmanagement studiert

Zur Vorbereitung auf das berufsbegleitende Studium sollte man sich auf jeden Fall vorher ausführlich informieren. Das Studium hat einen relativ hohen Anspruch – da ist es nicht damit getan, dass man nur an den Präsenzwochenenden da ist. Man muss auch Zuhause arbeiten und man muss sich wirklich bewusst darüber werden, dass das Studium Zeit kostet und man sich diese Zeit schaffen muss. Je nachdem, wie man Zuhause eingebunden ist, muss man natürlich auch die familiäre Akzeptanz für diesen Zeitaufwand bekommen.

Eigenes Lernverhalten analysieren

Andreas Kramp, Student im Zertifikat Innovationsmanagement
Andreas Kramp, hat im Zertifikat Innovationsmanagement studiert

Vor dem berufsbegleitenden Studium sollte man sich damit beschäftigen, wie viel Zeit man für das Studium aufwenden kann und wie es in den beruflichen und den privaten Kontext herein passt. Für mich selbst habe ich für das Studium außerdem noch mal hinterfragt, wie ich am besten lerne. Bin ich derjenige, der Zuhause im Fernstudium Skripte durcharbeitet und sich Webinare ansieht oder brauche ich den Austausch mit Menschen? Das ist bei mir der Fall, deshalb habe ich mich für ein Präsenzstudium entschieden. Das wären die Fragen, mit denen man sich zum berufsbegleitenden Studium beschäftigen sollte. Und natürlich: Warum mache ich das Thema eigentlich? Wie wähle ich das Thema genau aus? Will ich das jetzt oder in fünf Jahren einsetzen oder ist es einfach nur eine Wissensvermittlung, die mich vielleicht in einer anderen Disziplin weiterbringt?

Das Studium step by step angehen

Sonja Ahrens, Alumna Soziale Arbeit, bei Podiumsdiskussion Auftaktveranstaltung Professional School
Sonja Ahrens, Alumna des Bachelor Soziale Arbeit

Mein Tipp für die neuen Studierenden: Diszipliniert und strukturiert an das Studium gehen und trotzdem die Freude behalten. Außerdem das Studium Step by step angehen: viele haben gleich zu Beginn so einen riesigen Respekt vor der Abschlussarbeit – diesen Druck sollte man sich nehmen. Ich würde empfehlen, erstmal das erste Semester anzugehen, dann die erste Hausarbeit. Erst in drei Jahren wird dann das Thema Bachelorarbeit akut, das muss man nicht gleich zu Beginn durchblickt haben.