Bachelor-Studium Soziale Arbeit für Erzieherinnen und Erzieher: Erfahrungsberichte

Warum studieren andere im Bachelor Soziale Arbeit für Erzieherinnen und Erzieher? Was sind ihre Erfahrungen aus dem berufsbegleitenden Bachelorstudium an der Leuphana Professional School? Erfahren Sie hier mehr in den Erfahrungsberichten unserer Studierenden und Absolvent*innen.

Die Erfahrungsberichte von Kate Antwi und Silke Matthies wurden vom Team der Servicestelle Offene Hochschule Niedersachsen erstellt und uns zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt. Alle Rechte liegen bei der Servicestelle Offene Hochschule Niedersachsen, die Urheberrechte der Bilder liegen bei der Firma Brainclash GmbH. Die Berichte sind hier in unveränderter Form veröffentlicht.

"Ich muss das für mich persönlich hinkriegen"

Kate Antwi hat sich nach einem Hinweis von einer Kollegin bei der Leuphana Professional School auf den berufsbegleitenden Bachelor Soziale Arbeit für Erzieherinnen und Erzieher beworben. Im Interview erzählt sie von Ihren Erfahrungen und Tipp für Studienbeginner.

Kate Antwi, Studentin im Bachelor-Studium Soziale Arbeit ©Brainclash GmbH, Film: „Berufsbegleitend Studieren “, 2016
Kate Antwi, Studentin
  • Warum haben Sie sich für das Studium an der Professional School entschieden?
  • Wie haben Sie sich im Vorfeld über den Studiengang informiert?
  • Welchen Tipp würden Sie anderen zum berufsbegleitenden Studium geben?
  • Wie hat Ihre Arbeitgeberin auf Ihren Studienwunsch reagiert?

Warum haben Sie sich für das Studium an der Professional School entschieden?

Ich habe mich dazu entschieden zu studieren, weil ich nach meiner Erzieherausbildung festgestellt habe, dass es ein Beruf ist, den ich gerne ausübe, aber man sitzt irgendwo in einer Sackgasse, man kommt nicht wirklich voran. Man hat die Möglichkeit, viele Fortbildungen zu besuchen, aber man behält immer den Status Erzieherin. Ich habe in meinem Freundeskreis viel erzählt, wie gerne ich studieren möchte. Die haben alle mit mir zusammen nach Studiengängen geguckt. Nach einer kurzen Zeit hat mich eine Kollegin angesprochen, dass sie im Internet auf die Leuphana Universität gestoßen ist. Ich habe mir das angeguckt, mich beworben und habe dann Gott sei Dank die Zusage bekommen.

Wie haben Sie sich im Vorfeld über den Studiengang informiert?

Die Studienberatung ist eine große Hilfe für mich gewesen. Und es gab eine Veranstaltung, bei der man sich alles angucken konnte. Außerdem konnte man den Studienberater jederzeit ansprechen: Man konnte E-Mails schreiben, man konnte ihn anrufen und er hat auch Sprechzeiten angeboten. Darüber hinaus sind wirklich alle Lehrenden sehr offen, sehr freundlich und auch sehr hilfsbereit.

Welchen Tipp würden Sie anderen zum berufsbegleitenden Studium geben?

Man muss schon sehr organisiert sein, das ist wirklich wichtig. Und man muss sich auch an seine Organisation halten, strukturiert arbeiten und auftanken zwischendurch. Zeit einplanen für Menschen oder Sachen, die man gerne macht, wo man sich Kraft holt. Wenn man arbeitet und arbeitet, studiert und studiert verliert man schnell den Blick dafür. Vergisst, auch mal Sport zu machen oder schwimmen zu gehen. Also man muss sich so einrichten, dass man irgendwo den Spaßfaktor mit drin hat und man muss einen Halt haben. Ich erlebe bei anderen Studierenden, dass sie manchmal aufhören, weil sie sich das Studium nicht mehr leisten können. Deshalb sollte das Finanzielle gut geplant sein. Es gibt beispielsweise Stipendien, wo man sich bewerben kann. Und ich finde, man sollte nie die Motivation verlieren! Sobald man merkt, man verliert die Motivation, sollte man reflektieren, woran liegt es und schon vorbeugen, sodass man nicht wartet, bis man komplett nicht mehr kann.

