Berufsbegleitendes Studium:
Steuerliche Vorteile nutzen

Ein berufsbegleitendes Zweitstudium kann man in voller Höhe als Werbungskosten von der Steuer absetzen. Das gilt auch für ein berufsbegleitendes Erststudium, wenn es betrieblich veranlasst ist oder dem Weiterbildungsstudium schon eine abgeschlossene Berufsausbildung vorausgegangen ist, was vor allem auf die Bachelor-Studiengänge Betriebswirtschaftslehre, Musik in der Kindheit und Soziale Arbeit für Erzieherinnen und Erzieher zutreffen kann. Ansonsten können immer noch bis zu 6.000 € als Sonderausgaben von der Steuer abgesetzt werden (Urteil BFH vom 18.06.2009 VI R 14/7).

Steuerlich absetzbar ist ein Studium, wenn:

  • die Kenntnisse im derzeit ausgeübten Beruf aufgefrischt oder erweitert werden sollen,
  • neue Kenntnisse erworben werden, um beruflich weiterzukommen oder
  • ein neues Berufsfeld erschlossen wird und in diesem Beruf Einkünfte erzielt werden sollen.

Folgende Kosten können Sie steuerlich geltend machen:

  • Gebühren jeder Art (zum Beispiel Studiengebühren, Prüfungsgebühren, Gebühren für das Studentenwerk oder Verwaltungsgebühren)
  • Fahrtkosten zu Seminaren
  • Aufwand für Übernachtung und Verpflegung (für Verpflegungsmehraufwendungen werden die Tagessätze des Finanzamtes angesetzt)
  • Arbeitsmittel wie PC, Nachschlagewerke oder Fachliteratur
  • Internetkosten sind grundsätzlich anteilig absetzbar. Wie hoch der Anteil an den Gesamtkosten ist, ist beim Finanzamt zu erörtern.

Tipp: Um Nachfragen oder Unklarheiten seitens des Finanzamtes zu vermeiden, sollten alle Kosten belegt werden können, zum Beispiel durch Semesterbescheinigungen, Studienpläne und Rechnungen sowie sämtliche Kostenbelege, die mit der Weiterbildung zusammenhängen. Bitte informieren Sie sich zusätzlich bei Ihrem Steuerberater.

(Stand: April 2017. Alle Angaben sind ohne Gewähr auf Vollständigkeit und Richtigkeit.)


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Milena Müller
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