Wie hat Ihre Arbeitgeberin auf Ihren Studienwunsch reagiert?

Ich hatte ganz viel Glück und hatte eine Heimleiterin, die es toll findet, dass ich studiere. Aber ich muss das für mich persönlich hinkriegen. Ich werde menschlich unterstützt und auch motiviert, aber ich muss schon schauen, wie ich das Studium neben dem Beruf geregelt bekomme. Deswegen habe ich mich dann entschieden, meine Arbeitszeit von Vollzeit auf 35 Stunden zu reduzieren. Meine Chefin ist mir entgegengekommen, indem sie den Dienstplan umgestellt hat. So habe ich für sechs Monate freitags nicht gearbeitet, dafür aber an den anderen Tagen mehr.

"Die nehmen mich eh nicht!"

Silke Matthies studiert Soziale Arbeit für Erzieherinnen und Erzieher und ist damit die erste in Ihrer Familie, die an einer Universität studiert. Im Interview erzählt die von ihrer Studienentscheidung und den Erfahrungen aus den ersten Semestern des Studiums.

Silke Matthies, Studentin im Bachelor-Studium Soziale Arbeit ©Brainclash GmbH, Film: „Berufsbegleitend Studieren “, 2016
Silke Matthies, Absolventin
  • Warum haben Sie sich für das Studium an der Professional School entschieden?
  • Wie haben Sie sich im Vorfeld über den Studiengang informiert?
  • Welchen Tipp würden Sie anderen zum berufsbegleitenden Studium geben?
  • Wie hat Ihr Arbeitgeber auf Ihren Studienwunsch reagiert?

Warum haben Sie sich für das Studium an der Professional School entschieden?

Ich bin ein sogenanntes Arbeiterkind. Also in meiner Familie hat niemand vorher studiert. Darauf bin ich jetzt natürlich ganz stolz! Ich bin die Erste und ich hatte immer den Wunsch, zu studieren. Das blieb mir aber verwehrt, weil ich kein Abitur hatte. Ich habe mich so wie Kate immer nebenberuflich weitergebildet. Doch trotz einer heilpädagogischen Zusatzausbildung und einer Coaching-Ausbildung bin ich beruflich nicht weitergekommen. Dann habe ich die Leuphana auch über die Webseite gefunden und habe gedacht: Wow, da kannst du ohne Abitur studieren. Da habe ich gedacht, dass ich das jetzt, mit 41 unbedingt machen muss.

Wie haben Sie sich im Vorfeld über den Studiengang informiert?

Ich habe den Tag der offenen Tür mitgemacht im Vorwege. Der Studiengangskoordinator ist eine hochkompetente, total menschliche und hilfsbereite Person. Also der ist wirklich jederzeit da. Auch immer noch!

Welchen Tipp würden Sie anderen zum berufsbegleitenden Studium geben?

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, es kommen auch mal Sachen dazwischen. Bei mir waren es eine Schwangerschaft und ich habe mir im achten Monat noch die Schulter gebrochen. Es ging alles irgendwie, aber man sollte seine Kraftreserven auftanken. Work-Life-Balance finde ich wirklich wichtig und auch ein gutes Netzwerk zu haben. Wirklich wichtig ist auch, sich mal bei den Menschen zu bedanken, die einen begleiten und unterstützen. Und wenn man weiß, dass drei Hausarbeiten anstehen, kann man auch schon mal ein bisschen vorarbeiten. Frühzeitig in Bibliotheken gehen, sich schlau lesen, gucken was liegt einem. Praxis und Theorie zu verbinden finde ich sehr fruchtbar. Das sagt man ja immer so aber es ist wirklich bereichernd (lacht). Um ein bisschen Geld zurückzuholen, sollte man sich auch unbedingt steuerrechtlich schlau machen, was man absetzen kann!

Wie hat Ihr Arbeitgeber auf Ihren Studienwunsch reagiert?

Ja, mein Arbeitgeber freut sich darüber, dass ich mich weiterqualifiziere, da Fachkräftemangel herrscht. Ich bin bereits auf einer Sozialarbeiterstelle, allerdings mit einem Erziehergehalt. Ich werde nicht irgendwie materiell gefördert oder zeitlich unterstützt. Aber ich darf freinehmen. Dafür ist es gut, dass es Urlaub und den gesetzlichen Anspruch auf Bildungsurlaub gibt. Den habe ich schon für das Studium genutzt.

Weitere Stimmen zum Studium

Lisa Hüsing, Studentin im Bachelor Soziale Arbeit ©Leuphana Professional School
Lisa Hüsing, Studentin

Ich arbeite bereits in einer Stelle, die in das Berufsfeld Soziale Arbeit hineinreicht, merke aber, dass dort an allen Ecken und Kanten das Fachwissen fehlt. Deshalb habe ich mich für das berufsbegleitende Studium im Bachelor Soziale Arbeit entschieden.

Gitta Wiltzer, Absolventin des Bachelor Soziale Arbeit für Erzieherinnen und Erzieher ©privat
Gitta Wiltzer, Absolventin

Durch das berufsbegleitende Studium erhielt ich die Möglichkeit, mich neben meiner Tätigkeit als Erzieherin akademisch weiter zu qualifizieren. Dies gelang mir mithilfe einer guten Studienstruktur, persönlicher Motivation und der gegenseitigen Unterstützung innerhalb meiner Studiengruppe. Mittlerweile bin ich mit meinem Studium fertig und leite ein Kinder- und Familienzentrum.

Meine Motivation für das berufsbegleitende Studium der Sozialen Arbeit lag einerseits in dem Wunsch, mich fachlich weiterzuentwickeln, andererseits wollte ich mich für Aufgabenfelder in diesem Bereich qualifizieren, die einen akademischen Abschluss voraussetzen. Rückblickend war die Studienzeit phasenweise zwar sehr intensiv, die Entscheidung letztendlich aber die richtige: Das Maß an persönlicher und fachlicher Expertise sowie die Vielzahl neuer Kontakte zu Kommilitonen und Lehrenden war sehr wertvoll für mich, besonders in einer solch angenehmen Atmosphäre.

- Matthias Dörner, Absolvent des Bachelor Soziale Arbeit für Erzieherinnen und Erzieher

Mit Anfang 40 blickte ich auf eine zehnjährige Kita-Leitungstätigkeit zurück und hatte das Gefühl, karrieremäßig am Ende angekommen zu sein. Vom Studium an der Professional School versprach ich mir neue berufliche Perspektiven sowie das Kennenlernen der Verbindung zwischen wissenschaftlicher Betrachtung und einer erweiterten Berufspraxis im Sozialbereich. Meine Erwartungen an den Studiengang wurden mehr als erfüllt, sowohl in Bezug auf die breitgefächerten Studieninhalte und den anregenden, fachlichen Austausch unter den Lehrenden und Studierenden, als auch auf das mögliche Spektrum neuer beruflicher Perspektiven. Fachlich, persönlich und auch beruflich habe ich von diesem Studium in vielfältiger Weise profitiert.

- Sonja Ahrens, Absolventin des Bachelor Soziale Arbeit für Erzieherinnen und Erzieher

Ich finde das Angebot klasse. Die Anerkennung unserer Erstausbildung zur Erzieherin auf das Studium finde ich fair und angemessen. Der Studiengang bietet gerade auch den jüngeren Kolleginnen eine echte Entwicklungsperspektive.

- Britta Sturm, Erzieherin aus Rullsdorf, Niedersachsen